Investment in Photovoltaik: Share-Deal vs. Asset-Deal

Investment in Photovoltaik: Share-Deal vs. Asset-Deal

Der Kauf einer laufenden Photovoltaik-Anlage kann auf zwei Arten erfolgen: Durch den Kauf von Anteilen einer Projektgesellschaft, in der die PV-Anlage liegt (Share-Deal), oder durch den Kauf der alleinigen Solaranlage (Asset-Deal). In diesem Artikel erläutern wir Ihnen kurz und knapp die wichtigsten Unterschiede der beiden Akquisitions-Arten. 

 

Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme einer PV-Anlage sowie der Kaufpreis sind wichtige Faktoren für ein Investment in laufende Solaranlagen. Mindestens genau so wichtig ist aber auch die Art und Weise des Verkaufs einer Photovoltaik-Bestandsanlage.

Hier wird in der Regel zwischen zwei Arten der Veräußerung unterschieden: Dem Share-Deal und dem Asset-Deal. Die Akquise über einen Share-Deal ist dabei die einfachere und folglich beliebtere Methode. Der Kauf über einen Asset-Deal, bei dem die PV-Anlage beispielsweise aus einem Asset-Portfolio von Unternehmen herausgekauft werden muss, gestaltet sich meist schwieriger.

 

Share-Deal: Verkauf einer Projektgesellschaft

Bei einem Share-Deal erwirbt der Käufer die Photovoltaik-Anlage auf indirektem Weg. In erster Linie wird hier eine Projektgesellschaft gekauft, in der sich die PV-Anlage befindet. Durch den Kauf der Projektgesellschaft (auch “Vehicle Company” – oft unter dem Akronym “SPV” aus dem englischen Special Purpose Vehicle – genannt), wird ein Käufer zum Inhaber der Solaranlage. Dazu zählen automatisch auch alle Genehmigungen für den Betrieb der Anlage und alle Verträge, die den Betrieb und Lebenszyklus der PV-Anlage begleiten.

Das Positive: Im Rahmen eines Share-Deals ist es nicht erforderlich, relevante Verträge wie z.B. zur Finanzierung des Projekts, zur Dienstbarkeit, Pachtverträge oder Verträge zur Wartung und Instandhaltung mit Drittanbietern neu zu verhandeln. All diese Verträge laufen nach dem Kauf unberührt im Namen der akquirierten Projektgesellschaft weiter.

 

Asset-Deal: Verkauf eines Wirtschaftsguts

Bei einem Asset-Deal erwirbt der Käufer die Photovoltaik-Anlage auf direktem Weg. Anders als beim Share-Deal müssen bei einem Asset-Deal aber alle Verträge zur Pacht, Dienstbarkeit und Finanzierung neu aufgesetzt, geprüft und unterzeichnet werden. Das gilt auch für etwaige Verträge mit Drittanbietern zum Betrieb und zur Instandhaltung der PV-Anlage. Alle diese Verträge müssen im Falle eines Asset-Deals einzeln bearbeitet werden, was diese Form des Anlagen-Kaufs zeitaufwändiger gestaltet als einen Share-Deal.

 

Zu beachten: der Zeitfaktor Due Diligence

Zum Kauf einer laufenden Photovoltaikanlage – sowohl im Rahmen eines Share-Deals als auch bei einem Asset-Deal – gehört in der Regel eine Due Diligence, die das Investment auf Herz und Nieren prüft. Diese gestaltet sich bei einem Share-Deal zeitaufwändiger als bei einem Asset-Deal, da bei einem Share-Deal die gesamte Firmenhistorie mitgekauft und durchleuchtet werden muss.

 

Für weiterführende Informationen bezüglich steuerlich relevanter Aspekte von Share- bzw. Asset-Deals kontaktieren Sie bitte einen Steuerberater Ihres Vertrauens. Gerne vermitteln wir Ihnen dafür bei Bedarf die richtigen Kontakte.

Allgemeine Informationen über ein Direktinvestment in laufende Solaranlagen erhalten Sie in kurzer Form hier oder ausführlich in unserem kostenlosen Investitionsleitfaden über www.investieren.solar.

 

Titelbild: Syda Productions/Shutterstock

Manuel Gonzalez Fernandez

Manuel Gonzalez Fernandez, 28, Journalist, PR-Manager und Blogredakteur bei Milk the Sun. >>I’d put my money on the sun and solar energy. What a source of power! I hope we don’t have to wait until oil and coal run out before we tackle that.<< - Thomas Edison