Investieren in Photovoltaik: Die wichtigsten Tipps für Privatinvestoren

Investieren in Photovoltaik: Die wichtigsten Tipps für Privatinvestoren

Solaranlagen sind eine sichere und stabile Wertanlage. Vielen ist jedoch nicht bekannt, dass man nicht immer selber bauen muss, um Eigentümer einer photovoltaischen Anlage zu werden. Eine große Anzahl bestehender Anlagen in Deutschland wird weiterverkauft, lange bevor die staatlich garantierte Einspeisevergütung ausläuft. Damit sind laufende Photovoltaik-Anlagen für Privatinvestoren, die nicht selbst bauen wollen, eine interessante Anlagemöglichkeit. Wir zeigen auf, was Sie beachten sollten, wenn Sie in Photovoltaik investieren möchten.

 

Der Kapitalmarkt bietet heute eine fast unüberschaubare Vielfalt von Anlagemöglichkeiten von der Aktie bis zur Solaranlage. Sachanlagen wie laufende Photovoltaik-Anlagen sind dabei konjunkturstabil und weisen ein geringes Risiko-Rendite-Verhältnis auf. Eine Investition in laufende Solaranlagen kann sich also durchaus lohnen.

 

1. Anlageziele und Budgetrahmen festlegen

Professionelle Kapitalanleger investieren ihr Geld seit langem im Zweitmarkt für Solaranlagen. Private Investoren mit einem Invest-Kapital ab rund 20.000 Euro standen jedoch bisher vor der Herausforderungen, überhaupt eine passende Photovoltaik-Anlage zu finden. Dank dem weltweiten Online-Marktplatz von Milk the Sun gehören diese Herausforderungen der Vergangenheit an.

 

Geringe Investitionsvolumina möglich

Die Höhe eines Investments in laufende Solaranlagen hängt von der Liquidität der Investoren ab. Generell können Solarinvestments aber in jeder Größe getätigt werden. Von wenigen Tausend Euro bis hin zum Millionen-Bereich gibt es viele Investitionsmöglichkeiten in Solaranlagen. So können auch Investoren mit einem verhältnismäßig geringen Anlagekapital PV-Anlagen zu 100 Prozent selbst erwerben.

 

Gute Rendite erzielbar

In Deutschland können die erzielbaren Renditen bei einem Investment in laufende Photovoltaik-Anlagen zwischen 3 und 8 Prozent liegen. In Südeuropa sind aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung sogar Renditen bis zu 14 Prozent möglich. Durch die gesetzlich geregelte Einspeisevergütung bieten Solaranlagen über eine Laufzeit von 20 Jahren in der Regel stabile und verlässliche Einnahmen. Von aktuellen politischen Diskussionen und Gesetzesänderungen sind bestehende Photovoltaik-Anlagen nicht betroffen.

 

Renditerechner

Welche Rendite der Käufer einer Solaranlage erwarten kann, kalkuliert der kostenfreie Online-Rechner PVCalc.

Basierend auf Faktoren wie Eigenkapital, Sonneneinstrahlung, Anlagenpreis und Inflation liefert PVCalc präzise Renditeanalysen. Die Ergebnisse werden anhand von Grafiken und Tabellen anschaulich dargestellt. Nach dem ersten Überblick sollte jedoch die Hilfe von Fachleuten hinzugezogen werden, um die Rendite genau zu ermitteln.

Investieren in Photovoltaik

Mit PVCalc können Sie die Rendite beliebiger Photovoltaikanlagen (Solaranlagen) berechnen.

 

2. Geeignete Photovoltaik-Anlagen finden

Auf dem weltweiten Online-Marktplatz von Milk the Sun können interessierte Investoren für die jeweilige Investmentgröße geeignete Photovoltaik-Anlagen finden. Milk the Sun unterstützt Anleger bei der Suche nach den passenden Anlagen, bietet Anlagendetails sowie die Möglichkeit zum Vergleich von Standort und Technik. Der Vertragsabschluss wird direkt mit dem bisherigen Eigentümer umgesetzt.

Milk the Sun ist dabei der neutrale Vermarkter zwischen Käufer und Verkäufer. Um die Transaktion so einfach wie möglich zu gestalten, bietet der Marktplatz darüber hinaus eine Reihe von Service-Dienstleistungen rund um den Lebenszyklus von Photovoltaik-Anlagen an.

Das Ziel: Potenzielle Käufer sollen den Wert der laufenden Anlage und alle kommenden Betriebskosten zuverlässig einschätzen können.

 

3. Bankfinanzierung

Banken sind in der Regel gerne bereit, Solarprojekte mit ihrer erprobten Technik, der gesetzlich geregelten und gesicherten Einspeisevergütung und den daraus resultierenden, gut planbaren Zahlungsströmen zu finanzieren. Grundsätzlich werden Solarprojekte auf zwei Arten finanziert:

Der gebräuchlichste Weg ist die Projektfinanzierung (Cashflow-basierte Non-Resource-Finanzierung), bei der die Rückzahlung der aufgenommenen Finanzierungsmittel allein aus den zukünftig zu erwirtschaftenden Erträgen (Cashflow) erfolgt. Bei der Projektfinanzierung von Solaranlagen vergibt die Bank ihre Darlehen auf Basis der freien liquiden Mittel, der vollständigen Besicherung der Photovoltaikanlage und ihrer Erlöse. Die Höhe des Fremdfinanzierungsanteils bemisst sich hauptsächlich am Liquiditätsüberschuss der Photovoltaikanlage, der zur Darlehenstilgung verwendet werden kann. Üblicherweise wird mit einer Fremdkapitalquote von 70 bis 85 Prozent gerechnet. Alternativ kann die Hausbank die Photovoltaikfinanzierung auf die persönliche Bonität und das Einbringen besonderer Sicherheiten abstellen.

 

Checkliste für notwendige Unterlagen

Um die jeweilige Photovoltaik-Anlage bewerten und die Finanzierung kalkulieren zu können, benötigt die Bank im Vorfeld verschiedene Informationen. Dazu gehören:

  • Projektbeschreibung mit den wesentlichen technischen Komponenten
  • Auflistung aller laufenden Kosten der Anlage (Betriebskosten, Versicherungen, Reinigung,…)
  • Ertragsgutachten

 

Wichtig:

Bei der Wahl der richtigen Bank ist zu beachten, dass einige Banken dem Regionalprinzip unterliegen und daher nur Projekte aus der Region finanzieren dürfen.

Darüber hinaus sollte die Gestaltung der Konditionen der finanzierenden Bank ein wichtiges Kriterium sein. Neben der Darlehenslaufzeit, den Zinssätzen sowie Zinsbindungen sollten auch Punkte wie Sondertilgungsrechte und die Berechnung von Vorfälligkeitsentschädigungen bei der vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen Gegenstand der Verhandlungen sein.

Milk the Sun arbeitet mit auf Photovoltaik spezialisierten Banken zusammen und unterstützt Sie dabei, die optimale Finanzierung oder Umfinanzierung für Ihr Projekt zu finden.

 

4. Technische und kaufmännische Due Diligence

Vor dem Kauf einer laufenden Solaranlage können und sollten Investoren eine sogenannte „Due Diligence“ durch unabhängige Fachleute wie Ingenieur- und Gutachtenbüros durchführen lassen. So können Stärken und Schwächen der Anlage sowie die entsprechenden Risiken analysiert werden. Auf dieser Basis wird der tatsächliche Wert der PV-Anlage ermittelt. Käufer und Verkäufer legen gemeinsam fest, wann und in welchem Umfang die Anlage geprüft wird.

 

Technische Due Diligence

Bei der technischen Due Diligence werden sämtliche technische Dokumentationen und Verträge – auch auf ihre Vollständigkeit hin – überprüft:

  • Einspeisevertrag
  • Gutachten zu Ertrag und Langlebigkeit der Solarmodule
  • Bisherige Einspeiseergebnisse der PV-Anlage

Darüber hinaus werden die tatsächliche Qualität der Module und Komponenten sowie die Auslegung und die Installation kontrolliert.

 

Kaufmännische Due Diligence

Die kaufmännische Due Diligence zeigt auf, welche Verpflichtungen und Verbindlichkeiten wie Wartungsverträge oder Versicherungen mitgekauft werden müssen und welche Garantien und Haftungsansprüche und -pflichten bestehen. Sie wird in der Regel von einem Steuerberater durchgeführt. Zur genauen Ausgestaltung eines Kaufvertrags sollte außerdem ein Fachanwalt hinzugezogen werden.

 

5. Ausführliche Informationen

Investitionsleitfaden

Investieren in laufende Photovoltaik-Anlagen war noch nie so einfach

Haben wir Ihr Interesse an einem Investment in Photovoltaik geweckt? Dann laden Sie sich unseren kostenfreien Investitionsleitfaden in der mittlerweile dritten Auflage herunter. Hier erhalten Sie die wichtigsten Hinweise für Privatinvestoren über Direktinvestments in laufende Solaranlagen und wie sie erfolgreich und sicher in Deutschland investieren auf einen Blick.

www.investieren.solar 

 

Manuel Gonzalez Fernandez

Manuel Gonzalez Fernandez, 28, Journalist, PR-Manager und Blogredakteur bei Milk the Sun. >>I’d put my money on the sun and solar energy. What a source of power! I hope we don’t have to wait until oil and coal run out before we tackle that.<< - Thomas Edison

2 Kommentare

Monika Pavona

vor 3 Jahren

Wirklich interessanter Artikel. Ich denke jeder sollte sich bei seiner Finanzstrategie Gedanken machen und sein Geld breit streuen. Wie Sie in dem Artikel schreiben ist die Überlegung einen Teil auch in Photovoltaik-Anlagen zu investieren nicht außer acht zu lassen und bringt wohl gute Renditen. Das werde ich zukünftig in meine Überlegungen und auch für meine Kunden/Leser berücksichtigen. Vielen Dank und beste Grüße

Antworten

Gregor

vor 2 Jahren

Ich stimme diesem Artikel voll und ganz zu. Das Investieren in Photovoltaik-Anlagen lohnt sich immer mehr. Sonnenstrom ist gefragter denn je und die Strompreise werden weiter ansteigen. Da sollte man sich als privater Investor wirklich über einen Einstieg Gedanken machen.

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