Neuer SolarContact-Index für August

Laut dem monatlich auf dem SolarContact-Blog erscheinenden SolarContact-Index ist ein Anstieg des Interesses an Photovoltaik-Anlagen und dem dazugehörigen Endkundengeschäft zu beobachten. Der August verhält sich in seiner Entwicklung untypisch. Dies ist wahrscheinlich auf einen Mitnahmeeffekt vor der Bundestagswahl zurückzuführen.

Im Photvoltaikanlagen Endkundengeschäft sieht der neue SolarContact-Index für August einen Aufwärtstrend.

Im SolarContact-Index vom August wird ein Aufwärtstrend im Endkundengeschäft mit Photovoltaikanlagen belegt. Laut dem Bericht von SolarContact zog das Interesse an PV-Anlagen merklich an und erreichte fast das Hoch der Monate Februar und Mai 2013. Demnach sprechen die Daten von einer positiven Gesamtstimmung, die derzeit vorherrscht, allerdings auch deutlich über dem Jahresniveau von 100 Punkten liegt. Auch wenn die Tendenz derzeit positiv aussieht und auf eine Euphorie schließen läßt, die derzeit über jener der Frühjahrsmonate März und April liegt, ist eine Voraussage, ob diese Euphorie anhalten wird, unter Berücksichtigung der gestrigen Wahlen nur schwerlich möglich.

In dem zurückliegenden Halbjahr war das wachsende Interesse laut SolarContact nicht zuletzt auf ein steigendes Interesse an Stromspeichern zurückzuführen. Allerdings konnte dieses Interesse nicht im gleichen Maße zulegen. Es sei jedoch davon auszugehen, so heißt es in dem SC-Beitrag, dass sich langfristig zusammen mit steigenden Strompreisen auch die Motivation in eine Photovoltaikanlage, Stromspeicher und für den Eigenverbrauch produzierten Strom zu investieren, erhöhen wird.

Laut SolarContact weist der August-Index keine Anzeichen mehr davon auf, dass der Kürzungs-Turnus der Einspeisevergütung noch einen direkten Einfluss auf das Photovoltaik-Interesse ausüben würde. Dies ist eine Abweichung zum Vorjahr. Das gestiegene Interesse im August, ist laut Bericht untypisch für den Jahresverlauf 2013. Beispielsweise wiesen die jeweiligen Vergleichsturnusse Mai (Mai-Juni-Juli) und Februar (Februar-März-April) eine Abnahme des Interesses auf. Es sei nun davon auszugehen, dass die Degressionszeiträume den Endkunde trotz den quartalsweise gesicherten Vergütungskonditionen in seinem Investitionsverhalten kaum bis gar nicht mehr beeinflussen.

Zu begründen sei das gestiegene Interesse, so SolarContact, mit den Bundestagswahlen. Es gäbe einen Mitnahmeeffekten, da sowohl Regierungs- als Oppositionsparteien im Falle eines Wahlsieges von einer Reform des EEG sprachen. Aus diesem Grunde sei der gesonderte Effekt des August-Ergebnisses laut SolarContact nicht zuletzt auf Eigenverbrauch- und Renditebestrebungen zurückzuführen. Wie lange diese Mitnahmeeffekte tragen, hängt von den nächsten Schritten und Entscheidungen der zukünftig Regierenden ab und davon, wie lange sie verhindern können, dass die Versprechen von heute zu den Unsicherheiten von morgen werden.

 

Quelle: SolarContact