Hochwasser in Deutschland: Jeder hilft mit seinen Mitteln

Seit Tagen hält das Hochwasser weite Teile Deutschlands in Atem. Die Zerstörungen sind weitreichend und erfordern die Solidarität aller. Unter den vielen Betroffenen sind auch Besitzer und Betreiber von Photovoltaikanlagen. Milk the Sun möchte ihnen mit seinem großen Netzwerk gezielte Hilfe anbieten.

Nach der Flut kommt das Aufräumen. Für die Betroffenen des Hochwassers bleibt ganz oft nichts anderes als die Rettung der persönlichsten Gegenstände, wenn überhaupt, und die Hoffnung, dass das Wasser ihnen nicht alles nehmen möge, was sie besitzen. Die Versicherungen decken vielleicht die Grundlagen, doch reichen wird es doch nie. Die Schätzungen der Versicherungsinstitute bezüglich der Schäden bewegen sich im vielfachen Millionenbereich. Alleine die Allianz geht davon aus, dass sie mit bis zu 350 Mio. € für die Flutschäden aufkommen wird. Die Würtembergische/Wüstenrot spricht derzeit von ungefähr 50 Mio. €. Doch für eine abschließende Betrachtung ist es noch viel zu früh.

Versicherung für PV-Anlagenbesitzer

Für viele Betreiber von PV-Anlagen, die vom Hochwasser betroffen sind, kann zumindest in einem Punkt Entwarnung gegeben werden. Solaranlagen sind im Allgemeinen im Rahmen einer Solarversicherung gegen Hochwasser versichert. Wenn man sie als Betreiber abgeschlossen hat, tritt beim Ausfall der Solaranlage eine Betriebsunterbrechungsversicherung in Kraft. Sie orientiert sich dabei an der Anlagenleistung und an der Jahreszeit. Die Solarversicherung ist im Wesentlichen eine Erweiterung der Allgemeinen Bedingungen zu Elektronikversicherung. Es handelt sich um eine Spezialisierung dieser Versicherung speziell für Solaranlagen. Durch diese sogenannte Allgefahrenversicherung ist alles abgesichert, was nicht durch die ABE abgedeckt wurde.

Solidarität betrifft jeden

Wenn es dann ans Aufräumen geht, ist es an Politik und Versicherungen unkompliziert und schnell zu helfen. Derzeit geht es aber vor allem darum Solidarität zu zeigen. Wenn man vor Ort helfen kann, ist es eine Sache der Selbstverständlichkeit, dass ein jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten mit anpackt. Für jene die nicht vor Ort sein können, gilt es andere Wege der Unterstützung zu finden.

Milk the Sun will in diesem Zusammenhang seine Solidarität und Anteilnahme ausdrücken und bietet für Betroffene der Hochwasserkatastrophe eine kostenlose Anlaufstelle zur Vermittlung von Photovoltaikdienstleistern. Wir können den Kontakt zwischen Gutachtern und Betroffenen herstellen und auch Dienstleister vermitteln, die entsprechende Schäden an der PV-Anlage beheben oder sie professionell reinigen können. Aufgrund des großen Netzwerks ist es uns möglich in den entsprechenden Regionen gezielt Hilfe anzubieten.

Nach der Flut

Doch ganz Gleich was nach der Flut geschieht, sowohl der emotionale, als auch der wirtschaftliche Schaden wird enorm sein. Langfristig sind neue Lösung und eine weitsichtige Planung gefragt, um die Gefahren, die von Hochwassern ausgehen, zukünftig zu vermindern. Gesagt wurde das schon 2002, getan wurde seitdem wenig. Man kann nur hoffen, dass sich die „Hochwasserdemenz“ in Bevölkerung, Politik und Wirtschaft dieses Mal in Grenzen hält und den Worten Taten folgen.

 

Quellen: manager magazin online, solarversicherung.org, wüstenrot/württembergische, zeit online