Förderung der Solarenergie in Rumänien

In Rumänien wird der Ausbau der erneuerbaren Energien durch eine Quotenregelung gefördert. Stromlieferanten bzw. Stromproduzenten sind verpflichtet eine vorgegebene Menge ihres Stroms aus erneuerbaren Energien bereitzustellen. Nachgewiesen werden diese Strommengen durch den Handel mit sogenannten Grünen Zertifikaten.

Den Handel mit Grünen Zertifikaten und alle Details zur Quotenerfüllung regelt das Gesetzt 220/2008, welches am 19.10.2011 in Kraft getreten ist. Demnach können Produzenten ihren Strom aus erneuerbaren Energien zum Marktpreis auf dem Stromgroßhandelsmarkt verkaufen. Für Strom aus Kleinanlagen gelten festgelegte Preise, zu denen der Sonnenstrom an die Stromlieferanten verkauft werden kann.

Für den Zeitraum 2008 bis 2025 bewegt sich der Transaktionswert für die Grünen Zertifikate zwischen einem Mindestwert von 27 € pro Zertifikat und einem Höchstwert von 55 € pro Zertifikat. Unterschiede in der Höhe der Zahlungen gibt es für die verschiedenen Technologien der erneuerbaren Energien nicht.

Die jährlichen Pflichtquoten sind für die Jahre 2011 bis 2020 folgendermaßen fest gelegt:

Jahr

Jährliche Pflichtquote (%)

2011

8,3

2012

8,3

2013

9,0

2014

10,0

2015

10,8

2016

12,0

2017

13,2

2018

14,4

2019

15,6

2020

16,8

Jede produzierte Megawattstunde Solarstrom hat einen Wert von sechs Zertifikaten. Erfüllt ein Stromlieferant die jährliche Quote nicht, ist er verpflichtet Schadens- bzw. Ersatzzahlungen zu leisten. Die ihm fehlenden Grünen Zertifikate müssen dann für einen höheren Preis von 110 € erworben werden. Auch die Höhe der Strafzahlungen unterliegt einer jährlichen Anpassung.