Marktkommentar zum Preisindex von pvXchange für September 2013

Preise weitestgehend stabil – wie reagieren asiatische Hersteller darauf?

Die Preise auf dem europäischen Markt sind nun seit vielen Wochen weitestgehend stabil. Es gibt kaum noch Ausreißer nach oben oder unten. Wie schon im letzten Monat erwähnt, bilden sich für asiatische Module zunehmend zwei Preisniveaus aus – eines für Module aus chinesischer Produktion und eines für Module aus dem übrigen asiatischen Raum. Wir haben das beim pvXchange-Preisbarometer durch Einführung eines neuen Preispunktes berücksichtigt.

Die Preisdynamik im Modulmarkt scheint also der Vergangenheit anzugehören. Die Strategie, insbesondere der chinesischen Hersteller, scheint zu lauten: wenn die Preise durch die EU-Richtlinie schon nicht mehr variiert werden können, soll es wenigstens immer mehr Leistung zum festgelegten Preis geben. Momentan manifestiert sich das darin, dass kaum noch Module unterhalb der 250-Watt-Marke von den führenden Herstellern aus Asien auf den europäischen Markt gebracht werden.

Es bleibt zu hoffen, dass viele Hersteller auch die Produktqualität erhöhen. Daran wurde in Zeiten der absoluten Tiefstpreise gerne gespart. Sollte diese Sparpolitik nun endgültig der Vergangenheit angehören, hätte das Anti-Dumping-Verfahren der EU-Kommission doch noch eine gute Seite.

Martin Schachinger

pvXchange GmbH

 

Preisbarometer – September 2013

Hier nochmals die Erläuterung zur aktuellen Änderungen der Index-Struktur:

Zukünftig kommt eine neue Kurve bzw. jeweils ein neuer Preispunkt hinzu, der den Spotmarktpreis von kristallinen Modulen aus neuen Herkunftsländern repräsentiert. Nennen wollen wir diesen Bereich „Südostasien“, dazu die genannten Länder zählen, ebenso wie Thailand, Indonesien und auch Indien, obwohl es geografisch nicht ganz korrekt ist. Aus wirtschaftlicher Sicht macht es durchaus Sinn. Den für diese Gruppe angegebenen durchschnittlichen Marktpreis kann man sogar für chinesische Module ansetzen, die nicht in die EU eingeführt werden müssen – er bildet sozusagen den Weltmarktpreis für asiatische Ware allgemein ab. Die bisherige Preiskurve für chinesische Module wird repräsentativ für EU-Importe weitergeführt.

Gleichzeitig werden wir die Preiserhebung für Dünnschichtmodule ab dem Monat Oktober einstellen. Wie bereits in einem früheren Kommentar berichtet, ist eine repräsentative Erhebung der Durchschnittspreise mangels verfügbarer Produkte und entsprechender Angebote nicht mehr möglich.

Über pvXchange GmbH

pvXchange ist mit über 9.000 registrierten Geschäftskunden eine der weltweit größten Vermittlungsplattformen für Solarmodule und Wechselrichter. Mit der Expertise aus mehr als 20.000 erfolgreichen Vermittlungsgeschäften und über neun Jahren Markterfahrung bringen die Mitarbeiter von pvXchange schnell und effizient den aktuellen Bedarf ihrer Kunden mit passenden Angeboten zusammen. Weitere Informationen finden Sie auf www.pvXchange.com.