Frauenhofer ISE: Solarparks stabilisieren Stromnetz

Forscher des Frauenhofer Instituts für Solare Energiesysteme haben in einer Feldstudie nachgewiesen, dass Solarparks stabilisierend auf das Stromnetz wirken. Hierfür wurde ein neues Messsystem entwickelt. Die Forscher werten die Ergebnisse ihrer Studie als Schritt in Richtung Versorgungssicherheit.

Strom aus Solarkraftwerken stabilisiert das Stromnetz zusätzlich. iStockphoto.com©Andy Gehrig

Forscher des Frauenhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg haben in einer Feldstudie nachgewiesen, dass Solarkraftwerke stabilisierend auf das Stromnetz wirken. Bisher gab es zu dieser Frage lediglich Simulationen aber noch keine handfesten Daten und Studien. Es wurde ein sogenannter Low Voltage Though Test (LVTT) durchgeführt. Dabei wird getestet, wie sich die Gesamtleistung der Anlage verhält, wenn die Netzspannung plötzlich zusammenbricht.

Zur Ermöglichung der Messung wurde ein Messsystem entwickelt und in einem speziellen Messcontainer installiert. Dieser wurde im April 2013 für mehrere Wochen in einer Solaranlage platziert. Nach Projektleiter Gregor Dotter sei die größte Herausforderung die synchrone Erfassung von Wechselrichterströmen gewesen. Gelöst wurde das Problem durch den kombinierten Einsatz von GPS, Richtfunkstrecke und Messrechner. Dies ermöglichte einen Vergleich der Ergebnisse aus der Simulations- und aus der Feldversuchsanordnung.

Nach Ansicht der Forscher des ISE hat das erfolgreiche Experiment zwei positive Folgen für die Photovoltaikindustrie. Zum einen leisten die gewonnen Erkenntnisse einen Beitrag zur Sicherheit bezüglich der Netzstabilität. Zum anderen hatte das Experiment den positiven Nebeneffekt, dass eine neue Messtechnik entwickelt wurde, die sowohl für größere Solarparks als auch für kleinere private Photovoltaikanlagen nützlich sein wird. So zumindest hoffen es die Forscher des ISE.

Quelle: photovoltaik.eu