Dank und mit Erneuerbaren Energien: Stromnetz in Deutschland so stabil wie noch nie

Dank und mit Erneuerbaren Energien: Stromnetz in Deutschland so stabil wie noch nie

Die negativen Stimmen waren bis zuletzt nicht still zu bekommen. Erneuerbare Energien seien zu vielen Schwankungen ausgesetzt und aus diesem Grund ein Risiko für die Versorgungssicherheit unserer Stromnetze. Diesen Stimmen wurde nun der Wind aus den Segeln genommen.

 

Statistiken lügen nicht – und die neuesten Auswertungen der Bundesnetzagentur werfen ein gutes Licht auf Erneuerbare Energien und dessen dezentrale Stromerzeugung. Demnach konnten Erneuerbare durch ihren Ausbau die Stabilität der Stromnetze weiter vorantreiben. Wie die Bundesnetzagentur berichtet, mussten deutsche Haushalte in 2014 maximal 12 Minuten und 28 Sekunden ohne Strom auskommen. Der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen des Saidi-Wertes, der die Versorgungsunterbrechungen der deutschen Stromnetze ermittelt.

 

Erneuerbare Energien stellen kein Problem für die Versorgungssicherheit dar

Die positivste Lehre aus den Ergebnissen: Die unterstellte Labilität von Erneuerbaren Energien konnte nicht bestätigt werden. “Ein maßgeblicher Einfluss der Energiewende und der steigenden dezentralen Erzeugungsleistung auf die Versorgungssicherheit ist auch weiterhin nicht erkennbar”, erklärt Jochen Homann, Präsident der Bonner Behörde. Ganz im Gegenteil. In den vergangenen Jahren und mit dem voranschreitenden Ausbau von Erneuerbaren Energien und der dezentralen Energieerzeugung ist die Stabilität der Stromnetze immer sicherer geworden.

Im Vergleich zu 2006 (21 Minuten ohne Strom) hat sich die Dauer der Versorgungsunterbrechungen im vergangenen Jahr fast halbiert. Sogar von 2013 auf 2014 konnten die Unterbrechungen um drei Minuten verkürzt werden.

 

Deutschland europaweit auf Platz 1 der Versorgungssicherheit

Europaweit sind Deutschlands Saidi-Werte unangefochten. Zum Vergleich: Österreichische Haushalte mussten 2012 im Schnitt 39 Minuten ohne Strom auskommen. In Frankreich war es sogar über eine Stunde (63 Minuten). Am Ende der Liste befinden sich die Litauer. Sie blieben nach Zahlen der EU in 2012 im Schnitt knapp fünf Stunden ohne Strom.

Quelle: Sueddeutsche

Manuel Gonzalez Fernandez

Manuel Gonzalez Fernandez, 28, Journalist, PR-Manager und Blogredakteur bei Milk the Sun. >>I’d put my money on the sun and solar energy. What a source of power! I hope we don’t have to wait until oil and coal run out before we tackle that.<< - Thomas Edison