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Riesige Solaranlage für Flüchtlinge in Jordanien

Riesige Solaranlage für Flüchtlinge in Jordanien

In Jordanien soll ein aktuelles Projekt rund 80.000 Flüchtlinge in einem Camp mit Solarstrom versorgen. Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 12,9 MWp fungiert für die syrischen Bewohner als verlässliche Stromquelle.

Höhere Fördermittel für Photovoltaik-Speicher

Höhere Fördermittel für Photovoltaik-Speicher

Das Bundesministerium hat auf die große Nachfrage nach Photovoltaik-Heimspeichern reagiert und erhöht die Fördermittel. 10.000 Speicher sollen damit in diesem Jahr unterstützt werden. Zusätzlich verkündete das Ministerium, den Tilgungszuschuss nicht nur wie geplant zum 1. Juli, sondern auch zum 1. Oktober zu senken – jeweils um drei Prozent.

Ein Beispiel konträrer Photovoltaik-Entwicklungen

Ein Beispiel konträrer Photovoltaik-Entwicklungen

Die aktuelle Photovotlaik-Förderung in Deutschland gleicht einer Farce – das Gefälle im Gegensatz zu den weltweit positiven Marschrouten könnte offensichtlicher nicht sein. Am jüngsten Beispiel der Speicherförderung lässt sich ablesen: Wo Deutschland seine Rolle als Vorreiter und Vorbild fahrlässig verspielt, trumpft der US-amerikanische Bundesstaat Kalifornien so richtig auf.

Vier Fragen an … Rosa Tarragó, Senior Analyst Prime Capital

Rosa Tarragó kann auf über 13 Jahre Berufserfahrung im Bereich Infrastruktur und Erneuerbare Energien zurückblicken. Frau Tarragó besetzte verschiedene führende Funktionen bei verschiedenen führenden Groß- und Förderbanken, arbeitete aber auch für Projektentwickler und für die E.ON AG. Derzeit ist sie Senior Analyst der Prime Capital AG und seit 2008 Vize-Präsidentin der KfW IPEX-Bank GmbH. Zudem gründete sie das Unternehmen Molins de vent Tarragó, das Windräder zur Wasserförderung produziert.

Rosa Tarragó

Milk the Sun: Liebe Frau Tarragó, die Liste derer, denen in den letzten Monaten und Jahren ein Ausbremsen der Energiewende vorgeworfen wurde, ist lang. Wie schätzen Sie die klimapolitischen Ergebnisse der letzten Legislaturperiode der schwarz-gelben Regierung ein, der nach Kanzlerin Merkel „erfolgreichsten Bundesregierung seit der Wiedervereinigung“?

Rosa Tarragó: If we look at facts and figures provided by dena, Germany has experienced a “Energiewende” based mainly in a steadily increase of the electricity consumption from renewable reaching a 22,9% last year. Electricity production from photovoltaic, wind energy, hydropower and biomass increased around 10% in only one year (to 136 GWh in 2012 compared to around 80 GWh at the beginning of the Merkel II government) ant this within a context of decreasing feed-in-tariffs for renewables. And if, on top, these figures are compared with the increase of renewable shares and/or with a general change of the energy mix in other European countries – excluding the ones having implemented retroactive changes to its regulatory system – the results are comparatively satisfactory.

Milk the Sun: Unabhängig davon welche Partei nach dem 22.September in den Bundestag einziehen wird und unabhängig von der dann herrschenden Koalition, kommen auf die neue Bundesregierung viele wichtige und prägende energiepolitischen Entscheidungen zu. Was erwarten Sie sich von der Bundesregierung nach den Wahlen?

Rosa Tarragó: The new government has two main challenges: at a national level, to continue to steadily increase the share of renewable energies (RE) in the German energy mix at the same time that it reduces the price gap between low forward electricity prices and high allocation of costs for renewables (Stromumlage) and at an international level, to secure the German industry remains competitive in the field of renewable energies. From my point of view, both challenges can be reached if a support system is designed to motivate a real reduction of production costs reaching low electricity levelized costs close to grid parity. Within the current framework of low interest rates, to achieve a reduction of electricity levelized costs might be easier than it was before 2009.

Milk the Sun: Derzeit herrscht eine große Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung, wenn es um das Thema Erneuerbare Energien und die damit zusammenhängende Energiewende geht. Der einzelne erstickt in einem Schwall an Pro-und-Anti-Propaganda, was letztendlich lediglich Verunsicherung und Verwirrung zur Folge hat. Es gibt nur wenige Stimmen die zur Ordnung rufen und die Diskussion auf eine sachliche und logische Ebene zurückführen wollen. Wie ist ihr Vorschlag für ein konstruktiveres Vorgehen in diesen Fragen?

Rosa Tarragó: In principle, it is not always negative to have a critical propaganda. It incentivizes improvement. The problem arises when none improvement is being implemented and/or the implementation takes too long. Then, uncertainty prevails and credibility in a technology can be damaged. Rather than further discussion, facts need to be achieved towards reaching grid parity. Then, a positive environment at a national and international level can be achieved. Within the European framework, Germany is in a favorable position to reach grid parity quicker than other countries thanks to its stronger sovereign country profile and high sensitivity to electricity costs.

Milk the Sun: Stéphane Hessel bezeichnete den Kampf für eine nachhaltige und feste Umweltpolitik als eine der Hauptaufgaben der Menschen im 21. Jahrhundert. Die Erkenntnisse der Wissenschaft und die Veränderungen des Klimas geben ihm Recht. Dennoch passiert verhältnismäßig wenig, obwohl es letztendlich um die Existenz der menschlichen Spezis geht. Wie ist ihr Standpunkt dazu, dass sich angesichts eines derart dringenden Themas noch immer in politischen und wirtschaftlichen Grabenkämpfen ergeben wird?

Rosa Tarragó: Stéphane Hessel is right in his position. In addition, to state that sustainability and environmental improvement need to be attractive for the private and finance industry in order the human being and political willingness to be successful. The Kyoto Protocol mechanisms were (still are) an attempt to involve several parties in the achievement of a sustainable energy policy. Unfortunately the results have been rather moderate until now. Recently and in parallel, private companies start new initiatives (like the issue of a certificate for project bonds of renewable energies) which shall aim to increase attractiveness in sustainable investment rather than in investments in none-sustainable assets. Not all the measures can be successful in the same grade. Important is, that there are new initiatives and attempts to achieve a common sustainable objective.

 

Wir bedanken uns bei Frau Tarragó für das Interview.

 


Im Rahmen der Interviewreihe “Vier Fragen an …” stellt der Milk the Sun Blog bis zur Bundestagswahl am 22.September 30 Tage lang führenden Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Medien vier Fragen zu den Erwartungen an die Energiepolitik Deutschlands der zurückliegenden und kommenden Jahre. Bisher interviewten wir Sebastian Bolay (DIHK), Heiko Schwarzburger (Photovoltaik), Corinna Lang (CleanEnergy Project), Patrick Jüttemann (klein-windkraftanlagen.com), Christian Leers (PV-Experte), Robert Schwarz (BTO Management Consulting), Lothar Lochmaier (Freier Journalist), Michael Richter (Sonneninvest AG), Kilian Rüfer (SUSTAINMENT), Udo Schuldt (Blogger), Thorsten Zoerner (Solution Architect), Prof. Dr. Eicke Weber (Fraunhofer ISE), Falko Bozicevic (GoingPublic Magazin), Carsten Körnig (Solarwirtschaft e.V.), Denis-Mariel Kühn (EGBB), Doreen Brumme (Freie Journalistin), Erhard Renz (sonnenfluesterer.de), Sabine Eva Rädisch (Autorin und Bloggerin), Bart Markus (Wellington Partners), Prof. Volkmar Liebig (avesco Financial Services AG), Dr. Tim Meyer (Grünstromwerk GmbH), Alexander Fehr (Fehrdeal & Energieblogger), Thomas Nasswetter (Ritter Gruppe und Blogger), Dr. Stefan Dietrich (Windwärts Energie), Sylvia Pilarsky-Grosch (BWE), Holger Ruletzki (Parabel AG), Franz Alt (Journalist), Arne Horn (DZ-4), Dr. Bernd Köhler (Phoenix Solar), Björn-Lars Kuhn (Proteus Solutions & Energieblogger), Cornelia Daniel-Gruber (Journalistin und Bloggerin), Ove Petersen (GP Joule), Udo Möhrstedt (IBC Solar), Şirvan Çakici (Unicon Energy Services)

 

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