Betriebsführung: Outsourcing oder selbst machen?

Betriebsführung: Outsourcing oder selbst machen?

Wann ist es sinnvoll zu delegieren, und welche Aufgaben kann und darf ich selbst übernehmen? Erfahren Sie, was Sie bei der Wahl des richtigen Dienstleisters beachten sollten.

Die Entscheidung, wer die Betriebsführung Ihrer Photovoltaikanlage übernimmt, ist ein Spagat zwischen der Einsparung von Service-Kosten und der Vermeidung von Risiken. Wie viel Zeit Sie sich für die Betriebsführung nehmen wollen und wie technisch versiert Sie sind, ist ebenfalls ausschlaggebend.

Wer sich das nötige Know-how, Werkzeuge und Sicherungstechnik besorgt, kann viele Sachen theoretisch selbst machen. Von der Tragkonstruktion über die Montage der Module bis hin zur Verkabelung sind Eigenarbeiten bei der Installation möglich. Und auch bei der Wartung können Sie sich selbst auf dem Dach einen Eindruck verschaffen. Wenn Sie dabei beispielsweise Verschmutzungen Ihrer Photovoltaikmodule erkennen, können Sie diese selbst reinigen.

Zum Beispiel der Reinigung lässt sich gut erkennen, welche Risiken im Selbermachen liegen. Sie ist nicht so einfach wie es sich anhört: Hersteller geben oftmals vor, welche Bürsten und welches Wasser eingesetzt werden müssen.

Halten Sie sich nicht daran, können Sie Garantieansprüche verlieren. Wenn falsche Reinigungsgeräte, wie z.B. Hochdruckreiniger, eingesetzt werden, kann dies Mikrorisse oder Bruchschäden verursachen. Auch wenn Sie Mikrorisse nicht mit bloßem Auge sehen können, mindern diese die Erträge der Module.

Sie sollten sich bei allem, was Sie selbst angehen wollen, die Risiken bewusst machen, um nicht Ihre eigene Gesundheit in Gefahr zu bringen oder Ihre Anlage zu beschädigen. Das Durchlesen eines vollständigen Leitfadens zur Solarreinigung kann sehr hilfreich sein.

Was dürfen Sie nicht selbst machen?

  • Jahresabschlüsse (Steuerberater)
  • Standfestigkeitsnachweise (Statiker)
  • Arbeiten an elektrischen Anlagen im öffentlichen Netz (zugelassener Elektriker)

Bei diesen Aufgaben müssen Sie Dritte hinzuziehen. Andere Tätigkeiten sind nicht an geprüfte Berufsqualifikationen gekoppelt. Jedoch müssen alle Anbieter und auch Sie selbst Unfallverhütungsvorschriften einhalten, wie sie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) fordert.

Was ist sinnvoll selbst zu machen?

Die Betriebsführung benötigt Zeit. Wenn Sie mehr einsparen, als Sie in derselben Zeit verdienen und Sie die Aufgabe übernehmen können und dürfen, kann Selbstmachen sinnvoll sein. Jedoch birgt es auch Risiken: Arbeiten auf Dächern und/oder an elektrischen Anlagen bergen ein erhebliches Unfallpotential. Zudem müssen dabei die gesetzlichen Unfallverhütungsvorschriften eingehalten werden.

Die Umsetzung von Herstellervorgaben für Garantien kann an spezifische Qualifikationen und/oder zugelassenes Equipment gebunden sein. Darüber hinaus können Banken und Versicherung verlangen, dass bestimmte Arbeiten von zertifizierten Dienstleistern erbracht werden.

Wirtschaftliche Entscheidungen sollten Sie anhand folgender Leitfrage treffen: Darf und kann ich es selber machen?

Ja: Sind die Opportunitätskosten geringer, wenn Sie zwingend notwendige Services selbst erbringen?

Nein: Vergleichen Sie die Kosten unterschiedlicher Dienstleister bei zwingend notwendigen Services, die Sie nicht selbst erbringen können.

Bei Services, die nicht zwingend notwendig sind, sollten Sie immer abwägen, ob über die investierten Kosten (ob nun fremd verursachte oder eigene Opportunitätskosten) ein Mehrertrag erwirtschaftet werden kann, der über dem Aufwand liegt.

Wenn Sie qualifizierte Dienstleister hinzuziehen wollen, müssen diese erst einmal gefunden werden. Dies kann zu einem erheblichen Such-, Vergleichs- und Entscheidungsaufwand führen.

Woran erkennen Sie gute Servicepartner?

Vor der Vergabe von Serviceleistungen müssen Sie prüfen, ob der Partner die erforderlichen Qualifikationen, Zulassungen und das Equipment mitbringt. Die Investitionsentscheidung für Servicepartner kann sich nur rechnen, wenn damit Gewährleistungs- und Haftungsrisiken auch wirklich minimiert werden.

Ein kostengünstiges Angebot von formell unqualifizierten Dienstleistern ist riskant. Je nach Aufgabe gibt es Anforderungen aufgrund von DIN-, VDI oder ISO-Normen. Darin ausgebildet und zertifiziert werden Dienstleister unter anderem von TÜV-Instituten. Im Bereich der Solarreinigung gibt es die brancheneigene OQSZertifizierung.

Ebenfalls sollten Sie auf die Erfahrung der Anbieter achten und Referenzen überprüfen. Bestenfalls können Sie sich mit bestehenden Kunden des Dienstleisters über Qualität und Zuverlässigkeit austauschen.

Der nächste Faktor sind die Kosten: Ist das Preis-Leistungs-Verhältnis marktgerecht? Durch die Standardisierung von Abläufen können erfahrene Dienstleister mit Preisvorteilen auftrumpfen. Den Aufwand für die Suche und Bewertung geeigneter Servicepartner können Sie sich sparen, indem Sie sich an branchenerfahrene Partner wie Milk the Sun wenden.

Kriterien, die ‘Milk the Sun’ Service-Partner erfüllen müssen:

  • Marktgerechtes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Langjährige, nachgewiesene Erfahrung
  • Flexibilität und Service-Orientierung
  • Hoher Qualitätsanspruch und Professionalität