Neuer SolarContact-Index für Oktober 2013

Der neue SolarContact-Index für Oktober 2013 zeigt erneut einen Anstieg des Interesses an PV-Kleinanlagen. Allerdings nimmt die Zahl des Anlagenzubaus und der Leistung ab. Zusätzlich ist ein Rückgang der durchschnittlich installierten Leistung zu beobachten. Dies alles weist jedoch darauf hin, dass gerade die Kleinanlagen einen Großteil des Zubaus und der PV-Nachfrage 2013 tragen.

Laut dem SolarContact-Index für Oktober 2013 ist das Interesse an PV-Kleinanlagen weiter gestiegen. (c) SolarContact

Der neue SolarContact-Index für Oktober 2013 ist das vierte Mal in Folge angestiegen und das trotz aller politischen Querelen. Es kann also davon ausgegangen werden, dass es sich derzeit tatsächlich um eine stabile Auftragslage und einen stabilen Zubau handelt, der sich für die nächsten Monate abzeichnet. Der aktuelle Stand des Indexes, der sich bei 116 Zählern befindet, markiert ein stetiges Interesse an Anlagen bis zu 30 kWp in der zweiten Jahreshälfte. Dies steht im konkreten Gegensatz zu dem weniger kontinuierlich positiven Trend der ersten Jahreshälfte. Damals folgte auf ein deutliches Hoch Ende April eine harte Abkühlung des Interesses im Mai und Juni. Von diesem Einbruch ist mittlerweile kaum noch etwas zu spüren.

Der anhaltende positive Trend für das zweite Halbjahr kollidiert mit zwei Tendenzen, die normalerweise eine recht gegenläufige Entwicklung für den Photovoltaikmarkt vermuten ließen. Die Zubauzahlen sind laut Bundesnetzagentur relativ gering für den Monat September. Hinzu kommt eine sich weiterhin abschwächende Degression der Einspeisevergütung, die derzeit bei 1,4 Prozent liegt und einen deutlich abgeschwächten Anlagenzubau im Gesamten nahe legt.

Der Umfang der Kürzungen hat sich seit dem Inkrafttreten der variablen Degression vor einem Jahr kontinuierlich abgeschwächt und sich derzeit auf 1,4 Prozent für die Monate November bis Januar eingependelt. Damit erfolgte ein Rückgang der Degression um fast 100 Prozent innerhalb eines Jahres von 2,5 Prozent im November/Januar 2012/13. Das bedeutet, dass der Anlagenzubau deutlich zurückgeschraubt wurde gegen über 2012. Wurden von Januar bis September in diesem Jahr 2.700 Megawatt PV-Leistung installiert, war es im Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 6.200 MW fast doppelt so viel.

Die Korrelation des SolarContact-Index vom Oktober 2013 (C)SolarContact

Die absoluten Zahlen für 2013 sprechen jedoch eine deutlich andere Sprache. Bis Ende September 2013 wurden mit 98.000 installierten Photovoltaik-Anlagen rund 28 Prozent weniger Anlagen gebaut als in den ersten neun Monaten 2012, in denen ein Zubau von 136.000 Anlagen erreicht wurde. Die 2.700 Megawatt hingegen markieren laut SolarContact einen Rückgang von knapp 57 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Laut SolarContact wird hier deutlich, dass deutlich weniger PV-Leistung ans Netz gingen, aber auch nicht zeitgleich äquivalent weniger Anlagen gebaut wurden. Die Schlussfolgerung ist, dass 2013 schlicht weniger Großanlagen gebaut wurden. Untermauert wird diese Annahme durch die geringere Leistung der installierten Anlagen. Während die durchschnittliche Leistung der Anlagen in den ersten neun Monaten in 2012 bei 45 kWp pro Anlage lag, bewegt sie sich in den ersten drei Quartalen für 2013 bei rund 27 kWp pro Anlage. Dies verweist auf einen stabilen und konstanten Markt für Kleinanlagen.

Die meisten Kleinanlagen sind vor zwei bis drei Monaten vor ihrem Netzgang als Projekt ins Leben gerufen worden. Dies erklärt den Rückgang der Zubauzahlen im September. Das bedeutet, dass die aktuellen Zubauzahlen auf das Stimmungsbild vor einem Quartal schließen lassen. Der SolarContact-Index unterstreicht diesen Eindruck. Für die Monate Mai und Juni 2013 zeichnete er ein deutlich abfallendes Interesse. Jeweils drei Monate später erfolgte dann der Abfall der Zubauzahlen. Umgekehrt bedeutet dies, nach einem Anstieg des Interesses für PV-Anlagen seit Juli, dass für das letzte Quartal die Sonne scheinen wird, im übertragenen Sinne.

 

Quelle: SolarContact

 

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