Photovoltaik weltweit Posts

Förderungen der Solarenergie in Bulgarien

Bulgarien gehörte bislang nicht unbedingt zu den relevanten Ländern der Photovoltaikbranche, obwohl Bulgarien sehr gute geografischen Bedingungen und eine hohe Sonneneinstrahlung mitbringt. Allerdings gewinnt der bulgarische Photovoltaikmarkt für Investoren, vor allem für ausländische, an Attraktivität. Zum einen wurden mit der Novellierung des bulgarischen Gesetzes über die Erneuerbaren Energiequellen und Biobrennstoffe (EEBG) bestimmte administrative Hürden beseitigt, zum anderen lockt Bulgarien mit derzeit noch relativ großzügigen Einspeisevergütungen.

Das Zakon za vazobnovjaemite i alternativnite energijni iztochnici i biogorivata, das bulgarische Gesetz zum Ausbau und zur Förderung der erneuerbaren Energien trat erstmals am 19. Juni 2007 in Kraft und wurde Anfang des Jahres 2011 erneuert. Es fördert prinzipiell alle Technologien der erneuerbaren Energien durch eine staatlich garantierte Einspeisevergütung. Strom aus Solarenergie erhält die Vergütung für einen Zeitraum von 20 Jahren.

Die Tarife unterliegen in Bulgarien einer gesetzlich festgeschriebenen jährlichen Degression. Sie werden jedes Jahr zum 30. Juni von der Energieregulierungsbehörde neu festgelegt. Im alten Gesetz war noch geregelt, dass die Degression nicht Höher als 5% ausfallen darf, doch diese Regelung wurde mit der Novellierung aufgehoben.

Die aktuellen Tarife wurden am 20.06.2011 verkündet und gelten für alle Anlagen, die in dem Zeitraum vom 1. Juli 2011 bis zum 30. Juni 2012 ans Netz gegangen sind bzw. gehen werden:

  • PV-Anlagen bis 30 kWp auf Dächern und Fassaden  605,23 BGN/MWh; 309,45 Euro/MWh
  • PV-Anlagen von 30 kWp bis 200 kWp auf Dächern und Fassaden 596,50 BGN/MWh; 304,99 Euro/MWh
  • PV-Anlagen von 200 kWp bis 1.000 kWp auf Dächern und Fassaden 583,77 BGN/MWh; 298,48 Euro/MWh
  • PV-Anlagen bis 30 kWp auf Freiflächen 576,50 BGN/MWh; 294,76 Euro/MWh
  • PV-Anlagen von 30 kWp bis 200 kWp auf Freiflächen 567,41 BGN/MWh; 290,11 Euro/MWh
  • PV-Anlagen über 200 kWp auf Freiflächen 485,60 BGN/MWh; 248,28 Euro/MWh

Förderungen der Solarenergie in Großbritannien

In Großbritannien wird der Ausbau der erneubaren Energien aus einer Kombination aus Einspeisetarif und Mengenregelung in Form von Quotenverpflichtung mit Zertifikathandel  gefördert.

Strom aus Solaranlagen mit einer Leistung von maximal 5 MWp wird mit einem festgelegten Einspeisetarif über einen Zeitraum von 25 Jahren vergütet. Solarkraftwerke ab einer Leistung von 5 MWp erhalten eine Förderung durch die Mengenregelung. Anlagen mit einer Leistung zwischen 50 kWp und 50 MWp können zwischen beiden Vergütungsarten wählen.

Um überhaupt eine Vergütung auf den eigens produzierten Sonnenstrom zu erhalten, müssen alle Anlagen ein Zulassungsverfahren durchlaufen. Dieses variiert je nach Anlagengröße und Art der Energieerzeugung.

Das Modell der Mengenregelung (Renewable Obligation Order) in Form von einer Quotenverpflichtung mit Zertifikathandel wurde 2002 in Großbritannien eingeführt. Diese Regelung verpflichtet die Energieversorger einen bestimmten Anteil ihres Stroms aus erneuerbaren Energien bereitzustellen. Um die festgelegte Höhe zu erreichen, müssen die Stromlieferanten Strom von Anlagen aus erneuerbaren Energien kaufen. Dafür erhalten sie grüne Zertifikate. Diese sind bei der Gas- und Stromaufsichtsbehörde (Ofgem) vorzulegen, um nachzuweisen, dass die geforderte Menge an Strom aus regenerativen Energien bereitgestellt wurde. Stellen sie weniger als die geforderte Menge an Ökostrom bereit, sind Sanktionszahlungen für jede versäumte Kilowattstunde die Folge.

Um im Besonderen kleinere Anlagen zu fördern, wurde 2010 ein Modell der Einspeisevergütung (Feed-in Tariff Order) eingeführt. Dieses garantiert allen zugelassenen Anlagen mit einer Größe von bis zu 50 MWp, die Vergütung ihres eingespeisten Stroms zu einem festen Tarif. Die Höhe der Tarife wird dabei jährlich von der Ofgem angepasst.

Ende Oktober 2011 verkündete der britische Energieminister Gregory Barker sein Vorhaben, die Einspeisetarife um die Hälfte zu kürzen. Die neuen Tarife sollen zum 1. April 2012 in Kraft treten. Er begründete seine Entscheidung mit dem rasanten Zubau an Photovoltaikanlagen in den letzten Monaten und den fallenden Preisen für Solarmodule um nahezu 30% (vgl. Pressemitteilung DECC).

In der folgenden Tabelle sind die derzeitigen Tarife, beschlossen im Juni 2011, und die künftigen Tarife vergleichend nebeneinander gestellt.

Quelle: Feed-in Tariffs UK

Leistung in kWp aktuelle Einspeisetarife künftige Einspeisetarife
< 4 kWp (auf neuen Dächern) 37,8 p/kWh (entspricht etwa 0,44 Euro) 21,0 p/kWh (entspricht etwa 0,24 Euro)
< 4 kWp (auf sanierten Dächern) 43,3 p/kWh (entspricht etwa 0,51 Euro) 21,0 p/kWh (entspricht etwa 0,24 Euro)
> 4 – 10 kWp 37,8 p/kWh (entspricht etwa 0,44 Euro) 16,8 p/kWh (entspricht etwa 0,20 Euro)
> 10 – 50 kWp 32,9 p/kWh (entspricht etwa 0,38 Euro) 15,2 p/kWh (entspricht etwa 0,17 Euro)
> 50 – 100 kWp 19,0 p/kWh (entspricht etwa 0,22 Euro) 12,9 p/kWh (entspricht etwa 0,15 Euro)
> 100 – 150 kWp 19,0 p/kWh (entspricht etwa 0,22 Euro) 12,9 p/kWh (entspricht etwa 0,15 Euro)
> 150 – 250 kWp 15,0 p/kWh (entspricht etwa 0,17 Euro) 12,9 p/kWh (entspricht etwa 0,15 Euro)
> 250 kWp – 5 MWp 8,5 p/kWh (entspricht etwa 0,10 Euro) 8,5 p/kWh (entspricht etwa 0,10 Euro)

Förderung der Solarenergie in Österreich

Im Jahr 2002 wurde in Österreich das Ökostromgesetz zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien verabschiedet. Zwischenzeitlich wurde es mehrfach novelliert. Die letzte und aktuellste Änderung, das Ökostromgesetz 2012, wurde am 7. Juli 2011 angenommen.

Für den Bereich der Photovoltaik garantiert das Gesetz die Vergütung von Sonnenstrom zu einem festgesetzten Tarif über 13 Jahre. Die Vergütungssätze variieren dabei je nach Anlagengröße und Art der Installation. Unterschieden werden zwei Gruppen, Anlagen auf Dächern und Lärmschutzwänden sowie Freilandanlagen. Prinzipiell haben alle Anlagenbesitzer deren Anlage eine Leistung von 5 kWp bis maximal 500 kWp besitzt, ein Anrecht darauf einen Vertrag mit der Ökostromabwicklungsstelle (OeMAG), dem staatlichen Ökostromeinkäufer, abzuschließen. Dieser verteilt den Strom anteilig an die Stromhändler, welche den Strom zu einem gesetzlich festgelegten Preis, der über dem Marktpreis liegt, kaufen müssen.

Allerdings besteht in Österreich eine Förderhöchstgrenze. Für 2011 lag diese noch bei 2,1 Millionen Euro. Mit der Novellierung wurde sie auf 8 Millionen Euro festgesetzt. Bei der Vergabe der Förderungen gilt dabei das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Das heißt, je früher eine Förderung beantragt wird, umso eher ist eine positive Förderzusage zu erwarten.

Aufgrund dieser Deckelung ist bei der Ökostromabwicklungsstelle eine Warteliste entstanden, die bis 2025 reicht. Um diese Warteliste abzubauen, sieht das Ökostromgesetz 2012 für die folgenden Jahre eine Abstufung des Fördertarifs vor. Die Höhe des zu erwartenden Tarifs ist dabei abhängig von dem Jahr, in welchem der Förderbewerber bei der OeMAG gereiht ist.

Die folgende Tabelle zeigt die Höhe der Tarife für den Abbau der Warteliste:

Quelle: Photovoltaic Austria Federal Association

Der maximale Tarifabschlag für Anlagen die nach 2015 gereiht sind liegt zwischen 22,5% und 17,5%. Für den Abbau der Warteliste ist insgesamt ein Budget von 28 Millionen Euro vorgesehen.

Förderung der Solarenergie in Portugal

Portugal hat gemeinsam mit Spanien die geographisch günstigsten und attraktivsten Ausgangsbedingungen für die Photovoltaik. In Portugal scheint die Sonne reichlich, die durchschnittlichen Sonnenstunden im Jahr variieren zwischen 2200 und 3000 Stunden auf dem Festland und 1700 und 2200 Stunden auf den portugiesischen Inseln Madeira und den Azoren.

Doch trotz der äußerst günstigen Umstände, hat sich der Photovoltaikmarkt in Portugal nur sehr langsam entwickelt und ist im Vergleich mit anderen europäischen Ländern relativ rückständig. Im Jahr 2010 lag die installierte Gesamtleistung gerade knapp unter der Grenze von 130 MWp. Der Zubau belief sich 2010 auf 16 MWp. Damit blieb Portugal nicht nur um die Hälfte hinter dem Zubaus im Jahr 2009 zurück, die 2010 umgesetzten Projekte stammen alle noch aus dem Jahr zuvor (vgl. EPIA).

Gefördert werden die erneuerbaren Energien, wie in fast allen europäischen Ländern durch eine Vergütung des eingespeisten Öko-Stroms ins Netz. Die Gesetzesverordnung Nr. 363/2007 legt fest, dass der Netzbetreiber zur Abnahme und Vergütung des Stroms verpflichtet ist. Die Höhe der Einspeisevergütung wird in Portugal mit Hilfe einer Formel berechnet. In diese Berechnungen gehen verschiedene Faktoren, wie etwa die Leistung und die Kapazität der Anlage ein. Die Förderdauer des Öko-Stroms ist für alle Arten der erneuerbaren Energien unterschiedlich festgelegt. Für den Bereich der Photovoltaik gilt eine Förderdauer von 20 Jahren, sofern die Solaranlage nicht schon früher ihre maximale Gesamtproduktionsmenge von 34 Gigawattstunden erreicht hat. Anrecht auf die Vergütungen haben dabei gebäudeintegrierte Anlagen mit einer Leistung bis zu 50 MWp und Freilandanlagen bis zu 150 MWp.

Eine Sonderstellung nehmen in Portugal sogenannte Mikroproduktionsanlagen ein, für die gesonderte Tarife gelten. Darunter fallen im Bereich der Photovoltaik alle Solaranlagen, deren Leistung unter 3,68 kWp liegt und deren jährliche Höchstproduktionsmenge bei 2,4 Megawattsunden liegt. Diese kleinen Anlagen erhalten 15 Jahre lang eine Vergütung auf ihren Strom.

Der Zubau von Photovoltaikannlagen ist in Portugal durch eine Deckelung begrenzt. Für Mikroproduktionsanlagen ist die Zulassungsgrenze bei einer Leistung von 25 MWp festgelegt, für große Anlagen ist ein Jahreshöchstlimit von 50 MWp eingerichtet.

Auch in Portugal wurden neben den Einspeisevergütungen steuerliche Anreize zur Installation von Photovoltaikanlagen geschaffen. Für den Kauf von Anlagen, Geräten oder Maschinen für die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien wird ein reduzierter Umsatzsteuersatz von 12% erhoben. Damit erhält der Begünstigte 9 Prozentpunkt Erlass auf den üblichen Umsatzsteuersatz von 21 %.

Förderung der Solarenergie in Spanien

Aufgrund seiner geographischen Lage, ist Spanien für die Photovoltaik eine besonders reizvolle Region. Spanische Standorte erreichen bei Sonnenscheindauer und Strahlungsintensität europaweit Spitzenwerte. Mit einer solaren Einstrahlung zwischen 1400 bis 1850 kWh und etwa 3000 Sonnenstunden im Jahr können nur portugiesische Regionen und Teile Italiens mithalten. Gerade Investoren sind daher interessiert, wie sich die Förderungen der Solarenergie in Spanien entwickelt.

Mit dem Real Decrto (RD 436/2004) wurde in Spanien im Jahr 2004 erstmals eine Regelung zur Förderung der erneuerbaren Energien eingeführt. Die Investitionsanreize wurden auch geschaffen, um die energiepolitischen Ziele Madrids zu erreichen. Im Plan de Energías Renovables 2005-2010 legte sich die spanische Regierung darauf fest 12,1% des Energiebedarfs aus regenerativen Energien bis zum Jahr 2010 bereitzustellen. Mit dem Plan de Energías Renovables 2011-2020 setzte sich Spanien zum Ziel bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien im Energiemix auf 22,7% zu erhöhen.

Seither wurde das königliche Dekret mehrfach novelliert. Das Real Decreto (RD 661/2007) von 2007 bildete die gesetzliche Grundlage für die Preisreglung in Spanien. Strom aus erneuerbaren Energien prinzipiell auf zwei verschiedene Arten vergütet werden. Anlagenbetreiber können zwischen einem Einspeisetarif oder einem Premiumtarif wählen. Für Photovoltaikanlagen gilt allerdings ausschließlich der Einspeisetarif, sie sind von der Förderung durch den Premiumtarife ausgeschlossen.

Alle Solaranlagen, die bis zum 29.09.2008 in Spanien registriert wurden und ans Netz gingen, bekommen für einen Zeitraum von 28 Jahren je nach Anlagengröße 24,81 bis 47,56 Cent für jede eingespeiste Kilowattstunde. Anlagen mit einer Leistung zwischen 10 und 50 MWp erhalten auch ab dem 29. Jahr noch 19,85 Cent.

Die Förderung bescherte Spanien einen enormen Zubau an Photovoltaikanlagen. Aus Angst vor einer Kostenexplosion und einem unkontrollierten Zubau, führte die spanische Regierung mit dem Real Decreto 1578/2008 eine Reform der Einspeisetarife für den Bereich der Photovoltaik durch.

Seitdem erhalten die Solaranlagen, die nach dem 29.09.2008 registriert wurden nur noch für 25 Jahre eine Vergütung für ihren Strom. Das königliche Dekret 1578/2008 nimmt eine neue Aufteilung der Vergütung vor. Es unterscheidet zwischen Dach- und Gebäudeanlage mit einer Leistung bis zu 20 kWp und mit einer Leistung über 20 kWp sowie sonstigen Anlagen, wie Freiflächenanlagen.

Für 2008 wurde eine Vergütung von 32 bis 34 Cent festgelegt. Allerdings werden die Tarife quartalweise angepasst. Für den Zubau der Photovoltaikanlagen wurde ein Deckel eingerichtet. Je nachdem, ob diese Förderhöchstgrenze erreicht wird, steigt bzw. sinkt der Tarif im nächsten Quartal.

Mit dem RD 1003/2010 wurde das Einspeisegesetz nochmals erneuert. Der wesentliche Punkt der Neuregelung betrifft eine verschärfte Nachweispflicht über die Inbetriebnahme der Solaranlage. Diese Novellierung wurde notwendig, weil die spanische Energiekommission CNE bei Inspektionen festgestellt hatte, dass viele Anlagen den höheren Einspeisetarif des RD 661/2007 beziehen, obwohl sie zum Stichtag, den 29.09.2008, noch nicht vollständig in Betrieb genommen wurden.

Förderungen der Solarenergie in der Tschechischen Republik

In Tschechien wurde 2005 das „Gesetzt zur Förderung der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien“ (Tschechisch: zakon o podpore vyuzivani obnovitelnych zdroju) verabschiedet. Es garantiert eine Vergütung für Strom aus erneueraren Energien für eine Laufzeit von 20 Jahren. Eine Ausnahme bilden Wasserkraftanlagen, deren Strom 30 Jahren vergütet wird.

Als Anlagenbesitzer hat man in Tschechien jedes Jahr die Wahl, ob die Stromvergütung in Form von Einspeisvergütungen oder in Form von sogenannten grünen Boni erfolgen soll. Der Premium Tarif (grüner Bonus) wird dem Betreiber zusätzlich zum normalen Marktpreis für Strom gewährt. Aber auch Anlagenbetreiber, die ihren Strom ausschließlich zum Eigenverbrauch produzieren erhalten diese Boni (vgl. zakon 180/2005; englische Version).

Die Einnahmen aus der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien fallen in Tschechien nicht unter die Einkommenssteuer, dadurch wurde zusätzlich ein steuerlicher Anreiz geschaffen.

Der Bereich der Photovoltaik wurde in Tschechien, mit dem Inkrafttreten des Gesetzes, großzügig gefördert. Je nach Größe, erhielten Anlagen mit einer Leistung bis zu 30 kWp 12,89 Kronen und Anlagen über 30 kWp 12,79 Kronen für jede eingespeiste Kilowattstunde (vgl. foerderung-photovoltaik.de). Das entspricht etwa 0,50 Euro. Dadurch erlebte Tschechien in den Jahren 2009 und 2010 einen Boom im Bereich der Photovoltaik. Die Anzahl der Anlagen stieg innerhalb von 2 Jahren von 1.457 (2008) auf 12.861 (2010) an (vgl. gtai.de). Die Tschechische Republik war dadurch im Jahr 2010, nach Deutschland und Italien, der drittgrößte Solarstromproduzent in Europa.

Heute ist von dem Wachstum des tschechischen Photovoltaikmarktes nichts mehr zu spüren. Ende 2010 wurden die Förderungen für die Solarenergie drastisch gekürzt. Rückwirkend führte die tschechische Regierung eine Solarsteuer für alle Anlagen ein, (Ausnahmen sind Anlagen auf Dach- und Hauswänden mit einer Leistung von bis zu 30 kWp) die in den Jahren 2009 und 2010 installiert wurden. Mit 26% auf die Einkünfte aus Einspeisevergütungen und 28% auf die der grünen Boni, wurden die Renditen der Investoren deutlich reduziert. Gleichzeitig wurden die Einspeisevergütungen für 2011 gekürzt. Gleichzeitig wurden die Einspeisevergütungen für 2011 gekürzt und beschlossen, ab dem 01. März 2011 nur noch kleine Solaranlagen auf Dächern und Hauswänden bis maximal 30 kWp mit etwa 0,31 Euro je Kilowattstunde zu fördern (vgl. exposolar). Alle anderen neu installierten Anlagen haben kein Anrecht auf die staatliche Förderung.

Förderungen der Solarenergie in Belgien

Die erneuerbaren Energien werden in Belgien durch eine Mengenregelung in Form einer Quotenverpflichtung mit Zertifikathandel und vorgeschriebenen Mindestpreisen (certificats verts / Groenestroomcertificaten) gefördert.

Die Stromversorger sind generell verpflichtet, einen bestimmten Anteil ihres Stroms aus regenerativen Energien bereitzustellen. In Form von grünen Zertifikaten, kaufen sie daher Strom von Anlagebesitzern, die Strom aus regenerativen Energien erzeugen. Gleichzeitig sind sie verpflichtet, den Anteil der erneubaren Energien im Vergleich zu den konventionellen Energien von Jahr zu Jahr zu steigern.

Der Zertifikathandel wird in Belgien durch eine föderale Regelung bestimmt, die Quotenverpflichtung wird durch die belgischen Regionen, Wallonien, Flandern und Brüssel Stadt, festgelegt. Prinzipiell sind die Stromversorger verpflichtet nachzuweisen, dass sie Ihre Kunden mit der von der Region festgelegten Quote beliefern. Diesen Nachweis erbringen Sie durch grüne Zertifikate.

Um einen Mindestabsatz an Strom zu gewährleisten, ist der föderale Netzbetreiber verpflichtet, die grünen Zertifikate jeglicher zugelassener Stromproduzenten zu einem garantierten Mindestpreis anzukaufen (Art. 14 Arreté royal du 16 juillet 2002).

Um Anspruch auf grüne Zertifikate zu haben, müssen die Solaranlagen bei den zuständigen Regulierungsbehörden in Flandern (CREG) und Wallonien (CWaPE) registriert werden. Alle registrierten Anlagen haben dann Anrecht auf den Handel mit grünen Zertifikaten mit den lokalen Stromlieferanten. Erfüllen die Stromversorger die Quote nicht, sind sie verpflichtet für jede fehlende Kilowattstunde eine Strafzahlung zu leisten.

Die Zertifikate unterliegen einer Degression und werden von Zeit zu Zeit reduziert. Außerdem differenzieren sie nach Größe der Anlagen. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Zertifikate von 2011 bis 2013:

Quelle: BMU

Neuinstallation, Inbetriebnahme ab: Leistung bis zu 250 kWp Leistung ab 250 kWp
01.01.2011 330 €/Zertifikat 330 €/Zertifikat
01.07.2011 300 €/Zertifikat 240 €/Zertifikat
01.10.2011 270 €/Zertifikat 150 €/Zertifikat
01.01.2012 250 €/Zertifikat 90 €/Zertifikat
01.04.2012 230 €/Zertifikat 90 €/Zertifikat
01.07.2012 210 €/Zertifikat 90 €/Zertifikat
01.10.2012 210 €/Zertifikat 90 €/Zertifikat
01.01.2013 190 €/Zertifikat 90 €/Zertifikat

Zusätzlich gibt es in Belgien einen steuerlichen Anreiz zur Investition in Photovoltaik und Geothermie. Die Investitionen können zu einem bestimmten Teil von der Einkommenssteuer abgesetzt und die Steuerlast somit reduziert werden.

Förderung der Solarenergie in Deutschland

Die Entwicklung der deutschen Photovoltaik ist eine Erfolgsgeschichte. Der Photovoltaikmarkt wuchs in den letzten Jahren sehr rasant. Deutschland eroberte dadurch die Position des weltweit größten Solarstromproduzenten. Allein im Jahr 2010 wurde hierzulande eine Leistung von 7,4 GWp installiert (vgl. EPIA). Aber nicht nur die Anzahl der Solaranlagen stieg in den letzten Jahren. Auch im Bereich der Forschung und Produktion gab es in Deutschland einen enormen Aufschwung. Unzählige Unternehmen haben sich im Zweig der Solarenergie angesiedelt und stellten im Jahr 2010 bereits 120.000 Arbeitsplätze zur Verfügung (vgl. erneuerbare-energien.de).

 

Als Katalysator dieser Entwicklung diente das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es wurde 2000 von der rot-grünen Bundesregierung beschlossen und unterstützte durch eine hohe Investitionssicherheit den Ausbau der erneuerbaren Energien.

 

Für den Bereich der Photovoltaik garantiert das EEG die Abnahme und Vergütung des produzierten Sonnenstroms zu festen Tarifen für eine Dauer von 20 Jahren. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes wurde jede eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom mit 50,62 Cent vergütet. Durch die gesetzlich festgelegte Degression sind die Einspeisevergütungen in den letzten Jahren jedoch stetig gesunken. Für 2012 wird jede eingespeiste Kilowattstunde je nach Anlagengröße nur noch mit 24,43 Cent bis 18,33 Cent vergütet. Diese Reduktion hängt auch mit der Entwicklung der Weltmarktpreise für Solarmodule zusammen. Da diese in den letzten Jahren, vor allem durch die Konkurrenz aus China, wesentlich gesunken sind, wird Solarstrom in der Produktion immer preiswerter und rentabler. Schon Ende 2012 wird daher in Deutschland mit der Netzparität gerechnet (siehe auch: „In die deutsche Photovoltaik investieren“).

 

Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung der Einspeisetarife in den letzten zwei Jahren, von 2010 bis 2012, je nach Größe der Solaranlage:

 

(Quelle Einspeisevergütungen: EEG-2011.de)

 

Vergütung für Photovoltaikanlagen unter 30 KWp

 

Inbetriebnahme Degression Eispeisevergütung
01.01.2010 – 30 .06.2010 9,00% 39,14 Cent je kWh
01.07.2010 – 31.09.2010 13,00% Sonderkürzungen 34,05 Cent je kWh
01.10.2010 – 31.12.2010 3,00% Sonderkürzungen 33,03 Cent je kWh
01.01.2011 – 31.12.2011 13,00% 28,74 Cent je kWh
01.01.2012 – 31.12.2011 15,00% 24,43 Cent je kWh

 

Vergütungen für Photovoltaikanlagen zwischen 30 KWp bis 100 KWp

 

Inbetriebnahme Degression Eispeisevergütung
01.01.2010 – 30 .06.2010 9,00% 37,23 Cent je kWh
01.07.2010 – 31.09.2010 13,00% Sonderkürzungen 32,39 Cent je kWh
01.10.2010 – 31.12.2010 3,00% Sonderkürzungen 31,42 Cent je kWh
01.01.2011 – 31.12.2011 13,00% 27,33 Cent je kWh
01.01.2012 – 31.12.2011 15,00% 23,26 Cent je kWh

 

Vergütung für Photovoltaikanlagen zwischen 100 KWp bis 1 MWp

 

Inbetriebnahme Degression Eispeisevergütung
01.01.2010 – 30 .06.2010 11,00% 35,23 Cent je kWh
01.07.2010 – 31.09.2010 13,00% Sonderkürzungen 30,65 Cent je kWh
01.10.2010 – 31.12.2010 3,00% Sonderkürzungen 29,73 Cent je kWh
01.01.2011 – 31.12.2011 13,00% 25,86 Cent je kWh
01.01.2012 – 31.12.2011 15,00% 21,98 Cent je kWh

 

Vergütung für Photovoltaikanlagen ab 1 MWp

 

Inbetriebnahme Degression Eispeisevergütung
01.01.2010 – 30 .06.2010 11,00% 29,37 Cent je kWh
01.07.2010 – 31.09.2010 13,00% Sonderkürzungen 25,55 Cent je kWh
01.10.2010 – 31.12.2010 3,00% Sonderkürzungen 24,79 Cent je kWh
01.01.2011 – 31.12.2011 13,00% 21,56 Cent je kWh
01.01.2012 – 31.12.2011 15,00%

18,33 Cent je kWh

 

Keine Info mehr verpassen!

Hat Ihnen unser Artikel gefallen? Dann melden Sie sich für unseren Newsletter an und verpassen Sie keine Info mehr.

Daten werden vertraulich behandelt.