Photovoltaik: Schweiz passt ihre Vergütungssätze an

Die Schweiz hat neue Vergütungssätze für die Photovoltaik und Kleinwasserkraftwerke beschlossen. Es wird Einschnitte von bis zu 20% geben. Ziel ist es auf die Veränderungen auf dem PV-Markt zu reagieren. Die Sätze sollen in Zukunft regelmäßig an die Preisentwicklungen angeglichen werden.

Die Vergütungen für Photovoltaikanlagen in der Schweiz sinken um bis zu 20%. (C) Photo by austriatourism, CC-Attribution, Bestimmte Rechte vorbehalten

Die Schweiz kürzt die Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen und Kleinwasserkraftwerke. Der Schweizer Bundesrat verabschiedete am 23.10.2013 die entsprechenden Einspeisetarife. Diese werden ab dem 01. Januar 2014 gelten. Zwar werden die Vergütungen für Solarstrom nicht derart drastisch beschnitten, wie noch im August angenommen, allerdings sei damit zu rechnen, dass die Sätze regelmäßig an die Preisentwicklungen bei den Photovoltaikmodulen angepasst werden.

Die Vergütungssätze entsprechen de facto einer Verkürzung der Vergütungsdauer um 20% und bei den Einspeisetarifen um 10%. Der Verband Swissolar begrüßte zwar die Entscheidung des zuständigen Schweizer Bundesamts für Energie (BfE) die Einschnitte nicht derart radikal vorzunehmen, wie noch im Sommer angekündigt, betonte allerdings auch, dass die Änderungen dennoch eine große Herausforderung seien.

Im Zusammenhang mit den Kürzungen betonte der Bundesrat, dass seine Entscheidung durch die Möglichkeit des Solarstrom-Eigenverbrauchs und sinkende Kosten getrieben sei. Es sei zu bedenken, dass die Betreiber der Anlagen, nach dem Ablauf der 20 jährigen Vergütungsdauer, die Möglichkeit hätten in der restlichen Betriebszeit der Anlage ihren eigenen Strombedarf zu decken. Dies würde für sie Strombezugskosten sparen. Das neue Berechnungsmodell, so hieß es aus dem Bundesrat, beziehe diesen Effekt für die Zeit zwischen dem 21. und 25. Produktionsjahr mit ein. Berücksichtigt werden auch die Preise für Photovoltaikmodule, deren Preis seit dem letzten Jahr stark gefallen sei. Zusammen mit den niedrigen Installationskosten und dem durchschnittlichen Ertrag seien Anpassungen nötig geworden, so der Bundesrat.

 

Quelle: SolarServer

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