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Neuer, anonymer Investor bei Nanosolar in Luckenwalde

Das Werk von Nanosolar im brandenburgischen Luckenwalde hat einen neuen Investor aus der Schweiz, dessen Identität bisher jedoch unbekannt bleibt. Die Produktion der Fabrik soll entsprechend angepasst werden. Der Mitarbeiterstab wird aufgestockt.

Das Nanosolarwerk in Luckenwalde hat einen neuen anonymen Investor aus der Schweiz. istockphoto.com©fotolinchen

Vor sechs Monaten standen die Zeichen für das Werk von Nanosolar im brandenburgischen  Luckenwalde denkbar schlecht. Der amerikanische Betreiber entließ einen Großteil der Belegschaft und die Prognosen sahen ebenso finster aus wie das Februarwetter vor den Fenstern. Nun ändert das Werk seine Produktion. Wie das Unternehmen bekannt gab, hat sich ein neuer Investor gefunden, dessen Identität allerdings vorerst geheim bleibt. Dementsprechend wird das Nanosolarwerk zukünftig seine Produktion an die Bedürfnisse des Schweizer Investors anpassen.

Die neuen Produktionslinien werden sich im Wesentlichen auf zwei Aspekte konzentrieren. Zum einen auf Module, gefertigt aus kristallinem Silizium, die vor allem für große, kommerzielle Anlagen gedacht sein werden. Zum anderen erfolgt eine Konzentration auf Photovoltaikprodukte für Wohngebäude. Erstere werden voraussichtlich vor allem vom Schweizer Investor beansprucht, der diese Module in seinen Solarkraftwerken verbauen wird. Letztere sind vor allem für Kunden mit hochwertigen Immobilien vorgesehen.

Die bisherigen Kunden von Nanosolar werden nach Unternehmensangaben auch weiterhin betreut. Die in den letzten Monaten von 80 auf 20 Mann reduzierte Belegschaft soll, den neuen Produktionsansprüchen entsprechend, wieder aufgestockt werden, so jedenfalls verspricht es die Unternehmensleitung.

Quellen: photovoltaik.eu, pv-tech.org

Gehrlicher Solar Insolvenz: Insolvenzverwalter sucht die Schuld bei EU-Importzöllen

Die Importzölle auf chinesische Photovoltaikmodule werden für die Gehrlicher Solar Insolvenz verantwortlich gemacht. Die Tochterfirma Gehrlicher Solar America Corporation ist derweil von der Insolvenz des Mutterkonzerns nicht betroffen. Der Betrieb der Gehrlicher Solar wird in jedem Fall noch bis September weiterlaufen.

Der zuständige Insolvenzverwalter such die Schuld für die Insolvenz bei den erhobenen Zöllen auf chinesische PV-Module .iStockphoto.com©BanksPhotos

Am vergangenen Freitag meldete die Gehrlicher Solar AG Insolvenz an. Wie jetzt der Insolvenzverwalter Oliver Schartl bekannt werden läßt, sei der Hauptgrund für die Insolvenz in den hohen Strafzöllen auf chinesische Photovoltaikmodule zu suchen. Diese hätten dazu geführt, dass das Unternehmen die Kreditbedingungen der Banken nicht mehr erfüllen konnte. Das Bankenkonsortium seinerseits zeigte sich dazu geneigt, die erst vor 3 Monaten durch Gehrlicher Solar beantragten Kredite in Höhe von 85 Millionen Euro zu kündigen.

In Anbetracht dessen das derzeit eine Entspannung im Handelsstreit zwischen China und Europa zu erwarten war, ist ein solches Verhalten der Banken fragwürdig. Derzeit liegen allerdings weder von Seiten der Gehrlicher Solar noch von Seiten der Banken zu diesem Punkt Statements vor.

Unterdessen läuft der Betrieb in einem der bedeutensten Photovoltaik- und Solarprojektiere Deutschlands (2010 betrug der Jahresumsatz von Gehrlicher Solar rund 350 Millionen Euro) in jedem Fall noch bis September 2013 weiter. Betroffen von der Insolvenz sind in Deutschland 145 Mitarbeiter. Die Tochterfirmen dagegen werden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Beispielsweise strebt Gehrlicher Solar America Corporation für das Jahr 2013 einen Jahresumsatz von 130-150 Mio. US-Dollar an. Und auch die Gehrlicher Solar Management GmbH, mit ihren rund 25 Solarstrom-Publikumsfonds bleibt von der Insolvenz verschont.

Was auch immer die Gründe für die Insolvenz Gehrlichers gewesen sein mögen, es handelt sich in jedem Fall um einen symptomatischen Zufall. Es offenbart eine kränkelnde und schwächelnde Photovoltaikbranche in Deutschland, wenn am gleichen Tag zwei der wichtigsten Akteure ihren Bankrott anmelden.

 

Quelle: pv-magazine

 

Vorzeige Photovoltaikunternehmen Conergy ist Pleite

Nach langjährigem Kampf mit einem angekratztem Image, negativen Bilanzen und einem prekärer werdenen Markt hat der ehemalige Vorreiter der Photovoltaikbranche in Deutschland, Conergy, an diesem Freitag einen Insolvenzantrag gestellt. Auch die nationalen Tochterunternehmen werden in Kürze ihre Insolvenzanträge stellen. Deutschlandweit wären 1.200 Mitarbeiter von einer Pleite des Unternehmens betroffen.

Am heutigen Freitagmorgen reichte das Photovoltaikunternehmen Conergy Insolvenz ein. iStockphoto.com©BanksPhotos

An diesem Freitag reichte das Photovoltaikunternehmen Conergy seinen Antrag auf ein Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Hamburg ein. Über mehrere Jahre hinweg hatte der Branchenvorreiter mit schlechten Bilanzen, einem angekratzten Image und einer nicht zu übersehenden Verschuldung zu kämpfen. Von Firmenseite wird die Verantwortung für die nun eingetretene Insolvenz bei einer Zahlungsverzögerung im Zusammenhang mit einem Großprojekt gesucht, doch dies ist, verschiedenen Medienberichten zufolge, nicht die einzige Begründung.

Noch Anfang Mai berichtete Reuters, dass ein asiatischer Investor für das strauchelnde Photovoltaik-Unternehmen gefunden sei, der sich mit 50 Millionen Euro an Conergy beteiligen würde. In diesem Fall hätte der Investor knapp 30% der Conergyaktien erworben. Deren Wert war in den letzten fünf Jahren um fast 99% gefallen. Im Zusammenhang mit diesem potentiellen Investor hätte das Bankenkonsortium um die Commerzbank, dass Conergy finanziert, auf Teile seiner Verbindlichkeiten in Höhe von 261,5 Millionen Euro verzichten sollen. Die Mehrheit an Conergy halten derzeit verschiedene Hedgfonds, die vor zwei Jahren nach einem Kapital- und Schuldenschnitt in das Unternehmen einstiegen. Das Bankenkonsortium gab allerdings keine Bewilligung des kurzfristigen Einstiegs jenes strategischen Investors, obwohl, Firmenangaben zufolge, neun von zehn kreditgebenden Banken ihre grundsätzliche Zustimmung signalisiert hätten.

Der letztjährige Umsatz von Conergy belief sich auf 473,5 Millionen Euro und das Unternehmen erlitt einen operativen Verlust von 83 Millionen Euro. Dieses Jahr wurde ebenfalls ein kleiner operativer Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen prognostiziert, bei einem geschätzten Umsatz von 700 bis 800 Millionen Euro. Zu wenig für ein Unternehmen wie Conergy, das seit Jahren im Ranking der größten Kapitalvernichter, das von Akionärsschützern erstellt wird, ganz weit vorne liegt. Einen zusätzlichen Imageschaden erfuhr Conergy im Jahr 2010, im Zuge einer Razzia. Veranlasst wurde diese aufgrund der Ermittlungen gegen Manager wegen Insiderhandels.

Man werde versuchen die Geschäfte trotz des Insolvenzverfahrens weiter zu führen und sei zuversichtlich, dass der Zusammenbruch des Unternehmens durch einen Investor doch noch abgewendet werden kann, so heißt es aus Unternehmenskreisen. Die betroffenen Tochterunternehmen, Mounting Systems im brandenburgischen Rangsdorf und Conergy Solar Module in Frankfurt an der Oder, werden in Kürze mit ihren Insolvenzanträgen nachziehen. Inwieweit die Pleite auch Auswirkungen auf die internationalen Tochterfirmen haben wird, bleibt abzuwarten.

Von einer schnellen Lösung ist allerdings wohl, entgegen den Stimmen aus dem Firmenumfeld, eher nicht auszugehen. Dafür stehen die Wirtschaftsbilanzen des ehemaligen Vorzeigeunternehmens zu schlecht. Hinzu kommt die ohnehin derzeit immer prekärer werdende Lage am deutschen Photovoltaikmarkt, der beständige Preisverfall und eben auch der teure Ausstieg Conergys aus einem Vertrag mit der US-Firma MEMC.

Dennoch, Conergy als Opfer der schlechten Wirtschaftslage auszugeben, wäre zu kurz gedacht. Viele Faktoren spielen zusammen, beim Zusammenbruch des Unternehmens. Zu lange und zu tief reicht die Misswirtschaft, mit der sich das Unternehmen seit Jahren herumschlägt. Vielleicht wollten die Verantwortlichen zu schnell zu viel. So oder so überrascht die Insolvenz kaum jemanden. Den 1.200 möglicherweise bald arbeitslosen Mitarbeitern von Conergy hilft das alles jedoch wie immer wenig.

 

Quellen: zeit-online, sz-online, pv magazin, photovoltaik, conergy, reuters

Frauenhofer ISE: Solarparks stabilisieren Stromnetz

Forscher des Frauenhofer Instituts für Solare Energiesysteme haben in einer Feldstudie nachgewiesen, dass Solarparks stabilisierend auf das Stromnetz wirken. Hierfür wurde ein neues Messsystem entwickelt. Die Forscher werten die Ergebnisse ihrer Studie als Schritt in Richtung Versorgungssicherheit.

Strom aus Solarkraftwerken stabilisiert das Stromnetz zusätzlich. iStockphoto.com©Andy Gehrig

Forscher des Frauenhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg haben in einer Feldstudie nachgewiesen, dass Solarkraftwerke stabilisierend auf das Stromnetz wirken. Bisher gab es zu dieser Frage lediglich Simulationen aber noch keine handfesten Daten und Studien. Es wurde ein sogenannter Low Voltage Though Test (LVTT) durchgeführt. Dabei wird getestet, wie sich die Gesamtleistung der Anlage verhält, wenn die Netzspannung plötzlich zusammenbricht.

Zur Ermöglichung der Messung wurde ein Messsystem entwickelt und in einem speziellen Messcontainer installiert. Dieser wurde im April 2013 für mehrere Wochen in einer Solaranlage platziert. Nach Projektleiter Gregor Dotter sei die größte Herausforderung die synchrone Erfassung von Wechselrichterströmen gewesen. Gelöst wurde das Problem durch den kombinierten Einsatz von GPS, Richtfunkstrecke und Messrechner. Dies ermöglichte einen Vergleich der Ergebnisse aus der Simulations- und aus der Feldversuchsanordnung.

Nach Ansicht der Forscher des ISE hat das erfolgreiche Experiment zwei positive Folgen für die Photovoltaikindustrie. Zum einen leisten die gewonnen Erkenntnisse einen Beitrag zur Sicherheit bezüglich der Netzstabilität. Zum anderen hatte das Experiment den positiven Nebeneffekt, dass eine neue Messtechnik entwickelt wurde, die sowohl für größere Solarparks als auch für kleinere private Photovoltaikanlagen nützlich sein wird. So zumindest hoffen es die Forscher des ISE.

Quelle: photovoltaik.eu

Was haben Betreiber von Photovoltaikanlagen mit dem EisMan zu tun? Lastgangmanagement im Bereich Solarstromerzeugung

Sauber, leise und eigentlich unspektakulär – so funktioniert die Erzeugung elektrischer Energie in Photovoltaikanlagen. Ist die Anlage fertig installiert und mit dem Netz verbunden, merkt man von der Stromerzeugung selbst nichts. Das ist einer der Vorteile von PV.

Sauber, leise und eigentlich unspektakulär - so funktioniert die Erzeugung elektrischer Energie in Photovoltaikanlagen. iStockphoto.com©Ulrich Knaupe

Allerdings kann ein Anlagenbetreiber mit bloßem Auge nicht erkennen, ob die Anlage auch tatsächlich gerade Strom in das Netz einspeist. Denn auch bei reibungslosem Betrieb kann es sein, dass der erzeugte Solarstrom nicht genutzt wird, wenn der Netzbetreiber die Anlage aus der Ferne drosselt. Das nennt sich Einspeisemanagement oder abgekürzt EisMan. Mit dem Einspeisemanagement soll die bestehende Netzinfrastruktur vor Überlastung geschützt werden, wenn bei hoher Sonneneinstrahlung oder auch starkem Wind viel Strom aus PV– und Windkraftanlagen zur Verfügung steht. Bis zur Anpassung der Netzinfrastruktur an die Erfordernisse der Energiewende sollen durch die Möglichkeit des punktuellen Abschaltens einzelner Anlagen die Versorgungssicherheit gewährleistet und Netzausfälle vermieden werden.

Die gesetzliche Grundlage zur Ausrüstung von PV-Anlagen mit einer Einspeise- oder Lastgangmanagementfunktion besteht seit dem 1. Januar 2012 auch für Anlagen unter 100 kWp Leistung. Neu installierte Anlagen müssen die Vorgaben des Paragrafen 6 des Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG )bereits ab diesem Zeitpunkt erfüllen, für Bestandsanlagen von 30 bis 100 kWp, die zwischen dem 1.1.2009 und dem 1.1.2012 installiert worden sind, besteht eine Übergangsfrist bis Jahresende 2013. Bis dahin müssen auch diese Anlagen entsprechend nachgerüstet werden.

Der im EEG verankerte Einspeisevorrang für Strom aus erneuerbaren Energiequellen garantiert die Einspeisevergütung auch für den Fall, dass der Netzbetreiber den erzeugten Ökostrom nicht ins Netz aufnehmen kann – für den in der gedrosselten Anlage erzeugten Strom muss die gesetzlich vereinbarte Vergütung also dennoch vergütet werden. Der Energieversorger selbst ist nur dann verpflichtet, Abschaltungen oder Drosselungen zu melden, wenn er selbst Veränderungen oder Wartungen an seinem Netz vornimmt. Über Eingriffe zum Ziel der Netzentlastung werden die Betreiber von EEG-Anlagen nicht informiert.

Für Betreiber von PV-Anlagen kann eine Überwachung des Lastgangmanagements finanziell von großem Interesse sein Hierbei werden die Erträge im Anlagenmonitoring regelmäßig überwacht und die vom Energieversorger gezahlte Vergütung mit der errechneten Stromproduktionsmenge verglichen. Basis dafür sind die Anlagen- und die spezifischen meteorologischen Daten. Damit können Abschaltungszeiten der Anlage lückenlos nachgewiesen werden – eine wichtige Voraussetzung, um die Vergütungsausfälle gegenüber dem Energieversorger geltend zu machen.

Diese Eingriffe in den laufenden Betrieb von PV-Anlagen werden in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen. Der Zubau von Wind- und Solarkraftwerken sowie das Ausbleiben neuer Netztrassen und Alternativtechniken führen schon heute punktuell zu Mehrfachabschaltungen bestehender Kraftwerke. Weitere Drosselungen auf lokaler Ebene liegen in den Mechanismen der angrenzenden europäischen Nachbarländer begründet, das „Abwandern“ deutschen Ökostroms in deren Transportnetze zu verhindern.

Um zu erfahren, ob ihre Anlage von Vergütungsausfällen betroffen sein kann und um weitere Fragen zum Lastgangsmanagement beantwortet zu kriegen, kontaktieren Sie uns unter info(at)milkthesun.com. Wir helfen Ihnen sehr gerne weiter.

Hochwasser in Deutschland: Jeder hilft mit seinen Mitteln

Seit Tagen hält das Hochwasser weite Teile Deutschlands in Atem. Die Zerstörungen sind weitreichend und erfordern die Solidarität aller. Unter den vielen Betroffenen sind auch Besitzer und Betreiber von Photovoltaikanlagen. Milk the Sun möchte ihnen mit seinem großen Netzwerk gezielte Hilfe anbieten.

Nach der Flut kommt das Aufräumen. Für die Betroffenen des Hochwassers bleibt ganz oft nichts anderes als die Rettung der persönlichsten Gegenstände, wenn überhaupt, und die Hoffnung, dass das Wasser ihnen nicht alles nehmen möge, was sie besitzen. Die Versicherungen decken vielleicht die Grundlagen, doch reichen wird es doch nie. Die Schätzungen der Versicherungsinstitute bezüglich der Schäden bewegen sich im vielfachen Millionenbereich. Alleine die Allianz geht davon aus, dass sie mit bis zu 350 Mio. € für die Flutschäden aufkommen wird. Die Würtembergische/Wüstenrot spricht derzeit von ungefähr 50 Mio. €. Doch für eine abschließende Betrachtung ist es noch viel zu früh.

Versicherung für PV-Anlagenbesitzer

Für viele Betreiber von PV-Anlagen, die vom Hochwasser betroffen sind, kann zumindest in einem Punkt Entwarnung gegeben werden. Solaranlagen sind im Allgemeinen im Rahmen einer Solarversicherung gegen Hochwasser versichert. Wenn man sie als Betreiber abgeschlossen hat, tritt beim Ausfall der Solaranlage eine Betriebsunterbrechungsversicherung in Kraft. Sie orientiert sich dabei an der Anlagenleistung und an der Jahreszeit. Die Solarversicherung ist im Wesentlichen eine Erweiterung der Allgemeinen Bedingungen zu Elektronikversicherung. Es handelt sich um eine Spezialisierung dieser Versicherung speziell für Solaranlagen. Durch diese sogenannte Allgefahrenversicherung ist alles abgesichert, was nicht durch die ABE abgedeckt wurde.

Solidarität betrifft jeden

Wenn es dann ans Aufräumen geht, ist es an Politik und Versicherungen unkompliziert und schnell zu helfen. Derzeit geht es aber vor allem darum Solidarität zu zeigen. Wenn man vor Ort helfen kann, ist es eine Sache der Selbstverständlichkeit, dass ein jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten mit anpackt. Für jene die nicht vor Ort sein können, gilt es andere Wege der Unterstützung zu finden.

Milk the Sun will in diesem Zusammenhang seine Solidarität und Anteilnahme ausdrücken und bietet für Betroffene der Hochwasserkatastrophe eine kostenlose Anlaufstelle zur Vermittlung von Photovoltaikdienstleistern. Wir können den Kontakt zwischen Gutachtern und Betroffenen herstellen und auch Dienstleister vermitteln, die entsprechende Schäden an der PV-Anlage beheben oder sie professionell reinigen können. Aufgrund des großen Netzwerks ist es uns möglich in den entsprechenden Regionen gezielt Hilfe anzubieten.

Nach der Flut

Doch ganz Gleich was nach der Flut geschieht, sowohl der emotionale, als auch der wirtschaftliche Schaden wird enorm sein. Langfristig sind neue Lösung und eine weitsichtige Planung gefragt, um die Gefahren, die von Hochwassern ausgehen, zukünftig zu vermindern. Gesagt wurde das schon 2002, getan wurde seitdem wenig. Man kann nur hoffen, dass sich die „Hochwasserdemenz“ in Bevölkerung, Politik und Wirtschaft dieses Mal in Grenzen hält und den Worten Taten folgen.

 

Quellen: manager magazin online, solarversicherung.org, wüstenrot/württembergische, zeit online

 

IHS: Photovoltaikzubau in Europa 2013 um sechs GW kleiner als im Vorjahr

Das Marktforschungsinstitut IHS schätzt, dass der PV-Zubau in Europa 2013 knappe sechs Gigawatt kleiner ausfallen wird als noch im Vorjahr. Nach Meinung der Analysten gehen 1,3 Gigawatt zu Schulden der  Antidumpingzölle verloren.

Der PV-Zubau in Europa liegt 2013 laut IHS vorraussichtlich nur noch bei 11,6 GW. iStockphoto.com©Simon-Owler

Laut dem pv-magazine erklärte das Marktforschungsinstitut IHS kürzlich, dass der Photovoltaikzubau in Europa 2013 knapp sechs Gigawatt kleiner ausfallen wird als noch 2012. Demnach hätten die europäischen Dumpingschutzzölle auf chinesische PV-Module 1,3 Gigawatt zu verantworten. 2012 lag der Zubau in Europa noch bei 17,7 Gigawatt. 2013 sind jedoch nur noch 11,6 Gigawatt zu erwarten. Betroffen hiervon sind laut IHS besonders die Länder Deutschland und Italien.

Zwar handele es sich derzeit noch um einen verringerten Zoll  in Höhe von 11,8 Prozent, doch sei ein Nachlassen der Nachfrage trotz allem zu erwarten. Der derzeitige Anstieg der Importe chinesischer PV-Module sei mit dem zu erwartenden Anstieg der Zölle ab August zu erklären.

Global geht der IHS jedoch von einem starken Anstieg des Solarzubaus um 11 Prozent auf 35 Gigawatt aus. Insbesondere ist auf dem asiatischen Markt von einem wachsenden Zubau, um bis zu 15 Gigawatt zu rechnen. Zum ersten Mal sei allerdings kein europäisches Land unter den ersten drei Zubauländern. Demnach erwartet IHS das China und Japan den größten Zubau erleben werden, gefolgt von den USA.

Die im Bereich der Photovoltaiktechnik aufstrebenden Länder werden das diesjährige Wegbrechen des europäischen Marktes nicht kompensieren können. Da jedoch davon ausgegangen werden kann, dass die Schutzzölle nur eine vorrübergehende Erscheinung sein werden, sind Prognosen in diesem Bereich bis zu einem gewissen Punkt unzuverlässig. Bei den im Bereich der Photovoltaiktechnik aufstrebenden Ländern kann bis 2014 von neun Gigawatt Zubau ausgegangen werden. Bis 2017 ist in diesen Ländern sogar mit einem Zubau von bis 17 Gigawatt zu rechnen.

 

Quellen: pv-magazine, solarserver.de

 

TÜV hält vom Hochwasser betroffene PV-Anlagenbesitzer zur Vorsicht an

Photovoltaikanlagen können im Falle eines Hochwassers eine Gefahr für Leib und Leben werden. Der TÜV Rheinland hat wichtige Hinweise gegeben, wie mit Solaranlagen während und nach einer Flut umzugehen ist. Besonders betroffen sind Anlagen, die nicht oberhalb des Hochwasserpegels abschaltbar sind.

Eine vom Hochwasser betroffene Anlage sollte nur durch einen Experten wieder in Betrieb genommen werden. iStockphoto.com©Pedro Castellano

Angesichts der aktuellen Hochwasserkatastrophe in weiten Teilen Deutschlands hat der TÜV Rheinland wichtige Hinweise zum Umgang mit PV-Anlagen im Flutfall bekannt gegeben. Willi Vaaßen, Solarexperte beim TÜV Rheinland, warnt davor überflutete Räumlichkeiten zu betreten, solange die Installationen der Solaranlage noch unter Spannung stehen könnten. Die Gefahren für Leib und Leben sind vielseitig und hoch.

Es wäre mit Stromschlägen oder einer Knallgasexplosion zu rechnen, wenn der Anschluss an das Stromnetz sowie der Wechselrichter sich in Räumen befinden, die unter Wasser stehen. So lange Licht auf die Solaranlage fällt, stehen die Gleichspannungsleitungen und die Anschlusspunkte zwischen den Modulen und dem Wechselrichter unter Spannung. Unabhängig davon, ob das Wechselstromnetz vom Energieversorger abgeschaltet wurde. Vaaßen nimmt hiervon jene Anlagen aus, die über einen separaten Schalter verfügen, der sich in der Nähe des Solargenerators und nicht im überfluteten Bereich befindet.

Um Knallgasexplosionen zu vermeiden rät Vaaßen davon ab offenes Feuer im Keller zu entzünden, wenn sich dort der Wechselrichter befindet. Zuvor müsse gelüftet werden, da sich ansonsten, gerade wenn der Raum längere Zeit unter Wasser stand, zwischen den Plus- und Minuspolen des Wechselrichters Ströme durch das Wasser fließen. Dies ist unabhängig von der Sonneneinstrahlung. Der Strom kann elektrolytisches Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. Das daraus resultierende Risiko einer Explosion, sollte offenes Feuer hinzugefügt werden, ist hoch.

Um die Lebensgefahr zu vermindern, sind Fachleute zu Rate zu ziehen. Ist beispielsweise eine Abschaltung aufgrund des Hochwassers nicht mehr möglich, sollte die Solaranlage durch einen Elektriker in der Nähe des Generators abgeklemmt werden. Im Rahmen der Aufräumarbeiten sollte der Elektriker die Anlage prüfen und eine Einschätzung der Gefahren geben. Sollte es nötig sein, kann ein Elektriker die Anlage fachmännisch abschalten, bis sie zur Gänze kontrolliert und eventuelle Schäden repariert sind.

 

Quelle: photovoltaik.eu