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Photovoltaik in Marokko: Vom Morgenland zum homeland der freien PV-Welt

Photovoltaik in Marokko: Vom Morgenland zum homeland der freien PV-Welt

Der Strommarkt in Marokko befindet sich im Wandel und bietet beste Voraussetzungen für Photovoltaik-Anlagen. Grund genug, die Fakten auf den Tisch zu legen und zu handeln. Die Zeichen stehen gut. Ein Beitrag von Niels Hardrop, Gründer der Gesellschaft moroccan solar SARL in Agadir.

Photovoltaik in Italien: SolarExpo spiegelt den Trend wider

Photovoltaik in Italien: SolarExpo spiegelt den Trend wider

Vom 8. bis 10. April war die SolarExpo – Italiens größte Photovoltaik-Messe – zum 17. Mal im Fokus der nationalen und internationalen Fachbranche. Nach den rückwirkenden Kürzungen der Einspeisevergütung seitens der Regierung gilt die SolarExpo als größter Indikator für die Standhaftigkeit des italienischen PV-Marktes. Über 10.000 Besucher nahmen an Panel-Diskussionen und Workshops teil und besuchten die Messestände. Doch obwohl die Größe der Messe seit dem Solarboom signifikant geschrumpft ist, hoffen viele Teilnehmer weiterhin auf ein erneutes Aufblühen der Photovoltaik und des PV-Marktes in Italien.

Photovoltaik-Installationszahlen weiter gesunken.

Photovoltaik-Installationszahlen weiter gesunken.

Der Photovoltaik-Markt in Deutschland steckt in einer Krise. Die Zubauzahlen von Photovoltaik-Anlagen nehmen weiter ab, Preise für Solarmodule sinken nicht so stark wie sie eigentlich sollten und Solardienstleister geben sich vermehrt den anhaltenden Problemen geschlagen. Ein Wandel muss erfolgen – und das geht nur mit Hilfe von technischen Innovationen und der Hilfe derjeniger, die die Energiewende Tragen: Die Bürger. Ein Marktkommentar von Martin Schachinger. 

Photovoltaik erobert neue Märkte

Immer mehr Photovoltaikunternehmen setzen auf Südostasien. „Wo andere Urlaub machen“ ist die Solarbranche gerade dabei, sich neue Märkte zu erschließen.

Türkisfarbenes Wasser, weiße Sandstrände, Palmen – und natürlich Sonnenschein das ganze Jahr hindurch.  Indonesien, Thailand, Philippinen oder Malaysia werden immer attraktivere Märkte mit einem hohen Potenzial für Photovoltaik. Dies liegt nicht nur an den idealen klimatischen Voraussetzungen. Als aufstrebende Wirtschaftsnationen wächst der Energiebedarf dieser Länder enorm. Nach Schätzungen bis zu 16% innerhalb der nächsten Jahre. Gleichzeitig erkennen immer mehr Regierungen erneuerbare Energiequellen als zuverlässige und kostengünstige Alternative zu Kohle- oder Dieselstrom an. Mehrere Mitglieder des Verbandes südostasiatischer Staaten (ASEAN) kündigten an, ihren Energiebedarf künftig mit regenerativen Energien abdecken zu wollen.

Photovoltaik erscheint hierbei als optimale Lösung. Die Solartechnologien sind immer ausgereifter, liefern zuverlässig Strom und sind zudem schnell installiert. Allerdings schreitet der Ausbau der erneuerbaren Energien in den einzelnen ASEAN-Staaten unterschiedlich voran. Das Wachstum hängt stark von den jeweiligen wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen vor Ort ab.

Indonesien, von der Bevölkerungszahl her das viertgrößte Land der Welt denkt bereits über die Einführung einer Einspeisevergütung nach. Die vietnamesische Regierung plant bis 2030 einen Ausbau der erneuerbaren Energien um 6%. Ein gesetzlicher Rahmen steht allerdings noch aus. Thailand fördert den Bau von Solaranlagen bereits mit lukrativen Einspeisevergütungen. Lokale Unternehmen können sich beim Staat um sog. Stromübernahmezertifikate bewerben, die es ihnen ermöglichen, den produzierten  Strom für einen bestimmten Zeitraum zu einem garantierten Festpreis ins Netz einzuspeisen. Malaysia hat bereits 2011 eine Einspeisevergütung für Solarstrom eingeführt. Immer mehr v.a. öffentliche Gebäude stellen ihre Dächer der Photovoltaik zur Verfügung. An den Universitäten und Schulen beginnt man für eine ressourcenschonende Energieerzeugung zu sensibilisieren.

Auch der Online-Marktplatz für Photovoltaik von Milk the Sun beginnt sein Angebot über die Grenzen Europas hinaus zu erweitern. Nachfrage besteht. Und aufgrund immer besserer Technologien, mehr Know-hows und effizienteren Wirtschaftskanälen steht dem Ausbau der Erneuerbaren auch international nichts im Wege.

Quellen: Handelsblatt, Sonne, Wind & Wärme

 

Interview mit dem neuen Kooperationspartner Mayer Analytics

Milk the Sun freut sich, seinen neuen Kooperationspartner Mayer Analytics in einem Interview mit dem Geschäftsführer Markus Mayer vorstellen zu dürfen.

Mayer Analytics hat sich auf Energie und Finanzen spezialisiert. Wie sehen Ihre Dienstleistungen aus? Wie verbinden Sie diese beiden Branchen gewinnbringend? Mayer Analytics verbindet Finanz, Energie und Trading. Zu unseren Dienstleistungen gehören Produktentwicklung sowie Beratung. Hier vor allem die Renditeberechnung von Photovoltaikanlagen, wie z.B. von Solarparks. Die Bewertung von Investitionen basiert auf der Vorhersage von zukünftigen Geldströmen. Hierbei sind vielschichtige Faktoren zu beachten. Gemäß unserer Beratungsphilosophie erfolgt eine Bewertung nicht anhand einer eindimensionalen „Rendite-Zahl“. Wir prüfen sämtliche zugrundeliegenden Annahmen und Gegebenheiten und schätzen deren Bedeutung mit Hilfe von Szenario-Analysen fachkundig ein.

Sie haben ein Online-Tool entwickelt, PVCalc, mit dem man die Rendite von PV-Anlagen berechnen kann. Können Sie uns PVCalc kurz beschreiben? PVCalc ist ein Renditerechner für Photovoltaikinstallationen, den wir 2009 entwickelt haben. Aufgrund der großen Nachfrage optimieren wir den Rechner ständig weiter, z.B. haben wir einige länderspezifische Besonderheiten mitaufgenommen. Frei im Internet verfügbar, unterstützt er Entwickler, Ingenieure oder Investoren bei der Planung und Umsetzung von PV-Projekten. Die individuellen Ergebnisse werden mit zahlreichen Grafiken veranschaulicht , die genaueste Berechnungen präzise wiedergeben. PVCalc ist ein umfassendes Hilfsmittel, konzipiert, um Hürden auf dem Weg zur Finanzierung, Installation und Betrieb einer Solaranlage erfolgreich zu nehmen.

Wie schätzen Sie die Rentabilität von PV-Anlagen ein? Das Geschäftsmodell hinter ein er PV-Anlage ist im Grunde sehr einfach. Es handelt sich um eine relativ sichere und langfristige Kapitalanlage. Allerdings bewegen wir uns hier in einem  Zeitrahmen von 20-30 Jahren, was die Vorhersage der Cash-Flows schwierig macht.  Zum einen spielt der technische Aspekt eine wichtige Rolle, also die Zuverlässigkeit der Anlage. Eine stabile Produktion geht mit Wartungs- und Versicherungskosten einher. Zum anderen sollte man die politischen Entwicklungen im Auge behalten. Obwohl z.B. die Einspeisevergütung gesetzlich garantiert ist, kann über Steuern die „effektive Vergütung“ beliebig verändert werden. Andere, ebenfalls sehr relevante Faktoren sind makro-ökonomischer Natur: ich spreche von Strompreisentwicklung und Inflation. Es bedarf also einer umfassenden Betreuung und bereits erwähnter Analyse verschiedenster möglicher Szenarien.

Welche Chancen sehen Sie für den PV-Markt? Die eigentliche Chance für den PV-Markt sehen wir im Erreichen von Netzparität. Trotz Einspeisevergütung und staatlicher Subventionierung ist die Solarbranche mittlerweile ein etablierter und lukrativer Wirtschaftszweig, der sich und seine Technologien ständig weiterentwickelt und ausbaut. Eine einfache Extrapolation der Entwicklung in den letzten Jahren lässt vermuten, dass Netzparität bereits Mitte 2014 erreicht sein wird. Und je näher die PV-Industrie diesem Ziel kommt, desto interessanter wird die Branche für Investoren. Kommen zusätzlich in den nächsten Jahren noch Fortschritte bei den Smart Grids und Smart Meterings hinzu, so kann man dem Solarmarkt einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung  prophezeien. Ebenso wie die PV-Anlagen in ihrem Wert steigen werden.

Was erhoffen Sie sich von der Kooperation mit Milk the Sun? Mayer Analytics und Milk the Sun verbindet eine Unternehmensphilosophie. Milk the Sun ist nicht nur ein PV-Marktplatz, der Anbieter und Investor zusammenbringt. Auf der Onlineplattform finden Interessenten alle relevanten Dienstleistungen, die einen „Deal“ zum Erfolg bringen. Von der Wartung über die Versicherung bis hin zur juristischen oder eben finanziellen Beratung. Diesem umfassenden Ansatz haben auch wir uns verschrieben und freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit!

 

Wir bedanken uns und  freuen uns über Mayer Analytics, einen weiteren kompetenten Partner auf dem PV-Markt!

 

Photovoltaik in Italien – Conto Energia V

Solarland Italien gelang es innerhalb eines Jahres seine Leistungen fast zu verdoppeln und sich so an die Spitze des europäischen Photovoltaikmarktes zu setzen. Annähernd 12 GW wurden zugebaut, das entspricht etwa 350.000 Solarstromanlagen, rund 6900MW gingen ans Netz. Und das im Jahr 2011, als große Unsicherheit wegen des Auslaufens des Conto Energia III und des Wechsels zu Conto Energia IV herrschte.

Jetzt bringt eine erneute Gesetzesänderung den italienischen PV-Markt in Aufruhr. Conto Energia V ist unterzeichnet und tritt am 27. August 2012 in Kraft.

So viel ist bereits sicher: die Einspeisevergütung wird deutlich sinken – die Rede ist von ca. 40%. Geplant sind 23,7Ct./kWh für Dachanlagen bis 3kW und 16,1Ct./kWh für Freiflächenanlagen bis 1MW. Dies ist als Gesamtvergütung zu betrachten, da der Stromverkauf nicht mehr extra entlohnt werden soll. Eine automatische Degression senkt die Einspeisevergütung halbjährlich weiter ab. Außerdem sollen alle Betreiber, die eine Förderung erhalten, ab 1.1.2013 0,05Ct. je geförderte kWh entrichten. Kleinere Dachanlagen, etwa von landwirtschaftlichen Betrieben oder Kommunen mit einer Einwohnerzahl unter 5000, werden in Zukunft mehr gefördert. Für die Abdeckung des Eigenverbrauchs vor Ort gibt es eine Zusatzprämie. Ebenso werden PV-Anlagen in den Erdbebengebieten Norditaliens unterstützt. Für Freiflächenanlagen gibt es nur noch Prämien, wenn sie auf vorbelasteten Flächen (Konversionsflächen) realisiert wurden. Die Registerpflicht wird auf 50kW erhöht, wenn die Anlage im Zuge einer Asbestsanierung installiert wurde. Wer in der EU gefertigte oder besonders innovative PV-Produkte verwendet, bekommt eine Prämie (2Ct./kWh). Auch wird eine Registerpflicht für nahezu alle PV-Anlagen ab 12kW Leistung eingeführt. Grundsätzlich soll das Register den jährlichen PV-Zubau auf 2-3 GW begrenzen. Für sämtliche Anlagen mit einer Leistung bis zu 1MW ist ein Einheitstarif vorgesehen, der sowohl Förderung als auch den Preis für den Stromverkauf beinhaltet. Anlagen über 1MW eröffnen sich die Möglichkeiten, ihren Strom selbst zu vermarkten.

Bestehende Anlagen, denen bereits Förderung zugesprochen wurde, wird Bestandsschutz gewährt. Anlagenbesitzer, Investoren oder Halter von Projektrechten müssen sich also keine Sorgen machen. Sämtliche Freiflächenanlagen auf Ackerflächen, die den Bedingungen des Decreto Romani entsprechen und bis 17.8.2012 in Betrieb gehen, erhalten noch den Tarif gemäß Conto Energia IV. Ab Ende August jedoch gilt die Conto Energia V – auch wenn man im Moment befürchtet, dass das Fördervolumen, das gerade um 7 Mio. erhöht wurde, bis dahin ausgeschöpft sein wird.

Italien ist, allein schon aufgrund seiner geographischen Lage, prädestiniert für die Nutzung der Sonnenergie. Die durchschnittliche jährliche Sonneneinstrahlung beträgt im Norden 1725 kWh/qm, im Süden bis zu 2000 kWh/qm. Kaum ein anderes Land im Mittelmeerraum verzeichnet so viele Sonnenstunden. Zudem setzen Staat und Regierung auf erneuerbare Energien, haben den Wirtschaftssektor und das Potential der Photovoltaik erkannt. Die behördlichen Genehmigungsverfahren, auch die des neuen Registrierungsprozesses, sind vergleichsweise effizient und einfach. Bereits 1989 wurde Italiens Atomausstieg beschlossen, 1990 das letzte Kernkraftwerk abgeschaltet. Das Land verfügt über eines der zuverlässigsten Stromnetze in Europa und steuert auf Netzparität zu. Vor allem der Süden mit seinen hervorragenden Einstrahlungswerten und den sinkenden Modulpreisen steht kurz davor.

Allen neuen Einschränkungen zum Trotz: Italien fördert die Solarbranche auch weiterhin! Die Kürzungen sind nicht so dramatisch wie erwartet. Der Staat versucht die Kosten der Energiewende nach und nach einzudämmen und so die angestrebte Unabhängigkeit der erneuerbaren Energien von staatlichen Subventionen zu erreichen. Milk the Sun ist gespannt und beobachtet die weiteren Entwicklungen!