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Pünktlich zum Start der Intersolar geht das Milk the Sun Serviceportal online

Logo Milk the Sun - Der europäische Marktplatz für PhotovoltaikMilk the Sun präsentiert pünktlich zur Intersolar sein neues Serviceportal, auf dem Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus von Photovoltaikanlagen angeboten werden. Damit bietet der europäische Online-Marktplatz für PV-Projektrechte und Bestandsanlagen seinen Kunden ein effizientes Tool zur Suche nach Dienstleistern für Photovoltaikanlagen. Die Online-Handelsplattform Milk the Sun, auf der europaweit Frei- und Dachflächen, PV-Projekte sowie Bestandsanlagen direkt zwischen Anbietern und Investoren gehandelt werden, vermittelt als unabhängiger Marktplatzanbieter nun auch europaweit Dienstleistungen von erfahrenen PV‑Servicepartnern. Dafür konnten bereits renommierte Unternehmen gewonnen werden, die Bereiche wie Versicherung, Ertragsoptimierung, kaufmännische und technische Betriebsführung oder  Finanzierung abdecken. „Wir werden unser Serviceportal sukzessive ausbauen und das Leistungsspektrum um ausgewählte Kooperationspartner erweitern“ lädt Philipp von Seherr-Thoss, COO von Milk the Sun, weitere Dienstleister ein, gemeinsam von einer Kooperation zu profitieren. „Ziel von Milk the Sun ist es, seinen Kunden als unabhängiges One-Stop-Portal eine wachsende Dienstleistungspalette in ganz Europa zu einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis zu vermitteln und damit zur Renditesteigerung beizutragen.“ Pünktlich zum Messeauftritt auf der Intersolar 2012 (Halle B2, Stand 170D) hat Milk the Sun die Deutsche Energie Service GmbH (DES) als weiteren zuverlässigen Partner für ein breites Portfolio an kaufmännischen und technischen PV-Dienstleistungen gewinnen können. „Auf der Suche nach einem Kooperationspartner für unsere innovativen Services, haben wir den Markt gründlich sondiert. Mit Milk the Sun haben wir einen Partner gefunden, der unseren unabhängigen Dienstleistungsansatz teilt“, so Sebastian Lithander, DES. 

Milk the Sun GmbH ist der europäische PV-Marktplatz, der Flächen- und Anlagenbesitzer, Projektentwickler und Investoren direkt über seine Online-Plattform zusammenbringt und damit Transaktionskosten senkt. Über sein Serviceportal vermittelt Milk the Sun in Zusammenarbeit mit Partnern Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus einer PV-Anlage.

Deutsche Energie Service GmbH ist ein integrierter Anbieter von Service-Dienstleistungen rings um die Erneuerbaren Energien. Von der technischen Betriebsführung, über die Klärung von Kulanz- und Gewährleistungsansprüchen bis zur kommerziellen Betriebsführung können die erforderlichen Services professionell angeboten und abgewickelt werden. Sein Service-Center in Hamburg betreut gemeinsam mit unseren Technikern vor Ort umfassend Ihre Anlage.

Protektionismus in den USA mit Antidumping-Zoll

PV-Anlagen auf einem IndustriedachFür China ist es ein herber Schlag, was sich das US-Handelsministerium jetzt überlegt hat. Sonderzölle zwischen 31% und 250% sollen chinesische Hersteller daran hindern billig nachgeahmte Solarprodukte in den US-Markt einzuführen. Viele Produzenten am chinesischen PV-Markt sind entrüstet über diese Entscheidung. Oft werden Module in den USA aus chinesischen Teilen gebaut, die Nachfrage ist groß. Laut Handelsministerium konnte China den Solarzellenexport in den vergangenen Jahren verdoppeln und kommt jetzt auf ein Volumen von 3,1 Milliarden Dollar. Chinesische Solaranbieter haben einen Weltmarktanteil von über 60 Prozent. Jetzt drohen Umsatzeinbußen und die Behauptung wird laut, dass die Zölle nicht gerechtfertigt seien. Die gesamte Zukunft der Solarindustrie baue auf Wettbewerb und Innovation auf und brauche keine Restriktionen dieser Art, so Suntech-Finanzchef Andrew Beebe. Das regelt der US-amerikanische Wirtschaftsraum ab sofort anders. Um den Markt nicht gänzlich chinesischen Billig-Solarprodukten zu überlassen, hält die USA ab sofort ein Schutzschild über seinen Solarmarkt. Auf Module, die bis zu drei Monaten rückwirkend produziert wurden, wird der Zoll erhoben. An der Börse lässt sich der Effekt schon ablesen. Die Aktien der amerikanischen Solarhersteller Solarworld und Firstsolar sind teilweise bis zu 18% gestiegen. Obwohl berechtigte Gründe für Kritik an dieser Zollerhebung anzuführen sind, ist China am wenigsten in der Position sie auszusprechen. Wegen wirtschaftlicher und politischer Verschlossenheit steht es selbst häufig in der Kritik. Dennoch – es wird sich insbesondere für die chinesischen Hersteller die Lage aufgrund der von den USA beschlossenen Anti-Dumping-Zölle zunächst verschärfen. IHS iSuppli, ein Marktforschungsunternehmen prognostiziert einen Rückgang asiatischer Modulverkäufe in die USA um 45 % in diesem Jahr. Chinesische Unternehmen sind daher ganz besonders darauf angewiesen diese Absatzverluste durch Verkäufe an anderen Märkten auszugleichen.

Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck präsentiert den Aktionären den Geschäftsverlauf der SolarWorld AG. Aus Sicht deutscher Modulhersteller wird die Meldung positiv aufgefasst. „Illegale chinesische Handelspraktiken zerstören den Solarmarkt und gefährden zahlreiche Arbeitsplätze“ sagt Frank Asbeck, Chef der deutschen Solarworld AG. Für ihn sei das Urteil aus den USA ein “Signal an Europa, wo vergleichbare Maßnahmen greifen müssen”. Asbeck hofft, dass auch die EU-Kommission bald aktiv wird. Ob die deutsche Solarwirtschaft davon profitiert ist fragwürdig. Wolfgang Hummel vom Zentrum für Solarmarktforschung in Berlin argumentiert anders. Die Gefahr Gegenmaßnahmen von China heraufzubeschwören wegen einer kurzfristigen Aktion seien nicht außer Acht zu lassen. Er sieht den Grund für die Nachfrage in den USA nicht zuletzt im stetigen Preisverfall. Anti-Dumping-Zölle sind wieder ein künstlicher Eingriff in den Markt zulasten der Konsumenten. Positive Effekte für die deutsche Solarbranche seien nicht zu erwarten – vor allem, weil es kaum noch Zellen- und Modulhersteller in Deutschland gibt und die große Mehrheit chinesische oder taiwanesische Zellen verbaut.

Quellen: dpa/Reuters

70 % Preisabfall bei Photovoltaikanlagen ist die Antwort globaler Überproduktion

Nach den aktuellen Veröffentlichungen von IMS Research ist der Preis für Photovoltaik Wafers im ersten Quartal 2012 um mehr als 70%, im Vergleich zum Vorjahr, gesunken. Der drastische Preisabfall, der auf eine globale Überproduktion zurückzuführen ist, hatte einen erheblichen Wandel in der Kostenstrukturierung und in den Verkaufsstrategien führender Anbietender von Photovoltaikanlagen zur Folge. Preise in einem Rekordtief von bis zu 0,70$/W, veranlassen Versorger ihre hauseigenen Produktionskosten zu senken und kaufen Wafers vermehrt von Drittanbietenden. Neuste Ergebnisse einer IMS Research Studie zeigen, dass die Preise im ersten Quartal 2012 bis auf $0,30/W gesunken sind, wohingegen der durchschnittliche Preis pro Watt im selben Zeitraum des vergangenen Jahres bei etwas über einem Dollar lag. Dieser rapide Preisrückgang ist der Überproduktion und dem harten Wettbewerb in der Photovoltaikindustrie geschuldet. Die Industrie ist geprägt vom enormen Wachstum der Fördermöglichkeiten einerseits und den Folgen der Fehleinschätzungen von zu hoch gegriffenen Prognosen der Nachfrage von 2011 andererseits. Auch die Durchschnittspreise von Polysilikon, Zellen und Modulen sind im Jahr 2011 gesunken, jedoch nicht so drastisch wie die Preise für Wafer; der Durchschnittspreis im ersten Quartal sank mit 48%, 57% und 44% Jahr für Jahr.

Die IMS Studie zeigt, dass die Produktionszahlen von Wafer um 50% gestiegen waren, um am Ende des Jahres 2011 die 50 GW Marke zu erreichen. Im Vergleich dazu wird das globale Wachstum der Nachfrage jedoch auf nur 35% auf 26,9 GW geschätzt. Die Photovoltaikmodule produzierende Industrie begegnet diesem dramatischen Wandel mit neuen Produktionsstrategien. „Intensiver Preisdruck und Wettbewerb innerhalb der gesamten PV Industrie drängt Anbietende mehr denn je dazu sich auf die Kostenminimierung als Gewinnstrategie einzusetzen“ sagt der leitende Forscher von IMS Research, „insbesondere große chinesische PV Anbietende verfolgten das Ziel einer 100%igen vertikalen Integration in 2010 und 2011 und expandierten dabei ihren hauseigene Wafer-Produktionskapazität.“ Wegen des krasse Preisverfalls von Wafer, gerade im Verhältnis zum Polysilikon im letzten Jahr, schmälern Anbietende die Wafer-Produktionsmengen und kaufen stattdessen im Ausland. IMS Research prognostiziert weitere Preisrückgänge für Aluminium und Silikonwafer für das Jahr 2012. Bis zum Ende des Jahres 2012 wird ein Preisrückgang von 25 % im Vergleich zum letzten Quartal 2011 erwartet. Der Preisverfall für Silikon in derselben Zeit wird noch höher, auf bis zu 33%, geschätzt.