RIO+20 – The future we want? Oder eher The present we have.

Rio+20_LogoVom 20. bis 22. Juni findet die United Conference on Sustainable Development, bekannt als Rio+20, statt. Namensgeber der internationalen Klimakonferenz ist die pulsierendste Stadt Brasiliens, Rio de Janeiro, die zugleich Schauplatz der Konferenz ist. Diese wurde gestern Abend vom Schirmherren und UN Generalsekretär Ban Ki-Moon eröffnet, der zugleich eine klare Richtung für das Gipfeltreffen fordert. Das Ziel ist es, sich auf feste Richtlinien zu einigen und diese konsequent umzusetzen. Der Wunsch der vielen tausend Teilnehmenden, politisch Verantwortlichen, NGOs und Interessengruppen ist es an das historische Gipfeltreffen in Rio 1992 anzuknüpfen. Hier wurden die Weichen für ein umweltpolitisches Umdenken gestellt, festgehalten im Kyotoprotokoll und auch in der Aganda 21. Die Welt versprach besser zu werden. Zwanzig Jahre später gibt es wenige Ergebnisse und keine Verbindlichkeiten. Ein 22 Mitglieder umfassendes Gremium um Generalsekretär Ban Ki-Moon hatte es seit August 2010 zur Aufgabe die neue Richtung für nachhaltige Entwicklung und Wege zur CO2 Einsparung vorzugeben. Den stellvertretenden Vorsitz bildeten die ehemalige finnische Präsidentin Tarja Halonen und der Südafrikanische Präsident Jacob Zuma. Sie erarbeiteten 56 Empfehlungen, die bereits im Januar in Addis Abeba vorgestellt wurden. Rio+20 hat im Gegensatz zu vergangenen Umwelt Gipfeltreffen schon vor Beginn der Tagung seinen Ausgang formuliert. Vieles bleibt damit von vorn herein auf der Strecke, so zum Beispiel ein Schutzprogramm der brasilianischen Regenwälder. Die Bekämpfung der Armut stehe in Rio absolut an erster Stelle. Aktivisten und Demonstrierende tragen wie üblich Ihre Standpunkte vor verschlossenen Türen vor. Unweit vom Tagungsort sind die Straßen plakat-bunt und musikgefüllt. Es sind Banner, Aktive und laute Stimmen, die für Ihre Sache mobilisieren. Die Abschlusserklärung sieht vor das United Nations Environment Programme (UNEP) weiter auszubauen und verbindliche sog. Sustainable Developement Goals zu erreichen. Ein ehrgeiziges und sinnvolles Ziel der Konferenz besteht darin Ländern, die energetisch unterversorgt sind direkt regenerativen Lösungswegen vorzustellen ohne Zwischenstopp bei fossilen Ressourcen. Ob diese nach dem Start, der keiner war, von jedem einzelnen Land weit weit weg von Brasilien umgesetzt werden bleibt zu bezweifeln.

Wie üblich ist die Stimmung zum Umweltgipfel voller Tatendrang und emanzipatorischem Bewusstsein, Veränderungen werden jedoch nicht erwartet. Die vorab vereinbarte Abschlusserklärung lastet schwer auf der Authentizität des Abschlusstreffens. Es ist ein berechtigter Einwand, dass Rio+20 wie Brasiliens zweiter Karneval zelebriert wird und mit lockerer und bunter Stimmung droht nicht mehr als eine Parodie auf die Ernsthaftigkeit des internationalen Umweltschutzes zu werden. Einige Projekte sind dem Programm „

Quellen: United Nations.org, United Nations Rio +20, United Nations Blog