Erst melken, dann speichern – die Batterie ist Photovoltaik-Zukunft

„Speicher spielen eine entscheidende Rolle beim Umbau der Stromversorgung“, meint Batterieexperte Matthias Vetter vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hervor im Interview mit Intersolar. Batterien stellen einen wichtigen Faktor in der Energiegewinnung mit Sonne dar. Sie regulieren die Einspeisung, also die Netzstabiltät und sie speichern übermäßig produzierte Energie zumindest kurz- und mittelfristig. Die Forschung und Investition in Batterietechnologie ist für die Photovoltaikindustrie verlockend. Heutige politische Rückschläge für die Branche, wie jüngst die geplanten Kürzungen der Solarförderung, nicht zuletzt aufgrund einer sogenannten Überschwemmung des Marktes mit sauberem Strom, könnten durch langfristige Speichermöglichkeiten etwas abgefedert werden. Derzeit wird in der Branche viel in die optimale Speichertechnologie und Lebenserhaltungsdauer von Batterien investiert. Hybridvarianten und leistungsfähige Lithiumbatterien, wie sie auch in Elektro-Fahrzeugen verwendet werden, stehen im Fokus um Solarstrom effizienter einsetzen zu können. Die Idee über Batteriesysteme allein die übermäßig produzierte Menge an Solarstrom zu halten ist jedoch nicht realistisch, meint Matthias Vetter. Denn Deutschland wird bei einer Einspeisung von 30% beispielsweise, „nicht umhinkommen, auch saisonale Speicher auf Basis von Wasserstoff einzusetzen und das Strom- und Gasnetz bidirektional zu koppeln.“ Speichersysteme für die Energiewende sind viel diskutiert. Auch auf der Intersolar Europe Conference am 11. Juni 2012 in München stellen Experten bei der Electricity Storage-Vortragsreihe die verschiedenen Batterietechniken und ihre jeweiligen Anwendungsgebiete vor. Eine anschließende Podiumsdiskussion soll die Frage dazu klären, welcher Speicher sich für welchen Einsatz am besten eignet.

Milk The Sun ist mittendrin in der Neugestaltung der Photovoltaikbranche – deshalb auch auf der Intersolar Messe vom 13.-15. Juni 2012. Besuchen Sie uns an Stand B2.170D.