Förderung der Solarenergie in der Slowakei

Noch vor ein paar Jahren spielte die Photovoltaik in der Slowakei keine bedeutende Rolle. Doch im Jahr 2010 erlebte der slowakische Photovoltaikmarkt ein überraschendes Wachstum, welches bis 2011 anhielt. Mit einer geschätzten Photovoltaikleistung von 200 bis 300 MWp, gehört die Slowakei heute mit zu den relevanten Ländern für die Photovoltaik in der Europäischen Union (vgl. EPIA).

Das Wachstum des Marktes ist sicherlich auf die Einführung eines staatlich garantierten Einspeisetarifs auf Strom aus erneuerbaren Energien im Jahr 2009 zurück zu führen. Das Gesetz Nr. 309/2009 garantiert die Abnahme und Vergütung des produzierten Sonnenstroms für einen Zeitraum von 15 Jahren. Bislang hatten alle Anlagen mit einer Leistung bis zu 125 MWp ein Anrecht auf die Stromvergütung. Mit der Novellierung des Gesetzes zum 01. April 2011 entfiel jedoch die Förderung für alle Anlagen mit einer Leistung von über 100 MWp, die nach dem 01. Februar 2011 installiert wurden.

Auch die Höhe der Tarife hat sich zwischenzeitlich verändert. Die Tarife werden mindestens einmal jährlich von der Regulierungsbehörde URSO festgesetzt. Im Jahr 2010 lag die Vergütung für jede Kilowattstunde Sonnenstrom noch bei rund 38 Cent (Dekret Nr. 2/2010 § 6c, Art. 13b). Die aktuellen Tarife liegen deutlich unter diesem Wert. Solaranlagen, die zwischen dem 01. Juli und dem 31. Dezember 2011 ans Netzt gehen, bekommen eine Vergütung in Höhe von etwa 25,92 Cent pro Kilowattstunde. Alle Anlagen, die ab dem 1. Januar 2012 installiert werden erhalten noch 19,45 Cent (vgl. nhp.de).

Neben den Einspeisetarifen gibt es einen steuerlichen Anreiz. Auf Strom wird in der Slowakei eine Verbrauchssteuer erhoben. Strom aus erneuerbaren Energien ist von dieser allerdings nicht betroffen.