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Aufatmen! Solarkürzungen doch gekippt

Foto Reichstagskuppel - Bundesrat stoppt geplante EEG-NovelleErst das Nein der Länder am 11.5. bei der Abstimmung über die EEG-Novelle und dann die katastrophalen Wahlergebnisse am Sonntag in NRW – Norbert Röttgen bringt der Solarindustrie Deutschlands unfreiwillig die Sonne wieder zurück. Die geplanten Kürzungen bleiben der Solarwirtschaft vorerst erspart. Ein Brancheninsider kommentiert die Situation seit diesem Wochenende so: „Bis zu den Neuverhandlungen im Vermittlungsausschuss wird die Industrie wieder einen Aufschwung erleben. Die 7 GW Grenze wird bestimmt geknackt, denn seit Freitag ist Photovoltaik in Deutschland wieder ein profitables Geschäft.“ Trotzdem bleiben die hohen Abgaben der Endverbraucher weiter Thema. Die boomende Wirtschaft mit Sonnenenergie wird mit 7 Mrd. Euro jährlich aus den Umlagen der Stromverbraucher bezahlt. Eine schlaue Lösung muss her, um die Probleme in der deutschen Wachstumsbranche Solar, mit über 200 produzierenden Unternehmen, die rund 110.900 Arbeitsplätze geschaffen haben, freiwirtschaftlich umzugestalten. Im Moment sind Zwei Drittel im Bundesrat gegen die geplanten Einsparungen – damit ist die Politik sich darüber einig, dass Veränderungen nicht mit drastischen Kürzungen beginnen können, der Rest bleibt abzuwarten. Milk The Sun startet Dank dieser Topnachricht voller Energie in die Woche!

Die EEG-Novelle – Politik macht Solarwirtschaft schwach

Foto Bundestag BerlinDas von Umweltminister und NRW-Spitzenkandidat Norbert Röttgen am Mittwoch beschlossene Gesetzespaket, die EEG-Novelle, stößt in den Ländern auf Ablehnung. Die EEG-Novelle, die weitere Solarförderungskürzungen vorsieht, wird in den Regierungen der östlichen Bundesländer Deutschlands abgelehnt.

Folgen der geplanten EEG Novelle für deutsche PV Industrie – Die Kürzung zwischen 20 und 40% rückwirkend ab 1. April betrifft Länder, die große Solarunternehmen beheimaten, sehr stark – Arbeitsplätze sind von den politischen Entscheidungen dieser Tage abhängig. So werden voraussichtlich Sachsen-Anhalt (Q-Cells, 1300 Mitarbeitende entlassen), Sachsen (Solarworld, Verlust von 300 Mio. Euro in 2011) und Thüringen gegen die Anpassungen des Erneuerbare-Energien-Gesetz stimmen. Die Haltung der Regierungen von Berlin und Brandenburg (Schließung First Solar, Wegfall von 1200 Arbeitsplätzen) als Zünglein an der Waage wird eine entscheidende Rolle spielen beim geplanten Votum am Freitag. Es könnte auf ein Vermittlungsverfahren hinauslaufen. Ob dies ein Gewinn für die Solarbranche ist, muss von mehreren Seiten betrachtet werden, denn weitere Verzögerungen und wenig politisch Endgültiges bringt die Sicherheit und Dynamik in der Photovoltaik nicht zurück. Mittelfristig hingegen ist eine Ablehnung weiterer Kürzungen ein Hoffnungsschimmer – für Solarunternehmen, die mehrheitlich Mitarbeitende entließen und mit starken Auftragsrückgängen kämpfen. Die Zahl, die BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten König nennt – 10.000 verlorene Arbeitsplätze -, ist nicht nur innerhalb der Solarwirtschaft schmerzlich zu verkraften, sondern auch mit Blick auf die Arbeitsmarktlage im Bundesgebiet ein herber Schlag. Photovoltaik und die Solarindustrie sind wachsende Märkte, die in Deutschland gebraucht werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Länder am 11. Mai verhalten. In NRW wird am Sonntag gewählt. (Quelle: dpa, Reuters)