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Kitschige Berichterstattung deutscher Leitmedien und eine Wahrheit über die EEG-Umlage

Unabhängige Berichterstattung sieht anders aus. In den ARD Tagesthemen wurde am vergangenen Sonntag eine etwas saloppe Darstellung der Entwicklung des EEG und der Konsequenzen für die Bundesbürger ausgestrahlt. Eine Mutter hält Fläschchen, Baby und die letzte Stromrechnung in die Kamera, dazu der Kommentar, dass in über 600.000 Haushalten schon der Strom abgeschaltet worden sei. Die Energiewende sei nicht nur eine technische, sondern auch eine soziale Herausforderung. Photovoltaik.eu hat die Zahlen, die auch in der Berichterstattung des Spiegels auftauchen, nachrecherchiert. Nicht 600.000, sondern 157.600 Haushalte konnten ihre Energierechnung (Strom, Gas und Wasser, wohlgemerkt) nicht rechtzeitig zahlen und haben deshalb kurzfristig keinen Strom gehabt. Inwiefern diese Zahl überhaupt mit der EEG-Umlage verbunden ist, wurde gar nicht erläutert. Es ist natürlich richtig, dass die EEG-Umlage steigt. Sie liegt heute bei knapp 3,5 ct/kWh und hat seit Einführung um 70% zugelegt. Aber um diesen Umstand zu erläutern ist die Betrachtung der Fragestellung wichtig: Welche Faktoren lassen die EEG-Umlage stetig wachsen? Denn in den Berichterstattungen der Leitmedien wurde ein Aspekt konsequent außer Acht gelassen. Die Regierung selbst gestaltet Höhe und Verteilung jeder Umlage. Und in diesem Punkt wird es beim EEG interessant.

Gebäude der Bundesnetzagentur Bonn

Ein Bericht der Bundesnetzagentur bringt Licht ins Dunkel der ARD-Berichterstattung

Laut eines Berichtes der Bundesnetzagentur vom März 2012 könnte die EEG-Umlage bei 3 ct/kWh (!) liegen. Die aktuelle Umlage von knapp 3,5 ct, Tendenz steigend, ist einerseits dem Anlagenzubau, ungünstigen Kalkulationsgrundlagen und vor allem zu großen Teilen einer unfairen Verteilung anzurechnen. Konkret heißt das laut Bundesnetzagentur „dass die privilegierten Unternehmen im Jahr 2012 zwar 18% des Gesamtverbrauchs (an Strom) verursachen, aber lediglich für einen Anteil von 0,3 Prozent am gesamten Umlagebetrag aufkommen. Folglich müssen 2,5 Mrd. Euro zusätzlich von den nicht-privilegierten Letztverbrauchern, in aller Regel sind dies Haushaltskunden sowie industrielle und gewerbliche Kleinverbraucher getragen werden.“ Wäre ein Beitrag über diese Gründe der steigenden EEG-Umlage, vor allem für Endverbraucher, nicht spannender? Die Feststellungen in diesem Bericht haben im Übrigen nicht beeinflusst, dass die Hürde für  eine EEG-Umlage-Befreiung nach oben gesetzt wird. Im Gegenteil: Die Grenze des minimalen Stromverbrauches im Jahr, um als Vielverbraucher-Unternehmen befreit zu werden, ist gesunken von 10 GW auf 1 GW. Zum Verständnis: Jedes Unternehmen, das in Deutschland so viel Strom im Jahr verbraucht wie 250 Einfamilienhaushalte, ist von der EEG-Umlage befreit. Das sind viele. Und der Rest, schlappe 2,5 Mrd. Euro, bleiben bei denjenigen hängen, die zum Beispiel die ARD als Protagonisten einer Anti-EEG-Kampagne auswählt. „Mit Sorge beobachtet die Bundesnetzagentur daher die Tendenzen, die den regulären umlagepflichtigen Letztverbraucherabsatz immer weiter reduzieren.“ Das wäre eine Meldung wert. Zu ergänzen um die deutlich gestellte Frage nach dem Veröffentlichungsdatum des im März vorliegenden Berichts. Denn der ging im Mai online – nach den Landtagswahlen in NRW.

Quellen: Bericht der Bundesnetzagentur, Recherche von Photovoltaik.eu, Tagesthemen zur EEG-Umlage

Großbritannien: Neue Einspeisevergütung auf 1. August verschoben

Solar panel on an industrial rooftopAb dem 1. August gelten neue Tarife für die Förderung von Solarstrom und Solaranlagen im Vereinigten Königreich. Nach langen politischen Debatten werden die Pläne zur Kürzung der Einspeisevergütung – Feed-in Tariffs (FiTs) weiterhin umgesetzt. Ursprünglich war die nächste Kürzung für den 1. Juli vorgesehen. Die Regierung verschob den Termin auf den 1. August. Die FiTs, die ab diesem Datum gelten, sind Folge einer drastischen Kürzungswelle, die seit Februar die Preise konstant nach unten schraubt. Im Vergleich zum Einspeisevergütungspreis bis Ende Juli liegt der Rückgang bei knapp30%.

 

fitariffs.co.uk_UK Feed in Tariffs aktuellfitariffs.co.uk_August_feed_in_tariffs_UK

 

Vergleicht man den Einspeisevergütungspreis von 2010 für eine Anlage bis zu 4 kWp auf einem sanierten Dach mit dem heutigen, ist die Vergütung um 27,3 p (= 32 ct) gesunken. Das entspricht einem Preisverfall von knapp 300%. Die sukzessive Anpassung der Tarife ist auf einen PV-Boom zurückzuführen. Durch die im April 2010 verabschiedete Einspeisevergütung in Höhe von bis zu 43,3 p/kW ( =51 ct/kW) ist ein Zubau mit Anlagen die Folge gewesen. Das geplante Budget für die FiTs wurde schneller als erwartet verbraucht. Allerdings sind die Mechanismen der Anpassung nicht fix. Ursprünglich sollte aufgrund der Menge an PV-Neuzugängen, die ans Stromnetz gehen gekürzt werden – vergleichbar mit der Idee des atmenden Deckels für das deutsche EEG – um den Zusatz erweitert auch die Entwicklung der Modulpreise am Markt gegebenenfalls zu inkludieren. Die FiTs von PV-Anlagen sollten alle 3 Monate, beginnend vom 1. Februar nominal um 3,5% sinken. Nach scheinbarer Übereinkunft von Regierung, Opposition und Verbänden wurde zuletzt trotzdem eine ganz eigene Grundlage gewählt, um die Kürzungen zu errechnen und zu rechtfertigen. Die Kürzungen zum August beziehen sich auf die sogenannte “Review Phase 2” und sind nicht langfristig in Stein gemeißelt. Die britische PV-Branche versucht demnach die Kürzungen zu kompensieren und muss zusätzlich mit großen Verunsicherungen umgehen. Eine sichere Sache ist Photovoltaik im Vereinigten Königreich im Moment leider nicht. Ein Kommentar auf Feed in Tariffs.co.uk verdeutlicht die Situation: „ Don’t use this table!!We are seeing if it is even possible to produce a table of future tariffs, when changes will be so frequent and so uncertain.”

 

Quellen: Feed in Tariffs ; Department of Energy and Climate Change

 

Protektionismus in den USA mit Antidumping-Zoll

PV-Anlagen auf einem IndustriedachFür China ist es ein herber Schlag, was sich das US-Handelsministerium jetzt überlegt hat. Sonderzölle zwischen 31% und 250% sollen chinesische Hersteller daran hindern billig nachgeahmte Solarprodukte in den US-Markt einzuführen. Viele Produzenten am chinesischen PV-Markt sind entrüstet über diese Entscheidung. Oft werden Module in den USA aus chinesischen Teilen gebaut, die Nachfrage ist groß. Laut Handelsministerium konnte China den Solarzellenexport in den vergangenen Jahren verdoppeln und kommt jetzt auf ein Volumen von 3,1 Milliarden Dollar. Chinesische Solaranbieter haben einen Weltmarktanteil von über 60 Prozent. Jetzt drohen Umsatzeinbußen und die Behauptung wird laut, dass die Zölle nicht gerechtfertigt seien. Die gesamte Zukunft der Solarindustrie baue auf Wettbewerb und Innovation auf und brauche keine Restriktionen dieser Art, so Suntech-Finanzchef Andrew Beebe. Das regelt der US-amerikanische Wirtschaftsraum ab sofort anders. Um den Markt nicht gänzlich chinesischen Billig-Solarprodukten zu überlassen, hält die USA ab sofort ein Schutzschild über seinen Solarmarkt. Auf Module, die bis zu drei Monaten rückwirkend produziert wurden, wird der Zoll erhoben. An der Börse lässt sich der Effekt schon ablesen. Die Aktien der amerikanischen Solarhersteller Solarworld und Firstsolar sind teilweise bis zu 18% gestiegen. Obwohl berechtigte Gründe für Kritik an dieser Zollerhebung anzuführen sind, ist China am wenigsten in der Position sie auszusprechen. Wegen wirtschaftlicher und politischer Verschlossenheit steht es selbst häufig in der Kritik. Dennoch – es wird sich insbesondere für die chinesischen Hersteller die Lage aufgrund der von den USA beschlossenen Anti-Dumping-Zölle zunächst verschärfen. IHS iSuppli, ein Marktforschungsunternehmen prognostiziert einen Rückgang asiatischer Modulverkäufe in die USA um 45 % in diesem Jahr. Chinesische Unternehmen sind daher ganz besonders darauf angewiesen diese Absatzverluste durch Verkäufe an anderen Märkten auszugleichen.

Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck präsentiert den Aktionären den Geschäftsverlauf der SolarWorld AG. Aus Sicht deutscher Modulhersteller wird die Meldung positiv aufgefasst. „Illegale chinesische Handelspraktiken zerstören den Solarmarkt und gefährden zahlreiche Arbeitsplätze“ sagt Frank Asbeck, Chef der deutschen Solarworld AG. Für ihn sei das Urteil aus den USA ein “Signal an Europa, wo vergleichbare Maßnahmen greifen müssen”. Asbeck hofft, dass auch die EU-Kommission bald aktiv wird. Ob die deutsche Solarwirtschaft davon profitiert ist fragwürdig. Wolfgang Hummel vom Zentrum für Solarmarktforschung in Berlin argumentiert anders. Die Gefahr Gegenmaßnahmen von China heraufzubeschwören wegen einer kurzfristigen Aktion seien nicht außer Acht zu lassen. Er sieht den Grund für die Nachfrage in den USA nicht zuletzt im stetigen Preisverfall. Anti-Dumping-Zölle sind wieder ein künstlicher Eingriff in den Markt zulasten der Konsumenten. Positive Effekte für die deutsche Solarbranche seien nicht zu erwarten – vor allem, weil es kaum noch Zellen- und Modulhersteller in Deutschland gibt und die große Mehrheit chinesische oder taiwanesische Zellen verbaut.

Quellen: dpa/Reuters

Talesun, Desertec & RWE – Photovoltaikausbau im Süden

Seit letzter Woche vermelden die Medien, dass RWE von der bisher negativen Meinung zur Photovoltaik abgerückt ist und in Südeuropa und Nordafrika in Projekte investieren will. Auf Financial Times Deutschland ließ der scheidende RWE Innogy– Chef Fritz Vahrenholt verlauten „Solarstrom könne heute in Südeuropa zu Kosten von 10 bis 12 Cent je Kilowattstunde erzeugt werden, in Nordafrika noch billiger“. Die Idee Sonnenenergie in Afrikas nördlicher Wüstenregion zu nutzen ist nicht neu. Die Desertec Industrie Initiative GmbH (Dii), bestehend aus europäischen und überwiegend deutschen Unternehmen, will Stromgewinnung aus photovoltaischen und solarthermischen Anlagen mit Energiegewinnung aus Windkraftwerken in Nordafrika zusammenbringen. Die Küstenregionen in Marokko und Tunesien bieten rundum günstige Bedingungen für Windkraft und die Sonne in der Wüstenregion hat sehr viel mehr Kraft, als in nördlicheren Breitengraden. „Die Wüsten der Erde empfangen in sechs Stunden mehr Energie von der Sonne, als die Menschheit in einem ganzen Jahr verbraucht“, sagt Dr. Gerhard Knies, Vorsitzender des Kuratoriums der Desertec Foundation. Diese Annahme birgt Hoffnung, dass Ressourcenknappheit bei schlauer Nutzung der Sonnenenergie irgendwann der Vergangenheit angehört. Nur wie wird garantiert, dass die Energie fair verteilt wird?Quelle: Desertec Solarthermie in der Wüste Kuraymat Denn der Plan sieht im Grunde die Kompensation europäischer Knappheit mit afrikanischen Gütern vor. Da stellt sich der bittere Beigeschmack des Wirtschaftskolonialismus automatisch ein. Jedoch meint Desertec, und daran beteiligt auch RWE, die Standorte in Nordafrika partnerschaftlich zu involvieren und die Länder vor Ort zuerst vom gewonnenen Strom profitieren zu lassen. Laut Dr. Frank-Detlef Drake, Leiter Forschung & Entwicklung RWE AG sei es wichtig, „dass der Wüstenstrom zunächst möglichst ‘erzeugungsnah’ genutzt wird, um Transportverluste und Kosten gering zu halten. Eine Punkt-zu-Punkt-Leitung direkt von der Sahara nach Deutschland zu legen wäre der falsche Weg und auch das falsche Signal.“ Das trifft den Punkt, aber konkrete Inhalte, die diesen Sachverhalt untermauern, finden sich nicht so leicht. Desertec besteht aus einundzwanzig Mitgliedern, davon ist nur  eines 1 marokkanisches Unternehmen und fast die Hälfte sind deutsche. Das verwässert die nach außen getragene Darstellung von Partnerschaft auf Augenhöhe. Es bleibt also abzuwarten, wie sich diese Kooperation ökonomisch und gesellschaftspolitisch entwickelt. Der Fächer internationaler Partner, die das Projekt in Europa und Afrika hat, kann den Weg zu einer fairen und ertragreichen Wirtschaftsbeziehung ebnen. In die Sonne Nordafrikas zu investieren ist in jedem Fall ein zukunftsweisender Schritt.

 

sapa-energie_Karte Europas Sonnenstunden in kWh pro Quadratmeter

Photovoltaikprojekte in Europa lohnen sich in gleicherweise. Die Grafik zeigt, dass auch südeuropäische Länder sehr sonnenreich sind. Rom hat mit 1687 Sonnenstunden jährlich, die zweithöchste Sonnendichte Europas und hat seit Jahren einen aktiven PV-Markt. RWE richtet nun auch den Blick auf Südeuropa als lukrativen Standort für Photovoltaikinvestitionen, aber fast schon zu spät, muss man da fast sagen. Zwei, die schon lange wissen was der Süden bietet, sind Talesun und Calabria Solar. Am 22. Mai 2012 gaben die Unternehmen bekannt, dass ihr 38 Hektar umfassendes PV-Großprojekt in San Floro, Kalabrien mit 23,8 Megawatt erfolgreich ans Netz ging. Die Region Kalabrien wartet mit hervorragenden Zahlen für solare Energiegewinnung auf. Die Globalstrahlung liegt in dieser Gegend bei etwa 1.800 Kilowattstunden pro Quadratmeter jährlich. Die Anlage von Talesun/Calabria Solar arbeitet bei einem Wirkungsgrad von etwa 80 Prozent. Schon lang überzeugt von Italiens solarer Wirtschaftlichkeit ist Joachim Simonis, Geschäftsführer der Talesun Solar-Deutschland GmbH „Italien ist von strategischer Bedeutung für die Photovoltaikbranche, sowohl aus Sicht von Investoren als auch von Produzenten. Talesun zählt weltweit zur Spitze in dieser Industrie.“ Sein Vorzeigeprojekt in Kalabrien ist gleichzeitig die Basis für neue, gewinnbringende Pläne – die Vergrößerung seines Teams in Italien. Europaweite und internationale Kooperationen in der Photovoltaikbranche zu leben und täglich auszubauen ist also für manche schon keine Idee mehr, sondern tägliches Handwerk, das sich bezahlt macht. Es ist eine sonnige Aussicht den Energieriesen RWE als Partner der Photovoltaik in Zukunft ebenso aktiv in Erscheinung treten zu sehen.

 

Quellen: http://www.rwe.com/web/cms/de/704348/rwe/presse-news/specials/desertec/; http://www.dii-eumena.com/fileadmin/Daten/Newsletter/Newsletter_February_2012.pdf;www.talesun.com; http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:erneuerbare-energie-rwe-schwenkt-auf-solarstrom-um/70040279.html

 

Ausblick nach Süden

Sonne scheint auf Module an rotem Himmel, SonnenuntergangAuf der Intersolar Europe Messe 2012 wird die Zukunft der Photovoltaikbranche besprochen. Konkret ist damit der Blick auf das PV-Business an Standorten in Nordafrika gemeint. Photovoltaik in Tunesien und Marokko stehen am 14. Juni auf der Veranstaltung des Vereins Solarvalley Mitteldeutschland ganz im Mittelpunkt. Ziel europäischer PV-Industrie ist es mit Ländern über die Grenzen Europas hinaus in Verhandlung zu treten. Sonnenintensive und leistungsstarke Länder wie Tunesien, Marokko und auch weitere afrikanische Länder sind ganz klar potentielle Partner der Zukunft. Auf insgesamt 11 Vorträgen, die politische, gesellschaftliche und technische Aspekte des PV-Handels mit Marokko und Tunesien darstellen, wird das internationale Netzwerk wissenschaftlicher Zusammenarbeit ausgebaut. Zukunftsweisender Interessenaustausch gibt der deutschen PV-Industrie neue Impulse. Die Zusammenarbeit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Solarverbänden und Agenturen zum Zweck der Präsentation des Status quo für Solar in Nordafrika ist zukunftsweisend. Schon dieser erste Schritt baut internationale Barrieren ab, indem nötige Anpassungsprozesse verdeutlicht werden. Es dürfte spannend werden sich die neusten Entwicklungen des marokkanischen Energiemarktes anzusehen und mögliche Ideen für PV-Projekte in Tunesien zu diskutieren. Die Moroccan Agency for Solar Energy und die National Agency for Energy Conservation aus Tunesien liefern vor Ort Informationen aus erster Hand. Weitere Vorträge dieser Art finden im Rahmen der Intersolar Europe Messe statt. 80.000 Besuchende werden erwartet, die die 20.000 Messestände besuchen. An einem Stand präsentiert sich Milk the Sun mit innovativen Ideen für die Zukunft.

Quellen: www.innovations-report.de/html/berichte/veranstaltungen/erfolgsaussichten_deutscher_photovoltaik_195962.html, www.eesa-sachsen.de/intersolar/programme.pdf

Milk the Sun im Fernsehen & Umwelthauptstadtpartner

Heute früh wurde Philipp Seherr-Thoss, Geschäftsführer von Milk the Sun, von TV Berlin interviewt. Das Ergebnis – eine angeregte Diskussion mit Fokus auf die Themen Photovoltaik als Geschäftsmodell und als Motiv der Nachhaltigkeit. Milk the Sun findet den Beitrag sehr gelungen und freut sich der Berliner Öffentlichkeit und vielleicht auch zukünftigen PV Händlern über den heimischen Fernseher näher gekommen zu sein. Wer es verpasst hat, kann sich das Interview von heute früh hier noch einmal ansehen – Milk the Sun – der Onlinemarkt für Photovoltaik – hautnah! Noch näher gehts nur auf der Intersolar Messe in München vom 13. bis 15. Juni 2012 am Stand B2.170D.

 

Auch die Website Umwelthauptstadt.de hat Milk the Sun exklusiv präsentiert. Als Neuzugang bei den nachhaltigen Unternehmen spricht Milk the Sun über Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility. Umwelthauptstadt.de widmet sich  der Nachhaltigkeit und Umwelt spielerisch, “weils mehr Spaß macht”. Damit kann sich Milk the Sun gut identifizieren. Auch uns macht es Spaß die Zukunft der Energiegewinnung nachhaltig anzugehen und vielen neuen Solarprojekten mit Milk the Sun den schnellen und unkomplizierten Weg an den Start zu ermöglichen.

 

Trends in der PV: Launch des Online-Magazins PV Marketing & Tipps für PV Händler: Die Geheimnisse des Kaufprozesses

Titelbild_PV MARKETING - Das erste Marketing-Magazin für die SolarbrancheUnter einem ungewöhnlichen Aspekt nimmt sich das im Mai 2012 veröffentlichte Online Magazin PV Marketing – das kleine Magazin für die Solarbranche, dem Thema Photovoltaik an. Trendthemen wie SEO (Search Engine Optimizing oder Suchmaschinenoptimierung), Social Media und E-Commerce greift die Autorenschaft des Magazins auf und macht dabei klar, dass Photovoltaikmarketing mit den Technologien des Onlinemarketings vertrauter werden muss. „Das Magazin soll Solarunternehmen eine wertvolle Hilfe in Sachen online und auch offline Marketing sein. Dabei gehen wir in jeder Ausgabe jeweils auf verschiedene Themen ein.“, sagt Chefredakteur und Herausgeber Michael Ziegler. Milk the Sun findet, dass das Nischenmagazin am Puls der Zeit und wichtig für die Novellierung der PV Industrie ist. Neue Marketingkanäle konzentrieren sich auf das Internet. Diese Kanäle vermehrt zu nutzen ist für zeitgemäße Themengebiete, wie die Solarbranche, fast ein Muss. Da ist es hilfreich zu wissen, wie es richtig geht.

TIPPS FÜR PV HÄNDLER: DIE GEHEIMNISSE DES KAUFPROZESSES – Im Interview mit John Robert Doelling stellt PV Marketing dar, wie komplex die Kaufentscheidung eines potenziellen PV-Anlagen-Käufers ist. Im Fokus des Artikels stehen Hinweise für Projekt- und Rechteanbieter, Investoren oder Bestandsanlagenbesitzer, damit diese sich aktiv in den Kaufprozess einbringen können. Gleich mehrere Stufen werden vor Abschluss eines PV Geschäfts durchwandert. Diese Stufen sind miteinander verknüpft, laufen nicht chronologisch, beginnen schon lange vor dem ersten Kontakt mit Händlern und sind sowohl durch emotionale als auch kognitive Informationen gesteuert. Betont wird zum Beispiel die Besonderheit der Kaufentscheidung für eine Solaranlage – Es handelt sich in der Regel um eine Investition fürs Leben, es sind hohe Kosten mit dem Kauf verbunden und es mangelt an persönlichen Vorerfahrungen. Daraus wird abgeleitet, dass die langfristige Kundenbindung und der enge persönliche Kontakt in der Branche wichtig seien. Auch online werden potentielle Kunden ihre „Nachbarn“ nach deren Erfahrungen und Meinungen zu Firmen und Produkten befragen. Daher empfiehlt Doelling deutlich sehr umsichtig mit Nachfragen und Wünschen der Kunden umzugehen – auch langfristig. PV Marketing bietet in der ersten Ausgabe schöne Leitfäden, um Online Marketingstrategien für das Photovoltaik Business sinnvoll zu nutzen. Gastbeiträge und Interviews von und mit PV Insidern runden das Magazin ab.

Grafik: Kaufentscheidungsprozess in der PV

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Photovoltaik-Boom über Europas Grenzen hinaus

Laut der aktuellen Studie „Global Market Outlook for Photovoltaics until 2016“ der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) expandiert die Photovoltaikbranche weiter. 300 bis 500 Prozent Wachstum bis zum Jahr 2016 werden erwartet. Heute steht ein Großteil der Anlagen in Italien und Deutschland, jedoch befindet sich schon jetzt die meisten Top-Ten-PV-Standorte nicht in Europa, sondern beispielsweise in China, USA, Japan und Australien.

 

Grafik: PV Marktanteile von Nicht-EU Ländern heute

 

PV Marktanteile von Nicht-EU Ländern heute

 

Global betrachtet sind die Aussichten für das Wachstum der PV Branche nach EPIA optimistisch. In dem Bericht werden verschiedene Szenarien dargestellt, auf deren Grundlage das globale Wachstum voraussichtlich stattfinden wird. Das  „Policy-Driven Scenario“ setzt ein politisches Klima voraus, das die Solarindustrie langfristig stützt – in Deutschland hieße das beispielsweise das Festhalten an Solarförderung und am EEG. Bei weltweit günstigen politischen Rahmenbedingungen dieser Art, hält EPIA sogar ein globales Wachstum bis zu 340 Gigawatt für möglich.

 

Grafik: Entwicklung globaler PV Kapazitäten bis 2016

 

Quelle EPIA - Globale Entwicklung Photovoltaik Industrie bis 2016

 

Die günstige Lage der PV Industrie im Jahr 2011 für Deutschland und Italien sind nach den Aussagen des Berichtes an eine Reihe von Entwicklungen geknüpft: die Abkehr von Atomkraft und der gesellschaftliche Wunsch hin zum Ausbau Erneuerbarer Energiegewinnung, der Preisabfall von Modulen und die Akzeptanz von Photovoltaik als lukrative Assetklasse in der Wirtschaft. Für 2012 und 2013 sind die Zuwachsraten, gerade in Deutschland, aller Voraussicht nach eher niedrig. Die starken Wachstumszahlen sind schwer zu halten. Für 2012 wird ein Zuwachs von fünf bis acht GW erwartet.

 

Grafik: Quelle EPIA – Entwicklung PV Industrie Europa bis 2020

 

Quelle EPIA - Entwicklung PV Industrie Europa bis 2020

 

Europa war 2011 das Zugpferd mit 75 Prozent Beteiligung am PV-Marktwachstum – bezogen auf weltweite Neuinstallationen und Netzzugänge. Dennoch sind die sonnigen Aussichten für die Zukunft klar an das Potential von Ländern gebunden, die noch keine ausgeprägte PV-Industrie, dafür aber die besten klimatischen Voraussetzungen haben. „Other countries, especially in the Sunbelt region, have enormous potential for solar development that has only just begun to be tapped.“