Simon Edel Posts

„OneGiga“: Serbien baut größten Solarpark der Welt

Eine Photovoltaik-Anlage, die über einen Gigawatt Strom aus 100 Zehn-Megawatt-Einheiten produzieren soll, will der Luxemburger Projektentwickler Securum Equity Partners & Associates in Serbien errichten. Serbiens Regierung hat das 1,75 Milliarden Euro teure Projekt nun freigegeben.

Der Bau im Süd-Osten des Landes, wo die Sonneneinstrahlung Serbiens am höchsten ist, soll zwischen April 2013 bis Ende des Jahres 2015 vonstattengehen. Der serbische Generalunternehmer MX Group South East Europe wird laut dem Luxemburger Projektentwickler eine Herstellungsfirma für die Bauteil-Fertigung gründen. Eigens für das Großprojekt, das den Namen „OneGiga“ trägt, sollen Produktionsstätten für Wechselrichter und Module in Serbien errichtet werden. Der aus der Solaranlage gewonnene Strom soll an Enerxia Energy verkauft werden.

Rund 30 Investoren bekundeten laut Alessio Colussi, Geschäftsführer und Unternehmenssprecher von Securum Equity Partners & Associates bereits ihr Interesse. Sollte es mit allen Interessenten zu Unterschriften kommen, wäre die Finanzierung bereits gesichert. Da die Rahmenbedingungen der serbischen Regierung bisher noch auf sich warten lassen, gäbe es bisher aber noch keine Vertragsabschlüsse, so Colussi. Rund 500 Arbeitsplätze für den Bau und 120 für den Betrieb der Anlage werden Unternehmensangaben zufolge geschaffen.

Quelle: photovoltaik.eu

Versicherungen für Photovoltaikanlagen: Preis-/Leistungsverhältnis muss stimmen

Eine Studie des Unternehmens PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler geht der Frage nach, wie Serviceleistungen von Versicherungsmaklern und Versicherungsgesellschaften verbessert werden können. Dafür wurden Besitzer von Photovoltaik-Anlagen zu ihren Allgefahrenversicherungen mit Hinblick auf den Grund der Entscheidung für eine Versicherungsgesellschaft befragt. Auch wurden Daten zur Zufriedenheit mit den jeweiligen Versicherern und vermittelnden Maklern und zur Geschlechterrolle bei der Versicherungsentscheidung erhoben. Zudem gibt die Studie Aufschluss über den Bekanntheitsgrad von Versicherungsmaklern.

Die Ergebnisse der Studie zeigen auf, dass, unabhängig davon, ob die Versicherungen über einen Makler oder direkt bei den Gesellschaften abgeschlossen werden, das Preis-/Leistungsverhältnis im Mittelpunkt des Interesses der zu Versichernden steht. Um eine entsprechende Übersicht über die vorhandenen Leistungsangebote zu erhalten, holten knapp zwei Drittel der Befragten mindestens drei Versicherungsangebote ein. Überraschend: Beim direkten Kontakt mit Gesellschaften spielte auch die Mitarbeiterfreundlichkeit eine große Rolle.

Online-Medium weit vorneDie Aufmerksamkeit der Kunden erhielten die gewählten Versicherer vorwiegend über das Internet. Über ein Fünftel der Probanden nutzten Suchmaschinen, um den Kontakt zu Gesellschaft oder Versicherung herzustellen. Auch Foren dienten vielen Anlagenbesitzern als Ausgangspunkt für die Versicherungsrecherche. Doch nicht nur der Online-Kontakt, sondern auch die persönliche Empfehlung von Freunden, Bekannten, Firmen etc. führte zum Erfolg. Über 20% der Versicherer profitierten von einer Empfehlung. Immer wichtiger hingegen wird der Vertragsabschluss über das Internet. Ältere Medien wie Post oder Fax werden beim Vertragsabschluss kaum noch bevorzugt.

Solaranlage Entschädigung Sehr zufriedenstellend ist nach der Studie die Schadenabwicklung sowohl über die Gesellschaften als auch über Makler. Nur knapp ein Zehntel der Befragten war mit der Dauer der Schadenabwicklung unzufrieden. Zudem waren über 81% mit der Höhe der Entschädigungsleistung einverstanden. Von den Studienteilnehmern, die ihre Versicherung über einen Makler einholten, waren über 84% mit der Maklerunterstützung im Schadenfall zufrieden.

Die Versicherten würden ihre Anlagen zu über 89% von derselben Gesellschaft und zu über 95% vom selben Makler wieder versichern lassen; nur ein geringer Prozentsatz weniger würde seine Wahl auch weiterempfehlen.

Die Studie eignet sich für sehr gut für Versicherungsgesellschaften und Makler, um ihr Angebot und ihre Konzepte auf das tatsächliche Kundenverhalten anzupassen und optimieren.

Die gesamte Studie ist im Onlineshop von Photovoltaikstudie erhältlich

Schwarzes Silizium erhöht Wirkungsgrad von Solarzellen

Über ein Drittel der weltweit aus Solarstrom-Anlagen gewonnenen Energie wird in Deutschland produziert. Ein Kritikpunkt, den sich die Photovoltaik dabei jedoch immer wieder gefallen lassen muss, ist der Wirkungsgrad der Zellen. Ein weiterer Schritt zur Verbesserung dieses Wirkungsgrades scheint Forschern des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institutes (HHI) gelungen zu sein: Schwarzes Silizium schafft es, auch die Wärmestrahlung der Sonne zu nutzen.

Herstellung durch Schwefel-Laserbehandlung

Bisherige Solarzellen konnten nur drei Viertel der Sonnenenergie in elektrische Energie umwandeln. Dabei ging das verbleibende Viertel, die Infrarotstrahlung, verloren. Schwarzes Silizium hingegen erweitert den Erfolg bisheriger Silizium-Zellen um genau diese Strahlung. Gewonnen wird es durch eine besondere Behandlung mit einem Laser: „Schwarzes Silizium erhält man, indem man übliches Silizium unter Schwefelatmosphäre mit einem Femtosekundenlaser bestrahlt. Die Oberfläche wird aufgeraut, einzelne Schwefelatome in das Siliziumgitter eingebaut und das Material erscheint schwarz.“, so Dr. Stefan Kontermann, Gruppenleiter der Fraunhofer-Projektgruppe Faseroptische Sensorsysteme des HHI. Solarzellen mit Schwarzem Silizium könnten so ihren Wirkungsgrad deutlich erhöhen.

Mauerbau in Miniaturform

Um den Wirkungsgrad von Solarzellen aus Schwarzem Silizum weiter zu erhöhen, wurde die Pulsform des Lasers, mit dem das Silizum bestrahlt wurde, verändert. So schwächten sie ein Problem des bisherigen Schwarzen Siliziums deutlich ab: Der Schwefel in diesem Silizium sorgt dafür, dass die gewonnen Elektronen nach oben und so zur Stromgewinnung transportiert werden können – als ob sie auf eine Mauer gehoben werden. Während bei normalem Silizium das Infrarotlicht nicht die nötige Energie besitzt, um umgesetzt zu werden, übernimmt der Schwefel im Schwarzen Silizium die Aufgabe einer Zwischenstufe. Problematisch war bisher allerdings, dass diese Zwischenstufe nicht nur die Abgabe von Elektronen, sondern auch die Wiederaufnahme selbiger erleichterte – der gewonnene Strom geht wieder verloren. Ein veränderter Laserpuls brachte laut Kontermann die Lösung: „Wir haben den eingebauten Schwefel über die Laserphotonen so verändert, dass möglichst viele Elektronen hinaufkommen können, aber möglichst wenig wieder hinuntergelangen.“

Suche nach dem optimalen Laserpuls

Um den optimalen Wirkungsgrad zu erreichen, werden die Laserpulse nun immer wieder verändert, um die Unterschiede im Material und im erreichten Wirkungsgrad zu untersuchen. In Zukunft soll dies ein Algorithmen-System übernehmen. Prototypen von Solarzellen aus Schwarzem Silizium konnten die Forscher bereits produzieren. Das Nah-Ziel definiert Kontermann so: „Wir hoffen, den Wirkungsgrad kommerzieller Solarzellen, der momentan bei etwa 17 Prozent liegt, um ein Prozent erhöhen zu können, indem wir sie mit Schwarzem Silizium kombinieren.“ In Zukunft sollen also Zellen aus bisheriger Produktion mit Schwarzem Silizium kombiniert werden. So entsteht eine Tandem-Zelle. Zudem ist geplant, die Laseranlage über eine Ausgründung zu vermarkten und Herstellern so zu ermöglichen, Schwarzes Silizium für die Eigenproduktion herzustellen und damit für die Photovoltaik-Serienproduktion zu öffnen. Das unter dem Namen „Maßgeschneiderte Lichtpulse“ laufende Projekt wird am 11. Oktober 2012 in Goslar als einer der Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet.

Quelle: Fraunhofer

Photovoltaik auf über sechs Prozent angewachsen

Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Energieerzeugung ist auch in den ersten Monaten des Jahres weiter angestiegen. Einen Zuwachs von 50 Prozent verzeichnete dabei der Solarstrom. Grund dafür ist der weiterhin starke Zubau neuer Anlagen sowie die hohe Anzahl an Sonnenstunden. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erhöhte sich die Produktion von Solarstrom von 16,5 Milliarden Kilowattstunden im Vorjahreszeitraum auf 24,9 Milliarden Kilowattstunden in den ersten neun Monaten diesen Jahres.
Der Anteil der Photovoltaik stieg dadurch von 4,1 auf 6,1 Prozent an, womit die Photovoltaik nach der Windenergie (8,0 auf 8,6 Prozent) die zweit wichtigste erneuerbare Energiequelle darstellt. Damit lässt die Photovoltaik auch die Energiegewinnung aus Biomasse hinter sich, deren Anteil nur leicht von 5,4 auf 5,8 Prozent anstieg. Der Gesamtanteil der Erneuerbaren am deutschen Strombedarf belief sich auf rund 26 Prozent. Im vierten Quartal des Jahres wird dieser Wert laut BDEW jedoch voraussichtlich noch etwas sinken, da der Solarstrom-Anteil unter den prognostizierten Witterungsbedingungen geringer sein wird.

Quelle: photovoltaik.eu