Zusammenarbeit auf energiepolitischer Ebene: Deutschland und Frankreich planen Schritt in Richtung eines europaübergreifenden Energiemarkts

Die Stromversorgung durch Erneuerbare Energien ist in praktizierenden Staaten bis dato immer nur auf nationaler Ebene betrieben worden. Das soll sich nach Plänen der Energieverbände Deutschlands und Frankreichs ändern. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und die Union Française de l’Electricité (UFE) wollen daher in Zukunft kooperieren. Das Ziel: Eine Verbesserung der Versorgungssicherheit und die Integration von Ökostrom.

 

Europa als eine geschlossene Einheit in der Zukunft der Energiepolitik ©scibak

Europa als eine geschlossene Einheit in der Zukunft der Energiepolitik ©scibak

Im Rahmen der Energiewende machen Deutschland und Frankreich langsam ernst und wagen einen Schritt, der die europäische Zukunft prägen soll. Durch eine Kooperation der beiden Staaten auf dem Feld der Energiepolitik soll die langanhaltende Versorgungssicherheit auf länderübergreifender Ebene gewährleistet werden. Den größten Fokus wolle man dabei aber auf die Marktintegration Erneuerbare Energien legen. Eine enge energiepolitische Zusammenarbeit könne laut dem gemeinsamen Schreiben der beiden Energieverbände außerdem „als Beispiel für eine allgemeine Reform für eine europäische Marktarchitektur dienen.“ Als langfristiges Ziel wird hier eine europaweite Zusammenarbeit angestrebt.

Als Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sehen beide Seiten “leistungsfähige Transportnetze zwischen beiden Ländern, eine sehr erfolgreiche Kooperation der Energiebörsen, ehrgeizige Klimaschutzziele, aber auch den Druck, Versorgungssicherheit sicherzustellen, während die Bedingungen sich aufgrund der Entwicklung der Erneuerbaren Energien wandeln.” Das ausführliche Schreiben soll Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem französischen Staatspräsidenten Francois Hollande bei ihren deutsch-französischen Regierungskoalitionen als Diskussionsstoff dienen. Beide Staatsoberhäupter wollen dann über eine intensive energiepolitische Zusammenarbeit beraten.

Mit Blick auf die gesamteuropäische Zukunft „kann eine stärkere Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland als Motor der kontinentaleuropäischen Energiewirtschaft viel zur Stärkung der europäischen Integration beitragen und ihr einen neuen Impuls geben”, so die Vorstellungen der BDEW und EFE weiter. Bis zum Ende des ersten Halbjahres 2014 sollen bereits erste gemeinsame Handlungskonzepte vorliegen.

Quelle: Welt.de

 

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