Tipps für PV Händler Posts

Protektionismus in den USA mit Antidumping-Zoll

PV-Anlagen auf einem IndustriedachFür China ist es ein herber Schlag, was sich das US-Handelsministerium jetzt überlegt hat. Sonderzölle zwischen 31% und 250% sollen chinesische Hersteller daran hindern billig nachgeahmte Solarprodukte in den US-Markt einzuführen. Viele Produzenten am chinesischen PV-Markt sind entrüstet über diese Entscheidung. Oft werden Module in den USA aus chinesischen Teilen gebaut, die Nachfrage ist groß. Laut Handelsministerium konnte China den Solarzellenexport in den vergangenen Jahren verdoppeln und kommt jetzt auf ein Volumen von 3,1 Milliarden Dollar. Chinesische Solaranbieter haben einen Weltmarktanteil von über 60 Prozent. Jetzt drohen Umsatzeinbußen und die Behauptung wird laut, dass die Zölle nicht gerechtfertigt seien. Die gesamte Zukunft der Solarindustrie baue auf Wettbewerb und Innovation auf und brauche keine Restriktionen dieser Art, so Suntech-Finanzchef Andrew Beebe. Das regelt der US-amerikanische Wirtschaftsraum ab sofort anders. Um den Markt nicht gänzlich chinesischen Billig-Solarprodukten zu überlassen, hält die USA ab sofort ein Schutzschild über seinen Solarmarkt. Auf Module, die bis zu drei Monaten rückwirkend produziert wurden, wird der Zoll erhoben. An der Börse lässt sich der Effekt schon ablesen. Die Aktien der amerikanischen Solarhersteller Solarworld und Firstsolar sind teilweise bis zu 18% gestiegen. Obwohl berechtigte Gründe für Kritik an dieser Zollerhebung anzuführen sind, ist China am wenigsten in der Position sie auszusprechen. Wegen wirtschaftlicher und politischer Verschlossenheit steht es selbst häufig in der Kritik. Dennoch – es wird sich insbesondere für die chinesischen Hersteller die Lage aufgrund der von den USA beschlossenen Anti-Dumping-Zölle zunächst verschärfen. IHS iSuppli, ein Marktforschungsunternehmen prognostiziert einen Rückgang asiatischer Modulverkäufe in die USA um 45 % in diesem Jahr. Chinesische Unternehmen sind daher ganz besonders darauf angewiesen diese Absatzverluste durch Verkäufe an anderen Märkten auszugleichen.

Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck präsentiert den Aktionären den Geschäftsverlauf der SolarWorld AG. Aus Sicht deutscher Modulhersteller wird die Meldung positiv aufgefasst. „Illegale chinesische Handelspraktiken zerstören den Solarmarkt und gefährden zahlreiche Arbeitsplätze“ sagt Frank Asbeck, Chef der deutschen Solarworld AG. Für ihn sei das Urteil aus den USA ein “Signal an Europa, wo vergleichbare Maßnahmen greifen müssen”. Asbeck hofft, dass auch die EU-Kommission bald aktiv wird. Ob die deutsche Solarwirtschaft davon profitiert ist fragwürdig. Wolfgang Hummel vom Zentrum für Solarmarktforschung in Berlin argumentiert anders. Die Gefahr Gegenmaßnahmen von China heraufzubeschwören wegen einer kurzfristigen Aktion seien nicht außer Acht zu lassen. Er sieht den Grund für die Nachfrage in den USA nicht zuletzt im stetigen Preisverfall. Anti-Dumping-Zölle sind wieder ein künstlicher Eingriff in den Markt zulasten der Konsumenten. Positive Effekte für die deutsche Solarbranche seien nicht zu erwarten – vor allem, weil es kaum noch Zellen- und Modulhersteller in Deutschland gibt und die große Mehrheit chinesische oder taiwanesische Zellen verbaut.

Quellen: dpa/Reuters

Trends in der PV: Launch des Online-Magazins PV Marketing & Tipps für PV Händler: Die Geheimnisse des Kaufprozesses

Titelbild_PV MARKETING - Das erste Marketing-Magazin für die SolarbrancheUnter einem ungewöhnlichen Aspekt nimmt sich das im Mai 2012 veröffentlichte Online Magazin PV Marketing – das kleine Magazin für die Solarbranche, dem Thema Photovoltaik an. Trendthemen wie SEO (Search Engine Optimizing oder Suchmaschinenoptimierung), Social Media und E-Commerce greift die Autorenschaft des Magazins auf und macht dabei klar, dass Photovoltaikmarketing mit den Technologien des Onlinemarketings vertrauter werden muss. „Das Magazin soll Solarunternehmen eine wertvolle Hilfe in Sachen online und auch offline Marketing sein. Dabei gehen wir in jeder Ausgabe jeweils auf verschiedene Themen ein.“, sagt Chefredakteur und Herausgeber Michael Ziegler. Milk the Sun findet, dass das Nischenmagazin am Puls der Zeit und wichtig für die Novellierung der PV Industrie ist. Neue Marketingkanäle konzentrieren sich auf das Internet. Diese Kanäle vermehrt zu nutzen ist für zeitgemäße Themengebiete, wie die Solarbranche, fast ein Muss. Da ist es hilfreich zu wissen, wie es richtig geht.

TIPPS FÜR PV HÄNDLER: DIE GEHEIMNISSE DES KAUFPROZESSES – Im Interview mit John Robert Doelling stellt PV Marketing dar, wie komplex die Kaufentscheidung eines potenziellen PV-Anlagen-Käufers ist. Im Fokus des Artikels stehen Hinweise für Projekt- und Rechteanbieter, Investoren oder Bestandsanlagenbesitzer, damit diese sich aktiv in den Kaufprozess einbringen können. Gleich mehrere Stufen werden vor Abschluss eines PV Geschäfts durchwandert. Diese Stufen sind miteinander verknüpft, laufen nicht chronologisch, beginnen schon lange vor dem ersten Kontakt mit Händlern und sind sowohl durch emotionale als auch kognitive Informationen gesteuert. Betont wird zum Beispiel die Besonderheit der Kaufentscheidung für eine Solaranlage – Es handelt sich in der Regel um eine Investition fürs Leben, es sind hohe Kosten mit dem Kauf verbunden und es mangelt an persönlichen Vorerfahrungen. Daraus wird abgeleitet, dass die langfristige Kundenbindung und der enge persönliche Kontakt in der Branche wichtig seien. Auch online werden potentielle Kunden ihre „Nachbarn“ nach deren Erfahrungen und Meinungen zu Firmen und Produkten befragen. Daher empfiehlt Doelling deutlich sehr umsichtig mit Nachfragen und Wünschen der Kunden umzugehen – auch langfristig. PV Marketing bietet in der ersten Ausgabe schöne Leitfäden, um Online Marketingstrategien für das Photovoltaik Business sinnvoll zu nutzen. Gastbeiträge und Interviews von und mit PV Insidern runden das Magazin ab.

Grafik: Kaufentscheidungsprozess in der PV

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