Solarbranche Posts

Milk the Sun: Photovoltaikprojekt Highlights KW 41

Der Herbst hatte Deutschland in dieser Woche fest im Griff. Es regnete und die meisten Tage verblieben in einem einheitlichen Grau. Unsere wöchentlichen Highlights an Photovoltaikprojekten und laufenden Anlagen sind dagegen dementsprechend freundlich, frisch und vielversprechend.

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1.452 kWp 89 kWp 2.514 kWp
Anlage in Betrieb Anlage in Betrieb Anlage in Betrieb
Griechenland Deutschland Italien

  

Land  Details Projekt-Typ

Frankreich 3.850 kWp in Aquitanien Anlage in Betrieb
Italien 2.514 kWp auf Sizilien
Frankreich 1.843 kWp in Auvergne
Griechenland 1.452 kWp auf Peloponnes
Italien    998 kWp in Kampanien
Deutschland      89 kWp in Baden-Württemberg

Deutschland    401 kWp in Thüringen Turnkey
Deutschland    200 kWp im Saarland
Deutschland    189 kWp in Thüringen

Deutschland 1.260 kWp in Sachsen Projektrechte

 

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Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende

Ihr Milk the Sun – Team

Milk the Sun: Photovoltaikprojekt Highlights KW 40

Die Woche war kurz aufgrund des Tags der Deutschen Einheit am 03.10.. Das Wetter spielte mit und bescherte Deutschland größtenteils sonnige, aber frische Stunden. Unsere neusten wöchentlichen Highlights an Photovoltaikprojekten und laufenden Anlagen sind entsprechend erfrischend, neu und sonnige.

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2.090 kWp 1.260 kWp 544 kWp
Anlage in Betrieb Projektrechte Anlage in Betrieb
Deutschland Deutschland Portugal

  

Land  Details Projekt-Typ

Deutschland 2.090 kWp in Sachsen-Anhalt Anlage in Betrieb
Italien 1.830 kWp auf Sardinien
Deutschland    992 kWp in Sachsen-Anhalt
Italien    830 kWp auf Sardinien
Portugal    544 kWp in Süd-Portugal
Deutschland    270 kWp in Sachsen-Anhalt

Deutschland 4.720 kWp in Saarland Turnkey

Deutschland 1.260 kWp in Sachsen Projektrechte

 

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Ihr Milk the Sun – Team

Milk the Sun: Photovoltaikprojekt Highlights KW 39

Das Wetter in dieser Woche machte es ebenso spannend wie die Politik: eine Menge Regen, hin und wieder Sonne und vielerorts dunkle, unheilschwangere Wolken am Horizont. Unsere neusten wöchentlichen Highlights an Photovoltaikprojekten und laufenden Anlagen sind ein weiteres Mal ein wohliger, wärmender und erhellend sonnige Ausblick.

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147 kWp 70.000 kWp 650 kWp
Anlage in Betrieb Projektrechte Anlage in Betrieb
Portugal Mali Deutschland

  

Land  Details Projekt-Typ

Deutschland     650 kWp in Sachsen-Anhalt Anlage in Betrieb
Portugal     147 kWp in Süd-Portugal
Portugal     115 kWp in Süd-Portugal
Spanien       23 kWp in Kastilien und León

Frankreich  3.054 kWp in Poitou-Charentes Turnkey
Frankreich     772 kWp in Poitou-Charentes

Mali 70.000 kWp in Südwest-Mali Projektrechte
Rumänien   5.400 kWp in Süd-Rumänien
Deutschland   4.500 kWp in Brandenburg
Deutschland      460 kWp in Baden-Württemberg

 

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Milk the Sun auf der PVSEC 2013 in Paris

Milk the Sun wird dieses Jahr erneut an der PVSEC in Paris teilnehmen. Besuchen Sie uns in Hall 1 an unserem Stand D12, oder vereinbaren Sie ein Treffen mit uns: info@milkthesun.com

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende

Ihr Milk the Sun – Team

 

Milk the Sun: Photovoltaikprojekt Highlights KW 38

Es war die letzte Woche vor den Bundestagswahlen in Deutschland am Sonntag und der 22. September wird wichtig für die Zukunft der deutschen Solar- und Photovoltaikindustrie.

Aus der Wetterperspektive war es eine frische und nasse Woche. Es ist Herbst und jeder und jede fühlt es in Mark und Bein. Immerhin bieten unsere neusten wöchentlichen Highlights wärmende und erfrischend sonnige Photovoltaikprojekte und laufende Anlagen.

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1.639 kWp 1.800 kWp 998 kWp
Turnkey Anlage in Betrieb Anlage in Betrieb
Deutschland Griechenland Italien

  

Land  Details Projekt-Typ

Griechenland   1.800 kWp auf den Ionischen Inseln Anlage in Betrieb
Italien      998 kWp in Apulien
Deutschland      499 kWp in Mecklenburg
Deutschland      250 kWp in Mecklenburg
Deutschland      139 kWpThüringen in
Slowakei      102 kWp bei Bratislava

Frankreich   4.500 kWp in Languedoc-Roussillion Turnkey
Deutschland   1.639 kWp in Thüringen

Deutschland   1.700 kWp in Nordrhein-Westfalen Projektrechte

Deutschland 10.000 m² in Rheinland Pfalz Unbeplante Fläche

 

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Ihr Milk the Sun – Team

 

Vier Fragen an … Arne Horn, Vertriebsleiter bei DZ-4

Arne Horn ist einer der Köpfe hinter DZ-4, einem jungen Unternehmen aus Hamburg. DZ-4 sieht in der dezentralen Energieversorgung die Verfahrensweise der Zukunft und setzt es sich zum Ziel ihren Kunden eine private Energiewende zu ermöglichen. Arne Zorn organisiert den Vertrieb des DZ-4 Modells. Herr Horn kann auf 10 Jahre Erfahrung in der Solarbranche zurückblicken. Zuletzt arbeitete er als Vertriebsleiter in Südeuropa und Afrika bei LDK Solar.

Arne Horn: "Ich glaube nicht, dass die Energiewende in ihrer jetzigen Phase eine „Energiewende-von-oben“ sein wird. Vielmehr wird sie durch ganz viele kleine und lokale Initiativen vorangetrieben werden, die die Bürger selbst realisieren. Denn die technischen und ökonomischen Möglichkeiten haben wir heute bereits erreicht."

Milk the Sun: Lieber Herr Horn, die Liste derer, denen in den letzten Monaten und Jahren ein Ausbremsen der Energiewende vorgeworfen wurde, ist lang. Wie schätzen Sie die klimapolitischen Ergebnisse der letzten Legislaturperiode der schwarz-gelben Regierung ein, der nach Kanzlerin Merkel „erfolgreichsten Bundesregierung seit der Wiedervereinigung“?

Arne Horn: Die schwarz-gelbe Regierung hat meiner Meinung nach in den meisten klimapolitischen Fragen versagt. Die einzige Überraschung war natürlich die Kehrtwende beim Atomausstieg, die zwar sehr positiv für die Energiewende war, aber wegen der Schnelle des Umschwungs wenig Glaubwürdigkeit hatte.  Innerhalb von 12 Monaten hat die Bundesregierung ihre Meinung zur Atomkraft von einer Brückentechnologie hin zu einem Sicherheitsrisiko für unser Land geändert.

Als zweites Beispiel können wir den verpassten Netzausbau anbringen: 2009 wurde durch das Energieleitungsausbaugesetz die Ausbauziele von 1855km für die kommenden Jahre festgelegt. Stand heute sind laut der Bundesnetzagentur 268km gebaut. Und genau genommen sind es eigentlich noch weniger, da zum Zeitpunkt des Beschlusses bereits ca. 100km gebaut waren, die hier mit einberechnet sind. Da die Energiewende vorwiegend auch einen dezentralen Charakter hat, ist dies nicht ganz so dramatisch, wird leider jedoch als eine primäre Ausrede der Politik gegen einen weiteren Ausbau der Erneuerbaren verwendet.

Es ist schon traurig, dass nachweislich eine Mehrheit der Deutschen für die Energiewende ist, aber letztendlich kein Projekt in diesem Bereich wirklich vorangetrieben – geschweige denn finalisiert werden konnte. Vielmehr gibt es weitere zahlreiche Negativbeispiele: Die Solarbranche, eine der größten Zukunftsbranchen weltweit, wurde gerade durch sehr radikale Reformen des EEGs abgewürgt. Der Handel mit CO-2 Zertifikaten zu sinnvollen Preisen wird von Deutschland auf EU-Ebene konsequent blockiert.

Zum Schluss möchte ich dann doch noch einen positiven Aspekt der letzten Legislaturperiode hervorheben. Sie hat doch tatsächlich geschafft eine Förderung für dezentrale Batteriespeicher für PV-Anlagen auf die Beine zu stellen. Dabei ist jedoch der Weg dorthin bezeichnend, wie diese Regierung klimapolitische Aufgaben angegangen ist. Die Mittel für diese Förderung sollten aus dem Klimafonds bzw. Erlösen aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten stammen. Da dieser jedoch nicht richtig aufgesetzt wurde, fehlten die Einnahmen und die Förderung wäre beinahe gescheitert.

Milk the Sun: Unabhängig davon welche Partei nach dem 22.September in den Bundestag einziehen wird und unabhängig von der dann herrschenden Koalition, kommen auf die neue Bundesregierung viele wichtige und prägende energiepolitischen Entscheidungen zu. Was erwarten Sie von der Bundesregierung nach den Wahlen?

Arne Horn: Ich möchte an dieser Stelle eher von „wünschen“ als von „erwarten“ sprechen. Mein bescheidener Wunsch ist zunächst einmal, dass eine sachliche Diskussion geführt wird. Aufbauend darauf sollte eine wirklich konsequente nachhaltige Strategie zum Ausbau der Erneuerbaren Energien verfolgt werden, keine Lippenbekenntnisse wie es heute der Fall ist.

Welcher Fehler nicht noch einmal gemacht werden sollte, ist eine vorschnelle und übereilte Reform des EEGs allein mit dem Ziel, den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu bremsen. Generell bin ich aber schon für eine sinnvolle Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes, die zum Beispiel die Befreiung der energieintensiven Industrie von der EEG-Umlage in Angriff nimmt. Auch das Paradoxon, dass sinkende Großhandelspreise zu einer höheren EEG-Umlage führen, muss aus meiner Sicht mit einem neuen Marktmodell überdacht werden. Wichtig ist an dieser Stellt auch, dass der Vorrang für Einspeisung erneuerbarer Energien erhalten bleibt.

Weiterhin ist eine unbürokratische Förderung von dezentralen Speichertechnologien unbedingt weiter voranzutreiben. Gleichzeitig sollten natürlich die alternden Netze an den richtigen Stellen modernisiert und eventuell ausgebaut werden.

Grade der letzte Punkt, aber auch die Reform des EEGs, erfordern eine starke zentrale Einheit, die mit mehr Kompetenzen ausgestattet ist als zum Beispiel die Bundesnetzagentur. Von daher erachte ich die Einrichtung eines Energieministeriums für die nächste Legislaturperiode als absolut notwendig, um die Energielandschaft in Deutschland wieder auf Kurs zu bringen.

Milk the Sun: Derzeit herrscht eine große Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung, wenn es um das Thema Erneuerbare Energien und die damit zusammenhängende Energiewende geht. Der einzelne erstickt in einem Schwall an Pro-und-Anti-Propaganda, was letztendlich lediglich Verunsicherung und Verwirrung zur Folge hat. Es gibt nur wenige Stimmen die zur Ordnung rufen und die Diskussion auf eine sachliche und logische Ebene zurückführen wollen. Wie ist ihr Vorschlag für ein konstruktiveres Vorgehen in diesen Fragen?

Arne Horn: Sie beschreiben die Situation absolut korrekt: Die Energiewende – übrigens nicht gleichzusetzen mit dem Atomausstieg – ist das bedeutendste Projekt unserer und auch der nächsten Generation. Sie beeinflusst nicht nur ökologische, aber auch wirtschaftliche, soziale  und kulturelle Fragen. Deswegen beackern sehr viele Interessensgruppen dieses Feld und verursachen häufig einen regelrechten Stillstand in der Diskussion, anstatt am großen Ziel gemeinsam zu arbeiten. Dieser Zustand ist umso dramatischer, wenn man bedenkt, dass die Energiewende sogar dann noch eine Mammutaufgabe darstellt, selbst bei einer Übereinkunft dieser Gruppen.

Deshalb plädiere ich auch auf jeden Fall für die Einrichtung eines Energieministeriums, um von regulatorischer Seite mehr Kontinuität zu erzeugen. Damit sollte man zum einen die eben beschriebenen Aufgaben angehen und zum anderen aber auch die essentielle Aufgabe der sachlichen Aufklärung übernehmen. Der Bürger darf nicht mehr jeden zweiten Tag mit polemischen oder zumindest politisch gesteuerten Äußerungen der Interessensgruppen konfrontiert und manipuliert werden. Ich denke hier nur an die 1 Billion Euro Aussage von unserem Bundesumweltminister Herrn Altmaier.

Vielmehr sollte eine große, objektive Informationskampagne gestartet werden, um alle Aspekte der Energiewende – auch die herausfordernden – zu beleuchten. So eine Informationskampagne würde hoffentlich den Lobbygruppen beider Seiten den Wind aus den Segeln nehmen. Natürlich darf man hier nicht zu naiv die absolute Objektivität erwarten, aber ich denke, es wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Milk the Sun: Stéphane Hessel bezeichnete den Kampf für eine nachhaltige und feste Umweltpolitik als eine der Hauptaufgaben der Menschen im 21. Jahrhundert. Die Erkenntnisse der Wissenschaft und die Veränderungen des Klimas geben ihm Recht. Dennoch passiert verhältnismäßig wenig, obwohl es letztendlich um die Existenz der menschlichen Spezis geht. Wie ist ihr Standpunkt dazu, dass sich angesichts eines derart dringenden Themas noch immer in politischen und wirtschaftlichen Grabenkämpfen ergeben wird?

Arne Horn: Ich denke, es kann hier gar keinen anderen Standpunkt geben, als diese Situation als absolut fatal zu beschreiben. Es sei denn jemand hat ein gesteigertes Interesse am Erhalt der aktuellen Situation der Energielandschaft in Deutschland. Sie müssen bedenken, von den Entscheidungen der nächsten Jahre, werden wir noch lange etwas haben: Durch die zu hohe Anzahl von CO2 Zertifikaten auf dem Markt, ist der Betrieb und auch der Neubau von Kohlekraftwerken rentabel. Aus diesem Grund wird aktuell eher der Betrieb und auch Investition in solche klimaschädlichen Technologien – anstatt zum Beispiel effiziente Gaskraftwerke – gefördert. Falls sogar neue Kohlekraftwerke gebaut würden, sprechen wir hier wieder über eine Belastung für 2 Generationen.

Ich habe leider auch wenig Hoffnung, dass sich kurz- bis mittelfristig etwas an den politischen Grabenkämpfen ändern wird, auch wenn ich meine Vorstellung zu Ansätzen ja genannt habe.

Vielleicht erwarten wir hier aber auch etwas von der Politik und den steuernden Organen, dass Sie gar nicht erfüllen können. Nicht nur bei der Energiewende, sondern auch der Finanzkrise, den Hungerkrisen, genereller Ökologischer Zerstörung etc. erleben wir die Ohnmacht der Politik. Viele Themen sind einfach zu komplex, zu vernetzt und können einfach auch nicht mehr auflösbar erscheinen. An dieser Stelle stimmt mich jedoch ein Aspekt positiv, der auch mit einigen Ansätzen von Stéphane Hessel übereinstimmt. Denn er hat den Einzelnen immer dazu aufgerufen, für seine Rechte einzustehen und selber aktiv zu werden.

Und hier haben wir mit der Energiewende eine einmalige Chance im Gegensatz zu den meisten anderen globalen Problemen. Denn im Endeffekt kann jeder dezentral, vor Ort bei sich zu Hause zum Beispiel durch den Betrieb einer Photovoltaik Anlage etwas beitragen. Und durch den zusätzliche Installation eines stationären Batteriespeichers, kann er sich zu einem überwiegenden Teil unabhängig vom Strom aus dem öffentlichen Netz machen.

Ich glaube nicht, dass die Energiewende in ihrer jetzigen Phase eine „Energiewende-von-oben“ sein wird. Vielmehr wird sie durch ganz viele kleine und lokale Initiativen vorangetrieben werden, die die Bürger selbst realisieren. Denn die technischen und ökonomischen Möglichkeiten haben wir heute bereits erreicht.

 

Wir bedanken uns bei Herrn Horn für das Interview.

 


Im Rahmen der Interviewreihe “Vier Fragen an …” stellt der Milk the Sun Blog bis zur Bundestagswahl am 22.September 30 Tage lang führenden Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Medien vier Fragen zu den Erwartungen an die Energiepolitik Deutschlands der zurückliegenden und kommenden Jahre. Bisher interviewten wir Sebastian Bolay (DIHK), Heiko Schwarzburger (Photovoltaik), Corinna Lang (CleanEnergy Project), Patrick Jüttemann (klein-windkraftanlagen.com), Christian Leers (PV-Experte), Robert Schwarz (BTO Management Consulting), Lothar Lochmaier (Freier Journalist), Michael Richter (Sonneninvest AG), Kilian Rüfer (SUSTAINMENT), Udo Schuldt (Blogger), Thorsten Zoerner (Solution Architect), Prof. Dr. Eicke Weber (Fraunhofer ISE), Falko Bozicevic (GoingPublic Magazin), Carsten Körnig (Solarwirtschaft e.V.), Denis-Mariel Kühn (EGBB), Doreen Brumme (Freie Journalistin), Erhard Renz (sonnenfluesterer.de), Sabine Eva Rädisch (Autorin und Bloggerin), Bart Markus (Wellington Partners), Prof. Volkmar Liebig (avesco Financial Services AG), Dr. Tim Meyer (Grünstromwerk GmbH), Alexander Fehr (Fehrdeal & Energieblogger), Thomas Nasswetter (Ritter Gruppe und Blogger), Dr. Stefan Dietrich (Windwärts Energie), Sylvia Pilarsky-Grosch (BWE), Holger Ruletzki (Parabel AG), Franz Alt (Journalist)

 

Milk the Sun: Photovoltaikprojekt Highlights KW 31

Die Woche war ein wenig verregnet. Aber dafür bietet unser aktueller Wochenüberblick neue, leuchtende und vielversprechende Photovoltaikprojekte und laufende Solaranlagen.

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245 kWp 10.000 m² 998 kWp
Turnkey (im Bau) Unbeplante Fläche Anlage in Betrieb
Deutschland Deutschland Italien

  

Land  Details Projekt-Typ

Italien    998 kWp in Lombardei Anlage in Betrieb
Italien    860 kWp in Apulien
Italien    200 kWp in Sizilien

Deutschland    245 kWp in Baden-Württemberg (im Bau) Turnkey
Frankreich    200 kWp in Midi-Pyrénées
Frankreich    200 kWp in Midi-Pyrénées
Frankreich    100 kWp in Midi-Pyrénées

Deutschland 10.000 m² in Rheinland-Pflaz Unbeplante Fläche

Sie interessieren sich für Investments in Photovoltaik?

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Auf www.milkthesun.com haben alle Anlagen-, Dach- und Freiflächenbesitzer sowie Projektrechteinhaber die Möglichkeit, Ihre Projekte kostenlos und unverbindlich einer Vielzahl von Investoren aus dem In- und Ausland zu präsentieren.

Zudem bieten wir ihnen Tools wie unseren Verkaufswertrechner sowie Kontakt zu PV-Dienstleistern rund um den gesamten Lebenszyklus einer Solaranlage.

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Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Ihr Milk the Sun Team

Meinung: Kompromiss im Handelsstreit zwischen China und der EU – Die Sache mit der Unzufriedenheit

Die EU und China haben endlich nach Monaten der Ungewissheit einen Kompromiss in ihrem Handelsstreit um die Importzölle auf Photovoltaikmodule errungen. Aber eine zufriedenstellende Lösung, ist es für keine der beiden Seiten. Die Vertreter der EU-Solarindustrie und Photovoltaikbranche sind sauer, weil ihnen die „freundschaftliche Lösung“, wie sie von EU-Handelskommissar Karel de Gucht genannt wird, zu freundschaftlich ist. Und den chinesischen Kollegen ist der Kompromiss auf der anderen Seite zu wenig freundschaftlich.

Mit dem Kompromiss im Handelsstreit zwischen der EU und China ist niemand so wirklich zufrieden - aber darum ist es ein Kompromiss iStockphoto.com©delectus

Dennoch hat der Konflikt auch seine guten Seiten. Zum einen konnten sich die EU und China endlich einmal an einander messen. Solcherlei Rangeleien, bei denen zwischenzeitlich sogar von Handelskrieg und dergleichen gesprochen wurde, sind für Handelspartner äußerst aufschlussreich. Sie lernen beide viel über einander. Zudem ist endlich die Unsicherheit verschwunden, die sich lähmend auf den Markt für Photovoltaikmodule ausgewirkt hat und unter der die gesamte Solarindustrie litt.

Es gibt natürlich die Kritiker, die bemängeln, dass der erreichte Kompromiss nicht das Geringste mit Marktwirtschaft zu tun hätte, da er auf Festpreisen aufbaue. Aber wen überrascht das wirklich? Immerhin ist der Verhandlungspartner nicht die USA gewesen, sondern eben China. In Verhandlungen mit dem Reich der Mitte müssen andere Regeln befolgt werden und es sind immer andere Ergebnisse zu erwarten, als jene, die man gemeinhin gewohnt wäre.

Der erreichte Kompromiss im Handelsstreit um den Mindestpreis von PV-Modulen aus China ist nicht der Schlechteste. Vielleicht nicht aus kurzfristiger Sicht und vielleicht auch nicht für die Industrie in Europa, aber in jedem Fall auf politischer Ebene und unter langfristigen Gesichtspunkten. Die EU konnte nicht anders als sich gegen die Dumpingpreise aus China aufzulehnen. Andernfalls hätte sie sich gegenüber der heimischen Solarbranche illoyal gezeigt. Was noch viel schlimmer wäre, die EU hätte sich vor dem großen China als nicht ebenbürtig offenbart. Ein Einknicken hätte verheerende Folgen für andere Bereiche des Handels zwischen China und der EU nach sich gezogen. Unter einem ähnlichen Gesichtsverlust hätte auch China gelitten, hätte es den Forderungen aus der EU nachgegeben.

Doch ist ein Gesichtsverlust der EU momentan überhaupt im Sinne Chinas? Derzeit benötigt Peking die EU noch als rentablen Absatzmarkt. Aus Sicht der EU wäre es nur weise, sich der Vergänglichkeit dessen bewusst zu sein und den Bogen nicht zu überspannen. Eine unnötige Unterwürfigkeit ist trotzdem nicht angebracht, schon aus innenpolitischer Sicht. Der Streit um die PV-Module ist nur ein kleines Schlachtfeld, doch sein Ausgang hat Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Handelspartner von EU und China.

Der vielgehasste Kompromiss erlaubt es sowohl der chinesischen als auch der europäischen Seite, zwar nicht als Sieger aber auch nicht als Verlierer aus einer unangenehmen Situation heraus zu kommen. Die Entscheidung über die Vorherrschaft auf dem Markt wurde vertagt. Noch konnten die Chinesen nicht über Europa hinweggehen. Doch die Zeichen stehen auf Sturm und die EU mit samt ihrer Industrie, Wirtschaft, Wissenschafts- und Finanzwelt sollte alles daran setzen wettbewerbsfähig zu bleiben, anstatt sich in Gequengel um die Ungerechtigkeit eines Kompromisses zu ergeben, bei dem man noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen ist.

Und schlussendlich ist eine Partnerschaft eben nicht Unterwürfigkeit, Folgsamkeit und Anmaßung – Partnerschaften basieren auf Kompromissen. Und die haben die Angewohnheit das niemand mit ihnen zufrieden ist.

 

Quellen: faz, pv-magazine, SolarServer, photovoltai.eu

Bosch Solar Arnstadt: Betriebsrat und Gewerkschaften schicken Brief an Kanzlerin Merkel

In einem Brief an Bundeskanzlerin Merkel fordern der Betriebsrat der Bosch Solar Arnstadt zusammen mit den Gewerkschaften, dass sich die Kanzlerin persönlich für den Erhalt des von der Schließung bedrohten Werkes in Arnstadt einsetzt. Sie nehmen darin Bezug auf eine Rede Merkels, die sie 2009 hielt. In dieser bezeichnete sie den Einstieg Boschs in die Photovoltaik und Solarindustrie als „Lichtblick“.

Betriebsrat von Bosch Solar Arnstadt und Gewerkschaften haben einen Brief an Frau Merkel verfasst, in dem sie die Kanzlerin zum Handeln auffordern. iStockphoto.com©Pgiam

Bosch will aus dem Geschäft mit der Sonne raus. Schon im März wurde das bekannt. Insgesamt betrifft dies deutschlandweit drei Standorte mit insgesamt 3000 Beschäftigten, 1800 davon alleine in Arnstadt. Der Betriebsrat der Bosch Solar hat nun zusammen mit Vertretern der Gewerkschaften einen Brief an Kanzlerin Merkel verfasst, in dem sie die fordern, dass sich die Kanzlerin persönlich für die Photovoltaik- und Solarbranche, sowie den Erhalt des Standortes Arnstadt einsetzen möge.

Deutschland today zitiert Andy Poblawski, Vorsitzender des Betriebsrats, mit den Worten: „Die Kanzlerin muss sich überlegen, ob sie nun mit uns redet oder nicht. Mehr als 3.000 Betroffene in der Region werden die Botschaft so oder so sicher auch bei der Bundestagswahl am 22. September nicht vergessen.“ Ein Brief vom Mai blieb bisher unbeantwortet.

In dem neuen Brief an Frau Merkel verweisen die Verfasser auf eine Rede der Kanzlerin aus dem Jahr 2009, in der sie den Einstieg Boschs in die Solarindustrie als „Lichtblick“ und den Standort Arnstadt als „wirkliche Zukunftsinvestition“ bezeichnete. Fokus Money Online zitiert aus dem Brief an Frau Merkel: „Wir können nicht ansatzweise erkennen, dass Sie zu uns und der von Ihnen einst so hoch angepriesenen Solartechnologie noch stehen.“ Betriebsrat und Gewerkschaften fordern ein Bekenntnis der Kanzlerin zur Solarindustie.  Zusätzlich fordern sie die Kanzlerin auf, nicht zuzulassen, dass die Zukunftsmärkte der Solarindustrie ausschließlich von chinesischen Produzenten beherrscht werden.

 

Quellen: focus money online, Deutschland today

 

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