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Solarpraxis und Milk the Sun entwickeln Rechentool für Bestandsanlagen

Erstmals ermittelt ein frei zugänglicher Online-Rechner den aktuellen Verkaufswert, den der Besitzer einer Photovoltaikanlage bei der Veräußerung erzielen kann. Das kostenlose Rechentool ist für alle Länder weltweit anwendbar und bezieht verschiedene Parameter wie das Alter der Solaranlage, den Zeitpunkt des Anschlusses an das Stromnetz und den Anteil des eigenverbrauchten Stroms ein. Es zeigt den Verkaufswert zum Zeitpunkt des gewünschten Verkaufstermins und die Rendite, die der Käufer mit der Photovoltaikanlage erreicht. Die Berliner Solarunternehmen Milk the Sun und Solarpraxis haben den Rechner in Kooperation entwickelt.

„Wer seine Solaranlage nach ein paar Jahren wieder verkaufen möchte, hat oft Schwierigkeiten, einen verlässlichen Verkaufswert zu erhalten“, erklärt Felix Krause, Geschäftsführer der Milk the Sun GmbH. „Viele Faktoren bestimmen die Höhe des erzielbaren Verkaufswertes, neben der Höhe der Einspeisevergütung, der Betriebskosten und dem Leistungsverlust der Anlage spielen zum Beispiel steuerliche Abzüge, Finanzierungskosten und die aktuelle Inflationsrate eine Rolle.“ Diese und weitere Faktoren bezieht der Online-Rechner in die Ermittlung von Verkaufswert und Rendite ein. Mit dem Rechner kann der potenzielle Verkäufer Simulationen fahren, wie der Verkaufswert sich in Abhängigkeit zum Verkaufszeitpunkt und anderen Variablen entwickelt.

„Das Rechentool liefert Verkäufern und Käufern einen ersten objektiven Anhaltspunkt für den Wert der Solaranlage und ist besonders für größere Photovoltaikanlagen interessant“, sagt Alexander Woitas, Leiter des Bereichs Engineering bei der Solarpraxis AG. Die Rechenformel basiert auf kaufmännischen Berechnungen und technischen Erfahrungswerten der Solarpraxis. „Der präzise Verkaufswert sollte anschließend individuell ermittelt werden. Eine umfassende technische Anlagenprüfung ist wesentlich für die Bestimmung des genauen Verkaufswertes.“ Auf dem Online-Rechner-Portal kann der Anlagenbesitzer ein kostenloses Angebot für die Prüfung der Solaranlage anfordern. Zudem hat er die Möglichkeit, seine Solaranlage auf dem Portal zum Verkauf anzubieten.

Der Online-Rechner ist in deutscher, englischer und italienischer Sprache verfügbar.

Online-Rechner:

https://www.milkthesun.com/deu/verkaufswert_rechner_photovoltaik

Screenshot:

Milk the Sun und Solarpraxis AG bieten Rechner an

Über die Solarpraxis AG

Die Berliner Solarpraxis wurde 1998 als GbR von Dipl.-Ing. Karl-Heinz Remmers und Kay Neubert gegründet. Seit 2006 wird die Solarpraxis AG an der Börse gehandelt. Als eines der führenden Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche beschäftigt das Unternehmen über 50 Ingenieure, Architekten, Verlagsexperten und Veranstaltungsmanager in den Feldern Engineering, Verlag und Konferenzen.

www.solarpraxis.de

Photovoltaikanlagen – Warum eigentlich? Vorteile von PV

Photovoltaik-Anlagen stehen täglich in den Medien. Sie sind ein großer Teil der Energiewende und fallen unter die Förderung des EEG. Die Zahl der Privatleute, die sich zuhause Solarmodule auf das Dach installieren steigt, und auch Unternehmen erkennen zunehmend den Vorteil, ihre Freiflächen und Dachflächen für Photovoltaikanlagen zu nutzen. Was aber sind denn nun eigentlich die Vorteile?

Solaranlagen benötigen Sonne zur Energieumwandlung

Sonne ist der Schlüssel zur ertragreichen Photovoltaik-Anlage - iStockphoto.com©delectus

1. Sonne als Energiequelle: Die Sonne ist ein Energieträger, der jedem Menschen unbegrenzt zur Verfügung steht

2. Reduktion der CO2-Emissionen: PV-Anlagen erzeugen sauberen Strom und tragen damit zur Verminderung des Treibhausgasausstoßes bei

3. Investition in die Zukunft: Fossile Brennstoffe wie Kohle oder Öl werden immer knapper, womit deren  Preise auch in Zukunft weiter steigen werden

4. Weitestgehende Wartungsfreiheit: Haus- Photovoltaikanlagen sind weitestgehend wartungsfrei

5. Lärmfreiheit: Solaranlagen erzeugen Strom, ohne dabei die Umgebung mit Lärm zu beschallen

6. Einfache Technik: Jede Privatperson kann PV-Anlagen auf seinem Hausdach installieren, die Technik ist unkompliziert

7. Einspeisevergütungen: Nach wie vor wird ungenutzter Storm, der in das deutsche Netz eingespeist wird, über eine garantierte Einspeisevergütung gefördert

8. Keine Baugenehmigung: Zumindest für die meisten Hausdächer und Dachflächen ist keine zusätzliche Baugenehmigung für Photovoltaik-Anlagen erforderlich.

9. Einfache Entsorgung: Nach Laufzeit-Ende können PV-Module problemlos recyclet werden.

10. Positive Ökobilanz: Spätestens nach fünf Jahren hat eine Solaranlage die zur Produktion benötigte Energie wieder herausgeholt und weißt dann eine positivie Ökobilanz auf

11. Entlastung der Stromnetze: Mit PV-Anlagen lässt sich Strom dezentral erzeugen, dort wo er benötigt wird. Das führt zur Entlastung der Stromnetze

12. Modularer Aufbau: PV-Anlagen können problemlos in der Größe angepasst und variiert werden

13. Integration ins Gesamtsystem: Möglichkeit der Integration und Kombination mit der Haustechnik und somit der Energieeinsparung im Gesamtsystem (von SecondSol)

 

Weitere Vorteile könne Sie gerne als Kommentar anfügen, wir werden sie dann zur Liste hinzufügen!

Sinkende Kosten für Photovoltaik in den USA

Solaranlage Kosten PV

iStockphoto.com©Jenna Wagner

Zwei Studien, eine von den National Renewable Energy Laboratories (NREL, Golden, Colorado), eine vom Lawrence Berkely National Laboratory (LBNL, Berkeley, Kalifornien), zeigen, dass die Kosten für Photovoltaik in den USA weiter sinken.

Während sich die erste Studie mit der Preisentwicklung der Photovoltaik in der Vergangenheit befasst und Prognosen für die Preisentwicklung in naher Zukunft abgibt, geht es im der zweiten Studie um indirekte Kosten für PV-Anlagen. David Feldman, NREL-Analyst für die Finanzierung von Solar-Technologie erklärt: „Photovoltaik-Kostenprognosen werden oft falsch interpretiert. Diese Studie hilft, Missverständnisse zu klären, indem sie Daten mehrerer Quellen sammelt und zwischen vergangenen, derzeitigen und kommenden Prognosen klar unterscheidet.“

Etwa 40 bis 50 Prozent des Preises bei den häufigsten Solaranlagen machen die sogenannten „weichen“ Kosten  (Kosten außerhalb der Hardware und BoS-Kosten*) aus.  23 Prozent der Kosten für private Solaranlagen, 17 Prozent bei kleineren kommerziellen Anlagen und 5 Prozent bei großen gewerblichen Anlagen fallen auf die Kategorien Marketing und Vertrieb, Genehmigung, Inspektion und Netzanschluss; Installation sowie Aufwand einer Finanzierung durch Dritte.

In der nächsten Woche wird Milk the Sun hier weitere Informationen rund um die Photovoltaik in den USA veröffentlichen.

Quelle: Solarserver.de

Energiewende mal anders: Kabarettist Rolf Miller im Interview

Rolf Miller ist Kabarettist und Gewinner des deutschen Kabarettpreises 2011 in Nürnberg. In odenwäldischer Mundart behandelt er in seinen Auftritten gesellschaftlich relevante Themen. Auf seiner Homepage wird er beworben mit den Worten: „Er weicht aus. Er verschweigt. Er sagt nichts. Und das einzigartig.“ Für uns sagt er dennoch etwas – zum Thema Energiewende.

Milk the Sun: Herr Miller, sie sind aktuell auf Tournee mit ihrem Programm Tatsachen. Ihre Kunstfigur beschrieben Sie als eher unpolitisch. Sind die Politik und die „Tatsachen“ rund um die Energiewende dennoch interessant für Sie?

Miller: Nachdem laut Jonathan Messe Politik Teil der Kunst ist, ist auch das äh…Ding.

Photovoltaik Kabarett

Fotograf: Christian Bordes

Milk the Sun: In einem Interview mit Good News Stuttgart gaben sie an, dass sich Ihre Satire gegen den Wähler richte, nicht gegen die Gewählten. Auch Sie sind Wähler und als Stromkunde von den steigenden Preisen betroffen. Wie unterscheiden sich die Meinungen des Rolf Miller und seiner Kunstfigur dazu?

Miller: Die Figur weiß Bescheid, sie ist für Atom. Miller nicht. Ich kenne nicht mal meinen aktuellen Anbieter. Ich vermute: Telekom. bin aber, nachdem ein Atom-Endlager keins ist, für Erneuerbares.

Milk the Sun: Was hat Ihre Kunstfigur eigentlich mit Kernenergie am Hut?

Miller:Sie kennt nichts anderes. Ich erinnere an den Film: Mein Freund das Atom. Das hat die Kunstfigur in der sogenannten „BRD“, ich glaube im schwarzen Kanal, genannt Realschule Walldürn, vorgeführt bekommen.

Milk the Sun: Und mit Solarenergie?

Miller: Machen.

Milk the Sun: Verspüren Sie als Kabarettist mit künstlerischem Anspruch auch die Pflicht, Ihre persönliche Meinung zu politischen Themen an das Publikum zu transportieren?

Miller: Das tue ich, da man rückschließen kann aus dem Halbsatz, den ich weglasse.

Milk the Sun: Was wünscht sich Rolf Miller für den Weitergang der Energiewende?

Miller: Die Rettung der Welt. Formel 1 mit wiederaufladbaren elektrischen Rollstühlen. Ich bin gegen Verschwendung, gegen Formel 1 und Boxen, aber für Sport. Mehr Energie für Regeneration!

 

Milk the Sun bedankt sich für das Gespräch und wünscht Rolf Miller viel Spaß bei der aktuellen Tour.

Miller: Das wünsch ich mir auch. Und allen, die Ihre Zeitung lesen und mich über Tui buchen!

 

Photovoltaik in: Deutschland

Land: DeutschlandPhotovoltaik Solaranlage Stromverbrauch
Fläche: 357.121 km²
Einwohner: 81,9 Mio.
Landessprache: Deutsch
Staatsform: parlamentarische Demokratie

Stromverbrauch: 615.250 GWh
Stromexporte:  16 GWh
Anteil Strom aus Erneuerbaren: 20,3%
Anteil Photovoltaik: 4,5%
Installierte Photovoltaikleistung: 30.631 MWp
Sonneneinstrahlung: 900 kWh/m² – 1.200 kWh/m²

Photovoltaik in Deutschland

Die Photovoltaik in Deutschland hat in diesem Jahrhundert bisher einen ungesehenen Siegeszug hingelegt. Etwa 19.340 GWh wurden im Jahr 2011 durch Photovoltaik-Anlagen produziert. In keinem anderen Land der Welt stehen Solaranlagen die mehr Leistung erzeugen könnten (auch wenn die USA Deutschland im Laufe des nächsten Jahres wohl überholen wird).

1990 belief sich der Gesamtanteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch noch auf 3,1 Prozent. Seitdem nehmen die Erneuerbaren Jahr für Jahr (Ausnahme 1996) einen höheren Anteil ein – 2011 wurden die 20 Prozent überschritten (20,3). Der Anteil der Photovoltaik an der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien betrug knapp unter 15,7 Prozent. Zum  Vergleich: 1990 waren es noch 0,003 Prozent, 2000 erreichte die Photovoltaik 0,16 Prozent.

Die installierte Leistung der Photovoltaik in Deutschland stieg von 0,6 MWp 1990 über 76 MWp 2000 auf 25.039 MWp 2011. Mit den aktuellen Zahlen für das Jahr 2012 erreicht die Photovoltaik in Deutschland damit bereits eine installierte Leistung von über 30 GWp.

Der Siegeszug der Photovoltaik in Deutschland ist auch eng verknüpft an das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). In vielen Ländern ist es Vorbild dafür, wie Regierungen den Ausbau Erneuerbarer Energien ankurbeln können.

Stromeinspeisungsgesetz 1991

Der Vorgänger des EEG wurde am 7. Dezember 1990 in Deutschland beschlossen. In Kraft trat es ab dem 1. Januar 1991. Das „Gesetz über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz (Stromeinspeisungsgesetz)“  verpflichtete die Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) erstmalig, Strom aus Erneuerbaren Energien abzunehmen und zu vergüten.

Die Vergütung wurde prozentual auf die Durchschnittserlöse von zwei Jahren zuvor berechnet. Für Strom aus Sonne und Wind wurde ein Wert von 90 Prozent festgelegt. 1998 waren das umgerechnet 0,08 €/kWh.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die Photovoltaik

2000: Am 1. April des Jahres 2000 nahm das neue EEG den Platz des Stromeinspeisungsgesetzes ein. Neben einer Differenzierung für die verschiedenen Stromquellen beinhaltete es eine teilweise Absenkung der Vergütungen. Das EEG 2000 förderte Solaranlagen mit mindestens 0,506 €/kWh. Dabei sah es jedoch vor, nur Anlagen bis zu einer Gesamtgrenze von 350 MWp zu fördern.

2002: In diesem Jahr fand eine Anpassung der Vergütungssätze des EEG statt. Für die Photovoltaik wurde die Vergütung um 5 Prozent gesenkt, sodass die Förderung bei minimal 0,481 €/kWh lag.

2003: Da bereits 2003 der Zubau von PV mit einer Leistung 350 MWp erreicht worden war, wurde das sogenannte PV-Vorschaltgesetz eingeführt. Es garantierte weiterhin Vergütungen für Solaranlagen, die bei mindestens 0,457 €/kWh lagen.

2004: Eine novellierte Fassung des EEG trat am 1. August 2004 in Kraft. Änderungen waren vor allem angepasste Förderungssätze. Die minimale Förderung für Strom aus Photovoltaik betrug 0,457 €/kWh.

2009: Die nächste größere Änderung des EEG trat am 1. Januar 2009 in Kraft. Es wurde konzipiert, um den Anteil Erneuerbarer Energien bis zum Jahre 2020 auf 35 Prozent zu erhöhen. Photovoltaik-Anlagen-Betreiber wurden verpflichtet, den Standort und die Größe ihrer Anlage bei der Bundesnetzagentur zu melden.

Der Photovoltaik wurde eine gleitende Degression der Vergütungssätze auferlegt. Bei höherem Zubau wurde die garantierte Vergütung im Folgejahr schneller abgesenkt. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht seitdem regelmäßig den neu geltenden Degressionssatz.

2012: Die im Juni 2011 beschlossene Novelle des EEG für das Jahr 2012 veränderte vor allem die Vergütungssätze der Einspeisetarife. Am 1. Januar 2012 trat die Novelle in Kraft, die auch starke Kürzungen für Solaranlagen vorsah.

Rückwirkend zum 1. April 2012 wurde im Juni die sogenannte Photovoltaik-Novelle erlassen. So werden seitdem Anlagen von maximal 10 MW gefördert, die Vergütungsklassen selbst wurden verändert. Zudem findet seitdem eine monatliche Degression statt. Die genauen Änderungen können folgender Tabelle entnommen werden:

Die Degression ab  Februar wird abhängig von den Vormonaten bis spätestens Ende Januar von der Bundesnetzagentur bekannt gegeben.

Grip Parity

Deutschland ist eines von drei europäischen Ländern, das in diesem Jahr die Netzparität erreicht, gemeinsam mit Italien und Spanien.

Ausblick

Der Zubau der Photovoltaik in Deutschland hat enorm abgenommen – und ist dennoch weiterhin enorm, verglichen mit anderen europäischen Staaten. Die Photovoltaik genießt in Deutschland in der Bevölkerung einen exzellenten Ruf, weshalb weitere Zubau-Maßnahmen sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Sektor gerade auf Dachflächen  realistisch sind. Große Freiflächen-Solarparks wird es wohl aufgrund der fehlenden EEG-Unterstützung für Anlagen über 10 MWp nur noch selten geben. Ein Gesamtausbau zwischen 6-7 GW im Jahr 2013 erscheint realistisch.

Quellen: Bundesumweltministerium (2,3), Sonne-24.de, udo-leuschner.de, IWR.de, Bundesnetzagentur, Photovoltaik-Web.de, Photovoltaik.eu

Milk the Sun nun Fördermitglied von „GEO schützt den Regenwald“

PV-Markplatz nun Teil von GEO Regenwald-AktionMilk the Sun, der Marktplatz für Photovoltaik-Projektrechte und Solaranlagen, ist nun offizielles Fördermitglied der Initiative „GEO schützt den Regenwald e.V.“. Der 1989 von Mitarbeitern des bekannten GEO-Magazins gegründete gemeinnützige Verein hat seither etwa 90 Waldschutz- und Entwicklungsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika initiiert, finanziert und begleitet. Die Projekte des Vereins sind darauf ausgerichtet, gemeinsam mit den Einwohnern der jeweiligen Regionen einen Weg zu finden, nachhaltige Entwicklung mit dem Schutz der Wälder und dem ihrer Ressourcen zu kombinieren.

Die Regenwälder dieser Erde sind Lebensraum für tausende seltene Tier- und Pflanzenarten und die grüne Lunge unseres Planeten. Milk the Sun freut sich, neben der Nachhaltigkeit für Solaranlagen auch am Schutz dieser einzigartigen Wälder teilhaben zu dürfen.

Über 610 Megawatt Zubau an Photovoltaik im Oktober

Solaranlage Oktober Megawatt

iStockphoto.com©Simon-Owler

Die Bundesnetzagentur hat Zahlen für den Zubau von Photovoltaik-Anlagen im Oktober veröffentlich. In Deutschland wurden in diesem Monat demnach Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 610 Megawatt (MW) installiert.

Die genaue Summe der installierten Leistung beträgt 611,856 MWp, verteilt auf 19.150 Photovoltaik-Anlagen. Wenig überraschend befinden sich nur vier Anlagen darunter, die mehr als zehn MWp Leistung erreichen. Denn seit dem 1. Oktober werden Anlagen mit einer Leistung von über 10 MWp nach dem EEG nicht mehr gefördert. Die sechs größten Anlagen des Monats stehen allesamt in Neuhardenberg in Brandenburg.

Die in diesem Jahr bisher neu hinzugekommene Leistung beläuft sich damit auf insgesamt mehr als 6.838 MWp. Zuwachsstärkster Monat war der Juni mit über 1.790 MWp Nennleistung.

Die aktuellen Einspeisevergütungen nach dem EEG erstrecken sich von 0,1208 €/ kWh für Anlagen zwischen ein und zehn MWp bis hin zu 0,1745 €/ kWh für Solaranlagen bis zehn kWp. Für Januar ist eine weitere Senkung um 2,5 Prozent geplant. Bis Ende Januar hat die Bundesnetzagentur Zeit, die Degression für die Folgemonate bis April 2013 zu veröffentlichen.

Quelle: Bundesnetzagentur; Photovoltaik.eu

Zukunftsmärkte können der Solarindustrie neue Stabilität bringen

Studie neue Anlagen PV

Die Photovoltaik erobert neue Märkte - iStockphoto.com©Milacroft.jpg

Der Fachinformationsverlag IHS (Information Handling Services)  hat einen neuen Bericht veröffentlicht, der der Solarindustrie Stabilität durch neue Märkte vorhersagt. Demnach könnten im Jahr 2017 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung bis zu zwölf Gigawatt (GW) entstehen. 2012 waren es nur 1,6 GW. Die Studie, die das Potential für Solaranlagen in 40 Ländern weltweit auswertet, geht von einem Zubau von Photovoltaik (PV) mit einem Gesamtleistungsvermögen von bis zu 30 GW in den nächsten vier Jahren aus. Dieser Aufschwung könnte der angeschlagenen Branche auch in den zentralen Märkten Europas weiterhelfen.

Bis zu 12,2 GW Wachstum 2017

Die IHS Solar Emerging Markets Study (IHS-Studie über Zukunftsmärkte der Solarbranche) ist die erste Studie, die eine ausführliche Analyse über das Wachstumspotential der Märkte der asiatisch-pazifischen Länder, des mittleren Ostens, Afrikas und der aufstrebenden Länder Europas offeriert. Laut Studie bieten viele dieser aufstrebenden Märkte trotz großer Risiken auch exzellente Wachstumschancen. Die beiden in der Studie veröffentlichten Szenarien gehen von einem Wachstum von etwa 2,1 GW bis 3,5 GW im Jahr 2013 und einem Wachstum von 2,9 GW bis zu 12,2 GW im Jahr 2017 aus.

Die ansprechendsten Märkte laut der Studie sind Südafrika, Thailand, Chile, Rumänien und Brasilien. Ermittelt wurden sie durch eine Vielzahl an Kriterien, darunter makroökonomische Faktoren, Projekt-Profitabilität, aktuelle politische Maßnahmen und Projektpipelines. Trotz angedeuteter Risiken schneiden auch die Länder Argentinien, Mexiko, Ecuador und die Türkei gut ab.

Trend: Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen senken

Trotz der Unterschiede des Marktes jeder einzelner Länder lassen sich folgende regionale Eigenschaften feststellen:

– In Afrika und dem mittleren Osten verhinderten niedrig, stark subventionierte Strompreise bisher den Aufschwung der Erneuerbaren Energien, doch die prognostizierte Steigerung des Strombedarfs von rund 26 Prozent sowie die massive Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen werden den Trend umkehren.

– In den Zukunftsmärkten Europas werden die Erneuerbaren Energien von den niedrigen Strompreisen der Einzelhändler und ihrer Abhängigkeit von Kohle- und Nuklearenergie getrieben. Davon profitiert auch die Sonnenenergie. Die Türkei sieht in der PV zudem eine Möglichkeit, den enorm steigenden Strombedarf zu decken.

– Der steigende Strombedarf ist auch einer der Faktoren für ein gesteigertes Interesse in Erneuerbare in Asien. Die stetig steigenden Kosten der fossilen Energien haben dort den Wert der Erneuerbaren erhöht. Mittelfristig wird für die Photovoltaik vor allem Indien aufgrund hoher industrieller Strompreise und häufiger Engpässe im Mittelpunkt stehen.

– Die enorme Abhängigkeit von Öl und die damit verbundenen hohen kommerziellen und industriellen Strompreise verbunden mit einer erwarteten Steigerung des Strombedarfst um 26 Prozent haben die Aktivität der solaren Entwicklung in Lateinamerika angefacht.

Die Studie zog eine große Anzahl an geplanter, bestätigter und im Bau befindlicher PV-Anlagen in ihre Analyse mit ein. Anlagen mit einer Leistung von fast 20 GW wurden erfasst, wovon allein 14 GW auf Anlagen verteilt sind, die noch in der Vorbereitung stehen. Sie unterstreichen die Hoffnung auf ein potentiell starkes Wachstum des Marktes. Die größten Märkte mit bereits im Bau befindlichen Anlagen befinden sich mit über 3 GW  Leistung in Chile, gefolgt von Rumänien, Südafrika, Serbien und Israel.

Quelle: Solarplaza

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