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Kaco setzt Spatenstich für 400 MW Photovoltaik-Projekt in San Antonio

In einer Pressemitteilung teilte Kaco New Energy am vergangenen Freitag mit, dass mit dem Bau eines 400 MW großen Solarparkes in San Antonio, Texas begonnen wurde. Der Neckarsulmer Wechselrichter-Hersteller setzte gemeinsam mit seinen amerikanischen Konsortialpartnern, darunter OCI Solar Power, den Spatentisch für Alamo I, den ersten, 41 MW großen Teilabschnitt des Großkraftwerks. Laut Kaco ist es das größte Photovoltaik-Projekt in Texas. Noch bis Ende des Jahres soll Alamo I bereits am Netz sein.

Repräsentierten KACO new energy beim feierlichen Spatenstich von Alamo I am 5. März in San Antonio (v.l.n.r.): Dorko Eliaszewskyj (CEO, KACO new energy USA), Vince Lucia (Direktor Vertrieb, KACO new energy USA), Randy Jamieson (Werkleiter San Antonio, KACO new energy USA).

Die Grundfläche des ersten Bauabschnitts misst etwa 2,4 mal 1 km. „Durchaus beeindruckend, wenn man bedenkt, dass dieses Areal nur die ersten 10 Prozent des gesamten Projektumfangs darstellt. Wir sind hoch erfreut und stolz, an diesem einzigartigen PV-Projekt maßgeblich mitarbeiten zu können“, fasste Dorko Eliaszewskyj, CEO von KACO new energy USA, seine Eindrücke zusammen.

Tony Dorazio, CEO von OCI Solar Power, zeigte sich erfreut über den Start des Baus: „Der Beginn war ein Erfolg und OCI Solar Power wird alles dafür tun, dass wir dies auch über den Abschluss sagen können. Jetzt, mit Alamo I, säen wir die Saat, die hoffentlich im ganzen Land aufgehen wird als Solarzeitalter der USA. Das San Antonio-Projekt sehen wir als Blaupause für erfolgreiche Public-Private-Partnerships im Bereich der erneuerbaren Energien.” Die CPS Energy aus San Antonio, Amerikas größter kommunaler Energieversorger, schloss mit den Konsortialpartnern des Projekts einen Strombezugsvertrag über 25 Jahre. Nach Fertigstellung des Gesamtprojekts (geplant bis 2016) will der Energieversorger damit 700.000 Haushalte mit sauberer Energie aus den Photovoltaik-Anlagen versorgen.

Auch der Bürgermeister von San Antonio, Julian Castro, ist begeistert von dem Großprojekt: „San Antonio nimmt zunehmend eine Vorreiterrolle in der ‘New Energy Economy‘ ein. Diese Phase des Projektes steht am Anfang zahlreicher Meilensteine, die gute Arbeitsplätze, wirtschaftliche Weiterentwicklung und nachhaltige Energieversorgung für unsere Gemeinde bedeuten.“

Quelle: Kaco New Energy

Starker Photovoltaik-Zubau gefährdet Stellung der Energieversorger

Der massive Zubau von Photovoltaik-Anlagen beeinflusst die Stellung der Energieversorger auf dem Strommarkt. Bereits knapp fünf Prozent deckt die Photovoltaik in Ländern wie Deutschland und Italien, Prognosen rechnen mit einem Anteil von acht bis zehn Prozent bis 2020. Das zwingt Versorger, ihre Strategien zu überarbeiten und Netz-Investitionen zu überdenken.

iStockphoto.com©Simon-Owler

In Europa stehen Schätzungen zufolge derzeit etwa 2,5 Millionen Solaranlagen. Der Gesamtanteil der Photovoltaik am weltweiten Energiebedarf wird zudem durch rund 35 GW PV-Kapazität, die in diesem Jahr installiert werden soll, erhöht. Ein Weltrekord wurde am 26. Mai vergangenen Jahres in Deutschland aufgestellt: Photovoltaik-Anlagen produzierten 22 Gigawatt Solarenergie, was fast der Hälfte des Spitzenwerts des Strombedarfs des Tages entsprach.

Über 30 Prozent der weltweiten Photovoltaik-Kapazität ist in Deutschland installiert. 2012 wurde mit einem Zubau von 7,6 GW selbst der Rekord von 2011 (7,5 GW) noch überboten. 32,4 GW installierte Photovoltaik-Kapazität produzieren jährlich 28,5 Terrawattstunden Sonnenstrom, womit acht Millionen Haushalte versorgt werden können. Das entspricht 4,8 Prozent des gesamten deutschen Strombedarfs. Laut der Roadmap des BSW Solar könnte dieser Anteil auf zehn Prozent bis 2020 wachsen. In Italien decken die 500.000 installierten Anlagen bereits zehn Prozent des Spitzen-Strombedarfs.

Solarplaza veranstaltet am 24. April im Kempinsky Hotel – Gravenbruch in Frankfurt eine Konferenz, die sich mit den Fragen befasst, wie Unternehmen und Länder den Strom aus Millionen Photovoltaik-Anlagen erfolgreich handhaben können und wie die Energieversorgungs-Branche sich zusammentun und Solarstrom gemeinsam vermarkten kann. „Versorger dachten lange Zeit, die Solarenergie würde nur eine Randerscheinung bleiben. Sie wächst und wächst aber und wird zur ernsthaften Gefahr für die Versorger-Unternehmen. Wir wollen beide Seiten zusammenbringen und ihnen Solarenergie als Möglichkeit vorstellen“, so Edwin Koot, CEO von Solarplaza.

Quellen: Solarplaza, www.solar2.eu

200 neue Photovoltaik-Anlagen für Berliner Dachflächen

Ein Vertrag zwischen der Hamburger Averdung Ingenieursgesellschaft mbH und der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) soll den Bau von 200 neuen Solaranlagen auf Berliner Dächern ermöglichen. Anhand detaillierter Standortanalysen prüft Averdung demnach Dachflächen aus dem Bestand der BIM auf Eignung zur Errichtung neuer Photovoltaik-Anlagen. Taugliche Dachflächen sollen anschließend Investoren und Generalunternehmern zur Verfügung gestellt werden.

Geschäftsführer Sebastian Averdung dazu: „Wir freuen uns über diese Entscheidung der BIM. Dadurch bieten sich Errichtern und Investoren unter global schwierigen Marktbedingungen im Bereich Photovoltaik herausragende Chancen, attraktive Projekte zu realisieren und gleichzeitig dem Land Berlin zu helfen, seine Klimaschutzziele zu erreichen.

Schulen, Polizei- und Feuerwachen gehören zu den rund 1.600 landeseigenen Gebäuden, die die BM bewirtschaftet. Zu den bereits bestehenden 58 Solaranlagen kommen 23 weitere geplante Installationen, die in den kommenden Monaten errichtet werden sollen. „Durch die Zusammenarbeit mit Averdung nähern wir uns unseren Klimaschutzzielen mit großen Schritten. Wenn geeignete Flächen gefunden sind, freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit externen Investoren und Unternehmen. Nur durch derartige Kooperationen können wir den Klimaschutz des Landes Berlin weiter vorantreiben“, äußert sich Sven Lemiss, Geschäftsführer der BIM.

Die BIM möchte im Rahmen der Klimaschutzziele des Landes Berlin die CO2-Emissionen ihres Gebäudestandes um 21 Prozent gegenüber 2007 verringern. Die BIM hat sich unter anderem zur Einführung eines Umweltmanagementsystems verpflichtet.

Quelle: Averdung Ingenieursgesellschaft mbH

Milk the Sun: Photovoltaik-Projekt-Highlights KW 09

Mit dem Start der französischen Sprachversion unseres Online-Marktplatzes unter www.milkthesun.fr präsentieren wir unsere neuesten Projekt-Highlights, diese Woche mit besonderem Fokus auf den französischen Markt.

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Frankreich
369,00 kWp laufende Photovoltaik-Anlage in Frankreich
100,00 kWp Turnkey-PV-Projekt in Languedoc-Roussillon, Frankreich
90,00 kWp Turnkey-PV-Projekt in Languedoc-Roussillon, Frankreich
75,00 kWp Turnkey-PV-Projekt in Languedoc-Roussillon, Frankreich
70,00 kWp Turnkey-PV-Projekt in Languedoc-Roussillon, Frankreich
33,00 kWp Turnkey-PV-Projekt in Languedoc-Roussillon, Frankreich

Deutschland
2.9 MWp laufende Photovoltaik-Anlage in Brandenburg
1.3 MWp laufende Photovoltaik-Anlage in Sachsen-Anhalt
316,00 kWp Turnkey-PV-Projekt in Bayern

1.000,00 m² Dachfläche für PV in Berlin

weitere Highlights
2 MWp Turnkey-PV-Projekt in Georgia, USA
1 MWp PV-Projektrechte in Polen

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Sie wollen Ihre Frei- oder Dachfläche verpachten? Sie haben Projektrechte oder laufende Anlagen, die Sie verkaufen möchten?

Auf www.milkthesun.com haben alle Anlagen-, Dach- und Freiflächenbesitzer sowie Projektrechteinhaber die Möglichkeit, Ihre Projekte kostenlos und unverbindlich einer Vielzahl von Investoren aus dem In- und Ausland zu präsentieren.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und verbleiben mit freundlichen Grüßen Ihr Milk the Sun Team

„Alptraum einer niedergeknüppelten Industrie“ – Interview mit Markus Steinkötter

Seit über zehn Jahren plant, realisiert und auditiert das unabhängige Ingenieurbüro Sunnyside upP GmbH Solarmodul-Produktionslinien. Das Kölner Unternehmen bietet unter anderem Machbarkeitsstudien, Projektentwicklung und Mitarbeiter-Schulungen an. Sunnyside upP ist zudem Teil des Netzwerkes PV Experts. Im Gespräch mit Milk the Sun erläutert Sunnyside upP-CEO Markus Steinkötter die Vorteile seines Unternehmens und nimmt Stellung zu aktuellen Themen der Erneuerbaren Energien und Photovoltaik.

Markus Steinkötter: "Dem Alptraum einer niedergeknüppelten Industrie, sollte man den Traum eines wirklichen ernst gemeinten Umbaus unserer Stromwirtschaft entgegen setzen."

Milk the Sun: Sehr geehrter Herr Steinkötter, seit über zehn Jahren ist gibt es Sunnyside upP mittlerweile. Wofür genau steht Ihr Unternehmen, was bietet es?

Steinkötter: Wir haben uns etwas Bildhaft immer als die „Sherpa“ der Solarindustrie verstanden. Wir kennen die Wege zum Gipfel, haben Erfahrung am Berg und können auf aktuelle Ereignisse rechtzeitig reagieren. Wir stehen in der Verantwortung für unsere Kunden und Tragen die Lasten. Laufen müssen unsere Kunden natürlich selbst, aber sie sind in guten Händen und können sich uns anvertrauen. Heute ist dies in unseren Projekten in jungen Märkten in der Mena Region und Südamerika besonders gefragt.

In den europäischen Märkten wird unsere Expertise zur PV Park Qualität zunehmend angefordert. Wir wissen wie die Module hergestellt werden, kennen die Schwachstellen und verantwortlichen Ursachen und können so Ergebnisse besser bewerten und interpretieren. Man könnte dies mit einem Qualitätswächter in der Produktion und im PV-Feld veranschaulichen.

Milk the Sun: Sunnyside upP ist Teil des Netzwerkes von PV Experts. Warum? Welche Vorteile bringt PV Experts?

Steinkötter: Die Gründung der PVExperts war seinerzeit die Folge unserer guten Zusammenarbeit in verschiedenen Projekten. Nachträglich haben wir dem Kind einen Namen gegeben. Unsere Kunden bekamen so ein klares Bild von einem gelebten Kompetenznetzwerk. Jedes Mitgliedsunternehmen hat schon in seinem Fachgebiet mehrere hundert Megawatt Produktionsanlagen aufgebaut, bzw. über 100 Mio. € Finanzmittel verantwortet. Hier sind neben den „alten Hasen“  auch Spezialisten am Werk, die unabhängig „Best Practice“ Lösungen entwickeln können. Wir als Modulfachleute können so zum Beispiel auf Experten aus der Finanzierungs- und Versicherungssparte wie Exxergy zurück greifen, die Experten auf Ihrem Gebiet sind. Umgekehrt werden wir hinzugezogen wenn es einen technischen Klärungsbedarf gibt.

Milk the Sun: Die deutsche Solarbranche durchläuft derzeit eine schwere Zeit, Produktionsstätten werden zunehmend in andere Länder versetzt oder eingestellt. Welche Zukunft sehen Sie für die PV-Industrie in Deutschland?

Steinkötter: Ich könnte hier mit der Überschrift von Martin Luther King starten: „I have a dream!“

Natürlich ist es ein Trauerspiel was zurzeit in Deutschland und weiten Teilen Europas passiert. Einen Teil der Betriebe haben wir selber mit aufgebaut. Dies sind ja irgendwie auch unsere Babies. Wer will seine Kinder schon sterben sehen. Dem Alptraum einer niedergeknüppelten Industrie, sollte man den Traum eines wirklichen ernst gemeinten Umbaus unserer Stromwirtschaft entgegen setzen.

Realistisch betrachtet komme ich aber zu ganz einfachen Schlüssen. Klassische Energiewirtschaft war bisher immer die Lizenz zum Geld drucken. Schaut man sich die Betriebsergebnisse der großen 4 Energieversorger an, dann fragt man sich welchen finanziellen Beitrag die bisher zur Energiewende geleistet haben. Alleine RWE und Eon machen gemeinsam über 20 Mrd. € Gewinn in 2012. Zudem ist deren Kraftwerkspark total überaltert. Hier kommen neben den heiß diskutierten Netzausbau noch weitere Kosten für neue Kohlekraftwerke auf den Stromkunden zu. Wenn wir nicht aufpassen, werden die Kosten ebenfalls den Regenerativen angelastet. Die Rohstoffe wie Kohle, Gas und Öl werden auch mittel und langfristig teurer werden. Bei einer ehrlichen Kostenbetrachtung ist Photovoltaik heute schon mit die günstigste Energiequelle. Technologisch lässt sich der weitere Ausbau nicht mehr aufhalten. Vielmehr sind wir mitten im Verteilungskampf der Zukunft. Da wird auch mit unfairen Mitteln gekämpft. Von da her werden wir nicht mehr wie noch vor 2-3 Jahren von der Energiewirtschaft einfach ignoriert sondern aufs heftigste bekämpft. Fazit: Weitere PV Anlagen zu installieren bedeutet noch schnellere Abschaltung von AKWs und Kohlekraftwerken. Die PV Branche wird gerade durch den heftigen Gegenwind geadelt. Wie viel Angst hat man vor der PV, um so einen Shitstorm loszulassen?! Wir spielen nun in der Champions League, da wird auch mal heftig gefoult.

Der Markt wird politisch gewollt oder verhindert. Die Bevölkerung will den weiteren Ausbau in Deutschland. Wir haben hervorragende Ingenieure, Wissenschaftler, Installateure und Fachleute mit Ideen und vor allem Erfahrungen. Woran es zurzeit mangelt ist eine Perspektive zu eröffnen, dass es Deutschland mit der Energiewende ernst meint. Dann kommen auch wieder Investoren, die langfristig investieren und nicht mit jeden neuen Quartalszahlen in Selbstzweifel verfallen. In Deutschland sind die weltweit besten Bedingungen um Forschungsergebnisse in Referenzproduktionen und Pilotlinien von 10 – 50 MWp zu überführen. Da sehe ich ein großes Potenzial für neue Produktionen und industrielle Arbeitsplätze. Im Übrigen ist die Fertigung von Modulen in Deutschland unterm Strich auch nicht teurer als irgendwo in Asien.

Schwere Zeiten für PV? "Wir spielen nun in der Champions League, da wird auch mal heftig gefoult." iStockphoto.com©narvikk

Milk the Sun: Ihr Unternehmen ist international tätig, trägt zur Überführung von PV-Technologie in die Produktion bei. Wo ist derzeit die größte Bewegung im Bereich Produktion von Photovoltaik?

Steinkötter: Auch hier könnte man viel von der Bewegung nach Asien und Indien sprechen. Also die Bewegung von gebrauchtem Equipment von A nach B. Da passiert aber außer „größer und billiger“ nicht sonderlich viel. Technologisch also eher langweilig.

Nordafrika bzw. der arabische Raum ist für uns sehr viel interessanter. Vielleicht noch Südosteuropa. Da trifft Sonne auf Strombedarf. Hier werden neue Modultechniken entwickelt werden müssen, die den lokalen Gegebenheiten angepasst sind und von weniger gut ausgebildetem Personal zu bedienen sind. Neben dem „Upgrading“ in Technologie und Wirkungsgraden ist auch ein „Downgrading“ für Operation and Maintenance gefordert. Zudem wird das Gesamtsystem immer entscheidender. Wie bekomme ich meinen Strom zu welcher Zeit mit welchen Kosten hergestellt. Hybridsysteme stehen dabei im Vordergrund.

Auf die Produktion bezogen, schauen unsere Kunden natürlich hauptsächlich auf weitere Kostensenkungspotentiale. Wir würden es begrüßen, wenn dabei auch mal wieder jemand den Mut hat nach vorne zu blicken und die bekannte Technologie weiter zu entwickeln. Im Prinzip bauen wir immer noch Module wie vor 30, 40 Jahren. Wir würden hier gerne mehr Innovation in der Umsetzung sehen und haben ja auch eigene spannende Konzepte wie High Speed Stringer oder BC Verschaltungen entwickelt.

Milk the Sun: Bis zu eine Billion Euro soll die Energiewende angeblich kosten, so Bundesumweltminister Peter Altmaier in einem Interview mit der FAZ. Die aktuelle Diskussion verfolgen Sie sicherlich auch. Wie denken Sie über Altmaiers Aussage und die Situation rund um das EEG und EEG-Umlage?

Steinkötter: Altmaier hat leider trotz seiner monatelangen Infotour den Überblick verloren. Herr Röttgen hat sein Haus nicht bestellt und es an Herrn Altmaier in desolatem Zustand übergeben. Frei nach dem Motto: „Wenn schon kein Konzept auf dem Tisch liegt, kann man ja irgendwelche Zahlen in den Raum werfen“ legt jetzt Altmaier nach. Die CDU bekommt nach den Misserfolgen in den letzten Landtagswahlen kalte Füße und will beim Thema Energiewende einen schwarzen Peter ausfindig machen. Insofern alles Wahlkampfgetöse. Ich hatte Herrn Altmaier mehr zugetraut.

Was kostet uns ein Fukushima in Deutschland? Was kostet uns die globale Erwärmung? Was kostet uns die Endlagerung vom Atommüll? Was die militärischen Einsätze ums billige ÖL oder Gas? Selbst wenn die Zahl stimmen sollte, steht sie in keinem Kontext zu möglichen Alternativen. Ein Punkt im Raum bildet nun mal keine Linie. Ich denke da bereitet jemand schon mal seinen Lobby-Job irgendwo in der Energiewirtschaft für die Zeit nach der Wahl vor.

Stellen Sie sich doch mal folgendes Szenario vor:

Weiterer Ausbau der Photovoltaik zu Kosten von unter 1€/Wp installiert. Module die nicht 20, sondern 30 bis 40 Jahre halten. Reduktion von CO2 Ausstoß wegen heruntergefahrener, konventioneller  Kraftwerke. Arbeitsplätze in der Region bei Monteuren und Wartungspersonal, Einnahmen in der Region bei Anlagenbetreibern, Investoren, Stadtwerken. Bürgerkraftwerke, Nachbarschaftsanlagen, Batteriebänke und vor allen Dingen Strom einsparen, wenn er knapp ist und verbrauchen wenn er da ist.

Im Sommer bekommen sie zukünftig den Strom fast umsonst. Stellen sie sich doch mal dieses Innovations- und Investitionsprogramm vor, wenn 1000 Ideen zur Nutzung von Stromüberschüssen im ganzen Land entstehen. Dies wird möglich ohne jedes Förderprogramm von Regierungen und Ländern. So ist es doch mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen genauso. Es gibt da viele Wege zur Konservierung, Lagerung und Speicherung. Ein bisschen Mut zur politischen Gestaltung unserer Zukunft würde auch Berlin wieder gut tun. Also sich nicht beirren lassen, Atomkraftwerke sofort abschalten, weiter Sonne und Wind lokal aufbauen und wie wir in Köln hier sagen:

„Net schwaade, laade“!

Milk the Sun: Und warum heißt Ihr Unternehmen eigentlich wie die englische Bezeichnung für Spiegelei?

Steinkötter: Als „sunny side up“ charakterisiert man auch den Prozessschritt in der Fertigung von Solarzellen oder Modulen, in dem die aktive Seite der Zelle nach oben prozessiert wird. Am Ende zeigt die „sunny side“ der Module immer zur Sonne also auch nach oben.

In der Mythologie bildet das Ei die perfekte göttliche Form. Das Spiegelei zeigt den Ursprung, sozusagen „das Gelbe vom Ei“ oder die gelbe Sonnenscheibe am weißen Himmel. Sie merken schon, hier bedarf es dann einem Kölsch, um dies genauer zu erläutern. Am besten noch mit einem Ei in der Pfanne dazu, eben „sunny side up“.

Wir bedanken uns bei Herrn Steinkötter für das Interview.

Großkraftwerke: China überholt Deutschland

Die installierte Kapazität von Photovoltaik-Großanlagen hat sich innerhalb eines Jahres was verdoppelt. Einen Zuwachs von fast  sechs GW installierter Leistung aus Anlagen von mindestens 10 MWp (Utility Scale) konnten die Industrie-Experten von Wiki-Solar in den letzten 12 Monaten verzeichnen.

Zwei GW davon wurden allein in China installiert. Damit verdrängt das asiatische Land Deutschland von der Spitzenposition.

Quelle: Wiki-Solar.org

 

„Wir erwarten, dass auch die USA Deutschland noch in diesem Jahr überholen wird“, so Philip Wolfe. „Die USA haben eine beeindruckende Pipeline an im Bau befindlichen Projekten. Sobald diese Projekte fertig gestellt sind, wird die USA die Spitzenposition einnehmen.“ First Solar hat in dieser Woche bereits 100 MW seines 230 MW-Projekts Antelope Valley Solar Ranch angeschlossen.

Wolfe weiter: „Die Zuwachszahlen sind atemberaubend. Unsere Zahlen sind mit Veröffentlichung beinahe schon wieder veraltet. Allein im letzten Quartal wurden über 70 Utility Scale – Solaranlagen mit insgesamt mehr als 1,5 GW Leistung registriert.“

 

Quelle: wiki-solar.org

Photovoltaikanlagen nicht gefährlicher als gängige Elektroinstallationen

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und der TÜV Rheinland veranstalteten am 24. Januar im Freiburger Solar Info Center einen Brandschutz Workshop. Die Veranstaltung mit 120 Teilnehmern endete mit dem Fazit, dass Photovoltaik-Anlagen zwar anders als gängige Elektroinstallationen seien, aber keinesfalls gefährlicher. Von Herstellern über Forscher und Versicherer bis hin zur Feuerwehr gab es Einigkeit darin, dass der beste Brandschutz die Einhaltung bestehender Regeln durch qualifizierte Fachkräfte sei.

Solaranlagen sind nicht gefährlicher als andere Elektroinstallationen

Pflege und Wartung von Photovoltaik-Systemen sind auch zur Brandvorbeugung wichtigiStockphoto.com©Pedro Castellano

Photovoltaik-Anlagen lassen sich nicht ausschalten

Dr. Heribert Schmidt, Projektleiter am Fraunhofer ISE, dazu: „Jeder Brand ist ein Brand zu viel, doch wenn man die Statistik genau untersucht, dann verursachten 0,006 Prozent der Photovoltaik-Anlagen einen Brand mit größerem Schaden.“ In den letzten 20 Jahren wurden 120 Brände durch die rund 1,3 Millionen PV-Anlagen in Deutschland ausgelöst. 75 Fälle davon endeten mit größerem Schaden, 10 mit dem Abbrennen des gesamten Gebäudes.

Das Bundesumweltministerium fördert seit Februar 2011 ein Projekt zur Untersuchung des Brandrisikos von Photovoltaik-Anlagen, um die bestehenden Normen und Sicherheitskonzepte auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen. Dabei haben die PV-Anlagen eine entscheidende Besonderheit: Da sie Gleichstrom produzieren, lassen sie sich nicht einfach ausschalten. Sie produzieren Strom, wenn Licht auf sie fällt.

Lichtbögen als Bandursache

Häufiger Auslöser eines Brandes kann dabei ein Lichtbogen sein. Dieser kann zum Beispiel entstehen, wenn sich Steckverbindungen lösen, aber der Stromfluss nicht unterbrochen wird. Untersuchungen werden dementsprechend auf Möglichkeiten zur Verhinderung von Lichtbögen geführt. Auch an der Idee von Warnsystemen, die Alarm bei der Entstehung eines Lichtbogens geben, wird getüftelt.

In der Kernaussage, dass Photovoltaik-Anlagen kein höheres Brandrisiko bergen als andere technische Anlagen stimmten Versicherer, Techniker und Vertreter der Feuerwehr überein. PV-Anlagen lassen sich sicher aus ein bis fünf Meter Abstand löschen. Dass Häuser wegen Photovoltaik-Installationen nicht gelöscht wurden, ist schlichtweg eine Falsch-Behauptung.

Nicht an den falschen Ecken sparen

Um die elektrische Sicherheit zu gewährleisten, ist das Einhalten vorhandener Regeln dennoch wichtig. So können Brände durch unerfahrene Installateure vermieden werden. Auch das richtige Spezialwerkzeug darf Sparmaßnahmen nicht zum Opfer fallen.

Kontrollvorschriften sind auch Teil des Projektes, das bis 2014 läuft. Bisher können Installateure ihre Anlage selbst begutachten, eine Abnahme durch Dritte steht deshalb als Empfehlung zur Disposition. Zudem steht eine regelmäßige Prüfung auch privater Solaranlagen zur Diskussion, wie sie alle vier Jahre bei gewerblichen Anlagen verpflichtend ist.

Quelle: Fraunhofer.de

Photovoltaik-Anlagen: Hohe Zusatzkosten in den USA

Warum sind Photovoltaik-Anlagen in den USA teurer als in Deutschland? Dieser Frage ging eine Studie des Lawrence Berkley National  Labortory nach, die den US-Solarmarkt mit dem deutschen verglich. Während die Modulkosten in beiden Ländern ungefähr auf gleichem Niveau stehen, so befand die Studie, dass der Preisunterschied vor allem durch die enorm hohen Installations- und Zusatzkosten in den USA entstehe. Pro installiertem Watt fallen in Deutschland nämlich nur rund 1,20 Dollar an, während in den USA etwa 4,36 Dollar bezahlt werden müssen. Das ist mehr als das Dreifache.

Vergleich von Kosten für Solaranlagen in den USA und Deutschland

In den USA teurer als in Deutschland: Die Installation einer PV-Anlage. iStockphoto.com©Richard Schmidt-Zuper

Vermeidbare Kosten in den USA

Der Kostenunterschied ist dabei nicht ausschließlich auf die Marktfortschritte in Deutschland zurückzuführen. Laut LBNL sind an der Hälfte der Mehrkosten andere Faktoren schuld. So schlagen bei Solarunternehmen in Deutschland die Ausgaben für Marketing mit sieben Cent pro Watt zu buchen, 70 Cent sind es in den Vereinigten Staaten. Für Genehmigungen und Netzanschlüsse werden in Deutschland drei Cent pro Watt bezahlt, gegenüber 20 Cent in den USA.

Der LNBL-Studie zufolge seien umständliche Genehmigungsverfahren daran genauso verantwortlich wie erhobene Gebühren für Genehmigungen. Zudem trieben höhere Arbeitskosten, die höhere Umsatzsteuer und zusätzliche Verwaltungskosten in den USA die Preise nach oben.

Wechselrichter kosten in den USA mehr Geld als in Deutschland. Zusammengenommen ergibt sich damit aber immer noch eine Differenz des Preises von 1,30 Dollar pro Watt. Die Vermutung liegt nahe, dass amerikanische Solarfirmen aus Profitgründen höhere Preise verlangten als deutsche.

US-Energieministerium leitet Gegenmaßnahmen ein

Dass sich das US-Energieministerium der Probleme bewusst ist, zeigt unter anderem die SunShot-Initiative. Sie soll gegen Kosten vorgehen, die außerhalb der Hardware liegen. Während das Ministerium der Firma, die diese Kosten auf unter einen Dollar pro Watt gesenkt bekommt, zehn Millionen Dollar Preisgeld verspricht, stehen zwölf Millionen Dollar für den allgemeinen Bürokratieabbau bereit. Weitere 21 Millionen Dollar wurden im Dezember für die Entwicklung eines „Plug-and-Play“-Systems an Fördergeldern freigegeben.

Quelle: heise.de

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