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IHS: Photovoltaikzubau in Europa 2013 um sechs GW kleiner als im Vorjahr

Das Marktforschungsinstitut IHS schätzt, dass der PV-Zubau in Europa 2013 knappe sechs Gigawatt kleiner ausfallen wird als noch im Vorjahr. Nach Meinung der Analysten gehen 1,3 Gigawatt zu Schulden der  Antidumpingzölle verloren.

Der PV-Zubau in Europa liegt 2013 laut IHS vorraussichtlich nur noch bei 11,6 GW. iStockphoto.com©Simon-Owler

Laut dem pv-magazine erklärte das Marktforschungsinstitut IHS kürzlich, dass der Photovoltaikzubau in Europa 2013 knapp sechs Gigawatt kleiner ausfallen wird als noch 2012. Demnach hätten die europäischen Dumpingschutzzölle auf chinesische PV-Module 1,3 Gigawatt zu verantworten. 2012 lag der Zubau in Europa noch bei 17,7 Gigawatt. 2013 sind jedoch nur noch 11,6 Gigawatt zu erwarten. Betroffen hiervon sind laut IHS besonders die Länder Deutschland und Italien.

Zwar handele es sich derzeit noch um einen verringerten Zoll  in Höhe von 11,8 Prozent, doch sei ein Nachlassen der Nachfrage trotz allem zu erwarten. Der derzeitige Anstieg der Importe chinesischer PV-Module sei mit dem zu erwartenden Anstieg der Zölle ab August zu erklären.

Global geht der IHS jedoch von einem starken Anstieg des Solarzubaus um 11 Prozent auf 35 Gigawatt aus. Insbesondere ist auf dem asiatischen Markt von einem wachsenden Zubau, um bis zu 15 Gigawatt zu rechnen. Zum ersten Mal sei allerdings kein europäisches Land unter den ersten drei Zubauländern. Demnach erwartet IHS das China und Japan den größten Zubau erleben werden, gefolgt von den USA.

Die im Bereich der Photovoltaiktechnik aufstrebenden Länder werden das diesjährige Wegbrechen des europäischen Marktes nicht kompensieren können. Da jedoch davon ausgegangen werden kann, dass die Schutzzölle nur eine vorrübergehende Erscheinung sein werden, sind Prognosen in diesem Bereich bis zu einem gewissen Punkt unzuverlässig. Bei den im Bereich der Photovoltaiktechnik aufstrebenden Ländern kann bis 2014 von neun Gigawatt Zubau ausgegangen werden. Bis 2017 ist in diesen Ländern sogar mit einem Zubau von bis 17 Gigawatt zu rechnen.

 

Quellen: pv-magazine, solarserver.de

 

TÜV hält vom Hochwasser betroffene PV-Anlagenbesitzer zur Vorsicht an

Photovoltaikanlagen können im Falle eines Hochwassers eine Gefahr für Leib und Leben werden. Der TÜV Rheinland hat wichtige Hinweise gegeben, wie mit Solaranlagen während und nach einer Flut umzugehen ist. Besonders betroffen sind Anlagen, die nicht oberhalb des Hochwasserpegels abschaltbar sind.

Eine vom Hochwasser betroffene Anlage sollte nur durch einen Experten wieder in Betrieb genommen werden. iStockphoto.com©Pedro Castellano

Angesichts der aktuellen Hochwasserkatastrophe in weiten Teilen Deutschlands hat der TÜV Rheinland wichtige Hinweise zum Umgang mit PV-Anlagen im Flutfall bekannt gegeben. Willi Vaaßen, Solarexperte beim TÜV Rheinland, warnt davor überflutete Räumlichkeiten zu betreten, solange die Installationen der Solaranlage noch unter Spannung stehen könnten. Die Gefahren für Leib und Leben sind vielseitig und hoch.

Es wäre mit Stromschlägen oder einer Knallgasexplosion zu rechnen, wenn der Anschluss an das Stromnetz sowie der Wechselrichter sich in Räumen befinden, die unter Wasser stehen. So lange Licht auf die Solaranlage fällt, stehen die Gleichspannungsleitungen und die Anschlusspunkte zwischen den Modulen und dem Wechselrichter unter Spannung. Unabhängig davon, ob das Wechselstromnetz vom Energieversorger abgeschaltet wurde. Vaaßen nimmt hiervon jene Anlagen aus, die über einen separaten Schalter verfügen, der sich in der Nähe des Solargenerators und nicht im überfluteten Bereich befindet.

Um Knallgasexplosionen zu vermeiden rät Vaaßen davon ab offenes Feuer im Keller zu entzünden, wenn sich dort der Wechselrichter befindet. Zuvor müsse gelüftet werden, da sich ansonsten, gerade wenn der Raum längere Zeit unter Wasser stand, zwischen den Plus- und Minuspolen des Wechselrichters Ströme durch das Wasser fließen. Dies ist unabhängig von der Sonneneinstrahlung. Der Strom kann elektrolytisches Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. Das daraus resultierende Risiko einer Explosion, sollte offenes Feuer hinzugefügt werden, ist hoch.

Um die Lebensgefahr zu vermindern, sind Fachleute zu Rate zu ziehen. Ist beispielsweise eine Abschaltung aufgrund des Hochwassers nicht mehr möglich, sollte die Solaranlage durch einen Elektriker in der Nähe des Generators abgeklemmt werden. Im Rahmen der Aufräumarbeiten sollte der Elektriker die Anlage prüfen und eine Einschätzung der Gefahren geben. Sollte es nötig sein, kann ein Elektriker die Anlage fachmännisch abschalten, bis sie zur Gänze kontrolliert und eventuelle Schäden repariert sind.

 

Quelle: photovoltaik.eu

 

Berliner PV-Unternehmen liefert Module nach Chile

In der chilenischen Atacama-Wüste entsteht ein Drei-Megawatt-Solarpark, der größte des Landes. Das Berliner PV-Unternehmen Inventux liefert die benötigten PV-Module nach Südamerika. Weiter Projekte in Übersee sind für die Zukunft in Planung.

In der Atacama Wüste im Norden Chiles entsteht derzeit ein PV-Solarpark mit 3 MW Leistung, der größte der Region. Das Berliner Photovoltaik Unternehmen Inventux liefert siliziumbasierte Dünn-PV-Module. Entwickelt, geplant und durchgeführt wurde das Projekt mit den chilenischen EPC-Partnern. Inventux-Module lieferten in jahrelanger Pilotprojekten und verschiedenen positiven Erfahrungswerten die besten Ergebnisse, so das Unternehmen.

Inventux liefert PV-Module in die Atacama Wüste. iStockphoto.com©Jenna Wagner

Inventux‘ Geschäftsführer Christian Plesser hebt dabei besonders das Temperaturverhalten seiner Module hervor. Zudem führe „der einfache und doch innovative Modulaufbau ohne störenden Aluminiumrahmen führen zu sehr guten und verlässlichen Ergebnissen“, so Plesser.

Für die kommenden Jahre und Monate sind weitere Projekte in Chile und anderen Ländern Mittel- und Südamerikas geplant. Inventux wurde im August 2012 von einer südamerikanischen Investorengruppe übernommen, nachdem das Unternehmen im Mai 2012 Insolvenz anmelden musste.

Quelle: pv-magazine

Forscher des Frauenhofer ISE erhalten für ihr Projekt Innovationspreis

Dr. Oliver Stalter, Florian Reiner, Michael Eberlin und Sebastian Franz vom Frauenhofer Institut für Solare Energiesysteme, sowie Frank Seybold vom Wechselrichterhersteller KACO erhalten den SEMIKON Innovationspreis für die Entwicklung eines Projekts, das Dörfern und Gemeinden in Schwellen- und Entwicklungsländern eine kostengünstige und leistungsstarke Versorgung mit Solarenergie ermöglicht.

Von dem Projekt des FISE könnten Gemeinden aus Schwellen- und Entwicklungsländern profitieren iStockphoto.com©Pgiam

Jährlich wird im Rahmen der Leistungselektronik-Messe PCIM Europe in Nürnberg in Kooperation mit dem European Center for Power Electronics der SEMIKRON-Innovationspreis vergeben. Dieses Jahr ging die Auszeichnung an ein Team aus Mitgliedern des Frauenhofer ISE und des Wechselrichterhersteller KACO. Die 19-köpfige Jury zeichnet das Projekt um Dr. Oliver Stalter, Florian Reiners, Michael Eberlin und Sebastian Franz (FISE) und Frank Seybold (KACO) mit dem auf 10000€ dotierten Innovationspreis aus. „1,6 Milliarden Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu Elektrizität“, so Projektleiter Dr. Stalter. Nach Ansicht der Jury leiste das Projekt einen entscheidenen Beitrag zur Abhilfe dieses Problems.

Die von dem Team um Dr. Stalter entwickelte Leistungselektronik ermöglicht die Versorgung von netzfernen Dörfern und Gemeinden in Entwicklungs- und Schwellenländern mit Strom aus Solaranlagen. Durch die Kostensenkung von PV-Modulen steigt die Attraktivität von PV-Modulen, die in der Folge auch vermehrt für Dörfer, Gemeinden, Krankenhäuser und auch kleinere Industriegebiete interessant werden. Projektleiter Dr. Stalter sagte: „Da die meisten dieser Länder im Sonnengürtel der Erde liegen, ist die Solarstrom-Versorgung eine einfache Lösung, die durch die Kostensenkungen bei den Photovoltaik-Modulen noch attraktiver geworden ist.“

Die bisherigen Solaranlagen, deren Leistung zumeist um die 100 Watt lag, waren sowohl zu teuer, als auch zu kompliziert, als auch zu leistungsschwach. Durch die Verwendung von neuester Technik konnten gerade in diesen Bereichen entscheidende Fortschritte erzielt werden. Die positiven Folgen sind schlussendlich geringere Ströme und geringere Verluste. Das wiederum, führt unweigerlich zu reduzierter Bauteilgröße, reduziertem Kühlbedarf und Materialeinsatz und verringert die Kosten drastisch um bis zu 60 Prozent. Das ist gerade für Entwicklungsländer wünschenswert. Hinzu kommt die Verwendung einfacher Technik, die dennoch höchst flexibel ist.

Quellen: solarserver.com

DESERTEC: Solarenergie aus der Wüste

In der Wüste Marokkos entsteht derzeit die Pilotanlage des DESERTEC-Projektes. Doch mittlerweile wird bei der technischen Umsetzung nicht mehr ausschließlich auf solarthermische Kraftwerke gesetzt. Immer häufiger kommen die Initiatoren des solaren Wüstenprojektes auf die Photovoltaiktechnologie zurück.

In Marokko wurde der erste Spatenstich zum DESERTEC Projekt getan. iStockphoto.com©delectus

DESERTEC ist derzeit eines der ambitioniertesten Großprojekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Mit seinem Gelingen verbindet Europa langfristige Hoffnungen. So soll zum Beispiel bis 2050 ein Fünftel des europäischen Strombedarfs von Solaranlagen aus Nordafrika und dem Nahen Osten abgedeckt werden. Doch was 2003 vom Club of Rome und dem Jordanischen Energieforschungszentrum als Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC) als zukunftsweisendes Energiekonzept erdacht wurde, hat in den letzten Monaten eine ganze Menge Rückschläge hinnehmen müssen.

Aus TREC wurde die gemeinnützige Stiftung DESERTEC Foundation, die 2009 schließlich die Dii GmbH (DESERTEC Industrial Initiativ) gründete, ein Zusammenschluss aus DESERTEC und derzeit fast 50 Großunternehmen, unter ihnen unter anderem Eon, RWE und die Deutsche Bank. Vor einem halben Jahr jedoch sprangen mit Siemens und Bosch zwei große Zugpferde vom Projekt ab. Im Oktober 2012 schied Siemens aus. Bei dem Industrieriesen verlor man das Interesse an Solarenergieprojekten und sieht seitdem seine Zukunft in Windkraftanlagen. Boschs Ausstieg folgte im November 2012. Die Tochterfirma Bosch Rexroth, über die das Unternehmen engagiert war, machte finanzielle Schwierigkeiten.

Trotz dieser schlechten Vorzeichen, sieht es derzeit scheinbar nicht schlecht für DESERTEC aus. Im Mai erfolgte der Spatenstich für die erste Testanlage des Projekts in der marokkanischen Wüste. Mit diesem gelangte DESERTEC vom geistigen Reißbrett in die Sphären eines tatsächlichen Großprojektes. Das war nötig, auch um der Abwanderung von weiteren Projektpartnern entgegen zu wirken und um endlich verwertbares in der Praxis erprobtes Datenmaterial der Solaranlagen zu generieren. Insbesondere die Frage, ob man sich bei dem Großprojekt im Wüstensand lieber auf solarthermische oder photovoltaik Technik verlassen sollte, muss aufgeklärt werden. Hierfür ist die Erhebung von praxisnahen Daten unentbehrlich. Die „Testanlage“, die eigentlich keine reine Testanlage ist, könnte diese benötigten Daten liefern.

Solarthermische Anlagen besitzen den Vorteil, dass sie die am Tage gewonnene Wärme mittels Salzwassertanks des Nachts speichern können. Eine Vorrichtung die PV-Anlagen bisher noch nicht aufweisen können. Dafür sind diese wesentlich störungsresistenter. Ihre Oberflächen zerkratzen nicht so leicht wie die Oberflächen der Spiegel der solarthermischen Anlagen. PV-Systeme kommen ohne Stellmotoren aus und benötigen vor allem kein Wasser. Ein Gut, das in der Wüste kaum mit Gold aufzuwiegen ist.

Über die Eignung für den Einsatz in der Wüste könnte auch das kürzlich in Saudi-Arabien eröffnete Solarkraftwerk wertvolle Praxiserfahrungen liefern. Derzeit sind verlässliche Daten über die langfristige Wüstennutzung von Solarmodulen im großen Stil rar. Doch auch wenn die bisherigen Forschungsergebnisse der Wissenschaftler und Solarenergieproduzenten bisher vielversprechend sind, dass sich das solarthermische Verfahren im heißen Wüstensand durchsetzt oder dass es sogar zu einer Koexistenz der beiden Systeme kommt, ist bei weitem nicht auszuschließen.

Sicher ist lediglich, dass das Interesse an der Gewinnung von Solarenergie in den Ländern der MENA-Region derzeit groß ist. So soll bis 2015 der Mark für PV und solarthermische Kraftwerke (CSP) dort bis zu 3,5 Gigawatt (GW) erreichen, bis 2017 soll der Ausbau der Kapazitäten sogar 10 GW übersteigen. Vorreiter dabei sind vor allem Saudi-Arabien, die Türkei, Ägypten und eben auch Marokko. Es findet ein Umdenken in der Region statt. Nicht zuletzt im Angesicht der Möglichkeit des Versiegens der heimischen Ölreserven und der anwachsenden Bevölkerung. Die Nachfrage nach Strom wird nicht geringer und die Notwendigkeit eine Alternative zu schaffen immanenter.

Für das Gelingen des DESERTEC-Projektes in der EU-MENA Region (Europe – Middle East, North Africa) ist das Zusammenwirken der verschiedenen Verfahrensweisen zur Gewinnung erneuerbarer Energien unerlässlich. In einer Studie, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) von 2004 bis 2007 durchführte wird eben jenes Szenario des Zusammenwirkens der verschiedenen Techniken angedacht. Demnach würden bis 2050 durch Wind und Wüstensonne die notwendige Meerwasserentsalzung der MENA-Region sowie die Deckelung von 17 Prozent des europäischen Energiebedarfs erreicht werden können. Die EU-Regionen setzen in diesem Szenario eher auf Windkraft, Geothermalanlagen sowie PV-Anlagen. Auf dem Papier ist DESERTEC also sowohl technisch und wirtschaftlich realisierbar als auch ökologisch und wie ökonomisch von Vorteil für alle Beteiligten.

Doch wieweit kann man einer solchen Studie trauen? Wie realistisch sind ihre Ergebnisse, solange noch nicht mal ein Spatenstich an dem Projekt getan wurde? Marokko jedenfalls plant bis 2020 die Errichtung von fünf Solarkraftwerken und will damit 42 Prozent seines Energiebedarfs abdecken. Von Stromexporte aus diesem Pilotprojekt wird derzeit zwar noch abgesehen, aber auch die Ausfuhr des in der Wüste gewonnen Stroms ist schon in Planung. Die Bundesregierung beteiligt sich übrigens durch die Kfw mit 115 Milliarden Euro an dem Pilotprojekt unter marokkanischer Sonne.

Was wurde im Vorfeld über DESERTEC geschimpft. Die Technik sei zu Störanfällig hieß es, man müsse Zentralisierung und Monopolisierung des Energiemarktes fürchten und außerdem seien die afrikanischen Interessen nicht ausreichend berücksichtigt. Immer wieder mussten die Vorwürfe entkräftet werden, immer wieder taten sich irgendwo neue Bedenken auf. Wie begründet oder unbegründet das alles ist, auch darüber lässt sich ausgiebig streiten. Fest steht: DESERTEC bleibt ein kühnes Projekt, das im besten Fall eine zukunftsweisende, langfristige Lösung der Energieprobleme Nordafrikas, Europas und des Nahen Ostens bereit hält. Im schlechtesten Fall entpuppt es sich nicht nur als Milliardenloch im Wüstensand, sondern unterwirft alle beteiligten Regionen unter die Interessen jener, die aus dem Handel mit der erneuerbaren Energie Profit schlagen.

 

Quellen: Solarserver.de, SZ, ZeitOnline (06.11.2012), ZeitOnline (13.11.2012), ZeitOnline 23.10.2012), erneuerbareenergien.de, Schwarzburger, Heiko; Ullrich, Sven: Strom aus der Wüste, in: Erneuerbare Energien – Das Magazin 23 (2013), Nr. 6, S.50-53.

 

Strafzölle für chinesische PV-Module vorläufig bei 11,8 Prozent

Seit heute gelten die von der Europäischen Kommission erlassenen Antidumpingzölle auf chinessiche Photovoltaikmodule. Vorerst liegen sie bei 11,8 Prozent. Ab August ist ein Anstieg zu erwarten, sollte bis dahin keine Einigung zwischen Beijing und Brüssel erreicht worden sein.

Die Einfuhrzölle fü chinesische PV-Module liegt seit heute bei 11,8 Prozent. iStockphoto.com©BanksPhotos

Ab heute dem 06.06. gelten neue Importzölle auf PV-Module aus China. Sie liegen mit 11,8 Prozent noch unter den Erwartungen, könnten allerdings ab August auf 37,2 bis 67,9 Prozent ansteigen. Doch dies würde nur geschehen, wenn bis dahin zwischen China und der Europäischen Union keine Einigung im Streit um die Preise für chinesische Photovoltaikmodule erzielt werden konnte. Sollte bis zum 06.Dezember keine Lösung in dem Konflikt gefunden sein, könnten die bisher provisorisch eingerichteten Zölle für fünf Jahre beibehalten werden. Eine solche Entwicklung gilt jedoch als unwahrscheinlich, da hohe Einfuhrzölle weder im Interesse Beijings noch Brüssels sind.

EU-Kommissar Karel De Gucht sprach schon vor einigen Tagen davon, dass es sich bei den Zöllen um einen Noteingriff handele, der einem Sektor, der schwer unter Dumping leide, lebensnotwendigen Sauerstoff verschaffe. Der Lobbyverband ProSun, der europäische PV-Produzenten vertritt, begrüßte den Beschluss der Europäischen Kommission. Aus China hagelte es dagegen Kritik. Miao Liansheng, CEO von Chinas größtem PV-Modul Hersteller Yingli Green Holding Co., äußerte sich pikiert über die Strafzölle, die „letztendlich zu höheren Preisen für Solaranlagen führen und in letzter Konsequenz die gesamte Solarindustrie in Europa zum Stagnieren bringen.“

Dass es tatsächlich zu einem Handelskrieg kommt, ist jedoch unwahrscheinlich. Robert Schramm Fuchs, solar analyst bei Macquarie Group Ltd., sagt, dass weder China noch die EU an einer Eskalation interessiert seien. Stattdessen würde eine Schlichtung angestrebt. „Die Aushandlung einer einvernehmlichen Lösung ist sehr wahrscheinlich, da die negativen Folgen der Importzölle für die EU jegliche Vorteile überwiegen würden“, so Schramm Fuchs. Die Einigung zum Beispiel auf einen Minimalpreis für chinesische Solarmodule ist am Wahrscheinlichsten.

Die derzeit erlassenen provisorischen Einfuhrzölle dienen vor allem dazu die Chinesen wieder zurück an den Verhandlungstisch zu holen. Es ist dabei nicht zu übersehen, dass nicht die EU die besseren Karten in der Hand hält. Die Aussicht das China Einfuhrzölle auf europäische Waren erhebt, ist für Brüssel nicht gerade verlockend. Dennoch ist es notwendig, dass Europa seine Position in dieser Frage behauptet, allerdings ist dabei ein elegantes Fingerspitzengefühl unerlässlich.

Quelle: bloomberg.com, pv-magazine, pv-magazine, solar-server.de

 

Pressemitteilung: Milk the Sun erweitert online PV-Marktplatz um geschlossenen Marktplatz für große PV Investments

Berlin, 12.6.2012. Milk the Sun präsentiert pünktlich zur Intersolar seinen neuen geschlossenen PV-Investmentmarktplatz „UtilityScaleNetwork“, auf dem Anbieter und Investoren diskret miteinander in Kontakt treten und PV-Assets erwerben können. Damit erweitert der weltweite Online-Marktplatz für PV-Projektrechte und Bestandsanlagen sein Angebot für Anbieter und Großinvestoren, die Wert auf Diskretion und Innovation legen.

 

UtilityScaleNetwork bietet Diskretion für Großinvestments.

Die UtilityScaleNetwork-Plattform von Milk the Sun

Die offene Online-Handelsplattform Milk the Sun, auf der weltweit Frei- und Dachflächen, PV-Projekte sowie Bestandsanlagen direkt zwischen Anbietern und Investoren gehandelt werden, bietet zukünftig einer selektierten Klientel einen geschlossen Online-Marktplatz an. Dieser gewährleistet Diskretion und Qualität eines geschlossenen Online-Marktplatzes mit der Markenreichweite und Professionalität von MilktheSun.com. „Wir haben uns für die Erweiterung unseres bewährten offenen Online-Marktplatzes um einen geschlossen Handelsraum entschieden, da wir aufgrund erzielter Vermittlungserfolge und internationaler Reichweite von Anbietern und Investoren größerer PV-Assets angesprochen werden, die Einzelanlagen oder Portfolien über uns diskret vermarkten bzw. erwerben möchten. Ab einer bestimmten Summe ist Kapital scheu und wünscht keinen öffentlichen Marktplatz, wie auch Anbieter von Solaranlagen in Kraftwerksgröße diese nur ausgewählten Investoren vorstellen möchten. Auf diese Anforderungen von Großinvestoren haben wir mit der neuen Plattform reagiert und werden unser Angebote für dieses Segment sukzessive auch im Dienstleistungsbereich ausbauen. Neben der Professionalität wissen Marktakteure auf Milk the Sun besonders die Marktintelligenz und die –liquidität, die diese Plattform erzeugt, zu schätzen“ sagt Philipp von Seherr-Thoss, COO und verantwortlich für den Bereich UtilityScaleNetwork bei Milk the Sun. UtilityScaleNetwork versteht sich vorrangig als Dienstleister für Anbieter großer internationaler Photovoltaikparks und Portfolien, Fonds, Versicherungen, Family Offices, HNI, Energieversorger und mittelständische Bestandsanlagenbetreiter.

Die Milk the Sun GmbH betreibt den internationalen Online-Marktplatz für Photovoltaikanlagen. Über seine Plattform schafft Milk the Sun für Projektentwickler und Betreiber von Solaranlagen einen liquiden Absatzkanal und für Investoren ein effizientes Akquisetool. Milk the Sun vermittelt über sein Serviceportal in Zusammenarbeit mit Partnern Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus einer PV-Anlage. Über den geschlossenen Marktplatz UtilityScaleNetwork vermittelt Milk the Sun PV-Großinvestments.

 

Studie zur Wartung und zum Service für Photovoltaik-Anlagen: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Der Online-Marktplatz Milk the Sun (Berlin) und das Marktforschungsunternehmen PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler (Triefenstein) stellen erste Ergebnisse ihrer Marktstudie zur Wartung, Instandhaltung, Pflege und zum Betrieb von Photovoltaik-Anlagen (Operation & Maintenance, O&M) vor.

Überraschend: Viele Besitzer von PV-Anlagen betreiben ihre Anlage in Eigenregie

Gemäß der Studie überwachen und kontrollieren 54 % der Investoren  ihre Solarstromanlage. Sogar 50 % der Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von mehr als einem Megawatt (MW) werden in Eigenregie überwacht und kontrolliert. Nur 46 % der Anlagenbetreiber haben mit einem O&M-Anbieter eine vertragliche Regelung für die Wartung und den Service ihrer Photovoltaik-Anlage getroffen.

Unterbrechungsfreie Solarstrom-Erzeugung sichert die Investition

„Die Anlagenüberwachung und -kontrolle wird von nahezu allen Anlagenbetreibern als zwingende Notwendigkeit angesehen. Egal ob es sich dabei um eine Dachanlage mit nur 10 kW oder um einen Megawatt-Solarpark handelt. Schließlich dient eine unterbrechungsfreie Stromerzeugung der Absicherung des getätigten Investments“, sagt der Autor der Studie, Michael Ziegler.

Dabei sei jedoch auffallend, dass über die Hälfte der Betreiber ihre Solarstromanlage in Eigenregie überwachen lässt und nicht durch einen O&M-Partner. Hinzu komme die relativ hohe Wechselbereitschaft bei Verträgen mit O&M-Partnern.

Systemanbieter haben bessere Chancen

Annähernd 70 % der Investoren haben einen Servicevertrag mit ihrem O&M-Partner abgeschlossen, über dem auch die Solarstromanlage bezogen wurde. Als Hauptgrund nannten viele das Vertrauen in den Partner, welches bereits durch den Erwerb der Anlage gewonnen wurde. Voraussetzung jedoch ist, dass O&M-Leistungen ein wesentlicher Bestandteil des Angebots sind. Weitere Kriterien für die Wahl des O&M-Partners sind ein ausgewogenes Preis-/Leistungsverhältnis sowie eine schnelle Schadenbehebung innerhalb von 24 Stunden.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Trotz eines bestehenden Servicevertrages mit dem O&M-Partner kommt es vor, dass Probleme und Störungen an der Solarstromanlage erst dann vom O&M-Partner behoben werden, nachdem sie durch den Anlagenbetreiber darauf aufmerksam gemacht wurden. Diese Erfahrung mussten bereits etwa 35 % der Anlagenbetreiber machen. Interessant sei die Erkenntnis, dass ein Großteil der O&M-Partner, die auch am Verkauf der Solarstromanlage beteiligt waren, erst Probleme und Schäden an der Photovoltaik-Anlage behoben bzw. beseitigten, nachdem diese von den Anlagenbetreibern darauf aufmerksam gemacht wurden, so die Studie. O&M-Partner, die nicht am Verkaufsprozess beteiligt waren, agierten auf Grund ihrer Unbefangenheit neutraler und zuverlässiger.

Verbesserungsbedarf vor allem bei der Informationsweitergabe

Viele Anlagenbetreiber sehen Verbesserungsbedarf bei der Informationsweitergabe durch ihren O&M-Partner, denn Anlagenbetreiber wollen gerade bei Störungen an der Photovoltaik-Anlage möglichst schnell informiert werden. Die Preispolitik wird neben der Erreichbarkeit bei Problemen und Schäden als verbesserungswürdig erachtet.

Die Laufzeit von über einem Fünftel der O&M-Verträge für PV-Anlagen ist zehn Jahre oder länger

Über 59 % der Anlagenbetreiber geben an, zufrieden mit ihrem O&M-Partner zu sein. Dennoch spielt knapp ein Viertel der Investoren mit dem Gedanken, seinen O&M-Partner zu wechseln. Dies sei umso erstaunlicher, da die meisten O&M-Verträge erst wenige Jahre laufen. Ein Grund könnte sein, dass der Markt an O&M-Leistungen ständig wächst und im gleichen Maße auch das Interesse der Betreiber an anderen O&M-Partnern sowie an deren Leistungsangebot. Es liege daher nahe, dass ein Wechsel in der Erweiterung eines vermeintlich besseren Leistungsangebotes begründet liegt.

Die Daten der Marktanalyse wurden über das Onlinepanel Photovoltaikumfrage in einem Zeitraum von mehreren Monaten erhoben. An der Befragung haben insgesamt 1.465 Betreiber von Solarstromanlagen aus Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien sowie Investoren aus weiteren EU- und Nicht-EU-Ländern teilgenommen.

Die Studie macht das Verbesserungspotenzial bei O&M-Anbietern sichtbar und soll Investoren als Leitfaden dienen. Zudem werden Fragen zu Themen wie Wartungsverträge, Informationsaustausch, Kundenbetreuung und Kosten der bezogenen O&M-Leistungen beantwortet. Die Studie gibt Aufschluss darüber, wie O&M-Anbieter ihr Angebots- und Leistungsspektrum verbessern und zusätzlich Transparenz bei Kunden von O&M-Services schaffen können. Nicht zuletzt dienen die Ergebnisse einer genaueren Einschätzung von O&M-Angeboten, auch in Bezug auf das Leistungsspektrum und die Verlässlichkeit von O&M-Partnern.

Die Studie richtet sich an Anbieter von O&M-Leistungen, Solarteure/Installateure, Dienstleister, Solar-Verbände sowie an Solaranlagenbetreiber und Solarinteressierte. Die Studie umfasst 41 Seiten und ist im Onlineshop von Photovoltaikstudie.de erhältlich.

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