Photovoltaik Posts

Gastbeitrag für Milk the Sun: Erholung beim PV-Anlagenzubau erwartet

Mit 330 MW neu hinzugekommener Photovoltaik-Leistung ist der August einer der schlechtesten Monate für den Ausbau der Photovoltaik in Deutschland gewesen. Mit rund 40 Prozent weniger PV-Leistung gegenüber dem Vormonat Juli wird nun mit Spannung erwartet, ob der Anlagenzubau im September weiter zurückgeht oder sich stabilisiert. Eine Analyse auf Basis des Photovoltaik-Rechners von solaranlagen-portal.com prognostiziert zumindest eine Erholung im Bereich der kleinen und mittelgroßen Photovoltaikanlagen. Erste Anzeichen für diese Tendenz liefern bereits die Zahlen des August.

Gesetzgeberischer Einfluss immer noch ungebrochen
Das Jahr 2012 fing für den Photovoltaik-Ausbau nicht gut an. Während im Januar noch 516 MW zugebaut wurden, waren es im Februar nur noch 229 MW. Danach folgte jedoch der Rekord-Monat März, in dem Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1222 MW installiert wurden. Zurückzuführen war diese Entwicklung auf die angekündigten Änderungen des EEG zum 1. April 2012. Nicht zuletzt sollten diese Änderungen jedoch auch dazu führen, den Photovoltaik-Markt zu beruhigen und den Zubau zu verstetigen. Da die Kritik an den kurzfristigen, massiven Änderungen nicht abriss, war aber genau das Gegenteil der Fall. Es folgte eine deutliche Kaufzurückhaltung. Während im April noch 359 MW errichtet wurden, kam es im Mai nur zu einem Zubau von 254 MW. Diese Entwicklung zeigte schon sehr deutlich auf, dass die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen noch immer stark von den politischen Entscheidungen zur Einspeisevergütung und weniger von der Entwicklung der Photovoltaik-Preise abhängt.

Nachholeffekte dominierten auch das 3. Quartal
Der zweite große Run auf Photovoltaik-Anlagen erfolgte dann, als sich die genauen, nachträglichen Änderungen der EEG-Regelung vom 1. April abzeichneten. Daher verwunderte es nicht, dass im Juni der bisher bestehende Zubau-Rekord mit 1790 MW PV-Leistung aufgestellt wurde. Mit 14750 Meldungen wurden allerdings insbesondere große PV-Anlagen neu errichtet, sodass daraus geschlossen werden muss, dass hier insbesondere Nachholeffekte wirkten. Im Juli und August folgte dann wieder ein deutlicher Rückgang der Zubauzahlen von 543 MW auf schließlich 329 MW. Ein noch weiter sinkender Zubau an Photovoltaikanlagen ist jedoch nicht zu befürchten. Dies legt eine Rendite-Analyse des solaranlagen-portal.com auf Basis des aktualisierten Photovoltaik-Rechners nahe.

Photovoltaik-Rechner lässt auf Stabilisierung des PV-Marktes hoffen
Nach Auswertung und Vergleich von unterschiedlichen Anlagen- und Dachgrößen durch den Photovoltaik-Rechner zeichnet sich ab, dass Besitzer von Dächern mit einer bebaubaren Größe von über 150 m2 eine um 1,3% verbesserte Rendite erzielen können als vor der Änderung der Solarförderung. Unter Einbeziehung weiter sinkender Modulpreise von 7% jährlich und der festgesetzten Degression von 1% pro Monat ist nach Berechnungen des Photovoltaik-Rechners für die kommenden zwei Jahre eine jährliche Rendite von 4,3 bis 4,9% zu erwarten. Diese Prognose unterstreichen auch die Zubauzahlen im Monat August. Obwohl die gesamte installierte Leistung zurückgegangen ist, wurden im Vergleich zum Vormonat jedoch mehr Anlagen in Betrieb genommen. Ob diese Prognose wirklich eintritt, lässt sich bereits in Kürze sagen. Die Bundesnetzagentur muss die genaue Höhe der Zubauzahlen im Laufe dieses Monats bekanntgeben.

Autor: Robert Doelling

 

Europas bedeutendster Umweltpreis geht an die Photovoltaik

Die Gewinner des Deutschen Umweltpreis 2012 stehen fest: Ende des Monats werden drei Vertreter der Solarbranche ausgezeichnet. Der Preis, vergeben von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), ist mit 500.000 Euro der höchstdotierte Umweltpreis in ganz Europa und würdigt wegweisende Leistungen auf den Gebieten Umweltschutz, Umwelttechnik und nachhaltige Entwicklung.

Die diesjährigen Preisträger werden für ihre Verdienste im weltweiten Ausbau der Photovoltaik und die Entwicklung immer effizienterer Technologien geehrt. Die eine Hälfte des Preisgeldes geht an das Forschungsteam rund um Andreas Bett vom Fraunhofer ISE und Hansjörg Lerchenmüller von der Firma Soitec Solar für ihre gemeinsamen Leistungen auf dem Gebiet der Konzentrator-Photovoltaik. Diese Technologie bündelt das Sonnenlicht mithilfe von Linsen auf kleine hocheffiziente Solarzellen und ermöglicht so die Konzentration von bis zu 500 mal mehr Sonnenlicht auf die einzelnen Zellen als bei herkömmlichen Solarmodulen. „Ihre Konzentrator-Photovoltaik gehört mit Modulwirkungsgraden von rund 30 Prozent weltweit zur Spitze der Photovoltaikindustrie und leistet einen großen Beitrag zur klimaschonenden Energieversorgung“, so Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
Die andere Hälfte des Umweltpreises erhält Günther Cramer, Mitbegründer und Aufsichtsratschef des Wechselrichterherstellers SMA Solar Technology, der sich seit mehr als 30 Jahren für eine vollständige Energieversorgung rein aus erneuerbaren Energien einsetzt und heute mit seinem Unternehmen international führend auf dem Gebiet der Wechselrichterherstellung ist.

Der Deutsche Umweltpreis wird am 28. Oktober von Bundespräsident Joachim Gauck in Leipzig verliehen. Ein großer Erfolg für die Photovoltaik!

Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

 

Photovoltaik erobert neue Märkte

Immer mehr Photovoltaikunternehmen setzen auf Südostasien. „Wo andere Urlaub machen“ ist die Solarbranche gerade dabei, sich neue Märkte zu erschließen.

Türkisfarbenes Wasser, weiße Sandstrände, Palmen – und natürlich Sonnenschein das ganze Jahr hindurch.  Indonesien, Thailand, Philippinen oder Malaysia werden immer attraktivere Märkte mit einem hohen Potenzial für Photovoltaik. Dies liegt nicht nur an den idealen klimatischen Voraussetzungen. Als aufstrebende Wirtschaftsnationen wächst der Energiebedarf dieser Länder enorm. Nach Schätzungen bis zu 16% innerhalb der nächsten Jahre. Gleichzeitig erkennen immer mehr Regierungen erneuerbare Energiequellen als zuverlässige und kostengünstige Alternative zu Kohle- oder Dieselstrom an. Mehrere Mitglieder des Verbandes südostasiatischer Staaten (ASEAN) kündigten an, ihren Energiebedarf künftig mit regenerativen Energien abdecken zu wollen.

Photovoltaik erscheint hierbei als optimale Lösung. Die Solartechnologien sind immer ausgereifter, liefern zuverlässig Strom und sind zudem schnell installiert. Allerdings schreitet der Ausbau der erneuerbaren Energien in den einzelnen ASEAN-Staaten unterschiedlich voran. Das Wachstum hängt stark von den jeweiligen wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen vor Ort ab.

Indonesien, von der Bevölkerungszahl her das viertgrößte Land der Welt denkt bereits über die Einführung einer Einspeisevergütung nach. Die vietnamesische Regierung plant bis 2030 einen Ausbau der erneuerbaren Energien um 6%. Ein gesetzlicher Rahmen steht allerdings noch aus. Thailand fördert den Bau von Solaranlagen bereits mit lukrativen Einspeisevergütungen. Lokale Unternehmen können sich beim Staat um sog. Stromübernahmezertifikate bewerben, die es ihnen ermöglichen, den produzierten  Strom für einen bestimmten Zeitraum zu einem garantierten Festpreis ins Netz einzuspeisen. Malaysia hat bereits 2011 eine Einspeisevergütung für Solarstrom eingeführt. Immer mehr v.a. öffentliche Gebäude stellen ihre Dächer der Photovoltaik zur Verfügung. An den Universitäten und Schulen beginnt man für eine ressourcenschonende Energieerzeugung zu sensibilisieren.

Auch der Online-Marktplatz für Photovoltaik von Milk the Sun beginnt sein Angebot über die Grenzen Europas hinaus zu erweitern. Nachfrage besteht. Und aufgrund immer besserer Technologien, mehr Know-hows und effizienteren Wirtschaftskanälen steht dem Ausbau der Erneuerbaren auch international nichts im Wege.

Quellen: Handelsblatt, Sonne, Wind & Wärme

 

Photovoltaik in Afrika

Der afrikanische Kontinent besteht aus 54 Staaten, fasst 30.3 Millionen Quadratkilometer Fläche und hat über eine Milliarde Einwohner. Man spricht von Afrika als der Wiege der Menschheit. Und doch befinden sich heute große Teile des Landes in wirtschaftlicher, politischer, sozialer und ökologischer Rückständigkeit gefangen. Gemessen an den Maßstäben der westlichen Welt. Immer wieder in der öffentlichen Kritik: die Energiepolitik des Kontinents. Strom wird in Afrika nach wie vor überwiegend mit Dieselgeneratoren oder auf Kohlebasis erzeugt. Eine kostenintensive und natürlich ressourcenschädigende Art der Energiegewinnung. Dabei hätte das Land, geographisch und klimatisch betrachtet, optimale Voraussetzungen für Photovoltaik. Milk the Sun hat sich einen kurzen Überblick verschafft.

PV in Namibia
Namibia liegt an der südlichen Westküste Afrikas und grenzt an Südafrika, Botswana, Sambia und Angola. Das durchschnittliche Klima lässt sich vereinfacht als heiß und trocken beschreiben, obwohl die Wetterbedingungen innerhalb der einzelnen Landesteile stark variieren. In der Wüste Namib beispielsweise weht das ganze Jahr über ein warmer, beständiger Wind – optimal zur Energieerzeugung durch Windkraft. Für Photovoltaik sind Wüstenregionen wie die der Kalahari optimal geeignet. Dort hat sich 1996 SolTec niedergelassen, ein Solarbetreiber, der PV-Projekte in ganz Namibia realisiert. Der Fokus liegt hier vor allem auf solarbetriebenen Wasserpumpen und solarthermischer Wasseraufbereitung für die Bevölkerung des ländlichen Raums, die fernab vom öffentlichen Versorgungsnetz lebt. Viele kleinere PV-Firmen arbeiten in Kooperation mit europäischen Partnern, aber auch lokalen Förderern.

PV in Südafrika
Südafrikas Regierung verfolgt ehrgeizige Pläne, was den Ausbau erneuerbarer Energien angeht. Momentan ist Kohle der Hauptenergielieferant des Landes. Zur Kohlegewinnung werden, oft illegal, ganze Wälder abgeholzt. Dagegen ergreift man jetzt Maßnahmen. Mittels unabhängiger Energielieferanten, gemeint sind hier überwiegend Privathaushalte, sollen bis 2015 knapp 4 MW Strom über den staatlichen Energiekonzern Eskom in das Netz eingespeist werden. Das Department of Human Settlements (Ministerium für Wohn- und Siedlungswesen) hat ein Dekret erlassen, dass bei Gebäuden, die künftig gebaut oder saniert werden, min. 50% der Warmwassergewinnung über erneuerbare Energien laufen sollen (z.B. Solarthermie). An die einzelnen Haushalte heranzutreten, erweist sich mitunter allerdings als sehr schwierig. Der Gebrauch von Holzkohle zum Erhitzen von Wasser ist weit verbreitet und seit eh und je üblich. Doch Kohle wird immer teurer und der Rohstoff gleichzeitig knapper. Neuerungen, wie z.B. solarbetriebene Herdplatten, prallen auf die traditionellen Gewohnheiten der Bevölkerung. Es gilt noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, gerade was die älteren Generationen innerhalb der Landbevölkerung betrifft. Einige südafrikanische Solarhersteller versuchen durch Rabattaktionen oder Kooperationen mit staatlichen Einrichtungen, Kunden zu werben. Aktive Aufklärungsarbeit über die Möglichkeiten der Kostenersparnis durch Umrüstung auf Photovoltaik und Informationsbroschüren zum Thema Stromsparen im Alltag sollen zudem für die Verknappung der Ressourcen sensibilisieren.
Ein weiteres staatliches Projekt ist der sog. Zwanzig-Jahre-Masterplan der Energieentwicklung, demzufolge bis 2030 ganze 8.400 MW Solarstrom ans Netz angeschlossen sein sollen. Umstritten, aber nicht unrealistisch angesichts des großen Potenzial des Landes. Südafrika verfügt über optimale klimatische Voraussetzungen für Photovoltaik. Die globale Sonneneinstrahlung liegt zwischen 1600 und 2900 kWh pro Quadratmeter. Zum Vergleich: in Deutschland beträgt die jährliche Globalstrahlung max. 1200 kWh pro Quadratmeter.

PV in Westafrika
Auch in anderen afrikanischen Ländern gibt es vergleichbare Entwicklungen im Bereich des Photovoltaikausbaus. Vor kurzem hat eine kanadische Firma eine Strombezugsvereinbarung über 25 Jahre (Power Purchase Agreement, PPA) mit der Electricity Company of Ghana Ltd. abgeschlossen. Den Solarstrom wird eine 50 MW-Solaranlage liefern, die in Ghana in den nächsten Monaten errichtet werden soll. Gerade Ghanas Wirtschaft verzeichnet seit einiger Zeit ein enormes Wachstum. Dies geht natürlich mit einem gesteigerten Energiebedarf einher. Der Stromverbrauch, so ein Entwickler des PV-Projekts, steige jährlich um 10 bis 15%. Photovoltaik ermöglicht auf ökologischer Basis eine stabile Stromversorgung, anstelle des unzuverlässigen und nicht ausreichenden bisherigen Energiemix aus staatlichem Strom und Generatorstrom.
In den Ländern Benin, Burkina Faso, Kamerun, Niger und Togo sind in absehbarer Zeit ebenfalls Photovoltaikanlagen geplant. Die Motive sind ähnlich. Wirtschaftliches Wachstum funktioniert nicht ohne eine stabile Stromversorgung.

PV im Norden
Anfang Juni meldeten die Medien, dass RWE, einer der größten Energiekonzerne Europas, von seiner bisher ablehnenden Haltung gegenüber erneuerbaren Energien und der Photovoltaik abgewichen ist, und in Südeuropa und Nordafrika in PV-Projekte investieren will. Grund ist natürlich Geld. Solarstrom lässt sich, gerade in sonnenintensiven Gegenden, äußerst billig und effektiv produzieren. Auch die Idee, die Sonnenenergie aus Afrikas nördlicher Wüstenregion zu nutzen ist nicht neu. Die Desertec Industrie Initiative GmbH (DII), bestehend aus europäischen bzw. überwiegend deutschen Unternehmen, will die Stromgewinnung anhand von Photovoltaik und Solarthermie mit der Energiegewinnung aus Windkraftwerken in Nordafrika kombinieren. Die Küstenregionen Marokkos und Tunesiens bieten optimale Bedingungen für Windkraft. Die Sonneneinstrahlung der dortigen Wüstenregionen ist mit der Globalstrahlung Südafrikas oder dem Westen Namibias vergleichbar. „Die Wüsten der Erde empfangen in sechs Stunden mehr Energie von der Sonne, als die Menschheit in einem ganzen Jahr verbraucht“, so ein Vertreter der Desertec Foundation. Ein lukratives Geschäft.

Fazit und Ausblick
Wir von Milk the Sun kommen also zu dem Schluss, dass Photovoltaik zur Energiegewinnung in Afrika hervorragend geeignet ist. Die Voraussetzungen dafür sind so optimal, dass weltweit Interesse an derartigen Projekten besteht. Dies wirft natürlich die Frage auf, wie finanzkräftige Investoren aus Europa oder den westlichen Industrieländern mit der Energie umgehen, die sie auf fremdem Boden kostengünstig erwirtschaften. Fremde Investoren hoffen, mit der Nutzung erneuerbarer Energiequellen die Ressourcenknappheit im eigenen Land zu umgehen. Mit Großprojekte in Afrika könnte man die europäische Knappheit quasi mit afrikanischen Gütern kompensieren. Mancherorts werden deshalb böse Erinnerungen aus der Kolonialzeit wach. DII und RWE entkräfteten solche Vorwürfe bereits im Vorfeld, indem sie ankündigten, dass der gewonnene Strom auch den Menschen vor Ort zugutekommen wird. „Eine Punkt-zu-Punkt-Leitung direkt von der Sahara nach Deutschland zu legen, wäre der falsche Weg und auch das falsche Signal“, so der RWE. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Kooperation der Kontinente ökonomisch und gesellschaftspolitisch weiter entwickelt. Die Investition in Photovoltaik ist auf jeden Fall ein richtiger Schritt und könnte den Weg zu einer fairen und für alle Seiten lukrativen Wirtschaftsbeziehung ebnen. Und die Lage Afrikas allgemein verbessern.

Quellen: RWE, Sun & Wind Energy 5/2012, S. 30-37; S. 180-183, Sun & Wind Energy 6/2012,S. 38-40, Photovoltaik 6/2012 S. 72-75, Desertec Foundation ,  Financial Times Deutschland , SolTec

 

Cleverer Einsatz von Photovoltaik im kommunalen Raum – Plauen setzt auf Solarstrom

Milk the Sun hat erfolgreich die Projektrechte zum Bau von Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen von drei Schulgebäuden sowie einer Sporthalle der Kommunalen Gebäude- und Anlagenverwaltung der Stadt Plauen vermittelt.

Plauen, die größte Stadt des Vogtlandes, ist ein idealer Standort für Solaranlagen. Aufgrund des kontinentalen Klimas und der angrenzenden Mittelgebirge verzeichnet man dort sehr viele Sonnenstunden bei gleichzeitig wenig Wind und geringen Niederschlagswerten. Nachdem die Projektrechte nun erfolgreich über unseren Online-Marktplatz für Photovoltaik vermittelt wurden, steht dem Bau der Solaranlagen nichts mehr im Weg. Anstatt einer Dachpacht wurde mit der Stadt Plauen der Bezug des erzeugten Solarstroms zu einem garantierten Festpreis über 20 Jahre vereinbart.

Um den laufenden Schulbetrieb nicht zu stören, beginnt die Installation der PV-Anlagen in den kommenden Herbstferien. Die jeweiligen Erzeugerdaten, der Wirkungsgrad oder die Leistungswerte der Solaranlagen sollen anschließend so aufbereitet werden, dass sie sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden können. Die Integration von Photovoltaik in Unterrichtsfächer schärft von Anfang an das Bewusstsein für die Vorteile der Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Mit den geplanten Solaranlagen auf den eigenen Schuldächern hat man bald nicht nur Anschauungsmaterial vor Ort, sondern auch die Möglichkeit, experimentell z.B. den konkreten Monats- oder Jahresmittelwert „seiner“ Anlage zu ermitteln.

Eine Win-win-Situation für alle Beteiligen. Die Stadt Plauen hat sich mit der Strompreisgarantie Kostensicherheit über einen langen Zeitraum hinweg gesichert, die Anlagenbetreiber dürfen Renditen erwarten, die über die aktuellen Vergütungssätze des EEG hinausgehen. Die Investition auch in kleinere Photovoltaikprojekte lohnt sich. Ähnliche Projekte finden Sie unter MilktheSun.com.

Investieren – installieren – profitieren

Innerhalb der Photovoltaikbranche zeichnen sich neue Tendenzen ab: der Trend geht hin zur dezentralen Stromversorgung und Eigenverbrauch vor Ort. „Wer jetzt in eine Photovoltaikanlage investiert, der profitiert doppelt“, so Dr. Michel Göde, Geschäftsführer von ANTARIS SOLAR. Zum einen erhält man im Augenblick für seine PV-Anlage noch eine lohnende Einspeisevergütung gemäß EEG, zum anderen senkt man seine Stromkosten für einen langen Zeitraum erheblich.

Die staatliche Förderung für erneuerbare Energien nimmt beständig ab. Die Einspeisevergütung für Solarstrom bildet da keine Ausnahme. Sobald in Deutschland durch Photovoltaik eine Gesamtstromleistung von 52 GW erreicht ist, soll es damit komplett vorbei sein. Schätzungen zufolge könnte dies bereits 2014 der Fall sein. Erfreulicherweise ist der selbstproduzierte Solarstrom aber bereits jetzt billiger als der Strom aus dem öffentlichen Netz. Gleichzeitig werden die Speichertechnologien und einzelnen Komponenten für PV-Anlagen immer effektiver und preiswerter.

Eine aktuelle Versuchsreihe des Max-Planck- Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen zeigt zudem, dass ein „feinmaschigeres“ Stromnetz, das statt einiger weniger Großkraftwerke aus vielen kleinen dezentralen Kraftwerken besteht, um einiges stabiler und trotz allgemeiner Befürchtungen wesentlich unempfänglicher für Stromausfälle ist. Anhand eines simulierten Stromnetzes konnte das Max-Planck-Institut erste Belege dafür gewinnen. Dezentrale Erzeuger und Verbraucher synchronisierten sich in dem Computermodell von selbst. Allerdings zeigte sich auch, dass man beim Bau neuer Leitungen vorsichtig sein müsse, da sie paradoxerweise zu einer Abnahme der Übertragungskapazität des Gesamtnetzes führen könnten. Die Studien dazu werden weitergehen. Als nächsten Schritt ist eine praxisorientierte Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Netzbetreibern geplant.

War bis vor kurzem die Einspeisevergütung die größte Motivation für viele PV-Anlagenbetreiber oder Investoren, so scheint im Moment vor allem die Aussicht auf Netzunabhängigkeit und eine geringe Stromrechnung zu locken. Kein Wunder angesichts der allgegenwärtigen Schlagzeilen über steigende Stromkosten. Unter MilktheSun.com finden Sie einen europaweiten Marktplatz für Photovoltaik, Angebote für PV-Investments sowie alle nötigen Informationen auf dem Weg zur eigenen Solaranlage.

Quelle: Max-Planck-Gesellschaft und oekonews.at

 

Aktuelle Studie zeigt: Die Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien zahlt sich aus

Laut einer gemeinschaftlichen Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI), dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) und des Instituts für Zukunfts-EnergieSysteme (IZES) überwiegen die Vorteile, die sich aus der Nutzung erneuerbarer Energiequellen ergeben, die Kosten bei weitem.

„Erneuerbare Energien sind ein Gewinn für Wirtschaft und Gesellschaft, ihre Förderung ist eine Investition in eine bessere Zukunft mit langfristig günstigeren Strompreisen“, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Die Studie, die vom Bundesumweltministerium unterstützt wurde, listet für das Jahr 2011 eine Fördersumme für erneuerbare Energien von ca. 13,5 Milliarden Euro auf. Der Nutzen allein im Bereich der Stromproduktion liegt dagegen bei etwa 21 Milliarden Euro. Unterm Strich: eine mehr als positive Bilanz!

Erneuerbare Energiequellen zerstören weder natürliche Ressourcen oder Landschaften, wie es z.B. beim Braunkohle-Tagebau vorkommt, noch schaden sie dem Klima (Stichwort CO2 Ausstoß). Zudem wird die Nutzung immer kostengünstiger und effektiver – gut an den stetig sinkenden Anschaffungskosten für z.B. PV-Anlagen zu erkennen. Gerade auf dem Gebiet der Photovoltaik ist man kurz davor, Wirtschaftlichkeit unabhängig von der Einspeisevergütung zu erreichen. Ja sogar Netzparität. Strom aus fossilen Quellen dagegen wird, laut Langfristszenarien des Bundesumweltministeriums, immer teurer.

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien

 

Erneute Senkung der Einspeisevergütung in Großbritannien

Obwohl die Einspeisevergütung für Solarstrom in Großbritannien erst Anfang August gekürzt wurde, kündigt das Ministerium für Energie und Klimaschutz (DECC) eine weitere Senkung für November 2012 an.

Schon die letzte Senkung der Einspeisevergütung hat die Stimmung der Photovoltaikbranche im benachbarten Königreich gedrückt. In den vergangenen 3 Wochen wurden lediglich zwischen 2,25 MW und 1,73 MW zugebaut. Trotzdem betont der Nationale Branchenverband Solar Trade Association (STA), dass Photovoltaik nach wie vor eine lukrative und solide Investition darstellt, v.a. aufgrund des Preisverfalls bei den einzelnen PV-Komponenten. Die wiederholten Änderungen der Einspeisevergütung begründen sich darin, dass die vorgegebenen Zubaugrenzen bereits jetzt in zwei von drei Anlagenklassen erreicht wurden. Die neuen Tarife liegen umgerechnet bei 0,19 Euro pro kWh für PV-Anlagen unter 4kW und 0,16 Euro pro kWh für Anlagen von 10 bis 50 kW. Für PV-Anlagen mit einer Nennleistung von mehr als 50kW werden die Vergütungen nicht gekürzt, da hier die festgelegte Zubaugrenze noch nicht erreicht wurde.

Quelle: solarserver

Keine Info mehr verpassen!

Hat Ihnen unser Artikel gefallen? Dann melden Sie sich für unseren Newsletter an und verpassen Sie keine Info mehr.

Daten werden vertraulich behandelt.