Photovoltaik-Anlagen Posts

Intersolar Europe 2014: Milk the Sun und Energieblogger mit dabei

Vom Eigenverbrauch über Energiespeicher bis zur Systemtechnik: Das umfassende Rahmenprogramm der Intersolar Europe

  • Fachmesse für Solarwirtschaft mit Innovationen, Workshops und Podiumsdiskussionen mit prominenter Besetzung
  • Energiewende, Eigenverbrauchslösungen und Energiespeicherung als Hauptthemen der Messe
  • Milk the Sun informiert vor Ort über das eigene Angebot
  • Energieblogger formen Expertenpool zur wahrheitsgetreuen Übersetzung der Energiewende

 

Intersolar Logo

Intersolar Europe 2014 Logo

Vom 04. bis 06. Juni 2014 wird die Messe München wieder zum Zentrum der internationalen Solarbranche. Auf der Intersolar Europe, der weltweit größten Fachmesse der Solarwirtschaft, erwartet die Besucher aus aller Welt ein umfangreiches Rahmenprogramm rund um die neuesten Trends und Produkte der Solarwirtschaft und ihrer Partner. Die Podiumsdiskussion zum Messeauftakt thematisiert die aktuellen Entwicklungen der Energiewende in prominenter Besetzung, auf der Neuheitenbörse präsentieren Unternehmen neue Technologien und Produkte. Der „Intersolar AWARD“ prämiert die innovativsten Entwicklungen der Branche. Ein Workshop informiert darüberhinaus über Eigenverbrauchslösungen und eine Forumsveranstaltung über Regenerative Wärme. Auch Milk the Sun wird auf der Intersolar 2014 an einem Stand über das eigene Angebot informieren und sogar die Vereinigung der Energieblogger stellt einen Expertenpool für Besucher auf die Beine, der über die Wahrheiten um und über die Energiewende aufklären wird.

Vier Fragen an… Karl-Heinz Remmers, Vorsitzender der Solarpraxis AG

Karl-Heinz Remmers ist seit 1992 im Bereich Solartechnik aktiv. Er studierte Energietechnik an der TU Berlin und gründete 1998 die Solarpraxis AG in Berlin mit, bei der er 2006 zum Vorsitzenden gewählt wurde. Die Solarpraxis AG gab unter anderem die photovoltaik heraus. Seit 2008 ist Karl-Heiz Remmers auch Herausgeber des internationalen pv magazine mit Editionen für den Weltmarkt, China und Deutschland. Er ist zudem Autor und Mitautor zahlreicher Fachbücher zu den Themen Photovoltaik und Solarthermie. 

Investitionsförderung für gewerbliche Photovoltaik-Anlagen in Österreich nun möglich

Die Förderung von kleinen Photovoltaik-Anlagen ist in Österreich nun auch für juristische Personen möglich. Das hat der österreichische Klima- und Energiefonds beschlossen. Jetzt können auch Unternehmen, Vereine und Institutionen einen Förderantrag stellen. Je nach Anlagentyp werden bis zu 375 Euro pro Kilowatt gefördert. Der Fonds ist auf insgesamt 26,8 Millionen Euro begrenzt.

Energiewende statt Gas von Putin – Ein Kommentar von Franz Alt, freier Journalist

„Im Emsland wird aus Sonne und Wind bereits mehr Strom erzeugt als dort verbraucht wird. Emsland kann überall werden. So funktioniert eine intelligente Energiewende, die uns auch vom russischen Gas unabhängig macht. Energiewende bringt Sicherheit, Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit in die Politik.“ -Franz Alt

Nicht nur der polnische Ministerpräsident Donald Tusk meint, dass Deutschland zu sehr am Tropf der russischen Gaswirtschaft hängt und deshalb durch Putin erpressbar ist. Große Teile der deutschen Wirtschaft teilen diese Befürchtung und warnen deshalb vor Sanktionen gegen Russland in der Krim-Krise. Im Gegenzug könnte Putin der deutschen Wirtschaft den Gashahn zudrehen.

Wie erpressbar ist Deutschland durch russisches Gas?

35 Prozent des deutschen Gasverbrauchs kommen zurzeit aus Russland, 27 Prozent aus Norwegen und 24 Prozent aus den Niederlanden. Nur noch acht Prozent wird hierzulande selbst erzeugt.

Aktuell gibt es noch keine Probleme. Die Gasspeicher sind dank eines warmen Winters gut gefüllt. Aber das könnte sich schon in wenigen Monaten mit Beginn des nächsten Winters ändern. Putin droht in diesen Wochen nicht nur der Ukraine mit weniger Gas und höheren Gasrechnungen, er hat diesen Hebel schon zweimal benutzt: 2006 und 2009 war der Gas-Fluss durch die Ukraine zweimal unterbrochen. Damit war auch die Hauptschlagader in den Westen getroffen.

Allerdings: Selbst in den Hochzeiten des Kalten Krieges hat die Sowjetunion ihre Gaslieferungen in den Westen nie ganz eingestellt. Und heute ist Russland vom westlichen Gas-Geld mindestens so abhängig wie der Westen vom russischen Gas. Russland kann auch seine Gaslieferungen nicht von heute auf morgen nach China umleiten. Aber mittel- und langfristig gibt es nur eine Möglichkeit für mehr Unabhängigkeit vom russischen Gas: Die Energiewende nicht ausbremsen wie es die Bundesregierung jetzt glaubt tun zu müssen, sondern sie forcieren.

Zum Glück hat Angela Merkel in dieser Woche im Bundestag klargestellt, dass der Einsatz von Militär grundsätzlich keine Option ist zur Lösung der Krim-Krise. Das ist politisch und zivilisatorisch ein riesiger Fortschritt, der vor dem Hintergrund der europäischen Geschichte gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Die Kanzlerin setzt auf Wirtschaftssanktionen. Doch diese wären glaubwürdiger und erfolgversprechender, wenn der Westen insgesamt Politik machen würde nach dem Motto: Energiewende statt russisches Gas.

RWE hat am letzten Dienstag bekanntgegeben, dass ein großes Gaskraftwerk im Emsland dicht gemacht werde, wegen der „hohen Einspeisung von Photovoltaik- Anlagen“. Im Emsland wird aus Sonne und Wind bereits mehr Strom erzeugt als dort verbraucht wird. Emsland kann überall werden. So funktioniert eine intelligente Energiewende, die uns auch vom russischen Gas unabhängig macht. Energiewende bringt Sicherheit, Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit in die Politik.

© Franz Alt – www.sonnenseite.com

Franz Alt ist mehrfach prämierter Autor und Journalist auf dem Bereich der Erneuerbaren Energien. Er studierte Politikwissenschaften, Geschichte, Philosophie und Theologie und moderierte über 20 Jahre lang das Politmagazin “Report”. Gleichzeitig ist Herr Alt Betreiber der Energie-Website www.sonnnseite.com, auf welcher er einen Überblick über zukunftsweisende Alternativen zur Energiegewinnung verschafft.

Photovoltaik: Utility Scale liegt im Trend

Die Leistung aus Photovoltaik-Anlagen mit einer Größe von mindestens 10 MW (Utility-Scale) hat sich im vergangenen Jahr auf über 12 GW verdoppelt. Das Wachstum in anderen Bereichen der Photovoltaik verringerte sich dagegen etwas. Philip Wolfe, der kürzlich ein Buch zu Solarkraftwerken veröffentlichte, erklärt, warum Utility-Scale-Anlagen weiterhin auf dem Vormarsch sind:

Sarnia Solar Park in Ontaria, Canada. Bildrechte: First Solar

Im letzten Jahrzehnt war die Solarenergie die am schnellsten wachsende Quelle zur Gewinnung von Elektrizität. Der Solar-Aufschwung wurde vornehmlich durch starke und einheitliche Anreize, vor allem Einspeisevergütungen in Deutschland und anderen Teilen Europas, angekurbelt. Aber selbst aktuelle Wirren und Diskussionen um die Vergütungen können den Fortschritt nicht aufhalten. Angetrieben von Preisen, die sich über das letzte halbe Jahr teilweise halbiert haben, wächst der Markt unaufhörlich weiter.  Mit näherkommender Netzparität werden Utility-Scale-Kraftwerke attraktiv für Mainstream-Investments durch Banken und Rentenfonds. Sogar Großinvestor Warren Buffett findet mittlerweile Gefallen daran.

Natürlich bestand ein Großteils des frühen Fortschrittes der Photovoltaik aus Anlagen auf Dachflächen und kleinen, dezentralen Systemen. Dort hält die Solarenergie einzigartige Vorteile bereit. Trotzdem hat die Photovoltaik bewiesen, dass sie auch auf dem Bereich der Großkraftwerke mitmischen kann. Auf genau diese Kraftwerke fokussiert sich übrigens mein Buch. Utility-Scale-Kraftwerke machten 2012 über 20 Prozent des gesamten Photovoltaik-Marktes aus, und es ist wahrscheinlich, dass der Anteil 2013 weiter steigt. In nur sechs Jahren ist  die weltweite Kapazität dieser Großkraftwerke auf über 12 GW gestiegen, vielleicht dreimal so viel wie Offshore-Windkraftwerke.

Die ersten Anreize für Utility-Scale-Kraftwerke boten Einspeisevergütungen speziell in Deutschland und Spanien. Bis 2010 war der Markt zu 70 Prozent in europäischer Hand, den größten Gegenpol bot Nordamerika. Die letzten zwei Jahre jedoch brachten ein bemerkenswertes Wachstum z.B. in China und Indien, auch aufgrund des Clean Developement Mechanism des Kyoto-Protokolls. Der europäische Anteil fiel auf unter 40 Prozent 2012 und wird mit massivem Zubau in China und den USA wohl weiter zurückgehen.

Der größte einzelne laufende Solarpark ist das Agua Caliente Solar Project in Südwest-Arizona, USA. Der Park, teilweise in Besitz des Stromversorgers MidAmerican Energy von Warren Buffett, versorgt südkalifornische Abnehmer mit Elektrizität. 250 MWp sind dort derzeit ans Netz angeschlossen, ein Teil ist noch im Bau, sodass am Ende wohl über 300 MWp installiert sein werden. Der Bau an weiteren Utility-Kraftwerken mit über 600 MWp Gesamtleistung in Kalifornien wurde bereits begonnen.

Mancherorts werden Solaranlagen in Clustern gebaut, wie im Charanka Solar Park in Indien. 17 einzelne Anlagen stehen dort dicht beieinander. Das größte dieser Cluster befindet sich in der Wüste nahe Golmud in China und bringt es auf über 500 MWp Kapazität, wobei eine der Einzelanlagen bereits 200 MWp Kapazität bereithält. Die größte europäische Cluster-Anlage, bestehend aus elf Teilanlagen, steht in Neuhardenberg, Brandenburg, Deutschland.

"Solar Photovoltaic Projects in the Mainstream Power Market" von Philip Wolfe

Das Buch Solar photovoltaic mainstream energy market, herausgegeben von Routledge im Oktober, porträtiert  einige dieser signifikanten Projekte, unter anderem eine der in  Kalifornien bereits installierten 500 GWp-Anlagen.

Der erste Teil des Buches evaluiert die Projektentwicklung angefangen von der Auswahl des Ortes über Design, Konstruktion bis hin zu Inbetriebsetzung, Wartung und Instandhaltung der Anlage.  Das Buch schneidet relevante technische Betrachtungen zwar an, richtet sich aber eher an Projektentwickler, Investoren, Gesetzgeber  und Experten als an Wissenschaftler und Ingenieure.

Der zweite Teil des Buches betrachtet die kommerziellen, betrieblichen, technischen und rechtlichen Risiken die mit der Entwicklung eines solchen Projektes verbunden sind. Zudem wird der Transfer der Solaranergie von der Zeit der großen Zuschüsse über die Netzparität bis hin zur Teilnahme am Marktwettbewerb beschrieben.

Weil der PV-Sektor weiterhin so schnell anwächst, ist das Buch eng verbunden mit der laufend upgedateten Website www.wiki-solar.org, wo über 1,000 Utility-Scale-Anlagen verzeichnet sind. Die Seite bietet zudem Zugang zu Statistiken zu Sonneneinstrahlung, Strompreisen und Kohlenstoffintensität um aufzuzeigen, wo Utility-Scale-Kraftwerke am besten geeignet sind.

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