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Einwurf: Sascha Röber zu den Strafzollen für Photovoltaik-Module

Die vergangenen zehn Jahre kannten die Hersteller von Photovoltaik-Modulen nur eine Richtung: nach oben. Die Welt gierte danach, immer mehr Produktionskapazitäten zur Gewinnung von Sonnenstrom auf Dächer und Äcker zu bringen. Das Know-How kam zu einem großen Teil aus Deutschland, wo die Industrie zum einen die Produktionsmaschinen erfand und baute und zum anderen auch die Produktion der Module selbst übernahm. Ab Mitte des letzten Jahrzehnts ging man dazu über, sein Know-How auch vor allem chinesischen Herstellern zugänglich zu machen. Das erhöhte die Kapazitäten und den Output.

Es folgte, was folgen musste: Einem stürmischen Aufbau folgte eine erste massive Korrektur. Als im ersten Halbjahr 2011 die Hersteller begannen, auf ihrer Produktion sitzenzubleiben, gingen die Modulpreise in den Keller. Innerhalb weniger Monate brachen die Modulpreise um über 40% ein. Kostete das Wp Anfang 2011 bei chinesischen Herstellern noch knapp 1 US$, lag der Preis im Q3 bereits bei unter 60 US-Cent. Auch im darauffolgenden Jahr gaben die Preise nochmals nach, wenn auch nicht mehr so deutlich. Heute zahlt man für chinesische multikristalline Module etwas über 50 US-Cent, für Module aus deutscher Produktion zwischen 15 und 25 Cent mehr. Die Preisunterschiede haben zahlreiche Gründe. Die Investitionsaufwendungen für Produktionskapazitäten sind in Deutschland höher, ebenfalls die Lohn(stück)kosten. Das Zinsniveau für deutsche Produzenten hingegen dürfte z.T. deutlich niedriger sein als das ihrer chinesischen Konkurrenten, denn die Zinssätze in China liegen deutlich über denen des Euro-Raums.

Deutsche Modulhersteller, einst hoch gelobt und zu einem großen Teil im ostdeutschen „Solar Valley“ angesiedelt, starben wie die Fliegen, weil sie bei diesem Preisniveau einfach nicht mehr in der Lage waren, wenigstens ihre Fixkosten zu decken. Hersteller wie z.B. Solon gerieten in den Sog der Pleiten. Entweder, weil sie auf ihren Produkten sitzenblieben, die Finanzierungskosten nicht mehr erwirtschafteten oder die massiven Abschreibungen auf Handeslbestände nicht mehr aufbringen konnten.

Die Regierung Merkel reagierte 2012 mit massiven Absenkungen der Einspeisetarife, indem das EEG innerhalb weniger Monate entsprechend geändert wurde. Das Ruder wurde dabei übertrieben stark herumgerissen. Hier rächte sich die Untätigkeit der Regierung in den Vorjahren: Wären die Einspeisevergütungen, wie von vielen Marktakteuren immer wieder in den Jahren zuvor gefordert, sukzessive in kleineren Schritten gesenkt worden, hätten sich Hersteller und Projektierer entsprechend darauf einrichten können. Nun aber stürzte die krasse Absenkung der Vergütungen nicht nur die Hersteller, sondern auch Projektierer in den Abgrund. Da bspw. Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von über 10 MWp plötzlich und ohne nachvollziehbare Begründung aus dem EEG-Vergütungsregime vollständig herausfielen, fielen auch Firmen um, die sich auf solare Großprojekte spezialisiert hatten (Bsp. Solarhybrid AG).

Anfang Juni wird also die EU-Kommission darüber entscheiden, ob auf chinesische Module Strafzölle zu zahlen sein werden – nach derzeitigem Kenntnisstand knapp 50% auf den Nettopreis. Damit werden sich polykristalline Komponenten auf einen Schlag auf ca. 75 US-Cent verteuern, was sie also in etwa auf ein Niveau mit Modulen aus europäischer Produktion macht. Toll, mögen da manche jubeln, dann haben sie also keinen Vorteil mehr gegenüber der heimischen Produktion. Das sichert Arbeitsplätze.

Schön wär’s. Die Realität sieht allerdings ganz anders aus.

Die massiven Absenkungen der Einspeisevergütungen im Jahr 2012 führten dazu, dass an der Verwendung chinesischer Module überhaupt kein Weg mehr vorbeiführte. Die schon damals deutlich billigeren Komponenten waren erforderlich, um bei gegebenen Vergütungen und sonstigen Kosten für Modultische, Wechselrichter, Verkabelung usw. (sog. BOS-Kosten) Projekte realisieren zu können, für die sich noch Investoren fanden. Bei einer Renditeerwartung von 6-8% IRR konnten so noch größere Freiflächenanlagen gebaut werden, die auch einen Markt fanden. Die Modulkosten machen bei derzeitigen Preisen in etwa 40-45% der gesamten Kosten aus. Bleiben alle anderen Kosten gleich (wovon auszugehen ist) und ändern sich die Mindestrenditeanforderungen der Investoren nicht (wovon nicht auszugehen ist), sind PV-Projekte bei nun sogar monatlich fallenden Einspeisevergütungen folglich nicht mehr wirtschaftlich realisierbar. Projektierer, die sich rein auf den deutschen Markt spezialisiert haben, werden damit keine Geschäftsgrundlage mehr haben. Ein Ausweichen auf Module europäischer Hersteller ist nicht möglich, da diese die Kosten eines Projektes genau dorthin treiben würden, wohin sie die Strafzölle auf chinesische Module nun hieven werden

Die massive Absenkung der PV-Vergütungen unter dem EEG wurden 2012 mit den stark gefallenen Modulpreisen begründet. Nun werden die Modulpreise starkt steigen, aber die Vergütung fällt jeden Monat weiter. Mit Strafzöllen ist also niemandem gedient. Die chinesischen Modulproduzenten sehen sich längst nach alternativen Märkten um, und vor allem im asiatisch-pazifischen Raum entstehen gerade gewaltige neue Märkte: Japan, Thailand, Malaysia. Europa wird aus deren Sicht überhaupt nicht mehr benötigt. Die Strafzölle werden den chinesischen Herstellern also mittelfristig wohl kaum schaden. Sie werden der chinesischen Regierung jedoch eine exzellente Vorlage für die Auferlegung von Zöllen auf Waren aus Europa bieten. Gerade Deutschland, dessen Export mit China in den vergangenen Jahren von einem Höchststand zum nächsten eilte, wird darunter ganz besonders leiden, während die deutschen Modulhersteller weiter in die Insolvenz gehen werden. Die Strafzölle werden sich also als ein Bommerang für Europa und ganz besonders für Deutschland herausstellen. Und Frank Asbeck, der mit seiner Initiative EU Pro Sun für die Strafzölle auf China-Module an vorderster Front kämpfte, wird seiner Firma Solarworld damit auch nicht aus der finanziellen Klemme helfen können, in der sich das Unternehmen bereits seit Monaten befindet.

Zum Autor: Sascha Röber arbeitet bei einem der größten Entwickler und Projektierer für EE-Projekte in Europa als Bereichsleiter Unternehmensfinanzierung . Die erneuerbaren Energien sind für ihn seit jeher ein wichtiges Anliegen. Sein Beitrag spiegelt ausschließlich seine privaten Meinungen wieder.

UK: Photovoltaik-Zubau über 500 MW im ersten Quartal

Der Photovoltaik-Markt im Vereinigten Königreich sorgt wieder für Schlagzeigen. Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 500 MW wurden im ersten Quartal des aktuellen Jahres in Betrieb genommen, was zehn Prozent des weltweiten Zubaus entspricht.

Photovoltaik ist wieder einThema im Vereinigten Königreich. iStockphoto.com©Simon-Owler.jpg

Folglich übertraf der UK-Markt auch die Marke von 2 GW installierter Gesamtleistung. Bereits 2012 konnte mit einem Zubau von 779 MW als gutes Jahr gesehen werden. Solarbuzz gibt an, dass 11,3 Prozent der produzierten Elektrizität in UK im vergangenen Jahr aus erneuerbaren Energiequellen entstanden. Derzeit durchläuft der Markt eine neue Blütezeit. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen aber, dass es sich um eine weitere Aufschwung-Phase handeln könnte, auf die Phase des Abschwungs folgt.

Grob gesehen könnte man die Entwicklung des britischen PV-Marktes in vier Phasen unterteilen. Einer Phase des langsamen Wachstums noch ohne Einspeisevergütungen (Feed-in-Tariffs, FiT) folgte 2011 der Aufschwung mit den ersten FiT. Diesem Boom folgte eine erste kleine Abschwung-Phase aufgrund von Kürzungen der FiTs, in der auch neue Finanzierungsmodelle erarbeitet und entwickelt wurden. Durch das Renewable Obligiation Certificates (ROC) – Programm (eine Art Grünstromzertifikat) wurde der Bau von vor allem neuen Freiflächen-Anlagen angestoßen. Dennoch waren die meisten Installationen auch in diesem Jahr Dachanlagen.

Der große Aufschwung der Freiflächen-Anlagen folgte dann aber im ersten Quartal 2013 und sorgte für spektakuläre Zahlen, die den britischen Photovoltaik-Markt wieder zu einer internationalen Hausnummer machen. Mit dem 31. März jedoch wurde die Unterstützung durch das ROC-Programm erneut reduziert, sodass der Markt Gefahr läuft, wieder in eine Phase des Abschwungs zu geraten, bis hin zum vollständigen Stillstand.

Um diesem „Auf- und Abschwung“-Trend entgegen zu wirken, fordern viele Experten und Unternehmen für Neuregelungen der FiTs, um Wachstum dauerhaft zu fördern. Ob der Markt damit dauerhaft aus dem bekannten Muster ausbrechen könnte, ist aber fraglich.

Die Britische Photovoltaik-Organisation und Solarplaza werden dieses und weitere Themen auf ihrer vierten „The Solar Future: UK“-Konferenz am 16. Juli in London behandeln.

Quelle: Solarplaza

Dieter Janecek im Interview: „Richtig teuer wird’s nur, wenn wir die Energiewende in den Sand setzen“

Seit 2008 ist Dieter Janecek Landesvorsitzender der Grünen in Bayern. Für die Bundestagswahl 2013 ist er Direktkandidat der Grünen im Wahlkreis München-West.  Im Interview mit Milk the Sun nimmt der 36-jährige Stellung zur Energiewende, den derzeitigen politischen Wirren um Ihre Zukunft und der Frage nach den richtigen Änderungen für das EEG.

Milk the Sun: Sehr geehrter Herr Janecek, der steigende Strompreis veranlasste Bundesumweltminister Peter Altmaier dazu, eine sogenannte Strompreisbremse zu entwickeln. Was halten Sie von Herr Altmaiers Vorschlag?

Janecek: „Strompreisbremse“ sollte im Zusammenhang mit den Erneuerbaren zum Unwort des Jahres 2013 benannt werden. Die Erneuerbaren Energien sind der einzige Weg, dass wir in Deutschland auf Dauer wettbewerbsfähige und bezahlbare Strompreise sichern und nebenbei auch noch einen wertvollen Beitrag für Umwelt- und Klimaschutz erbringen. Der Weg zu einem erneuerten Energiesystem auf der Basis erneuerbarer Energien verlangt Investitionen, die wir z.B. bei der Modernisierung der Stromnetze ohnehin tätigen müssten. Am Ende des Weges stehen Grenzkosten Null pro erzeugter Einheit Energie, denn Sonne und Wind schicken uns keine Rechnung.

Milk the Sun: Eine Billion Euro nannte Altmaier als möglichen Kostenpunkt für die Energiewende. Wie realistisch ist diese Zahl, was steckt dahinter?

Janecek: Altmaier selber kann diese Zahl bis heute nicht plausibel erklären, was zeigt, dass es ihm vor allem darum ging zu dramatisieren. So hat er einfach den Netzausbau in sein Szenario mit 300 Mrd. Euro zu Lasten der Erneuerbaren gelegt. Dabei ist klar, dass in jedem Fall die Netze umfassend modernisiert werden müssen. Das ist keine glaubwürdige Vorgehensweise und verunsichert Investoren.
Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft hat in einer aktuellen Studie dargelegt, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien im von Altmaier zugrunde gelegten Zeitraum gegenüber einem konventionellen Szenario 159 Mrd. Euro einspart. Fazit: Richtig teuer wird’s nur, wenn wir die Energiewende in den Sand setzen.

Milk the Sun: Was muss Ihrer Meinung nach getan werden, um den Strompreis für den privaten Verbrauchern zukünftig auf einem bezahlbaren Level zu halten?

Janecek: Wir Grüne wollen die ausgeuferten Ausnahmen der Industrie bei der EEG-Befreiung reduzieren, ca. eine Milliarde Euro ließen sich so einsparen. Nur noch Unternehmen, die mindestens 10 Gigawattstunden Strom im Jahr verbrauchen und die tatsächlich im internationalen Wettbewerb stehen, soll die EEG-Umlage teilweise erlassen werden. Bei besonders windintensiven Standorten kann man auch um eine Kürzung der Vergütung nachdenken. Zudem wollen wir Eigenstromerzeuger anteilig an der EEG-Umlage beteiligen. Entscheidend bleibt für uns, dass wir das EEG verlässlich weiter führen. Die Verunsicherung der Investoren durch die Politik der Bundesregierung führt jetzt bereits dazu, dass Investitionsentscheidungen für den Ausbau der Erneuerbaren überdacht und zurückgestellt werden.

Milk the Sun: Ein weiterer aktueller Diskussionspunkt ist der Netzausbau. Wie muss dieser gestaltet werden, um den Bedürfnissen und Anforderungen einer dezentralen Energiewende zu entsprechen?

Janecek: Der Ausbau und die Modernisierung der Netze hat für uns erste Priorität, denn nur so verteilen wir den fluktuierenden erneuerbaren Strom optimal und reduzieren gleichzeitig den kostenintensiven Speicherbedarf. Der Bau von „Stromautobahnen“ von Nord nach Süd und von Ost nach West ist dabei grundsätzlich sinnvoll. Denn warum sollte Strom aus Windkraftwerken in der Nordsee nicht in Bayern genutzt werden? Warum sollte Strom aus Photovoltaik-Anlagen in Bayern nicht auch im Ruhrgebiet verbraucht werden können? Gleichzeitig müssen wir dringend die regionalen Verteilernetze auf den neusten Stand bringen. Heute wird im Gegensatz zu früher dezentral in den Regionen Strom produziert, der nicht nur die Region selbst versorgt, sondern auch Regionen weit darüber hinaus.  Deshalb müssen z.B. je nach Bedarf Leitungen verstärkt werden: Dynamische Trafostationen steigern die Stabilität des lokalen Stromnetzes und auch regionale Stromspeicher helfen das Netz stabil zu halten. Aus den reinen Verteilnetzen müssen letztlich intelligente Stromnetze werden, die den wechselnden Stromfluss tatsächlich steuern können und zwar in verschiedene Richtungen, die sog. Smart Grids.

Milk the Sun: Wie ist die aktuelle Situation der Energieversorgung durch Erneuerbare in Bayern? Wo steht der Freistaat besonders gut da, wo besteht noch Handlungsbedarf?

Janecek: Aktuell wird immer noch 50% des bayerischen Stroms durch die fünf AKW-Standorte gedeckt. Im kommenden Jahrzehnt wird dieser Anteil wegfallen, der Energiemix wird sich radikal verändern. Die Windkraft wurde über Jahrzehnte systematisch blockiert und ausgebremst. Hier sehen wir das größte Potential beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Traditionell hat Bayern einen hohen Anteil an Wasserkraft, das Potential ist weitgehend ausgereizt. Kooperationen mit der starken Hydro-Energiewirtschaft in Österreich und der Schweiz sollten intensiviert werden, z.B. für die Erschließung von Speicherpotentialen.
Bei der Photovoltaik ist Bayern bereits heute führend, insbesondere unsere Landwirte haben das EEG sehr konsequent genutzt, so dass Bayern im Saldo heute mit 1,2 Mrd. Euro jährlich aus der EEG-Umlage profitiert. Dieser Ausbau muss bedarfsgerecht weiter gehen.
Stark vernachlässigte Themen in Bayern sind die Kraft-Wärme-Kopplung, gerade die Industrie hat an ihren Standorten oft Wärme an Standort nahe Kommunen abzugeben, doch fehlt es an den entsprechenden Verbundnetzen. Dezentrale Blockheizkraftwerke könnten eine weitere vielversprechende Lösung sein. Auch die Photovoltaik in der Freifläche ist eine unterschätzte Option, sie könnte bei der Netzsteuerung und Speicherbedarf einen wertvollen Beitrag erbringen.

Als Regelergänzungsenergie brauchen wir mindestens bis 2030 Erdgas, perspektivisch Power-To-Gas sowie Biogas. Hier fehlt es an attraktiven Rahmenbedingungen für Investoren. Die Themen Lastmanagement und Energieeinsparung sind in Bayern noch völlig unterentwickelt. Jede eingesparte Kilowattstunde ist ein Gewinn.
Um all diese Handlungsstränge für das Gelingen der Energiewende zusammenzuführen, brauchen wir ein durchsetzungsstarkes Energieministerium in Bayern, das die entsprechenden Kompetenzen bündelt.

Milk the Sun: Bis wann können Sie sich eine hundertprozentige Stromversorgung aus Erneuerbaren vorstellen? Was ist realistisch?

Janecek: Wir liegen heute bereits bei 35% Erneuerbaren Energien in Bayern. In den windreichen Standorten Norddeutschlands liegt der Anteil schon vielerorts nahe 100%. Wenn wir die Energiewende konsequent fortführen, wird 2020 bereits mehr als jede zweite Kilowattstunde aus Erneuerbaren Strom produziert werden. Im darauf folgenden Jahrzehnt kommt ein erneuertes Verteilernetz sowie die nächste Generation an Speichertechnologien zum Tragen. Wenn es uns dann noch gelingt, überschüssigen erneuerbaren Strom aus Wind und Photovoltaik über Methanisierung ins Erdgasnetz einzuspeisen, ist ein vollständiger Umstieg Richtung 100% Erneuerbare bis 2030 möglich. Eine ähnliche Entwicklung erwarte ich bei der Wärme, hier ist der Haupthebel die konsequente Modernisierung des Gebäudebestands mit gewaltigen Arbeitsplatzpotentialen für Handwerk und Mittelstand.

Milk the Sun: Was gibt der Direktkandidat für die Bundestagswahl 2013, Dieter Janecek, den Wählern bezüglich der Energiewende mit auf dem Weg?

Janecek: Die Energiewende ist ein Projekt, das begeistert. Das Energiesystem der Zukunft wird erneuerbar sein, es schafft Wertschöpfung vor Ort, beteiligt die Menschen und ist der Schlüssel für eine umweltverträgliche Lebensweise auf diesem Planeten. Fast täglich erlebe ich vor Ort bei Bürgergenossenschaften, Kommunen, Unternehmen oder auch engagierten Privatpersonen, wie viel Kreativität und Enthusiasmus diese für das Gelingen dieses Jahrhundertprojekts investieren. Auf uns schaut die ganze Welt, dessen sollten wir uns stärker bewusst werden und uns nicht im Klein-Klein von vermeintlichen Risiken der Energiewende und Lobby-gesteuerten Kostendebatten verlieren.

Wir bedanken uns bei Herrn Janecek für das Gespräch.

Ausschreibung für Photovoltaik-Projekte mit insgesamt 400 MW in Frankreich

Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 400 MW sollen mit einer neuen Ausschreibung des französischen Ministeriums für Energie, Ökologie und nachhaltige Entwicklung errichtet werden. Für die Anlagen wird eine Mindestgröße von 250 kW erwartet.

Frankreichs Umweltministerin, Delphine Batho, hatte vor einigen Wochen bereits angekündigt, das Ausbauziel der Photovoltaik von auf 500 MW auf 1 GW erhöhen zu wollen. Die neue Ausschreibung unterstützt dieses Vorhaben. Für Anlagen unter 250 kW gab es bereits zwei Ausschreibungen.

Innovation und Qualität im Blickpunkt

Um gerade kleine und mittlere Unternehmen nicht zu benachteiligen, sind Bankbürgschaften nicht erforderlich. Für die Ausschreibungen zugelassen sind neben Carport- und Dachanlagen auch innovative Freiflächenanlagen und Konzentrator-PV-Systeme (CPV).

Der Beitrag zur Forschung und Entwicklung, besonders in Bezug auf Innovation, Modul-Qualität und Leistung sowie hochwertige Anlagen wird bei der Ausschreibung ebenso berücksichtigt wie der CO2-Fußabdruck der Projekte.

Frankreich möchte über die Solarenergie über 100.000 Arbeitsplätze schaffen, 20.000 davon direkt in Solar-Unternehmen. Bis 2020 will das Land 5,4 GW PV-Leistung installiert haben.

Quelle: Solarserver

Milk the Sun: Photovoltaik-Projekt-Highlights KW 09

Mit dem Start der französischen Sprachversion unseres Online-Marktplatzes unter www.milkthesun.fr präsentieren wir unsere neuesten Projekt-Highlights, diese Woche mit besonderem Fokus auf den französischen Markt.

Milk the Sun versendet jede Woche einen Newsletter mit den Highlights der Woche. Registrieren Sie sich kostenlos auf milkthesun.de um Zugriff auf alle Projekte zu erhalten.

Frankreich
369,00 kWp laufende Photovoltaik-Anlage in Frankreich
100,00 kWp Turnkey-PV-Projekt in Languedoc-Roussillon, Frankreich
90,00 kWp Turnkey-PV-Projekt in Languedoc-Roussillon, Frankreich
75,00 kWp Turnkey-PV-Projekt in Languedoc-Roussillon, Frankreich
70,00 kWp Turnkey-PV-Projekt in Languedoc-Roussillon, Frankreich
33,00 kWp Turnkey-PV-Projekt in Languedoc-Roussillon, Frankreich

Deutschland
2.9 MWp laufende Photovoltaik-Anlage in Brandenburg
1.3 MWp laufende Photovoltaik-Anlage in Sachsen-Anhalt
316,00 kWp Turnkey-PV-Projekt in Bayern

1.000,00 m² Dachfläche für PV in Berlin

weitere Highlights
2 MWp Turnkey-PV-Projekt in Georgia, USA
1 MWp PV-Projektrechte in Polen

Sie interessieren sich für Investments in Photovoltaik? Registrieren Sie sich kostenlos auf milkthesun.de um Zugriff auf alle Projekte zu erhalten.

Sie wollen Ihre Frei- oder Dachfläche verpachten? Sie haben Projektrechte oder laufende Anlagen, die Sie verkaufen möchten?

Auf www.milkthesun.com haben alle Anlagen-, Dach- und Freiflächenbesitzer sowie Projektrechteinhaber die Möglichkeit, Ihre Projekte kostenlos und unverbindlich einer Vielzahl von Investoren aus dem In- und Ausland zu präsentieren.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und verbleiben mit freundlichen Grüßen Ihr Milk the Sun Team

Photovoltaikanlagen – Warum eigentlich? Vorteile von PV

Photovoltaik-Anlagen stehen täglich in den Medien. Sie sind ein großer Teil der Energiewende und fallen unter die Förderung des EEG. Die Zahl der Privatleute, die sich zuhause Solarmodule auf das Dach installieren steigt, und auch Unternehmen erkennen zunehmend den Vorteil, ihre Freiflächen und Dachflächen für Photovoltaikanlagen zu nutzen. Was aber sind denn nun eigentlich die Vorteile?

Solaranlagen benötigen Sonne zur Energieumwandlung

Sonne ist der Schlüssel zur ertragreichen Photovoltaik-Anlage – iStockphoto.com©delectus

1. Sonne als Energiequelle: Die Sonne ist ein Energieträger, der jedem Menschen unbegrenzt zur Verfügung steht

2. Reduktion der CO2-Emissionen: PV-Anlagen erzeugen sauberen Strom und tragen damit zur Verminderung des Treibhausgasausstoßes bei

3. Investition in die Zukunft: Fossile Brennstoffe wie Kohle oder Öl werden immer knapper, womit deren  Preise auch in Zukunft weiter steigen werden

4. Weitestgehende Wartungsfreiheit: Haus- Photovoltaikanlagen sind weitestgehend wartungsfrei

5. Lärmfreiheit: Solaranlagen erzeugen Strom, ohne dabei die Umgebung mit Lärm zu beschallen

6. Einfache Technik: Jede Privatperson kann PV-Anlagen auf seinem Hausdach installieren, die Technik ist unkompliziert

7. Einspeisevergütungen: Nach wie vor wird ungenutzter Storm, der in das deutsche Netz eingespeist wird, über eine garantierte Einspeisevergütung gefördert

8. Keine Baugenehmigung: Zumindest für die meisten Hausdächer und Dachflächen ist keine zusätzliche Baugenehmigung für Photovoltaik-Anlagen erforderlich.

9. Einfache Entsorgung: Nach Laufzeit-Ende können PV-Module problemlos recyclet werden.

10. Positive Ökobilanz: Spätestens nach fünf Jahren hat eine Solaranlage die zur Produktion benötigte Energie wieder herausgeholt und weißt dann eine positivie Ökobilanz auf

11. Entlastung der Stromnetze: Mit PV-Anlagen lässt sich Strom dezentral erzeugen, dort wo er benötigt wird. Das führt zur Entlastung der Stromnetze

12. Modularer Aufbau: PV-Anlagen können problemlos in der Größe angepasst und variiert werden

13. Integration ins Gesamtsystem: Möglichkeit der Integration und Kombination mit der Haustechnik und somit der Energieeinsparung im Gesamtsystem (von SecondSol)

 

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