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Zukunftsmärkte können der Solarindustrie neue Stabilität bringen

Studie neue Anlagen PV

Die Photovoltaik erobert neue Märkte - iStockphoto.com©Milacroft.jpg

Der Fachinformationsverlag IHS (Information Handling Services)  hat einen neuen Bericht veröffentlicht, der der Solarindustrie Stabilität durch neue Märkte vorhersagt. Demnach könnten im Jahr 2017 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung bis zu zwölf Gigawatt (GW) entstehen. 2012 waren es nur 1,6 GW. Die Studie, die das Potential für Solaranlagen in 40 Ländern weltweit auswertet, geht von einem Zubau von Photovoltaik (PV) mit einem Gesamtleistungsvermögen von bis zu 30 GW in den nächsten vier Jahren aus. Dieser Aufschwung könnte der angeschlagenen Branche auch in den zentralen Märkten Europas weiterhelfen.

Bis zu 12,2 GW Wachstum 2017

Die IHS Solar Emerging Markets Study (IHS-Studie über Zukunftsmärkte der Solarbranche) ist die erste Studie, die eine ausführliche Analyse über das Wachstumspotential der Märkte der asiatisch-pazifischen Länder, des mittleren Ostens, Afrikas und der aufstrebenden Länder Europas offeriert. Laut Studie bieten viele dieser aufstrebenden Märkte trotz großer Risiken auch exzellente Wachstumschancen. Die beiden in der Studie veröffentlichten Szenarien gehen von einem Wachstum von etwa 2,1 GW bis 3,5 GW im Jahr 2013 und einem Wachstum von 2,9 GW bis zu 12,2 GW im Jahr 2017 aus.

Die ansprechendsten Märkte laut der Studie sind Südafrika, Thailand, Chile, Rumänien und Brasilien. Ermittelt wurden sie durch eine Vielzahl an Kriterien, darunter makroökonomische Faktoren, Projekt-Profitabilität, aktuelle politische Maßnahmen und Projektpipelines. Trotz angedeuteter Risiken schneiden auch die Länder Argentinien, Mexiko, Ecuador und die Türkei gut ab.

Trend: Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen senken

Trotz der Unterschiede des Marktes jeder einzelner Länder lassen sich folgende regionale Eigenschaften feststellen:

– In Afrika und dem mittleren Osten verhinderten niedrig, stark subventionierte Strompreise bisher den Aufschwung der Erneuerbaren Energien, doch die prognostizierte Steigerung des Strombedarfs von rund 26 Prozent sowie die massive Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen werden den Trend umkehren.

– In den Zukunftsmärkten Europas werden die Erneuerbaren Energien von den niedrigen Strompreisen der Einzelhändler und ihrer Abhängigkeit von Kohle- und Nuklearenergie getrieben. Davon profitiert auch die Sonnenenergie. Die Türkei sieht in der PV zudem eine Möglichkeit, den enorm steigenden Strombedarf zu decken.

– Der steigende Strombedarf ist auch einer der Faktoren für ein gesteigertes Interesse in Erneuerbare in Asien. Die stetig steigenden Kosten der fossilen Energien haben dort den Wert der Erneuerbaren erhöht. Mittelfristig wird für die Photovoltaik vor allem Indien aufgrund hoher industrieller Strompreise und häufiger Engpässe im Mittelpunkt stehen.

– Die enorme Abhängigkeit von Öl und die damit verbundenen hohen kommerziellen und industriellen Strompreise verbunden mit einer erwarteten Steigerung des Strombedarfst um 26 Prozent haben die Aktivität der solaren Entwicklung in Lateinamerika angefacht.

Die Studie zog eine große Anzahl an geplanter, bestätigter und im Bau befindlicher PV-Anlagen in ihre Analyse mit ein. Anlagen mit einer Leistung von fast 20 GW wurden erfasst, wovon allein 14 GW auf Anlagen verteilt sind, die noch in der Vorbereitung stehen. Sie unterstreichen die Hoffnung auf ein potentiell starkes Wachstum des Marktes. Die größten Märkte mit bereits im Bau befindlichen Anlagen befinden sich mit über 3 GW  Leistung in Chile, gefolgt von Rumänien, Südafrika, Serbien und Israel.

Quelle: Solarplaza

Photovoltaik in: Vereinigtes Königreich – ein Überblick

Land: Vereinigtes Königreich (UK)England Vereinigtes Königreich Strom Erneuerbare
Fläche: 244.820 km²
Einwohner: 61,8 Millionen
Landessprache: Englisch
Staatsform: parlamentarisch-konstitutionelle Monarchie

Stromverbrauch: 341.918 GWh/ Jahr
Stromimporte: 5.234 GWh/ Jahr
Anteil Strom aus Erneuerbaren: 5,1%
Anteil Photovoltaik: 0,07%
Installierte Photovoltaikleistung: 1 GW
Sonneneinstrahlung:  750kWh/m² bis 1.100 kWh/m²

Photovoltaic energy England

© Katarzyna Chojnacka

Strom und PV im Vereinigten Königreich

Die größten Energiequellen im Vereinigten Königreich sind Kohle, Gas und Öl. Über drei Viertel der Gesamtstromproduktion des Landes stammt aus diesen Quellen. Der Zubau von Erneuerbaren Energien wird von der Regierung jedoch immer mehr gefördert.  Die Photovoltaik spielt aber, auch aufgrund der geographischen Lage, im Vereinigten Königreich nur eine sehr kleine Rolle. Gerade einmal 0,07 Prozent des Stromverbrauches kommen aus Solaranlagen.

Gesetze und Einspeisevergütung

Erst seit dem 1. April 2010 gibt es im Vereinigten Königreich Einspeisevergütungen für Erneuerbare Energien. Hauptziel der Förderungen sind die Privathaushalte. Diese bekommen auch dann die Vergütungen, wenn sie den produzierten Strom direkt selbst verbrauchen. Anlagen über einer Gesamtkapazität von 5 MW werden nicht gefördert.

Die Reichweite der Förderungen lag anfangs zwischen 0,1049 €/kWp bis zu maximal 0,5343 €/kWp. Die im August 2011 folgenden Kürzungen wurden sowohl im September als auch im November noch einmal verschärft, sodass derzeit eine Förderung von 0,0876 €/kWp bis zu 0,19 €/kWp möglich ist. Je größer die Leistung der Anlage, desto kleiner werden die Zuschüsse.

Grid parity im Vereinigten Königreich

Netzparität im Vereinigten Königreich ist noch nicht erreicht. Vorhersagen datieren die Netzparität auf das Jahr 2020.

Ausblick

Das Vereinigte Königreich muss kämpfen, um den Anschluss was den Ausbau der Erneuerbaren Energien betrifft, nicht zu verlieren. Dafür wurden in diesem Jahr bereits einige Gelder freigegeben. Allerdings laufen auch schon Diskussionen über eine Einstellung der Einspeisevergütungen für Erneuerbare Energien. Fehlende Akzeptanz in Wirtschaft und Politik und die schwierige geographische Lage lassen keine guten Prognosen für den PV-Zubau zu. Gerne wird jedoch übersehen, dass London südlicher liegt als Berlin – die Voraussetzungen für Photovoltaik wären zumindest im südlichen Teil des Vereinigten Königreiches eigentlich vorhanden.

Quelle: British Photovoltaic Association UK Solar PV Update, November 2012

Photovoltaik in: Frankreich – ein Überblick

Land: FrankreichSolarenergie Energiewende Stromerzeugung
Fläche: 668.763 km²
Einwohner: 65,4Millionen
Landessprache: Französisch
Staatsform: Republik

Stromverbrauch: 425.655 GWh/ Jahr
Stromexporte: 56.570 GWh/ Jahr
Anteil Strom aus Erneuerbaren: 13,3%
Anteil Photovoltaik: unter 1%
Installierte Photovoltaikleistung: 3,6 GW
Sonneneinstrahlung:  900kWh/m² bis 1.600 kWh/m²

Stromerzeugung Einspeisevergütung

iStockphoto.com©Gyula Gyukli

Strom und PV in Frankreich

Frankreich gilt in Deutschland als Atomland (über 75 Prozenzt Kernenergie). Zwar haben die Erneuerbaren Energien mit 13,3 Prozent Anteil am Stromverbrauch in Frankreich einen ähnlich hohen Anteil wie in Italien, doch der hohe Export vor allem von Atomstrom relativiert diese Zahlen ein wenig. Photovoltaik wird in Frankreichs Wirtschaft und Politik noch sehr skeptisch gesehen, was sich auch an der geringen installierten Leistung von rund 3,6 GW sehen lässt. Erst vor kurzem hat das Land den Bau eines neuen Atommeilers genehmigt. Und bei den Erneuerbaren steht vor allem die Wasserkraft im Fokus. Die Photovoltaik macht bisher noch unter 1 Prozent aus, verteilt auf etwas mehr als 258.800 Anlagen.

Gesetze und Einspeisevergütung

Französische Gesetzgebung rund um Solaranlagen startete mit der ersten Ministerialverordnung im Juli 2006 („Arrêté du 10 juillet 2006“). Besonderheit der französischen Verordnung ist, dass die Vergütungen nicht nur nach der Art der Anlage, sondern auch nach geographischer Situation unterschiedlich gefördert werden. Für die Übersee-Départments und Korsika gibt es besonders hohe Tarife.

Mit der „Arrêté du 12 janvier 2010“, der zweiten Ministerialverordnung im Januar 2010, richtete sich Frankreich nach der EU-Vorgabe von 20 Prozent Strom aus alternativen Stromquellen bis zum Jahre 2020 aus. Die Vergütungssätze wurden geändert. Dachanlagen in Frankreich können nun eine Vergütung von bis zu 0,58 €/kWh erreichen, der höchste Wert für Dachphotovoltaik weltweit. Minimal erhalten Gebäude- und Dachanlagen 0,42 €/kWh.

Auf Freiflächenanlagen bis 250 kWp erhalten die Betreiber, abhängig vom Antragsdatum für die Anlage, bis zu 0,328 €/kWh. Seit 2011 beantragte Anlagen erhalten noch 0,283 €/kWh mit einer Degression von 10 Prozent zum Vorjahr.

Freiflächenanlagen über 250 kWp werden mit einem Faktor versehen, der, abhängig vom Départment, in dem die Anlage errichtet wurde, eine Einspeisevergütung zwischen 0,314 €/kWh und 0,3768 €/kWh garantiert.

Grid parity in Frankreich

Die Netzparität in Frankreich ist noch nicht erreicht. Aktuelle Prognosen sagen die Netzparität in Frankreich für 2020 voraus.

Ausblick

Aufgrund der durch die EU angedrohten Sanktionen, sollten 20 Prozent EE-Strom bis 2020 nicht erreicht werden, hat Frankreich noch einen Nachholbedarf was die Erneuerbaren angeht. Auch der aktuelle Staatspräsident François Hollande scheint mit seiner Partei einen Schritt weg von der Atomenergie gehen zu wollen.

Ob und in welchem Maße die Photovoltaik dabei einen Faktor spielt, ist ungewiss. Die hohen Einspeisetarife für die PV in Frankreich jedenfalls sind auch für ausländische Investoren interessant. Derzeit wird in Frankreich über Änderungen der Einspeisevergütungen diskutiert. Dabei halten sich Stimmen für eine Verringerung mit Stimmen für eine Erhöhung die Waage.

Photovoltaik in: Italien – ein Überblick

Land: ItalienFotovoltaica Italia Conto Energia
Fläche: 301.338 km²
Einwohner: 61 Millionen
Landessprache: Italienisch
Staatsform: parlamentarische Republik

Stromverbrauch: 313.433 GWh/ Jahr
Stromimporte: 47.573 GWh/ Jahr
Anteil Strom aus Erneuerbaren: 13,7%
Anteil Photovoltaik: 6%
Installierte Photovoltaikleistung: 15 GW
Sonneneinstrahlung:  1.100kWh/m² bis 1800 kWh/m²

Erneuerbare Energien Strom Conto Energia

PV in Italien. iStockphoto.com ©gmalandra

Strom und PV in Italien

Dass man in Italien neben langen Stränden und historischen Städten auch sehr viel Sonne genießen kann, wissen nicht nur Touristen. Italien versteht es, seine Sonneneinstrahlung zu nutzen. Das Land am Mittelmeer ist nach Deutschland der zweitgrößte Produzent von Solarenergie in Europa. Rund 426.000 Photovoltaik-Anlagen sind in Italien installiert, mehr als 51.000 davon erzeugen eine Leistung von mindestens 20 kWp.

Der Gesamtanteil der Photovoltaik am italienischen Stromverbrauch liegt bei 6 Prozent. An der in Italien produzierten Strommenge hat der Solarstrom einen Anteil von 7 Prozent.

Gesetze und Einspeisevergütung

Das erste Gesetz zur Förderung von Photovoltaik in Italien trat 2001 in Kraft. Das „Tetti fotovoltaici“ brachte es allerdings auf einen Zubau von gerade einmal 22 MW.

Im Jahr 2005 wurde das Conto Energia verabschiedet, das man durchaus als Pendant zum deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz bezeichnen kann.

2007 wurde es dann vom zweiten Energien-Gesetz abgelöst, das schlicht Conto Energia II genannt wurde. Bei einer Einspeisevergütung von 0,36 € bis 0,48 € / kWh wurden in der Zeit dieses Gesetzes Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von über 6.600 MW hinzugebaut.

Die nächsten Änderungen erfolgten 2010 – das Conto Energia III trat in Kraft. Nur wenige Monate später wurde es aber schon vom vierten Conto Energia verdrängt.

Das aktuelle Gesetz: Conto Energia V

Aktuell, seit Ende August 2012, ist das Conto Energia V die gesetzliche Richtlinie zur Förderung und Einspeisevergütung von Erneuerbaren Energien und damit auch der Photovoltaik.

Das Conto Energia V sieht, ähnlich wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Deutschland, deutlich weniger Förderungen für Photovoltaik vor als seine Vorgänger. Vor allem Kleinanlagen unter 20 kWp profitieren noch von dem neuen Gesetz. Zudem werden Anlagen, die im Zusammenhang mit der Sanierung von Asbestdächern entstehen, bezuschusst. Anlagen auf Freiflächen erhalten in Italien keine Förderung mehr. Der Fokus der italienischen Regierung liegt eindeutig auf Selbstversorgung/ Eigenverbrauch der Anlagenbesitzer und der Nutzung von vorhandenen Dachflächen.

Um die Förderungen zu erhalten, müssen Betreiber ihre Anlagen registrieren lassen. Die Gelder werden dann wie folgt aufgeteilt:

– 50 Mio. € für kommunale Projekte sowie besonders innovative Ideen für die PV
– 140 Mio. € bis Februar für neue Anlagen, je größer die Anlage, desto geringer der Zuschuss
– ab Februar 2013 120 Mio. € über sechs Monate
– danach halbjährlich noch 80 Mio €.

Grid parity in Italien

In Italien ist die Netzparität für PV-Strom bereits erreicht. Die Produktion des Solarstromes ist also rentabel, da er günstiger ist als der Kauf von Netzstrom. Eigens dafür gegründete Firmen kaufen oder vertreiben privat produzierten Strom.

Ausblick

Prognosen sagen für Italien zwar generell keinen Zubau in dem Maße voraus, wie er zwischen 2005 und 2010 stattfand. Dennoch, gerade aufgrund der Netzparität, ist es wahrscheinlich, dass die Photovoltaik weiter ein großes Thema bleiben wird in Italien. Zudem sind die Förderungen für Dachflächen in Italien nach wie vor gut, sodass auch dort mit weiterem Zubau gerechnet werden kann. Viele Unternehmen wie auch Privatbesitzer von größeren Dachflächen werden sich sicher ernsthaft überlegen, ob und wie eine Solaranlage auf dem eigenen Dach umsetzbar wäre.

Hans-Josef Fell im Interview: „Verfehlte schwarz-gelbe Energiepolitik“

Hans-Josef Fell, seit 2002 Sprecher für Energiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, gilt mitunter als „Vater des Erneuerbare-Energien-Gesetz“. Im Interview mit Milk the Sun äußert er sich zu EEG, Photovoltaik und die Zukunft der Erneuerbaren.

Solarstrom Erneuerbare Milk the SunMilk the Sun: Sehr geehrter Herr Fell,

die Regierung möchte das EEG reformieren, Bundesumweltminister Peter Altmaier legte bereits erste Reformvorschläge vor. Die Landesumweltminister sprachen sich derweil in Kiel auf ihrer Konferenz für eine rasche Erarbeitung einer neuen Ausbaustrategie aus. Ist eine Änderung nötig? Welche Faktoren muss das neue EEG Ihrer Meinung nach beinhalten und berücksichtigen?

Fell: Das EEG ist das weltweit erfolgreichste Instrument für die Förderung der Erneuerbaren Energien. In seinen Kernelementen muss das EEG erhalten bleiben, damit es seine Wirkung für den schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien beibehalten kann. Selbstverständlich muss das EEG auch immer wieder an die Marktentwicklung angepasst werden. Als erstes muss es von überflüssigen Kosten, wie die ausufernden Befreiungen für die Industrie, befreit werden. Und zweitens muss die Berechnung der EEG Umlage so verändert werden, dass die preissenkende Wirkung der Erneuerbaren Energien an der Strombörse auch beim Stromkunden ankommen und nicht nur die Gewinne der Stromkonzerne erhöhen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien darf dabei auf keinen Fall gedrosselt werden, alleine schon aus Klimaschutzgründen, aber auch, weil die Kosten für fossile Energien permanent steigen, während die Erzeugungskosten für die Erneuerbaren weiter sinken werden.

Milk the Sun: Viele Stromkunden beschweren sich über die Erhöhung der EEG-Umlage für 2013. Gerade Privathaushalte kommt die Umlage teuer zu stehen. Wie erklären Sie den Kunden, dennoch weiter auf erneuerbare Energie zu setzen?

Fell: Zum einen muss man sagen, dass die Unterstützung für die Erneuerbaren Energien ungebrochen groß ist in der Gesellschaft. Die Menschen in Deutschland stehen weiterhin hinter dem Ablösen der atomaren und fossilen Energiewirtschaft, vor allem auch weil viele erkannt haben, dass sie nun selbst an den Vorteilen der Stromerzeugung teilhaben können und nicht nur vier Konzerne. Dennoch muss natürlich die Politik dafür sorgen, dass die Strompreise in Deutschland bezahlbar bleiben, vor allem für einkommensschwache Haushalte. Die entscheidenden Kostentreiber beim Strompreis sind aber nicht die Erneuerbaren Energien, sondern die verfehlte schwarz-gelbe Energiepolitik mit uferlosen Befreiungen von der EEG-Umlage und den Netzentgelte, die Erhöhung der Liquiditätsreserve, die Befreiung für Eigenstromerzeugung aus Kohle und die verfehlte Marktprämie. Zudem geben die Stromkonzerne die enorme kostensenkende Wirkung von Wind- und Solarstrom an den Strombörsen nicht an die Kunden weiter, sondern erhöhen damit ihre Profite. Auch die steigenden Kohle- und Erdölpreise spielen eine oft unterschätzte Rolle für steigende Strompreise. Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien hat das wenig zu tun.

Milk the Sun: Laut mrn-news.de hält der langjährige Ministerpräsident Hessens, Roland Koch, die Photovoltaik für ein Auslaufmodell. Was sagen Sie zu dieser These?

Fell: Das überrascht mich eigentlich weniger. Roland Koch hat schon als Ministerpräsident die Erneuerbaren Energien immer bekämpft, übrigens mit dem Ergebnis, dass Hessen im bundesweiten Durchschnitt als einer der Schlusslichter gilt. Aber Herr Koch verschätzt sich da völlig. Gerade die Photovoltaik entwickelt sich immer mehr zur billigsten Stromerzeugung, weshalb immer mehr Menschen auf ihren Dächer Eigenstromerzeugung anstreben. Koch und übrigens auch sein Nachfolger Volker Bouffier haben gemeinsam, dass sie die Energiewirtschaft ungerne in Bürgerhand sehen, sie gehören zu den klaren Besitzstandsbewahrern der fossilen Energiewirtschaft. Einfamilienhäuser mit einer Solaranlage auf dem Dach gehören sicherlich nicht dazu.

Milk the Sun: Welche Rolle wird die Photovoltaik zukünftig in Deutschland spielen?

Fell: Im grünen Strommix wird die Photovoltaik neben der Windenergien die größte Rolle spielen. Die Kosten für die Solarenergie sind in den letzten Jahren stark gefallen und werden damit zunehmend wettbewerbsfähig.

Milk the Sun: Sie sprachen sich mehrfach für eine Energiegewinnung Deutschlands aus 100% Erneuerbaren aus. Bis wann und unter welchen Voraussetzungen könnte dieses Ziel erreicht werden?

Fell: In Deutschland, aber auch weltweit könnten wir bis 2030 die Energiegewinnung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umstellen, wenn die richtigen politischen Weichen gestellt werden. Dass dies technologisch machbar und sogar ökonomisch sinnvoll ist, haben die Kalifornischen Universitäten Stanford und Davis in einer Studie bewiesen – und diese wissen wovon sie reden, immerhin wurde von dort die Industrierevolution der Informationstechnologien organsiert. Was wir brauchen ist aber der politische Wille die fossile Energiewirtschaft ablösen zu wollen. Das fällt vielen immer noch schwer.

 

Milk the Sun bedankt sich bei Hans-Josef Fell für das Gespräch

Zukunftsmarkt? Erneuerbare Energien und Photovoltaik in Polen

EEG Photovoltaik Polen Wierzchosławice hat es vorgemacht, weitere Anlagen sollen nun folgen: Das 10.000 Einwohnerdorf eröffnete im September 2011 seinen 1-MW-Solarpark und produzierte damit zehnmal so viel Leistung über Photovoltaik wie alle Anlagen zuvor in Polen zusammen. Polen scheint einer der Zukunftsmärkte der Photovoltaik zu sein. Gespannt warten viele Anleger und Investoren bereits auf Neuigkeiten von der polnischen Regierung. Denn eines ist klar: Ein Erneuerbare-Energien-Gesetz wird bald kommen.

Bereits Ende des Jahres 2011 legte Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak einen Entwurf für ein Erneuerbare-Energien-Gesetz vor. Erwartet wird indes aber, dass ein endgültiges Gesetz wohl erst Mitte des nächsten Jahres erlassen wird. Inhaltlich zeichnet sich ab, dass der Anteil der Erneuerbaren bis zum Jahre 2020 auf rund 19% der gesamten Stromproduktion gesteigert werden soll. Eine garantierte Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen über 15 Jahre steht im Raum. Dabei sollen vor allem kleinere und Kleinstanlagen hoch subventioniert werden. Aber auch für Strom aus größeren Anlagen sind rentable Zuschüsse geplant.

Zertifikate-Handel über Quoten
Bisher sind die Erneuerbaren in Polen über ein Quoten- und Zertifikate-System in das allgemeine Energien-Gesetz integriert. Energieversorger müssen entsprechend einer staatlich vorgegebenen Quote „grüne Zertifikate“ vorweisen. Diese werden für die Erzeugung von regenerativer Energie vergeben oder sind auf dem Markt erhältlich. Ihr Wert liegt derzeit bei rund 277 Złoty (PLN), etwa 66,50 €. Doch noch gibt es viele Schlupflöcher. Die Energieversorger können Ersatzzahlungen leisten, die nur minimal teurer sind als die Zertifikate selbst. Dafür müssen sie nur nachweisen, dass sich in unmittelbarer Nähe keine Anlagen für Strom aus erneuerbaren Energien befinden.

Als Ansporn für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Polen dienen auch Fakten aus der aktuellen Energiegewinnung: Über vier Fünftel der polnischen Stromproduktion stammt aus Kohlekraftwerken aus den 70er und 80er Jahren. Einige werden aus Altersgründen bald vom Netz gehen, bis 2020 Kraftwerke mit einer Leistung von rund 7 GW, bis 2030 gar von rund 15 GW. Gleichzeitig wird mit einer zunehmenden Nachfrage nach Strom gerechnet. Erneuerbare Energien könnten dafür in die Bresche springen.

Wandel auch von Administration und Gesellschaft abhängig
Ins Stocken geraten könnte ein rapider Ausbau durch bürokratische Hürden. Investoren sollten sich jedenfalls vorher informieren, ob die geplanten Flächen zum Beispiel als landwirtschaftliche Fläche ausgeschrieben sind. Umwidmungs-Anträge für solche Flächen haben nur bei schlechtem Ackerland wirklich Aussicht auf Erfolg. Zudem müssen für Anlagen über zwei Megawatt Leistung Netzprüfungs-Gutachten erstellt werden, was zu Verzögerung des Netzanschlusses führen kann.

Die polnische Regierung geht in ihren Planungs-Szenarien von einem Zubau der Photovoltaik von maximal 1,8 GW bis 2020 aus. Von einer Deckelung der Leistung war bisher zwar nicht die Rede, dennoch ist zu befürchten, dass bei einem enormen Ausbau der Solarstrom-Leistung in kurzer Zeit etwaige Förderungen wieder gestrichen werden.

Fest steht, dass sich über die nächsten Jahre in Polen die Zusammensetzung des Strommix verändern wird. Mitentscheidend für Ausmaß und vor allem die Geschwindigkeit der Veränderungen werden vor allem die Details des kommenden Erneuerbare-Energien-Gesetz sein, sowie die Bereitschaft der Gesellschaft und Kommunen, neuen Projekten Platz zu bieten.

Quellen: photovoltaik.eu, photovoltaik.org, Sonne Wind & Wärme 8/2012 S.228-229, EurObserv’ER, Gramwzielone.pl

Prof.Dr.Quaschning im Interview: „Warum gibt es noch keine Do-It-Yourself-Anlage?“

Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin, nimmt Stellung zu Fragen rund um die Energiewende, das EEG und der Photovoltaik. Bekannt ist er unter anderem auch als Autor verschiedener Fach- und Sachbücher und als Betreiber der Webseite erneuerbare-energien-und-klimaschutz.de

Erneuerbare PhotovoltaikProf.Dr.Quaschning bei der Demonstration eines photovoltaischen Konzentratormoduls vor Studierenden der HTW Berlin. Foto: HTW Berlin / Gregor Strutz

Milk the Sun: Sehr geehrter Herr Quaschning, Deutschland ist nach wie vor mit Abstand das Land mit der größten Energiegewinnung über Photovoltaiksysteme. Dennoch sagen Prognosen einen Einbruch des Zubaus voraus, nicht zuletzt aufgrund auslaufender Subventionen durch das EEG. Politiker streiten sich darüber, ob das EEG überhaupt fortgesetzt werden soll. Steht der Ausbau der Photovoltaik in Deutschland vor dem Aus?

Quaschning: Die Photovoltaik in Deutschland ist derzeit schwer unter Beschuss. Hauptgrund sind aber nicht die ausufernden Kosten, denn die Photovoltaik ist inzwischen preiswerter als die Offshore-Windenergie. Der hohe Solaranteil verdrängt zunehmend konventionelle Kraftwerke aus dem Netz und macht diese unrentabel. Die Gewinne der großen Energiekonzerne leiden darunter und diese machen nun Druck, Tempo aus der Energiewende herauszunehmen. Inzwischen gibt es aber schon Geschäftsmodelle, nach denen die Photovoltaik in Deutschland auch ohne EEG profitabel sein kann. Insofern werden die Gegner einer schnellen Energiewende den Photovoltaikausbau vielleicht etwas ausbremsen können, ganz aufhalten lässt er sich allerdings nicht mehr.

Milk the Sun: Ist das EEG noch zeitgemäß? Wie sähe ein angepasstes EEG Ihrer Meinung nach aus?

Quaschning: Ziel des EEGs war es schon immer, die erneuerbaren Energien in den Markt zu überführen und sich letztendlich selbst überflüssig zu machen. Auch hatte das EEG schon immer Geburtsfehler. So ist wenig nachvollziehbar, warum man in Hamburg die gleiche Vergütung für Solarstrom erhält wie im Allgäu, wenn die Unterschiede bei der Solarstrahlung 20 Prozent betragen. In Hamburg war ein rentabler Betrieb immer nur schwer zu erreichen, im Allgäu dagegen eine Traumrendite kein Problem. Das führt dann zur Neiddebatte über die angeblichen Solarabzocker. Es gibt Regionen, die einen starken Solarzubau noch gut vertragen. In anderen Regionen sind dagegen für einen weiteren Ausbau erhebliche Investitionen in die Netzinfrastruktur erforderlich. Durch einen weiteren Ausbau der Photovoltaik müssen außerdem recht bald Überschüsse tagsüber gespeichert und nachts wieder zur Verfügung gestellt werden. Ein weiterentwickeltes EEG muss diesen Entwicklungen durch regional unterschiedliche und zeitvariable Tarife gerecht werden. Damit ließe sich schon sehr viel erreichen, bis wir in einigen Jahren dann ganz ohne EEG-Förderung auskommen können.

Milk the Sun: In einem Gespräch mit der Fachzeitschrift photovoltaik haben sie 200 Gigawatt als einen realistischen Wert für die solare Energiegewinnung im Jahr 2040 ausgegeben. Vor allem Dachflächen sollen vermehrt für die Stromgewinnung über PV-Systeme genutzt werden. Die Subventionen durch das EEG werden zunehmend gedrosselt; einige Politiker fordern gar ein komplettes Ende des EEG. Wie ließe sich einem Hausbesitzer dennoch vermitteln, auf Solarenergie zu setzen?

Quaschning: Wir haben bereits heute die Grid Parity erreicht. Das bedeutet, der eigene Solarstrom ist preiswerter als der Bezug von Strom aus dem Netz. Bedingung dafür ist, dass der überwiegende Teil des Stroms auch selbst verbraucht und nicht mehr in das Netz eingespeist wird. Das lässt sich derzeit nur mit sehr kleinen Anlagen erreichen. Mit steigenden Preisen für den Endkundenstrom und mit fallenden Preisen für Photovoltaikanlagen und Speicher werden sich sehr bald auch Anlagen in vernünftiger Größe ganz ohne EEG-Vergütung rechnen. Dann werden sie auch gebaut. Außerdem könnte die Branche noch mehr Kreativität an den Tag legen. Warum gibt es noch keine Do-It-Yourself-Anlage, die auch der Laie selbst anschließen kann? Einen Staubsauger mit 2 kW Leistung kann schließlich auch jeder ans Netz bringen. Mir leuchtet nicht ein, warum das nicht auch mit einer 2-kW-Photovoltaikanlage funktionieren kann. Wenn es diese bei einem Discounter im Angebot gibt, werden viele zuschlagen, ohne vorher noch irgendeine komplizierte Wirtschaftlichkeitsberechnung zu machen.

Solarstrom EEGMilk the Sun: Ein Artikel der Süddeutschen Zeitung sprach vor kurzem vom „Märchen vom teuren Ökostrom“. Viele Kosten und Folgekosten der Stromgewinnung aus fossilen Brennstoffen würden nicht über Umlagen auf den Strompreis selbst sondern über Subventionen aus der Steuerkasse bezahlt und ließen die konventionelle Energiegewinnung nur billiger aussehen. Werden Verbraucher so nicht getäuscht? Wie sähe eine faire Kostendarlegung für Endkunden aus?

Quaschning: Das extremste Beispiel für die möglichen Folgekosten ist Fukushima. Die bislang bekannten Schäden belaufen sich auf rund 100 Milliarden Euro, die zum großen Teil vom Steuerzahler beglichen werden müssen. Würde man diese Summe auf die Stromerzeugung aus diesem Kraftwerk umlegen, wäre die angeblich so teure Photovoltaik ein Schnäppchen dagegen. Auch bei fossilen Kraftwerken entstehen durch Luftverschmutzung und Klimawandel erhebliche Schäden und Risiken, die wiederum von der Allgemeinheit und nicht den Verursachern getragen werden. Würden all diese externen Kosten auf den Strompreis umgelegt, wäre bereits jetzt kein Atomkraft- oder Kohlekraftwerk mehr konkurrenzfähig. Die Diskussion über die angeblich viel zu hohen Kosten der erneuerbaren Energien ist unter diesem Hintergrund nur vorgeschoben, um Argumente für eine Drosselung des Ausbaus zu haben. Wir brauchen einen Ausstiegsplan aus der Atomenergie und den fossilen Energien, der einen wirksamen Klimaschutz ermöglicht. Das bedeutet, bis spätestens 2040 sollte unsere Energieversorgung vollständig auf erneuerbaren Energien basieren. Alles andere wird die nachfolgenden Generationen sehr teuer zu stehen bekommen.

Milk the Sun: Welche Rolle spielt die Politik dabei?

Quaschning: Wir haben weltweit eine sehr enge Verzahnung der Energiekonzerne mit der Politik. Ausgediente Politiker landen nicht selten in führenden Positionen in den Konzernen. Durch den Einfluss ist es bislang stets gelungen, eine sehr konzernfreundliche Energiepolitik durchzusetzen. Auch der Einfluss der Kohlelobby ist enorm. Aus Angst vor dem Verlust von Wählerstimmen ist ein schneller Ausstiegsplan aus der Kohlenutzung in Deutschland ein Tabu. Hier bräuchte es mehr Politiker mit Mut als solche, die nur auf Sicht regieren.

Milk the Sun: Seit 2004 sind sie Professor für das Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin. Dort haben Sie viel mit jungen Menschen zu tun, die ein Eigeninteresse an regenerativer Energiegewinnung mitbringen. Wie sehen junge Menschen Ihrer Erfahrung nach die Energiewende?

Quaschning: Die Energiewende ist durchaus auch ein Generationenproblem. Die älteren Generationen können sich eine schnelle Energiewende oft nicht vorstellen, da sie mit Erdöl, Erdgas, Kohle und Atomkraft aufgewachsen sind. Junge Menschen haben da keine Berührungsängste. Sie wissen, dass sie noch viel länger mit den Folgen unserer heutigen Energiewirtschaft leben müssen als ihre Eltern und sind nicht in den alten Denkmustern verhaftet. Für sie ist eine schnelle Energiewende nichts Unmögliches.

Milk the Sun: Welche Hoffnungen setzen sie in den Studiengang Regenerative Energien und Ihre Studenten?

Quaschning: Wir haben im Prinzip noch eine Generation für die vollständige Energiewende Zeit, ohne dass uns das Weltklima komplett kollabiert. In unserem Studiengang versuchen wir, mit einer modernen und zukunftsorientierten Ausbildung den Wandel unserer Energieversorgung zu unterstützen. Wenn ich sehe, welchen Elan viele unserer Studierenden an den Tag legen, bin ich fest davon überzeugt, dass eine schnelle Energiewende zu schaffen ist.

 

Wir bedanken uns bei Prof. Dr. Volker Quaschning für das Gespräch

Green Apple Awards: Milk the Sun erhält Auszeichnung im Bereich Europa: Best Practice im House of Commons in London

Milk the Sun ist bei den International Green Apple Awards for Environmental Best Practice 2012 geehrt worden. Die Preisverleihung fand am Montag den 12.11.2012 im Unterhaus des englischen Parlaments, dem House of Commons im Londoner Westminster-Palast statt.  MP Liz Kendall zeichnete Milk the Sun für dessen umweltfreundliches Geschäftsmodell und den Einsatz im Zeichen der Energiewende aus.

Milk the Sun Winner The Green Organisation

Der Green Apple Award ist einer der ältesten Umweltpreise weltweit. Seit 1994 wird er von der gemeinnützigen, unabhängige, unpolitische und nicht-aktivistische The Green Organisation alljährlich verliehen. Bestimmt ist  der Umweltpreis, der von der britischen Regierung gefördert wird, für Unternehmen, die ressourcenschonende und nachhaltige Produkte, Lösungen und Geschäftsmodelle entwickeln und anbieten. Bis zum 30. Juni jeden Jahres können sich Unternehmen, Regierungsämter, Kommunen oder Einzelpersonen bewerben.

Für den Online-Marktplatz Milk the Sun nahm Geschäftsführer Felix Krause die Auszeichnung entgegen. „Die Auszeichnung bestätigt uns in unserem Einsatz und Engagement in der Solar-Branche“ sagte er im Anschluss an die Preisverleihung. „So eine Anerkennung gerade hier im Westminster-Palast zu erhalten macht uns stolz und spornt uns für die weitere Arbeit an.“

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