Energiewende Posts

Milk the Sun im Interview

MeinStartup.com, ein Internetportal rund um die Themen Existenzgründung, innovative Geschäftsideen und Selbstständigkeit, hat,  vertreten durch CEO Felix Krause, Milk the Sun in einem Interview vorgestellt. Fragen und Antworten zu unserem Geschäftskonzept, zum Thema Energiewende und zur Entwicklung der Photovoltaik  finden Sie hier

 

Erneuerbare Energien senken Stromkosten

Nachdem vor ein paar Tagen schon der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) die wiederholten Falschmeldung kritisiert hat, dass der Ausbau der regenerativen Energien die Strompreise ansteigen lasse, reagiert jetzt auch die Politik. Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen besuchte die Solar Technology AG in Niestetal – und versprach Besserung.

Das Gespräch mit Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon und Technologievorstand Roland Grebe machte noch einmal das unbedingte Potenzial der Photovoltaik zur Senkung der Netzausbaukosten und die wichtige Rolle von Energiemanagement-Lösungen deutlich. Fazit: Die Energiewende gefährdet den Erhalt des Industriestandorts Deutschland nicht. Unumgänglich sei allerdings, die Solarstromproduktion mit der Nachfrage in Einklang zu bringen. Solarstrom entlastet das Netz und senkt schon heute deutlich die Preise an der Leipziger Strombörse. Intelligente Lösungen sind gefragt. Ein Ansatz wäre z.B.  die Nutzung von Industriedächern für großflächige Solaranlagen, da Gewerbegebiete bereits über eine gute Netzinfrastruktur verfügen. Weiter so!

 

Quelle:SolarServer

 

Die zweite Energiewende

damit wir auch in Zukunft nicht im Dunkeln sitzen müssenMitte des 18. Jahrhunderts brach ausgehend von England eine Revolution über Europa her, dessen Auswirkungen wir ökonomisch wie auch ökologisch heute noch spüren. Während in der vorindustriellen Zeit vornehmlich auf regenerative Energieträger wie Wind, Wasser und Holz gesetzt wurde, laufen heute unsere Maschinen und Fabriken meist nur noch aus Kohle, Öl, Gas und Atom gewonnenem Strom. Die industrielle Energiewende bescherte uns neben Wohlstand allerdings auch eine Menge sozialer und ökologischer Probleme. Das Ausbeuten der Erde für den energetischen Zweck führte nicht nur zu einem nachgewiesenen globalen Temperaturanstieg, dessen Folgen wir sicherlich erst in den nächsten Jahrzenten spüren werden, sondern es führte auch dazu, dass wir heute einen bequemen Wohlstand erreicht haben, den wir ungern wieder aufgeben wollen. Dass die fossilen Energiequellen sich allerdings dem Ende neigen, wird nicht zuletzt durch den Preis, einem jeden bewusst gemacht.

Um jedoch den daraus resultierenden Antagonismus zwischen der Aufrechterhaltung des aufgebauten Wohlstands und der Verknappung der fossilen Energiequellen zu lösen, versuchen nun viele Staaten eine zweite Energiewende voranzutreiben. Die Fehler der Vergangenheit sollen durch die Rückbesinnung auf dieselbige wieder behoben werden. Die Vision erscheint grün. Während riesige Windparks an den stürmischen Küsten für eine elektrifizierende Brise im Landesinneren sorgen und auch der noch so kleinste Fluss zu einem mächtigen See gestaut wird, um damit kolossale Turbinen anzutreiben, wird jeder freie Fleck, ob Dach oder Freiland mit Siliziummodulen belegt, damit der ökologisch bewusste Hauptstädter auch in Zukunft nicht im Dunkeln sitzen muss.

Der Wunsch nach einer sauberen, sicheren, unerschöpflichen und vor allem kostengünstigen Energie ist allgegenwertig. Die Mittel um dort hinzugelangen scheinen finanziell allerdings begrenzt zu sein. Im Zuge der alles beherrschenden Eurokrise und dem damit verbundenen Sparzwang, sehen sich immer mehr Eurostaaten gezwungen ihre Einspeisevergütung zu kürzen. Darüber hinaus wird gerade im ökologischen Vorzeigestaat Deutschland seit Jahren darüber lamentiert, wie der Ausbau der sogenannten Stromautobahnen vorangetrieben werden kann, ohne dass auch nur ein Hochleistungskabel verlegt wurde. Den Königsweg nach einer kostengünstigen, sozial verträglichen und ökologisch vertretbaren wie auch sicheren Energiewende, bei einem gleichzeitigen Ausbau des energetischen Wohlstands, wird es in der Form nicht geben können. Um den Wohlstand in der Zukunft zu garantieren, müssen wir heute investieren. Ansonsten steht uns eine dritte, diesmal allerdings dunkle Energiewende bevor.

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