Energiewende Posts

„Leitstern 2012“ für Brandenburg, Bayern und Sachsen-Anhalt

Die fortschrittlichsten Bundesländer in Bezug auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien sind in Berlin mit dem „Leitstern 2012“ ausgezeichnet worden. Die Gesamtwertung des von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) nach 2008 und 2010 zum dritten Mal verliehenen Preises ging an Brandenburg, das sich knapp vor Bayern durchsetzte. Während Bayern den Leitstern des besten „Aufsteigers“ erhielt, bekam Sachsen-Anhalt den Leitstern für die Kategorie „Wirtschaftsmotor“. Damit wurde die Rolle des Bundeslandes beim technologischen und wirtschaftlichen Wandel durch Erneuerbare Energien gewürdigt.

Der Leitstern wird vor dem Hintergrund der Studie „Vergleich der Bundesländer: Analyse der Erfolgsfaktoren für den Ausbau Erneuerbarer Energien 2012“ vergeben. Die Studie, die im Auftrag der AEE vom Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sowie dem Zentrum für Sonnenenergie– und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erstellt wird, Untersucht die Bundesländer anhand von 53 Indikatoren auf ihre Entwicklung bei den Erneuerbaren Energien.

Die Ergebnisse des Bundesländervergleichs können sie hier einsehen

Photovoltaik in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) – Einführung

Während die USA bei der Windenergie der zweitgrößte Markt weltweit ist, hinkt sie trotz gerade in den südlichen Staaten hervorragender natürlicher Voraussetzungen bei der Photovoltaik noch hinterher.  Noch. Wirft man einen Blick auf bereits im Bau oder zumindest in der Entwicklungsphase befindliche Projekte, so dürfte sich das binnen kürzester Zeit ändern: Addiert man die Leistung der geplanten Kraftwerke, kommt man zu dem Ergebnis, dass sich die USA bereits im Laufe des nächsten Jahres an die Spitze der Länder mit der höchsten installierten Gesamtleistung setzen und Deutschland überholen wird.

Photovoltaik Erneuerbare

iStockphoto.com©Pgiam.jpg

Problem Gesetzgebung

Die USA, drittgrößtes Land der Erde, besteht aus 50 Staaten. Jeder dieser Staaten hat eine eigene, von anderen Staaten unabhängige Gesetzgebung für die Erneuerbaren Energien und die Photovoltaik. Wer in den USA also Interesse am Bau, Kauf oder an der Investition in eine Photovoltaik-Anlage hat, muss sich vorher über die Unterschiede bzw. die Gegebenheiten der in Frage kommenden Staaten informieren. Und selbst damit wäre noch nicht alles getan: Selbst einzelne Kommunen und Städte sind berechtigt, Einspeisevergütungen anzubieten. So wurden 2008 in der Stadt Gainesville/ Florida die ersten FiTs (Feed-In Tarifs/ Einspeisevergütungen) für Photovoltaikstrom gezahlt.

Auch was die Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren angeht, folgen die Staaten ihren eigenen Vorstellungen und Richtlinien und nicht etwa landesweiten Vorgaben aus der Regierung des Weißen Hauses in Washington. Die Staaten Kalifornien und Colorado haben sich einen Erneuerbaren-Anteil von 33 Prozent bis zum Jahre 2020 als Ziel gesetzt, Iowa setzt verstärkt auf Windkraft und produziert bereits knapp 20 Prozent seines Stromes durch Windenergie.

Konzentration bisher auf einzelne Staaten

Obwohl die Sonneneinstrahlung in den USA fast überall über 1200 kWh/m² übersteigt, konzentriert sich der Photovoltaik-Zubau auch aufgrund genannter Unterschiede der FiTs auf einige wenige Staaten. Größter Markt ist der Staat Kalifornien, gefolgt von Arizona und New Jersey. Die Einstrahlung in den südlichen Staaten Kalifornien, Arizona, New Mexico und Texas erreicht teilweise mehr als 1950 kWh/m².

Solarenergie Ölförderung Verinigte Staaten Erneuerbare

Fotograf: Arne Hückelheim

Landesweiter Ausblick

Ein landesweiter Ausblich für die Vereinigten Staaten von Amerika muss sich vor allem auf die Einstellung von Politik und Wirtschaft zum Thema Energiewende und Photovoltaik richten. Dabei setzen viele Unterstützer der Erneuerbaren ihre Hoffnung in den Wiedergewählten Präsidenten Barack Obama, der bereits in seiner ersten Amtsperiode versuchte, die Abhängigkeit der USA von fossilen Brennstoffen zu senken. Ihm gegenüber steht aber eine starke Opposition der Republikaner, die bekannt dafür ist, harte Klientelpolitik für die Lobby der fossilen Energie zu betreiben.

Neue Ölbohrtechniken und neue Methoden zur Erdgasförderung (z.B. Fracking) lassen die USA zu einem immer größeren Energieexporteur anwachsen, was die Position der Erneuerbaren Energien massiv schwächt. Schon bald könnte die USA zum größten Ölproduzenten weltweit aufsteigen. Eine Energiewende in der Form wie sie momentan in Deutschland stattfindet erscheint daher nicht realistisch. Dennoch werden die USA um die Vorteile der Erneuerbaren Energien nicht herumkommen, auch weil die Bewegungen für alternative Energien an Einfluss gewinnen. Es ist damit zu rechnen, dass die USA in Zukunft auch eine führende Position in der Stromproduktion aus Photovoltaik-Systemen einnehmen wird.

Milk the Sun wird in den kommenden Wochen einzelne Staaten der USA unter die Lupe nehmen und Informationen zu Erneuerbaren Energien und Photovoltaik in diesen Staaten veröffentlichen.

 

Reihe Photovoltaik in den USA:

1. Photovoltaik in den Vereinigten Staaten (USA) – Ein Überblick
2. Kalifornien
3. New Jersey

 

Quellen: Solarserver.de, renewable-energy-concepts.com

Milk the Sun im Interview

MeinStartup.com, ein Internetportal rund um die Themen Existenzgründung, innovative Geschäftsideen und Selbstständigkeit, hat,  vertreten durch CEO Felix Krause, Milk the Sun in einem Interview vorgestellt. Fragen und Antworten zu unserem Geschäftskonzept, zum Thema Energiewende und zur Entwicklung der Photovoltaik  finden Sie hier

 

Erneuerbare Energien senken Stromkosten

Nachdem vor ein paar Tagen schon der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) die wiederholten Falschmeldung kritisiert hat, dass der Ausbau der regenerativen Energien die Strompreise ansteigen lasse, reagiert jetzt auch die Politik. Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen besuchte die Solar Technology AG in Niestetal – und versprach Besserung.

Das Gespräch mit Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon und Technologievorstand Roland Grebe machte noch einmal das unbedingte Potenzial der Photovoltaik zur Senkung der Netzausbaukosten und die wichtige Rolle von Energiemanagement-Lösungen deutlich. Fazit: Die Energiewende gefährdet den Erhalt des Industriestandorts Deutschland nicht. Unumgänglich sei allerdings, die Solarstromproduktion mit der Nachfrage in Einklang zu bringen. Solarstrom entlastet das Netz und senkt schon heute deutlich die Preise an der Leipziger Strombörse. Intelligente Lösungen sind gefragt. Ein Ansatz wäre z.B.  die Nutzung von Industriedächern für großflächige Solaranlagen, da Gewerbegebiete bereits über eine gute Netzinfrastruktur verfügen. Weiter so!

 

Quelle:SolarServer

 

Die zweite Energiewende

damit wir auch in Zukunft nicht im Dunkeln sitzen müssenMitte des 18. Jahrhunderts brach ausgehend von England eine Revolution über Europa her, dessen Auswirkungen wir ökonomisch wie auch ökologisch heute noch spüren. Während in der vorindustriellen Zeit vornehmlich auf regenerative Energieträger wie Wind, Wasser und Holz gesetzt wurde, laufen heute unsere Maschinen und Fabriken meist nur noch aus Kohle, Öl, Gas und Atom gewonnenem Strom. Die industrielle Energiewende bescherte uns neben Wohlstand allerdings auch eine Menge sozialer und ökologischer Probleme. Das Ausbeuten der Erde für den energetischen Zweck führte nicht nur zu einem nachgewiesenen globalen Temperaturanstieg, dessen Folgen wir sicherlich erst in den nächsten Jahrzenten spüren werden, sondern es führte auch dazu, dass wir heute einen bequemen Wohlstand erreicht haben, den wir ungern wieder aufgeben wollen. Dass die fossilen Energiequellen sich allerdings dem Ende neigen, wird nicht zuletzt durch den Preis, einem jeden bewusst gemacht.

Um jedoch den daraus resultierenden Antagonismus zwischen der Aufrechterhaltung des aufgebauten Wohlstands und der Verknappung der fossilen Energiequellen zu lösen, versuchen nun viele Staaten eine zweite Energiewende voranzutreiben. Die Fehler der Vergangenheit sollen durch die Rückbesinnung auf dieselbige wieder behoben werden. Die Vision erscheint grün. Während riesige Windparks an den stürmischen Küsten für eine elektrifizierende Brise im Landesinneren sorgen und auch der noch so kleinste Fluss zu einem mächtigen See gestaut wird, um damit kolossale Turbinen anzutreiben, wird jeder freie Fleck, ob Dach oder Freiland mit Siliziummodulen belegt, damit der ökologisch bewusste Hauptstädter auch in Zukunft nicht im Dunkeln sitzen muss.

Der Wunsch nach einer sauberen, sicheren, unerschöpflichen und vor allem kostengünstigen Energie ist allgegenwertig. Die Mittel um dort hinzugelangen scheinen finanziell allerdings begrenzt zu sein. Im Zuge der alles beherrschenden Eurokrise und dem damit verbundenen Sparzwang, sehen sich immer mehr Eurostaaten gezwungen ihre Einspeisevergütung zu kürzen. Darüber hinaus wird gerade im ökologischen Vorzeigestaat Deutschland seit Jahren darüber lamentiert, wie der Ausbau der sogenannten Stromautobahnen vorangetrieben werden kann, ohne dass auch nur ein Hochleistungskabel verlegt wurde. Den Königsweg nach einer kostengünstigen, sozial verträglichen und ökologisch vertretbaren wie auch sicheren Energiewende, bei einem gleichzeitigen Ausbau des energetischen Wohlstands, wird es in der Form nicht geben können. Um den Wohlstand in der Zukunft zu garantieren, müssen wir heute investieren. Ansonsten steht uns eine dritte, diesmal allerdings dunkle Energiewende bevor.

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