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Vier Fragen an… Dietmar Brockes, Sprecher für Wirtschaft, Industrie und Energie der FDP-Landtagsfraktion NRW

Vier Fragen an… Dietmar Brockes, Sprecher für Wirtschaft, Industrie und Energie der FDP-Landtagsfraktion NRW

Dietmar Brockes ist Sprecher für Wirtschaft, Industrie und Energie der FDP-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen. Der 43-Jährige ist seit dem Jahr 2000 Mitglied des Landtags und seit 2005 Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Energie. Zuvor war der gelernte Kaufmann als selbstständiger Unternehmer am Niederrhein tätig. Nach der Verabschiedung der EEG-Reform hat er sich die Zeit genommen, unsere „Vier Fragen an…“ zum Thema zu beantworten.

EEG-Umlage nun auch auf kleine Solaranlagen

40 Prozent der EEG-Umlage auch auf die Erzeugung und den Eigenverbrauch von Solarstrom durch kleine Solaranlagen bis 10 Kilowatt Peak (kWp) Leistung: Was vor Kurzem noch undenkbar schien, trifft nun ein. Die Regierung um Sigmar Gabriel wird Ende Juni ein Gesetz verabschieden, welches ab 2015 auch kleine Solaranlagen mit der EEG-Umlage belasten soll. Eigenerzeugung und Eigenverbrauch von Solarstrom kann somit unattraktiv werden, auch wenn das Gesetz nicht rückwirkend gelten wird. Betroffen sein werden nur neue solare Dachanlagen, die ab 2015 ans Netz gehen.

Eigenverbrauch vs. Direktverbrauch

Eigenverbrauch vs. Direktverbrauch

Der Betrieb einer eigenen Photovoltaik-Anlage kann sich in vielerlei Hinsicht lohnen. Zum einen ist die Beschaffung einer PV-Anlage eine Investition in eine erneuerbare Energie, die sauberen und regenerativen Strom erzeugt. Sie bringt aber noch einen anderen entscheidenden Vorteil: Der selbst erzeugte Strom kann selbstverständlich auch selbst genutzt werden. Das nennt man dann Eigenverbrauch und in einer abgeschwächten Form auch Direktverbrauch. Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen den beiden Formen des Stromverbrauchs? Wir klären auf.

Die Wende im Kampf um PV-Eigenverbrauchsbelastung?

Können Solarstrom-Selbstversorger bald mit einer niedrigeren EEG-Umlage beim Eigenverbrauch rechnen?

Können Solarstrom-Selbstversorger bald mit einer niedrigeren EEG-Umlage beim Eigenverbrauch rechnen?

Es kommt endlich Wind in die Debatte um die ungerechte Verteilung der EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch von selbsterzeugtem Solarstrom. Der Umweltausschuss des Bundestags hat zwei Anträge angenommen, die die im EEG-Gesetzesentwurf vorgesehenen starken Einschränkungen von Erneuerbaren Energien auflockern wollen. So soll die Höhe der Belastung des Eigenverbrauchs mit der EEG-Umlage von 50 auf 15 Prozent sinken – gleichzeitig soll damit einher die Bagatellgrenze für die Eigenverbrauchsbelastung von Solarstrom von 10 auf 100 Kilowatt Peak angehoben werden.

EEG-Umlage: PV-Anlagen bis 10 kWp bleiben befreit

Der Verbrauch des selbst erzeugten Stroms soll in Zukunft für Gewerbe, Handel, Dienstleister, Landwirtschaft und Mieter mit der EEG-Umlage belastet werden. (Foto: Claus Ableiter/wikimedia.commons, CC BY-SA 3.0)

Der Verbrauch des selbst erzeugten Stroms soll in Zukunft für Gewerbe, Handel, Dienstleister, Landwirtschaft und Mieter teurer werden.
(Foto: Claus Ableiter/wikimedia.commons, CC BY-SA 3.0)

Es gab viel Wirbel um den verabschiedeten Gesetzesentwurf  der Erneuerbaren Energie Gesetze (EEG) von Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel. Anstatt Gerechtigkeit und Logik im Sinne der angepeilten Energiewende walten zu lassen, lenkt die Regierung in die falsche Richtung. So werden weiterhin 1.600 stromintensive Industrieunternehmen von der EEG-Umlage befreit, Solarstrom-Eigenverbraucher werden hingegen zur Kasse gebeten. Das betrifft jedoch „nur“ Gewerbe, Handel und den Mittelstand. Kleinere private Solaranlagen mit einer Leistung von bis zu 10 kilowatt Peak (kWp) bleiben weiterhin von der EEG-Umlage befreit.

Eigenverbrauch: Der Anreiz für den Photovoltaik-Kauf

Nur drei Prozent der Anlagenbetreiber haben einen Speicher zum Eigenverbrauch installiert

Nur drei Prozent der Anlagenbetreiber haben einen Speicher zum Eigenverbrauch installiert

Der Eigenverbrauch, also die Nutzung des Stroms aus der eigenen Photovoltaik-Anlage, ist heute der größte Anreiz für eine Investition in die Solarstrom-Technologie. Das belegt nun auch eine Umfrage unter Endkunden von EuPD Research. Allerdings schafften bislang nur drei Prozent ein Speichersystem an – obwohl es seit fast einem Jahr ein Förderprogramm des Staats gibt.

Eigenverbrauch: Das beste Geschäftsmodell der Photovoltaik darf nicht sterben – Ein Kommentar von Tobias Schütt (DZ-4)

Ein Appell, warum der private Eigenverbrauch, die größte Stärke des Solarstroms, nicht belastet werden darf.

Mein Name ist Tobias Schütt. Ich bin Solarstromverkäufer. Simpel und einfach. Mit meinem Partner Florian Berghausen habe ich vor zweieinhalb Jahren DZ-4 gegründet und in den letzten Jahren aufgebaut. Simple Idee: Wir machen Solarstrom einfach und für jedermann möglich, der in seinem eigenen Haus wohnt. Das sind rund 10 Millionen Haushalte. Das reicht für einen substanziellen Beitrag zum Gelingen der Energiewende, wenn alle mitmachen. Die Idee muss einfach sein und Hürden wegnehmen: Nicht Photovoltaik-Anlagen verkaufen, sondern Strom. Und dabei die PV-Anlage als zentrales Element der Stromerzeugung und –versorgung definieren. Energiewirtschaftliche Verantwortung übernehmen, eine Brücke zwischen „alter“ Solarwelt und „alter“ Energiewirtschaft schlagen oder anders: Solar-Stromversorger sein, weil es die Etablierten nicht machen. Das ist DZ-4.

Wie wird sich der Markt für Stromspeicher entwickeln? – Eine Analyse der Anfragezahlen für Solarstromspeicher

Solar-Stromspeicher sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Netzeinspeisung und Eigenverbrauch. Doch obwohl die Schere zwischen Haushaltsstrompreisen und Stromgestehungs- und Speicherkosten immer weiter auseinander geht, stagniert das Interesse. Dies geht aus dem neuen SolarContact-Index hervor, in dem die Speicheranfragen seit Förderbeginn ausgewertet wurden.

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