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We proudly present: Die Ergebnisse der Umfrage zum Photovoltaikmarkt 2012

CleanThinking.de, das Online-Wirtschaftsmagazin für die CleanTech-Branche und Milk the Sun organisierten in den letzten Wochen eine gemeinsame Umfrage zum Photovoltaikmarkt 2012. Die Umfrage ist als Reaktion auf die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen innerhalb der Photovoltaikbranche zu betrachten. Marktteilnehmer sehen sich mit sinkender Einspeisevergütung, neuen Energiegesetzen oder geänderten Richtlinien konfrontiert. Wie sich die aktuellen Entwicklungen konkret auf die einzelnen Beteiligten auswirken, darüber gibt nun die Studie zum Photovoltaikmarkt 2012 Auskunft.

Unsere Marktanalyse beruht auf Antworten von Projektentwicklern, Anlagenbetreibern oder -besitzern, Investoren sowie Eigentümern von Dach- oder Freiflächen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Stimmung auf dem Photovoltaikmarkt im Großen und Ganzen als gemäßigt bis positiv einzuschätzen ist. Die Renditeerwartungen der Investoren liegen im vorderen Mittelfeld. 57% gehen von einer Rendite von 7 – 10% aus, 33% erwarten 4 – 6%. Dies weist Photovoltaik als nach wie vor lukratives Investitionsfeld aus.

55%, also mehr als die Hälfte der Befragten gab als angemessene Pacht für Freiflächen in Deutschland prozentual zum Ertrag 2 – 4% an. Niemand dagegen fand 6 – 8% noch akzeptabel.

Interessant ist, dass die Mehrheit der Teilnehmer (41%) die größten Chancen für Photovoltaik außerhalb der EU sieht. Dies bestätigt die derzeitigen Tendenzen der Solarbranche, ihren Fokus auf neue Märkte wie Afrika oder Südostasien zu richten. Der PV-Marktplatz von Milk the Sun hat bereits auf diesen neuen Trend reagiert. Außereuropäische Projekte, Anlagen, Dach- und Freiflächen z.B. aus den USA, Südamerika oder der Türkei können mittlerweile auf der Onlineplattform angeboten und gehandelt werden.

Begründung dafür könnte in den diesjährigen gravierenden Veränderungen am heimatlichen Markt zu finden sein. Immerhin gaben 71% der Befragten an, von der gegenwärtigen EEG-Diskussion „verunsichert“ zu sein. Nicht weiter verwunderlich, wenn man sich die Schlagzeilen der letzten Wochen in Erinnerung ruft. Lediglich 19% beurteilen die Veränderungen positiv.

Die Preise für vollständig entwickelte Projektrechte für Dachanlagen in Deutschland liegen der Umfrage zufolge aktuell bei 50 – 70 €/kWp. 41% sprachen sich für 30 – 50 €/kWp aus, 7% erklärten 70 – 120 €/kWp zur preislichen Obergrenze.
CleanThinking.de und Milk the Sun bedanken sich bei allen Teilnehmern! Diese Marktanalyse erlaubt uns einen besseren Einblick in die Stimmung auf dem Photovoltaikmarkt und schafft für alle Beteiligten der Solarbranche mehr Transparenz. Die Umfrage stellt einen wichtigen Orientierungspunkt für alle PV-Marktteilnehmer dar und basiert auf aktuellen Zahlen und Meinungen.

Investieren – installieren – profitieren

Innerhalb der Photovoltaikbranche zeichnen sich neue Tendenzen ab: der Trend geht hin zur dezentralen Stromversorgung und Eigenverbrauch vor Ort. „Wer jetzt in eine Photovoltaikanlage investiert, der profitiert doppelt“, so Dr. Michel Göde, Geschäftsführer von ANTARIS SOLAR. Zum einen erhält man im Augenblick für seine PV-Anlage noch eine lohnende Einspeisevergütung gemäß EEG, zum anderen senkt man seine Stromkosten für einen langen Zeitraum erheblich.

Die staatliche Förderung für erneuerbare Energien nimmt beständig ab. Die Einspeisevergütung für Solarstrom bildet da keine Ausnahme. Sobald in Deutschland durch Photovoltaik eine Gesamtstromleistung von 52 GW erreicht ist, soll es damit komplett vorbei sein. Schätzungen zufolge könnte dies bereits 2014 der Fall sein. Erfreulicherweise ist der selbstproduzierte Solarstrom aber bereits jetzt billiger als der Strom aus dem öffentlichen Netz. Gleichzeitig werden die Speichertechnologien und einzelnen Komponenten für PV-Anlagen immer effektiver und preiswerter.

Eine aktuelle Versuchsreihe des Max-Planck- Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen zeigt zudem, dass ein „feinmaschigeres“ Stromnetz, das statt einiger weniger Großkraftwerke aus vielen kleinen dezentralen Kraftwerken besteht, um einiges stabiler und trotz allgemeiner Befürchtungen wesentlich unempfänglicher für Stromausfälle ist. Anhand eines simulierten Stromnetzes konnte das Max-Planck-Institut erste Belege dafür gewinnen. Dezentrale Erzeuger und Verbraucher synchronisierten sich in dem Computermodell von selbst. Allerdings zeigte sich auch, dass man beim Bau neuer Leitungen vorsichtig sein müsse, da sie paradoxerweise zu einer Abnahme der Übertragungskapazität des Gesamtnetzes führen könnten. Die Studien dazu werden weitergehen. Als nächsten Schritt ist eine praxisorientierte Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Netzbetreibern geplant.

War bis vor kurzem die Einspeisevergütung die größte Motivation für viele PV-Anlagenbetreiber oder Investoren, so scheint im Moment vor allem die Aussicht auf Netzunabhängigkeit und eine geringe Stromrechnung zu locken. Kein Wunder angesichts der allgegenwärtigen Schlagzeilen über steigende Stromkosten. Unter MilktheSun.com finden Sie einen europaweiten Marktplatz für Photovoltaik, Angebote für PV-Investments sowie alle nötigen Informationen auf dem Weg zur eigenen Solaranlage.

Quelle: Max-Planck-Gesellschaft und oekonews.at

 

Clevere Reaktion auf das EEG 2012: „Dritte vor Ort beliefern“

Die diesjährigen EEG-Änderungen stellen die Photovoltaikbranche vor neue Herausforderungen. Wie kann man nach der Einführung des Marktintegrationsmodells PV-Anlagen auch weiterhin wirtschaftlich betreiben? Wie reagiert man auf die Absenkung der Einspeisevergütung? Milk the Sun hat sich umgehört.

Ein innovativer Lösungsvorschlag hierzu kommt aus Franken!
Der Landesverband Franken der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS Franken) setzt sich für die Interessen von Verbrauchern zur Nutzung erneuerbarer Energien und ökonomischer Energieverwendung ein. Das Konzept „Dritte vor Ort beliefern“ entstand als Reaktion auf das neue EEG und steht für die Versorgung mit Solarstrom, der von PV-Anlagen auf fremden Dächern produziert wird, wobei der Anlagenbetreiber durch einen kalkulierten Lieferpreis rechnerisch eine hundertprozentige EEG-Volleinspeisung erreicht und Abzüge durch das Marktintegrationsmodell vermeidet.

Konkret sieht das so aus: Ein Betreiber installiert eine PV-Anlage auf einem nicht ihm gehörenden Grundstück oder Gebäude und schließt sie an das öffentliche Netz an. Wichtig ist hierbei, dass der größte Stromanteil vor Ort bzw. in unmittelbarer Nähe verbraucht wird. Der Grundstücks- oder Gebäudeeigentümer (nach Vereinbarung auch Pächter) bezieht den produzierten Solarstrom und reduziert so seine Kosten für Strom aus dem öffentlichen Netz. Dafür zahlt er dem Betreiber ein Nutzungsentgelt in Form eines vereinbarten Stromlieferpreises. Dieser Stromlieferpreis gilt für die gesamte Laufzeit (min. 20 Jahre) und entspricht entweder der Höhe der EEG-Vergütung oder wird individuell festgelegt. Der überschüssige Strom wird regulär in das öffentliche Netz eingespeist und erhält die aktuelle EEG-Vergütung. Rein rechnerisch kommt man so wieder auf eine Einspeisevergütung von 100%.

Die ersten Projekte nach diesem Konzept finden sich bereits bei Milk the Sun. Auf unserem europaweiten Online-Marktplatz für Photovoltaik können Sie Ihr Dach vermieten oder verpachten bzw. nach Dachflächen zur Photovoltaiknutzung suchen. Innovative Ideen wie das wirtschaftliche Betreiben von PV-Anlagen auf fremden Dächern machen die Solarbranche trotz Marktintegrationsmodell zu einem nach wie vor lukrativen und gleichzeitig ökologischen Geschäftszweig. Wir von Milk the Sun freuen uns, dass man Klimaschutzziele auch weiterhin mit Wirtschaftlichkeit erreichen kann!

Quelle: DGS Franken

Neue Diskussionen rund um das EEG – Reform noch im Herbst?

In unmittelbarer Nachbarschaft von Milk the Sun, sozusagen nebenan im Bundeskanzleramt, treffen sich heute erneut Vertreter von Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften, um über das neue EEG zu diskutieren. Darunter auch Umweltminister Altmaier und Wirtschaftsminister Rösler. Grund der Sitzung: die Kosten der Energiewende und der voraussichtliche Anstieg der Strompreise in Deutschland. Redebedarf besteht auf jeden Fall.

CDU Politiker Altmaier ist auf der einen Seite gegenüber einer Reform des EEG nicht abgeneigt, will sich dafür aber mehr Zeit nehmen. Laut dem amtierenden Umweltminister soll der Ausbau der Erneuerbaren Energien verlangsamt werden, um einerseits Stromüberproduktion zu vermeiden und andererseits die Kosten für den Stromverbraucher und den Ausbau der Netze niedriger zu halten. Überstürztes Handeln gefährde zudem die Versorgungssicherheit.

Die FDP auf der anderen Seite möchte noch im Herbst einen eigenen Vorschlag für eine rigorose Änderung des EEG vorlegen. Vor allem die Ausnahmeregelungen bezüglich Strompreisen aus erneuerbaren Energiequellen für energieintensive Industrieunternehmen sollen beibehalten werden. Ferner betont Rösler die wichtige Rolle der Branche der erneuerbaren Energien als Arbeitgeber.

Wir beobachten weiter und halten Sie auf dem Laufenden!

Quelle:Zeit Online

 

EEG-Konsens in Sicht – Vermittlungsausschuss tagt heute

Foto Reichstagskuppel - Vermittlungausschuss EEG-NovelleNach Medienberichten entscheidet die Arbeitsgruppe des Vermittlungsausschusses, besetzt mit Fachpolitikern aus den Bundestagsfraktionen sowie Vertretern aus Landes- und Bundesregierung über einen Kompromiss der die künftige Förderung von Solarstromanlagen betrifft. Damit könnte der Brennpunkt EEG-Novelle endlich zu einem verträglichen Ende gebracht werden. Bereits gestern hatte sich die Expertengruppe in den meisten Punkten dem Konsens genähert und wird seiner endgültigen Entscheidung, nach einer letzten Verhandlungsrunde im Vermittlungsausschuss heute noch vom Bundestag und Bundesrat zustimmen lassen. Ziel ist es die Änderungen, die nach wie vor rückwirkend zum 1. April in Kraft treten, noch vor der Sommerpause gesetzlich zu konsolidieren. Laut Medieninformationen, soll die Kürzung milder ausfallen als ursprünglich vorgesehen. Damit sind die Hauptkritikpunkte an der ursprünglichen EEG-Novelle anscheinend gehört worden. Es sollte einfach zu schnell zu viel gestrichen werden. Die bisher geplanten Neuerungen hätte dem wirtschaftlichen Hoffnungsträger der Zukunft Erneuerbare Energie  jeden Vorsprung geraubt und die mögliche Entwicklung eines freien PV-Marktes von vorn herein verhindert.

www.unendlich-viel-energie.de: Verteilung der Erneuerbaren Energien innerhalb der EU 2010  Die Details der Beschlüsse lassen sich bisher nur vermuten. So soll die Erhaltung des mittleren Anlagensegments bei Dachanlagen durch Einführung einer Vergütungsklasse 10 bis 40 kWp mit 18,5 ct/kWh (ab 1. April) gewährleistet werden. Zusätzlich gibt es wahrscheinlich Einigung darüber, dass auf eine Absenkung des Zubaukorridors ab 2014 verzichtet werden soll. Es ist auch im Gespräch die Förderung bei Erreichen einer installierten Gesamtleistung in Deutschland von 52 Gigawatt auslaufen zu lassen. Dabei soll gleichzeitig der Netz- und Marktzugang für den Solarstrom gesichert bleiben.

Für Photovoltaikparks sollen die Kürzungen ebenfalls abgemildert werden. Der Abstand zwischen Freiflächenanlagen mit 10 MW Anlagenbegrenzung beträgt nun zwei Kilometer und nicht, wie ursprünglich geplant vier Kilometer. Die ursprüngliche Regelung hätte massive Rentabilitätseinbußen für alle innerhalb der letzten 24 Monate errichteten Parks bedeutet. Sie alle fielen in die Kategorie. Auch die 10 MW-Grenze an sich ist nach wie vor in der Diskussion.

Uneinigkeit hingegen herrscht nach wie vor bei der Eingrenzung des Marktintegrationsmodells und der damit verbundenen Beschränkung der vergütungsfähigen Solarstromerzeugung auf 80 Prozent (Anlagen bis 10 kWp) bzw. 90 Prozent (Anlagen zwischen 10 und 1.000 kWp). Eine mögliche Alternative wäre es hier eine Bagatellgrenze für Kleinanlagen bis 10 kWp einzuführen. Nicht zuletzt ist auch die Förderung von dezentralen Energiespeichern im Gespräch. Neben der Speicherförderung besteht in den Verhandlungskreisen auch der Wille, die bereits in den vergangenen Jahren begonnenen Anstrengungen zur Forschungsunterstützung im Bereich der Photovoltaik weiter zu intensivieren.

Quelle: BSW Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Kitschige Berichterstattung deutscher Leitmedien und eine Wahrheit über die EEG-Umlage

Unabhängige Berichterstattung sieht anders aus. In den ARD Tagesthemen wurde am vergangenen Sonntag eine etwas saloppe Darstellung der Entwicklung des EEG und der Konsequenzen für die Bundesbürger ausgestrahlt. Eine Mutter hält Fläschchen, Baby und die letzte Stromrechnung in die Kamera, dazu der Kommentar, dass in über 600.000 Haushalten schon der Strom abgeschaltet worden sei. Die Energiewende sei nicht nur eine technische, sondern auch eine soziale Herausforderung. Photovoltaik.eu hat die Zahlen, die auch in der Berichterstattung des Spiegels auftauchen, nachrecherchiert. Nicht 600.000, sondern 157.600 Haushalte konnten ihre Energierechnung (Strom, Gas und Wasser, wohlgemerkt) nicht rechtzeitig zahlen und haben deshalb kurzfristig keinen Strom gehabt. Inwiefern diese Zahl überhaupt mit der EEG-Umlage verbunden ist, wurde gar nicht erläutert. Es ist natürlich richtig, dass die EEG-Umlage steigt. Sie liegt heute bei knapp 3,5 ct/kWh und hat seit Einführung um 70% zugelegt. Aber um diesen Umstand zu erläutern ist die Betrachtung der Fragestellung wichtig: Welche Faktoren lassen die EEG-Umlage stetig wachsen? Denn in den Berichterstattungen der Leitmedien wurde ein Aspekt konsequent außer Acht gelassen. Die Regierung selbst gestaltet Höhe und Verteilung jeder Umlage. Und in diesem Punkt wird es beim EEG interessant.

Gebäude der Bundesnetzagentur Bonn

Ein Bericht der Bundesnetzagentur bringt Licht ins Dunkel der ARD-Berichterstattung

Laut eines Berichtes der Bundesnetzagentur vom März 2012 könnte die EEG-Umlage bei 3 ct/kWh (!) liegen. Die aktuelle Umlage von knapp 3,5 ct, Tendenz steigend, ist einerseits dem Anlagenzubau, ungünstigen Kalkulationsgrundlagen und vor allem zu großen Teilen einer unfairen Verteilung anzurechnen. Konkret heißt das laut Bundesnetzagentur „dass die privilegierten Unternehmen im Jahr 2012 zwar 18% des Gesamtverbrauchs (an Strom) verursachen, aber lediglich für einen Anteil von 0,3 Prozent am gesamten Umlagebetrag aufkommen. Folglich müssen 2,5 Mrd. Euro zusätzlich von den nicht-privilegierten Letztverbrauchern, in aller Regel sind dies Haushaltskunden sowie industrielle und gewerbliche Kleinverbraucher getragen werden.“ Wäre ein Beitrag über diese Gründe der steigenden EEG-Umlage, vor allem für Endverbraucher, nicht spannender? Die Feststellungen in diesem Bericht haben im Übrigen nicht beeinflusst, dass die Hürde für  eine EEG-Umlage-Befreiung nach oben gesetzt wird. Im Gegenteil: Die Grenze des minimalen Stromverbrauches im Jahr, um als Vielverbraucher-Unternehmen befreit zu werden, ist gesunken von 10 GW auf 1 GW. Zum Verständnis: Jedes Unternehmen, das in Deutschland so viel Strom im Jahr verbraucht wie 250 Einfamilienhaushalte, ist von der EEG-Umlage befreit. Das sind viele. Und der Rest, schlappe 2,5 Mrd. Euro, bleiben bei denjenigen hängen, die zum Beispiel die ARD als Protagonisten einer Anti-EEG-Kampagne auswählt. „Mit Sorge beobachtet die Bundesnetzagentur daher die Tendenzen, die den regulären umlagepflichtigen Letztverbraucherabsatz immer weiter reduzieren.“ Das wäre eine Meldung wert. Zu ergänzen um die deutlich gestellte Frage nach dem Veröffentlichungsdatum des im März vorliegenden Berichts. Denn der ging im Mai online – nach den Landtagswahlen in NRW.

Quellen: Bericht der Bundesnetzagentur, Recherche von Photovoltaik.eu, Tagesthemen zur EEG-Umlage

Photovoltaik-Boom über Europas Grenzen hinaus

Laut der aktuellen Studie „Global Market Outlook for Photovoltaics until 2016“ der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) expandiert die Photovoltaikbranche weiter. 300 bis 500 Prozent Wachstum bis zum Jahr 2016 werden erwartet. Heute steht ein Großteil der Anlagen in Italien und Deutschland, jedoch befindet sich schon jetzt die meisten Top-Ten-PV-Standorte nicht in Europa, sondern beispielsweise in China, USA, Japan und Australien.

 

Grafik: PV Marktanteile von Nicht-EU Ländern heute

 

PV Marktanteile von Nicht-EU Ländern heute

 

Global betrachtet sind die Aussichten für das Wachstum der PV Branche nach EPIA optimistisch. In dem Bericht werden verschiedene Szenarien dargestellt, auf deren Grundlage das globale Wachstum voraussichtlich stattfinden wird. Das  „Policy-Driven Scenario“ setzt ein politisches Klima voraus, das die Solarindustrie langfristig stützt – in Deutschland hieße das beispielsweise das Festhalten an Solarförderung und am EEG. Bei weltweit günstigen politischen Rahmenbedingungen dieser Art, hält EPIA sogar ein globales Wachstum bis zu 340 Gigawatt für möglich.

 

Grafik: Entwicklung globaler PV Kapazitäten bis 2016

 

Quelle EPIA - Globale Entwicklung Photovoltaik Industrie bis 2016

 

Die günstige Lage der PV Industrie im Jahr 2011 für Deutschland und Italien sind nach den Aussagen des Berichtes an eine Reihe von Entwicklungen geknüpft: die Abkehr von Atomkraft und der gesellschaftliche Wunsch hin zum Ausbau Erneuerbarer Energiegewinnung, der Preisabfall von Modulen und die Akzeptanz von Photovoltaik als lukrative Assetklasse in der Wirtschaft. Für 2012 und 2013 sind die Zuwachsraten, gerade in Deutschland, aller Voraussicht nach eher niedrig. Die starken Wachstumszahlen sind schwer zu halten. Für 2012 wird ein Zuwachs von fünf bis acht GW erwartet.

 

Grafik: Quelle EPIA – Entwicklung PV Industrie Europa bis 2020

 

Quelle EPIA - Entwicklung PV Industrie Europa bis 2020

 

Europa war 2011 das Zugpferd mit 75 Prozent Beteiligung am PV-Marktwachstum – bezogen auf weltweite Neuinstallationen und Netzzugänge. Dennoch sind die sonnigen Aussichten für die Zukunft klar an das Potential von Ländern gebunden, die noch keine ausgeprägte PV-Industrie, dafür aber die besten klimatischen Voraussetzungen haben. „Other countries, especially in the Sunbelt region, have enormous potential for solar development that has only just begun to be tapped.“

 

Aufatmen! Solarkürzungen doch gekippt

Foto Reichstagskuppel - Bundesrat stoppt geplante EEG-NovelleErst das Nein der Länder am 11.5. bei der Abstimmung über die EEG-Novelle und dann die katastrophalen Wahlergebnisse am Sonntag in NRW – Norbert Röttgen bringt der Solarindustrie Deutschlands unfreiwillig die Sonne wieder zurück. Die geplanten Kürzungen bleiben der Solarwirtschaft vorerst erspart. Ein Brancheninsider kommentiert die Situation seit diesem Wochenende so: „Bis zu den Neuverhandlungen im Vermittlungsausschuss wird die Industrie wieder einen Aufschwung erleben. Die 7 GW Grenze wird bestimmt geknackt, denn seit Freitag ist Photovoltaik in Deutschland wieder ein profitables Geschäft.“ Trotzdem bleiben die hohen Abgaben der Endverbraucher weiter Thema. Die boomende Wirtschaft mit Sonnenenergie wird mit 7 Mrd. Euro jährlich aus den Umlagen der Stromverbraucher bezahlt. Eine schlaue Lösung muss her, um die Probleme in der deutschen Wachstumsbranche Solar, mit über 200 produzierenden Unternehmen, die rund 110.900 Arbeitsplätze geschaffen haben, freiwirtschaftlich umzugestalten. Im Moment sind Zwei Drittel im Bundesrat gegen die geplanten Einsparungen – damit ist die Politik sich darüber einig, dass Veränderungen nicht mit drastischen Kürzungen beginnen können, der Rest bleibt abzuwarten. Milk The Sun startet Dank dieser Topnachricht voller Energie in die Woche!

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