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Dänemark: Von Photovoltaik-Boom zu Photovoltaik-Boom?

Die Solarenergie in Dänemark hat im vergangenen Jahr ein exponentielles Wachstum erlebt. Dafür sorgten angenehme Rahmenbedingungen gerade für private Haushalte. Doch das Wachstum kam zu einem abrupten Ende, als die dänische Regierung die Gesetzgebung veränderte. Dennoch erwarten Experten einen neuen Boom, angetrieben durch Wohnungsunternehmen.

Dänemark könnte weiter von Photovoltaik profitieren

Die Kombination aus fallenden Preisen von Modulen für Dachflächen einerseits und großzügigen Zuschüssen andererseits ließ die Anzahl von Wohn- und Dachanlagen in Dänemark stark ansteigen. Waren Ende 2011 nur Dachflächen von 3.000 Haushalten mit Photovoltaik-Anlagen versehen, so stieg diese Zahl innerhalb von kaum zwölf Monaten auf mehr als 43.000. Die installierte Leistung stieg damit von zehn Megawatt (MW) auf 223 MW und übertraf damit bereits acht Jahre vorher das für 2020 anvisierte Ziel für Solarenergie von 200 MW.

Obwohl der bezuschusste Solar-Boom nun gestoppt wurde, nachdem die dänische Regierung im vergangen November beschloss, die Förderungen zu kürzen, ist Dänemark nach wie vor ein attraktiver Wachstumsmarkt. Am 21. März wird dies eines der grundlegenden Themen der PV-Konferenz „The Solar Future: Denmark“, die in Kopenhagen stattfinden wird.

Die Energiepreise, die in Dänemark mit 26,8 Cent pro Kilowattstunde (wovon sich über 22 Cent aus Steuern zusammensetzen) zu den teuersten in Europa gehören, werden die Erneuerbaren Energiequellen weiter antreiben. Experten glauben, dass ein neuer Boom nicht lange auf sich warten lassen wird. Mit der neuen Gesetzgebung sind Photovoltaik-Anlagen mit einer Größe von mehr als sechs MW berechtigt, Zuschüsse zu erhalten, wodurch der Bau größerer Anlagen gefördert wird. Das steigert die Möglichkeiten für Wohnungsunternehmen und Firmen, Subventionen für PV-Systeme auf dem eigenen Dach zu erhalten.

Photovoltaik-Dachanlagen könnten in Dänemark weiteren Schub erfahren. iStockphoto.com©Richard Schmidt-Zuper

Die dänische Interessengruppe für Wohnungsunternehmen, Danmarks Almene Boliger, die aus rund 650 Mitgliedern besteht und eine halbe Million Wohnungen abdeckt, hat ihre Begeisterung für die neuen Regelungen bereits ausgedrückt.

Eine neue Umfrage zeigt, dass 75 Prozent der dänischen Wohnungsunternehmen großes Interesse daran haben, in Photovoltaik zu investieren. Und das möglichst innerhalb der nächsten zwei Jahre.

Aufgrund von strikten Regulierungen bezüglich der Energieeffizienz zwischen den Jahren 2015 bis 2020 ist der Photovoltaik-Markt auch für Bürogebäude vielversprechend.

Die 5,6 Millionen Einwohner des skandinavischen Landes haben einen großen sozialen und politischen Konsens zu Erneuerbaren Energien entwickelt. Das dänische Parlament hat beschlossen, dass bis 2020 die dänische Energieversorgung zu 35 Prozent aus Erneuerbaren bestehen solle,  im Jahr 2050 gar zu 100 Prozent.

Quelle: Solarplaza

Photovoltaikanlagen – Warum eigentlich? Vorteile von PV

Photovoltaik-Anlagen stehen täglich in den Medien. Sie sind ein großer Teil der Energiewende und fallen unter die Förderung des EEG. Die Zahl der Privatleute, die sich zuhause Solarmodule auf das Dach installieren steigt, und auch Unternehmen erkennen zunehmend den Vorteil, ihre Freiflächen und Dachflächen für Photovoltaikanlagen zu nutzen. Was aber sind denn nun eigentlich die Vorteile?

Solaranlagen benötigen Sonne zur Energieumwandlung

Sonne ist der Schlüssel zur ertragreichen Photovoltaik-Anlage – iStockphoto.com©delectus

1. Sonne als Energiequelle: Die Sonne ist ein Energieträger, der jedem Menschen unbegrenzt zur Verfügung steht

2. Reduktion der CO2-Emissionen: PV-Anlagen erzeugen sauberen Strom und tragen damit zur Verminderung des Treibhausgasausstoßes bei

3. Investition in die Zukunft: Fossile Brennstoffe wie Kohle oder Öl werden immer knapper, womit deren  Preise auch in Zukunft weiter steigen werden

4. Weitestgehende Wartungsfreiheit: Haus- Photovoltaikanlagen sind weitestgehend wartungsfrei

5. Lärmfreiheit: Solaranlagen erzeugen Strom, ohne dabei die Umgebung mit Lärm zu beschallen

6. Einfache Technik: Jede Privatperson kann PV-Anlagen auf seinem Hausdach installieren, die Technik ist unkompliziert

7. Einspeisevergütungen: Nach wie vor wird ungenutzter Storm, der in das deutsche Netz eingespeist wird, über eine garantierte Einspeisevergütung gefördert

8. Keine Baugenehmigung: Zumindest für die meisten Hausdächer und Dachflächen ist keine zusätzliche Baugenehmigung für Photovoltaik-Anlagen erforderlich.

9. Einfache Entsorgung: Nach Laufzeit-Ende können PV-Module problemlos recyclet werden.

10. Positive Ökobilanz: Spätestens nach fünf Jahren hat eine Solaranlage die zur Produktion benötigte Energie wieder herausgeholt und weißt dann eine positivie Ökobilanz auf

11. Entlastung der Stromnetze: Mit PV-Anlagen lässt sich Strom dezentral erzeugen, dort wo er benötigt wird. Das führt zur Entlastung der Stromnetze

12. Modularer Aufbau: PV-Anlagen können problemlos in der Größe angepasst und variiert werden

13. Integration ins Gesamtsystem: Möglichkeit der Integration und Kombination mit der Haustechnik und somit der Energieeinsparung im Gesamtsystem (von SecondSol)

 

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Akzeptanz: Erneuerbare beliebt, EEG-Umlage nicht, Atom- und Kohlekraft auch nicht

Eine repräsentative Umfrage der Agentur für Erneuerbare Energien zeigt, dass die Zustimmung für  den Ausbau Erneuerbare Energien in Deutschland nach wie vor sehr hoch ist. Bundesweit beurteilten 93% der Studienteilnehmer den Ausbau mit „wichtig“, „sehr wichtig“ oder gar „außerordentlich wichtig“. Gegenüber den Vorjahren ist das zwar ein Verlust von 2%, dennoch ist der Wert ein mehr als beachtliches Ergebnis. Schlusslicht nach Bundesländern ist Brandenburg – mit 87%.

EEG-Umlage wird zunehmend kritischer gesehen

Die steigende EEG-Umlage stößt bei den Befragten aber zunehmend auf Ablehnung. Sprachen sich 2011 noch bundesweit 78% dafür aus, dass die Umlage zumindest „angemessen“ wenn nicht sogar „zu niedrig“ sei. Angesprochen auf die EEG-Umlage von rund 5 Cent 2013 konnten sich nur noch 47% mit diesen Antwortmöglichkeiten anfreunden. Besonders in strukturschwächeren neuen Bundesländern war die Zustimmung gering (Sachsen-Anhalt 25%, Brandenburg 34%, Thüringen 35%).

Akzeptanz Windanlage Atomkraftwerk Kohlekraftwerk

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien

Direktvergleich Erneuerbarer: Photovoltaik hat besten Ruf

Was die Akzeptanz von Erneuerbaren Energien in der Nachbarschaft angeht, steht die Photovoltaik unter den großen alternativen Energien nach wie vor am höchsten im Kurs. 77% der Befragten bewerteten Solarparks in der Nachbarschaft mit „finde ich gut“ oder gar „finde ich sehr gut“. Damit bestätigte die Solarenergie den Wert aus dem Vorjahr. 2010 waren es „nur“ 74%. Leicht gestiegen in den letzten beiden Jahren ist auch die Zustimmung für Windenergieanlagen. Die 61% aus diesem Jahr bedeuten eine Steigerung von 5% seit 2010. Gesunken seit 2010 ist hingegen die Akzeptanz von Biomasseanlagen in der Nachbarschaft. Während sich 2010 noch 40% mit „finde ich gut“ oder „finde ich sehr gut“ zu dieser Form der Energiegewinnung äußerten, waren es 2011 und 2012 nur noch je 36%.

Katastrophaler Ruf für Atom- und Kohlekraftwerke

Keinen guten Stand in der Gesellschaft scheinen Atom- und Kohlekraft zu haben. Mit 19% im Saarland erreicht die Kohlekraft im Vergleich der Bundesländer ihren Höchstwert, der Schnitt liegt jedoch bei gerade mal 8%. Noch weniger Ansehen verzeichnet die Atomkraft: 8% in Thüringen sind für sie das höchste der Gefühle. Der Schnitt liegt bei 3%.

Die Daten der Studie können hier eingesehen werden.

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