Solarstrom kann 2017 fast weltweite Netzparität erreichen

Solarstrom kann 2017 fast weltweite Netzparität erreichen

Auf der ganzen Welt wird Solarstrom aktiv und mit großem finanziellen Aufwand gefördert. In weltweit 80 Prozent der Länder könnte daher bis 2017 Netzparität herrschen. Der US-Analyst Vishal Shah prophezeit einen zweiten Solarboom. 

 

In Deutschland mag der Zubau von Solarstrom erzeugenden Anlagen stagnieren – doch der Rest der Welt investiert weiter aktiv in den Ausbau von Solarstrom-Anlagen. Hält dieser Trend an – und dessen sind sich Analysten der Investmentsparte der Deutschen Bank sicher – könnte Solarstrom bereits 2017 in den meisten Ländern der Erde Netzparität erreichen. Das bedeutet, dass selbst erzeugter Solarstrom mindestens genauso viel kostet – wenn nicht sogar günstiger ist – als die Elektrizität aus dem öffentlichen Stromnetz.

Dabei beruft sich der US-Analyst Vishal Shah auf folgende Rechnung: Wenn die Strompreise um drei Prozent pro Jahr steigen, dann herrscht ab 2017 in vier von fünf Ländern auf der Welt die Netzparität. Bleiben die Strompreise unverändert, greift die Netzparität immerhin noch in zwei Drittel der Märkte.

Solarstrom und Netzparitöt

In 80 Prozent der Länder könnte bis 2017 Netzparität herrschena

Fluch für Energieversorger, Segen für Solarstrom und die Energiewende

Shah warnt jedoch gleichzeitig, dass die Netzparität eine Art Tipping-Point für die Energiebranche darstellt. Denn sobald selbst erzeugter Solarstrom günstiger ist als der Strom vom öffentlichen Versorger, gehen eben diesem Schritt für Schritt die Kunden aus. Darüber hinaus werden Solarstrom-Speicher und Solaranlagen im Allgemeinen immer günstiger. Dadurch wird die Unabhängigkeit vom Energieversorger immer weiter vorantreiben und die Kundenflucht beschleunigt.

Behält Shah recht mit seiner Prognose, stünden Energieversorger und die Arbeitnehmer in der Branche vor schweren Zeiten. Gleichzeitig würde dies jedoch einen zweiten Boom der Solarenergie und der Energiewende bedeuten.

Solarstrom

Solarstrom wird immer wichtiger – Energieversorger stehen auf lange Sicht vor dem Aus

WiWo Green, RenewEconomy

Manuel Gonzalez Fernandez

Manuel Gonzalez Fernandez, 28, Journalist, PR-Manager und Blogredakteur bei Milk the Sun. >>I’d put my money on the sun and solar energy. What a source of power! I hope we don’t have to wait until oil and coal run out before we tackle that.<< - Thomas Edison

1 Kommentar

Urban Biffiger

vor 3 Jahren

Naja, das ist so eine Sache mit Prognosen. Das Vorgehen und die Folgerungen in der Studie äusserst mangelhaft, dass die Prognose schon fast amüsant wirken. Aus unzähligen Fehlschlüssen hier die Wichtigsten: 1. Die weltweiten Energiepreise sinken, auch wenn die weltweite Nachfrage zunimmt (Industrie-, Subventions- und Ressourcenpolitik)- auch in den USA. 2. Für die oben genannte Unabhängigkeit vom Stromversorger ist eine vollständige Selbstversorgung nötig (Sommer, Winter, Tag und Nacht). Da ist man, abgesehen von Orten an denen wir nicht leben möchten, noch weit weg von marktreifen und/oder konkurrenzfähigen Lösungen. 3. Branchen entwickeln sich weiter- analog der übrigen Prognoseparameter. Es gibt unzählige Möglichkeiten wie Stromversorger schwindenden Absatz kompensieren können. Das stehen nicht schwere sondern goldige Zeiten bevor. >>Die Sonne hat tatsächlich viel zu bieten - allerdings nur wenn sie scheint.<<

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