Solarmodule im Weltall – Der Weg zu „Stellarer Energie“

Solarmodule im Weltall – Der Weg zu „Stellarer Energie“

Vergangene Woche haben wir über das schier unendliche Energie-Potenziel unserer Sonne berichtet. Aktuell sehen wir uns aber (noch) vor dem Problem, die Massen an Energie, die uns unser Zentralgestirn stündlich auf die Erde sendet, nicht ansatzweise zu Genüge ausschöpfen zu können. Dafür bräuchten wir neue Denkweisen und Technologien – wie zum Beispiel Solarmodule im Weltall, die die Sonnenenergie aus dem interstellaren Raum zu uns auf die Erde beamen.

 

Solarmodule im Weltall: Die Vorteile

Eine Reihe von Forschern sieht nicht nur enormes Potenzial von aus dem Weltall auf die Erde gebeamter Sonnenenergie. Sie glauben auch, dass wir diesen technologischen Fortschritt noch miterleben können. Das schnelle Handeln in diese Richtung würde durchaus Sinn machen, denn die Vorteile dieser Art der Energiegewinnung liegen auf der Hand. Während die Erdatmosphäre einen Großteil der Sonnenstrahlen auf dem Weg zur Erde filtert, wären Solarmodule im Weltall einer viel höheren Sonnenstrahlung ausgesetzt. Somit könnten sie 40 mal mehr Energie erzeugen als Solarmodule auf der Erde.

„Wenn man ein Solarmodul im Weltall betreibt, wird es 24 Stunden am Tag bestrahlt, sieben Tage die Woche, 99 Prozent des Jahres,“ erklärt Paul Jaffe, ein Raumfahrt-Ingenieur am U.S. Naval Research Laboratory.

Aus diesen Gründen wird diese Technologie unter Wissenschaftlern auch „Stellare Energie“ genannt.

 

Die Kosten „stellarer Energie“

Technisch gesehen wäre die Energiegewinnung durch stellare Energie bereits jetzt möglich. Der monetäre Aufwand für solch ein Unterfangen ist aktuell allerdings viel zu hoch. Die NASA schätzt die kosten auf mehrere hundert Millionen Dollar für nur wenige Solarmodule. Grund dafür sind in erster Linie die Kosten, die beim Transport von Gütern in den interstellaren Raum entstehen. Pro Kilo kostet der Transport in den Orbit 4.600 Dollar. Erst, wenn diese Kosten auf maximal 400 Dollar pro Kilo gesenkt werden können, würde ein solches Unterfangen möglich werden.

 

Wir würde das Ganze überhaupt funktionieren?

Abgesehen von einigen notwendigen technischen Optimierungen ist die Idee relativ simpel. Solarmodule im Weltall würden sich in ihrer Wirkungsweise nicht von denen auf Hausdächern oder Freiflächen auf der Erde unterscheiden. Das einzige Problem wäre der effiziente Transfer der gewonnenen Energie von All auf die Erde. Die bisher beste Möglichkeit dafür bieten elektromagnetische Wellen – so wie sie auch bei der Übermittlung von Radiosignalen verwendet werden.

„Menschen assoziieren Radiowellen wahrscheinlich nicht mit dem Transport von purer Energie, da sie nur an Frequenzen für Kommunikation – wie zum Beispiel Radiosendern oder Mobiltelefonen – denken. Sie sehen darin noch keine Art Transportmittel, welches Energie transferieren kann,“ erklärt Jaffe in einem Statement.

So könnten Solarmodule im Weltall funktionieren:

space solar panels_02

 

Auf der Erde würden überdimensionale Antennen die Radiowellen auffangen und die umgewandelte Energie in das Stromnetz einspeisen. „Es würde wie ein Feld voller Kabel aussehen, die in die Luft ragen“, so Jaffe.

Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Zum Glück gibt es eine Vielzahl von Startups und privaten Personen – zu ihnen zählt auch Tesla-Visionär Elon Musk –  die aktiv in die Forschung investieren und nach Lösungsansätzen suchen. Ihr Ziel ist die Realisierung von „Stellarer Energie“ innerhalb der nächsten Jahre. Sollte das wirklich klappen, stünde unbegrenzter Energieversorgung nichts mehr im Wege…

Quelle: Businessinsider, Titelbild: shutterstock/3Dsculptor

 

Manuel Gonzalez Fernandez

Manuel Gonzalez Fernandez, 28, Journalist, PR-Manager und Blogredakteur bei Milk the Sun. >>I’d put my money on the sun and solar energy. What a source of power! I hope we don’t have to wait until oil and coal run out before we tackle that.<< - Thomas Edison

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