Solarex Istanbul: Der Solarmarkt in der Türkei wird profitabel

Solarex Istanbul: Der Solarmarkt in der Türkei wird profitabel

Vergangene Woche hat die siebte Solar-Fachmesse “Solarex” in Istanbul ihre Tore für die Solarbranche geöffnet. Player und Experten aus der ganzen Welt trafen zusammen, um sich über technische Neuheiten, Investitionsmöglichkeiten und den Photovoltaik-Markt in der Türkei auszutauschen. Dabei wurde schnell klar: Bisher war der türkische Solarmarkt zwar attraktiv, doch nun kann dieser auch aktiv und effizient aufgebaut werden. Hürden werden beseitigt und das Interesse seitens Dienstleistern, Projektierern und Investoren steigt weiter an. Die Photovoltaik in der Türkei ist dabei, den Weg in die Zukunft freizuräumen.

 

Die Solar-Fachmesse „Solarex“ in Istanbul hat vergangene Woche wieder einmal aufgezeigt: Die Türkei ist prädestiniert für eine blühende Solarzukunft. Eine Sonneneinstrahlung von durchschnittlich 7,5 Stunden pro Tag und einer Intensität von bis zu 1.500 Kilowattstunden pro Kilowatt-peak (kWh/kWp) , eine steigende Stromnachfrage von 65 Millionen Einwohnern und ein etablierter Produktionssektor bieten die Basis für einen starken und zukunftsträchtigen Solarmarkt.

Trotzdem schritt das vorhergesagte Photovoltaik-Wachstum um einiges langsamer voran als erwartet. Lediglich 54,8 Megawatt (MW) Photovoltaik-Leistung wurden bisher in der Türkei installiert. Und das, obwohl bürokratische Hürden immer weiter verringert und Banker immer besser mit der Solarbranche vertraut gemacht werden.

 

Bestehende Hürden werden sukzessive eliminiert

Solarex in Istanbul, Güneş enerjisi - Der Photovoltaik-Markt in der Türkei wird endlich belebt

Solarex in Istanbul, Güneş enerjisi – Der Photovoltaik-Markt in der Türkei wird endlich belebt

Maßgeblich verantwortlich für das stockende Photovoltaik-Wachstum sind diverse Verzögerungen bei der Fertigstellung von lizensierten und unlizensierten PV-Großprojekten. Ein komplexes System des Zusammenbringens von Akteuren entlang der Wertschöpfungskette und Hürden bei Finanzierungen standen schnellen Projektrealisierungen bisher im Weg. Mittlerweile öffnen sich aber immer mehr Banken und vergeben Finanzierungen in Dollar und in Euro. In diesem Rahmen hat sich auch der Tedaş Prozess – die Vergabe der Einspeisevergütung – immer weiter eingespielt und vereinfacht.

 

Positive Trends auf dem türkischen Solarmarkt

Auf dem türkischen Solarmarkt zeichnen sich sogar bereits einige Trends ab. So stellen Projektentwickler einen hohen Qualitätsanspruch an zukünftige Photovoltaik-Projekte. Das soll den schnellen Weiterverkauf von laufenden Solaranlagen vereinfachen. Viele Betreiber planen bereits jetzt mit einem relativ schnellen Verkauf ihrer Anlagen über den Photovoltaik-Zweitmarkt. Diese Punkte zeigen: Das Interesse an Photovoltaik in der Türkei ist groß. Betreiber, Investoren und führende Dienstleister haben verstanden, dass ein belebter Solarmarkt in vielerlei Hinsicht profitabel sein kann. Das spiegelte sich auch in der hohen Resonanz von Ausstellern und Besuchern auf der Solarex wieder. Die Messe konnte mit einer zusätzlichen Halle sogar weiter gewachsen.

 

“Getätigte Investments zahlen sich langsam aus”

Das Resumee der Solarex in Istanbul fällt durchweg positiv aus. Positive Trends lassen sich sowohl in der Beseitigung von bürokratischen und finanziellen Hürden erkennen, als auch im steigenden Interesse von Dienstleistern, Projektentwicklern und Investoren an der Errichtung von PV-Projekten und der Belebung des Photovoltaik-Zweitmarktes. Dieser Trend ist auch bei Milk the Sun wahrzunehmen. Photovoltaik-Projekte aus Izmir, Antalya, Adana und Konya waren bereits auf dem Online-Marktplatz. Durch den direkten Zugang sowohl zu Projektentwicklern als auch zu Investoren kann Milk the Sun diesen Trend effizient ausbauen.

Vor allem aber spüren frühere Investoren, dass sich ihre Investments auf dem türkischen Solarmarkt durchaus gelohnt haben. “Getätigte Investments zahlen sich langsam aus”, fasst Philipp Seherr-Thoß, CEO von Milk the Sun, die positiven Erfahrungen der Investoren auf der Messe zusammen.

Manuel Gonzalez Fernandez

Manuel Gonzalez Fernandez, 28, Journalist, PR-Manager und Blogredakteur bei Milk the Sun. >>I’d put my money on the sun and solar energy. What a source of power! I hope we don’t have to wait until oil and coal run out before we tackle that.<< - Thomas Edison