Advertisement

Gewissheit über britische Förderkürzungen der Solarenergie

Nach Monaten der Ungewissheit, sieht es jetzt danach aus, dass die britische Solarindustrie mit einer gewissen Sicherheit in die Zukunft blicken kann. Das britische Ministerium für Energie und Klimawandel gab nun bekannt, dass die Einspeisetarife für Sonnenstrom ab März reduziert werden.

 

Die Pläne der Regierung die Feed-in Tariffs rückwirkend bereits zum Dezember zu kürzen, wurden erfolgreich durch eine Klage britischer Solarunternehmen und Umweltverbände beim Obersten Gerichtshof verhindert. Die Regierung legt gegen die Entscheidung des Gerichts allerdings Einspruch ein und wartet nun auf die Entscheidung des Obersten Gericht, welche am 9. Februar getroffen werden soll.

 

„But this is too important for us to sit and do nothing while we wait“, sagte Greg Barker, der britische Minister für Energie und Klimawandel. Daher stellte die Regierung quasi einen Plan B vor, der die Kürzung der Einspeisevergütungen erst ab dem 3. März 2012 vorsieht.

Unabhängig vom Ausgang der Beschwerde, kann sich die Solarbranche nun sicher sein, dass alle Anlagen, die ab dem 3. März ans Netz gehen, mit den neuen Tarifen vergütet werden.

 

Die neuen Vergütungen liegen zwischen 21 Pence pro Kilowattstunde (p/kWh) für kleine Anlagen mit einer Leistung bis zu 4 Kilowattpeak und 8,5 Pence für Freiflächenanlagen. Vor allem kleine PV-Anlagen sind von den Kürzungen betroffen, die Tarife sinken von 43,3 p/kWh. Die Vergütung für Freiflächenanlagen bleibt mit 8,5 p/kWh auf dem gleichen Niveau.

 

Die Entscheidung der Regierung wurde von der Solarindustrie und den Umweltorganisationen begrüßt. „Friends of the Earth welcomes this step forward because it allows solar companies to plan for the future – something they could not do until now”, gab der Umweltverband in einer Pressemitteilung bekannt.

 

Weitere Artikel zu diesem Thema:

 

Oberster englischer Gerichtshof erklärt Solarkürzungen für rechtswidrig

 

Britische Regierung legt Einspruch gegen das Urteil des Obersten Gerichtshofs ein

 

Britische Solarbranche protestiert gegen Kürzungen

 

Ende der Solardebatte? – Röttgen will Einspeisetarife monatlich anpassen

Bundesumweltminister Norbert Röttgen und Vertreter der Solarbranche haben sich darauf geeinigt, die Solarförderung künftig monatlich, mindestens aber quartalsweise anzupassen. Die Debatte über die Höhe und Art der Einspeisevergütungen der Solar-industrie flammte erneut auf, als bekannt wurde, dass allein im Dezember vergangenen Jahres etwa 3 Gigawattpeak an PV-Leistung installiert wurden. Vor allem Stimmen aus dem Wirtschaftsflügel der Union und die des Wirtschaftsministers Philipp Rösler sind seitdem laut und deutlich zu vernehmen. Mit ihren Forderungen nach einer drastischen Absenkung der Förderungen für die Solarindustrie und der Deckelung des jährlichen Photovoltaik-Zubaus, geriet Norbert Röttgen zunehmend unter Druck.

 

Schon vor dem Treffen des Umweltministers mit Vertretern der Solarbranche am Donnerstag, den 19.01.2012, kündigte Röttgen weitere Einschnitte für die Solarförderung an, um den Zubau an PV-Anlagen zu begrenzen.

 

Nun einigten sich die Beteiligten darauf, die Förderkappungen nicht wie bisher alle halbe Jahre durchzuführen, sondern die Tarife monatlich oder quartalsweise anzupassen. Auf das Gesamtjahr gesehen sollen die Kürzungen aber maximal 24 Prozent ausmachen. Dadurch soll ein schubartiger Zubau wie im Dezember verhindert werden, welcher unter anderem Folge der hohen Förderkürzung zum Jahreswechsel war.

 

Für diese Neuregelung bedarf es einer Novellierung des EEG, welche schnellst möglich, jedoch ohne Nennung eines genauen Zeitpunkts durchgeführt werden soll. Ein massiver Zubau an Photovoltaikanlagen, wie im vergangenen Jahr, sei aus Kostengründen und aufgrund der Stabilität des Stromnetzes auf Dauer nicht möglich, sagte der Umweltminister, laut Handelsblatt. Weitere Reformen des EEG könnten in der stärkeren Betonung auf die Speicherfähigkeit des schwankenden Stroms aus Wind oder Sonne liegen. Forderungen nach drastischen Kürzungen der Solarenergie erteilte Röttgen allerdings eine Absage. Die Solarbranche und Investoren bräuchten stabile Rahmenbedingungen und Verlässlichkeit.

 

Außerdem sind die Förderungen der Solarenergie nicht von Dauer. Die Einspeisevergütungen wurden in den letzten Jahren schon stark reduziert. „Strom aus Photovoltaikanlagen erreicht bereits in diesem Jahr das Niveau privater Stromtarife. Damit trägt der weitere Ausbau von Solarstrom kaum noch zum Anstieg des Strompreises bei“, sagt Günther Cramer, Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Und Röttgen sagte dem Handelsblatt, dass die Photovoltaik ab 2017 überhaupt keine Hilfe mehr brauchen werde.

 

Weitere Artikel zu diesem Thema:

 

Wie geht der Kampf zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium aus?

 

Der Druck auf die Photovoltaik wächst

 

Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück – Die Energiewende des Philipp Rösler

 

Wie weiter mit der Solarförderung?

 

Bund der Energieverbraucher reicht Beschwerde gegen EEG-Umlage in Brüssel ein

In einer Pressmitteilung vom 18.01.2012, teilte der Bund der Energieverbraucher e.V. mit, dass der Verein Beschwerde in Brüssel eingereicht hat. Die Befreiung der stromintensiven Industrie von der EEG-Umlage und den Netzentgelten sei gegenüber Mittelstand und Verbrauchern eine große Ungerechtigkeit, heißt es in der Mitteilung. Die Befreiung stelle eine europarechtswidrige Beihilfe dar, heißt es weiter, daher erhält der Vorstand des Vereins am 2. Februar 2012 die Gelegenheit über dieses Problem mit der Kommission in Brüssel zu reden.

 

Von Seiten der Politik heißt es, man wolle die stromintensive Industrie vor zu hohen Stromkosten und dem damit verbundenen Wettbewerbsnachteil bewahren. Doch dagegen wehrt sich der Bund der Energieverbraucher nun: „Die Industriestrompreise sind in Deutschland gegenüber den anderen EU-Ländern seit 2007 deutlich gesunken, ohne Berücksichtigung von Steuern und Abgaben. Deshalb gibt es keinen Grund, durch eine Befreiung von der EEG-Umlage und Netzentgelte die stromintensive Industrie noch ein weiteres Mal zu begünstigen, zu Lasten aller übrigen Verbraucher.“

 

Die Privilegien der Industrie seien auf Kosten der anderen Verbraucher ausgeufert, beklagt Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher: „Die Bundesregierung muss diese Auswüchse dringend eingrenzen.“

 

Die EEG-Umlage sei durch die Befreiungen der Industrie um das doppelte unnötig aufgebläht. Nach Angaben des Vereins ist sie durch die Befreiung der Industrie rund 0,8 Cent pro Kilowattstunde höher. Würde auf die Befreiung der Industrie verzichtet, würde die EEG-Umlage bei gleicher Förderhöhe für die Erneuerbaren nur rund 1,8 Cent pro Kilowattstunde betragen. Sie wäre damit nur halb so hoch wie der aktuelle Betrag und würde unter das Niveau von 2010 sinken. Mitnahmeeffekte durch die Marktprämie und die Managerprämien seien in den Berechnungen dabei noch gar nicht berücksichtigt, meldet der Bund der Energieverbraucher.

 

Die Marktprämie soll einen Anreiz für Firmen setzen, ihren Strom direkt über die Börse zu verkaufen, statt die Netzgesellschaften zwischen zu schalten. Dadurch können sie einen besseren Preis für ihren Strom erzielen, als sie durch die Einspeisvergütung erhalten würden. Gelingt dies nicht, sind sie aber abgesichert, denn sie können monatlich entscheiden, ob sie das Modell der Marktprämie oder das der Einspeisevergütung bevorzugen. Allein der Versuch, den Strom an der Börse zu vermarkten, wird mit einer Managerprämie belohnt.

 

Einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Strompreise und der EEG-Umlage kann der Verein nicht erkennen. Ursachen für die steigenden Preise sind, laut Pressemitteilung, vielmehr die überzogenen Gewinne der Versorger, der fehlende Wettbewerb bei der Stromerzeugung und die Manipulationen der Stromhandelsgroßmärkte.

 

In der derzeitigen Debatte um die EEG-Umlage kann der Verein weniger den Schutz der Verbraucher erkennen, als vielmehr den Schutz des Quasi-Monopols der Stromkonzerne bei der Erzeugung und Vermarktung.

 

Wie geht der Kampf zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium aus?

Die Dauerdebatte über die Höhe und Art der Solarförderung reißt nicht ab. Kritische Stimmen sind in regelmäßigen Abständen immer wieder zu vernehmen. Aber mit der Bekanntgabe des Rekordzubaus im letzten Jahr wurde die Debatte beflügelt und ist derzeit Dauerbrenner in den Medien.

 

Bevor sich Bundesumweltminister Norbert Röttgen morgen mit Vertretern der Solarbranche trifft, nutzte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler nochmals die Gelegenheit seinen Standpunkt von der Ineffizienz der Photovoltaik zum Ausdruck zu bringen und gab dem ARD Morgenmagazin ein Interview.

 

Anmoderiert wurde er, als fände derzeit der Kampf der Giganten zwischen Rösler und Röttgen statt. Während Röttgen im Prinzip am aktuellen System festhalten will, um der Branche Verlässlichkeit zu geben, fordert Rösler das EEG einer grundlegenden Reform zu unterziehen.

 

Röttgen betont, dass die Förderungen der Erneuerbaren Energien nur vorübergehend sind und mit zunehmendem Erfolg sinken werden, Rösler wiederum meint, dass die Subventionen in die Solarbranche den innovativen Geist hemmen und zum Wettbewerbsversagen der Branche im internationalen Vergleich führen.

 

Nun hat Rösler angekündigt, bis zur nächsten Woche einen Vorschlag vorzulegen, wie die Kosten der Solarindustrie in den Griff zu bekommen und zu stabilisieren sind. „Es darf nicht einen unbegrenzten Zubau geben. Wir haben uns eigene Grenzen gesetzt, die sind im Jahr 2011 deutlich überschritten worden.“, sagte der FDP-Vorsitzende im Morgenmagazin.

 

Röslers bisherige Vorschläge zur Drosselung der Solarenergieförderungen, reichten von der Forderung eines Zubau-Deckels von 1000 Megawattpeak bis zur Einführung einer Art Mengenregelung. Man darf also gespannt sein, was der angekündigte Vorschlag der kommenden Woche enthält und wie sich der Streit zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium nach dem morgigen Treffen der Solarbranche mit Norbert Röttgen entwickelt.

 

Progetto di ibrido off-shore: fotovoltaico e moto ondoso

Talvolta i progetti di design offrono soluzioni quasi visionarie per lo sviluppo delle tecnologie del futuro. È il caso del progetto Marine Solar Cells del designer londinese Phil Pauley, che propone una nuovissima prospettiva sulle possibilità di un fotovoltaico off-shore.

Marine Solar Cells (MSC) è un impianto ibrido off-shore fondato sull’energia fotovoltaica e cinetica, prodotta dal moto ondoso. L’impianto per la produzione di energia elettrica è composto da una griglia di cupole fotovoltaiche estremamente modulari, che riescono anche a immagazzinare anche la luce riflessa dalle onde. Pauley parla di un 20% in più di energia prodotta a parità di celle impiegate rispetto al fotovoltaico classico fisso a terra. Le MSC inoltre, usufruendo del moto ondoso che è sempre abbondante e costante, sono efficienti anche di notte quando normalmente il fotovoltaico si deve fermare. Questi generatori ibridi marini rappresentano un modo efficace per catturare più energia per metro quadrato. Grazie al loro design possono essere in gran parte costruiti con materiali riciclati e richiedono una manutenzione minima.

Il nuovo progetto si pone un passo più avanti sia rispetto ai tradizionali parchi solari o agli impianti che utilizzano energia cinetica marina che impiegano solo una forma di energia per volta. Pauley sostiene che il suo impianto può essere realizzato a basso costo e le sue realizzazioni possono creare migliaia di posti di lavoro, creando un nuovo settore solare marino con implicazioni a livello mondiale. Sia dal punto di vista del costo che del rendimento energetico, il nuovo progetto rappresenta in ogni caso un enorme passo avanti nel settore delle rinnovabili e, come tutti i progetti che guardano al futuro, può esser utile a sensibilizzare l’opinione pubblica sulle molteplici possibilità e applicazioni della tecnologia fotovoltaica.

Tra i possibili problemi del pur bellissimo progetto bisogna contare le implicazioni della struttura con la vita della fauna marina: qualora le MSC si trovassero sulla rotta di una balena o di un gruppo di delfini, potrebbero verificarsi incagliamenti o, nella migliore delle ipotesi per gli animali, seri danni per l’impianto. Una soluzione potrebbe essere rappresentata da ultrasuoni per indurre gli animali a deviare. Sono difficili da considerare qui le conseguenze del dirottamento di grandi branchi di cetacei per l’equilibrio marino e bisognerebbe considerare i pro e i contro di una tale misura.


Zweiter Platz für erneuerbare Energien

Die erneuerbaren Energien nehmen inzwischen den zweiten Platz bei der deutschen Energieversorgung ein, meldet der Branchenverband BDEW. Im letzten Jahr erreichten Wind, Sonne und Wasser die 20 Prozent-Marke im Strommix und stellten neue Rekorde auf.

 

Mit dem Endspurt der Photovoltaik im Dezember, wurde 2011 eine Photovoltaikleistung von 7500 Megawattpeak installiert. Gleichzeitig war der Dezember auch der erfolgreichste Windmonat aller Zeiten. Aus Windkraftanlagen wurden allein 8,5 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt.

 

Doch nicht nur der Dezember war ein erfolgreicher Monat für die erneuerbaren Energien. Sie liegen für das gesamte Jahr 2011 auf Platz zwei bei der Energieversorgung. Nachdem im vergangenen Jahr acht Atommeiler abgeschaltet wurden, liegt die Atomenergie mit einem Anteil von 18% am Strommix nur noch auf Platz vier. Auf dem ersten Platz landet mit 25% die Braunkohle, Platz drei geht an die Steinkohle mit 19%. Erdgas macht einen Anteil von 14% am Energiemix aus und auf dem letzten Platz liegen Heizöl, Pumpspeicherkraftwerke und sonstige Energiequellen mit etwa 5%.

 

„Das starke Wachstum der Erneuerbaren Energien ist erfreulich, erhöht aber gleichzeitig auch den Handlungsdruck für den Netzausbau, die Übernahme von Systemverantwortung und die Marktintegration der Erneuerbaren“, sagte Hildegard Müller, Versitzende der Hauptgeschäftsführung des Branchenverbandes BDEW.

 

Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück – Die Energiewende des Philipp Rösler

Allem Anschein nach versteht Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler unter der Energiewende zwar die Abwendung von der Atomenergie, aber nicht den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Schon im letzten Jahr hat er sich für Kürzung der Photovoltaik stark gemacht und war ganz vorn mit dabei, wenn es um eine Begrenzung des Zubaus an Solaranlagen ging. Kaum sind die Zahlen des PV-Zubaus für 2011 bekannt, schon hört man den Minister erneut über zu hohe Kosten der Photovoltaik wettern.

 

Dabei bestreitet niemand, dass mit dem stetigen Ausbau der Photovoltaik auch die Einspeisevergütungen reduziert werden müssen, aber die Absenkung der Tarife ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowieso vorgesehen. Umweltminister Röttgens Modell des „atmenden Deckels“ gibt eine Reduzierung der Solarförderung in Abhängigkeit vom Zubau an Photovoltaikanlagen vor. Aufgrund der Rekordinstallation von rund 3000 Megawatt im Dezember letzten Jahres, ist daher mit einer Absenkung der Einspeisevergütungen im Juni um weitere 15% zu rechnen.

 

Statt eine wirklichen Energiewende zu vollziehen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu unterstützen, setzt Rösler auf Technologien, die für Unsummen an Subventionen und Importkosten zu haben sind. Die zukünftige Versorgungssicherheit sieht Rösler anscheinend im Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke garantiert: „Wenn wir die Energiewende in Deutschland erfolgreich umsetzen wollen, dann, liebe Freunde, müssen wir Schluss machen mit grünen Träumereien. Ich erwarte von all denjenigen, die in den letzten 20, 30 Jahren gegen Kernenergie demonstriert haben, dass sie jetzt fest an meiner Seite stehen, wenn wir neue Kohlekraftwerke, Gaskraftwerke und 4.500 Kilometer neue Netze bauen. Wer aus der Kernenergie aussteigen will, der muss auch in fossile Kraftwerke einsteigen.“, sagte er beim Dreikönigstreffen der FDP.  Dass sein Verständnis der Energiewende weder mit  Zielen der CO2-Reduzierung noch mit denen der Kostensenkung vereinbar ist, scheint den FDP-Vorsitzenden wenig zu interessieren.

 

Wie weiter mit der Solarförderung?

Die deutsche Photovoltaik hat ihren Rekordzubau aus dem Jahr 2010 mit 7400 Megawattpeak (MWp) installierter Leistung, 2011 überschritten. Im Dezember letzten Jahres ging, bevor die Solarförderung zum 1. Januar 2012 um 15% gekürzt wurde, eine regelrechte Flut von Anmeldungen bei der Bundesnetzagentur ein. Allein im Dezember wurden demnach 3000 MWp installiert und für das gesamte Jahr wurde ein Zubau von 7500 MWp erreicht.

 

Nachdem sich Teile der Regierungsparteien bereits für Kürzungen der Einspeisevergütungen der Photovoltaik ausgesprochen haben, zeigt sich nun auch die Verbraucherzentrale Bundesverband besorgt. Glücklicherweise fordert diese keine Deckelung bei 500 Megawatt, wie zuletzt Unionsfraktionsvize Michael Fuchs, welche die deutsche Solarwirtschaft völlig hemmen würde. Laut Handelsblatt, warnt die Verbraucherzentrale aber vor explodierenden Kosten und fordert daher eine erhebliche Kappung der Solarförderung. Bei den derzeitigen Modulpreisen und dem anhaltenden Boom sei die momentane Förderung von 24,43 Cent je Kilowattstunde viel zu hoch. „15 Cent je Kilowattstunde für eine Dachanlage reichen vollkommen aus“, sagt Energieexperte Holger Krawinkel. Bei einer garantierten Zahlung über einen Zeitraum von 20 Jahren, müsse man die Kosten im Auge behalten, die letztlich über den Strompreis von den Verbrauchern gezahlt werden.

 

Um einen derartigen Ansturm, wie im Dezember zu verhindern, schlägt der Energieexperte vor, die Einspeisevergütung zum 1. April auf 15 Cent zu reduzieren und mit jedem Jahr um einen Cent zu kürzen, um ein Niveau von 10 Cent zu erreichen. „Dann sind die Kostenbelastungen deutlich geringer“, sagte Krawinkel. Außerdem gab er zu bedenken, dass man die Bürger wegen der hohen Kosten mit dem derzeitigen Fördermodell überfordere und somit die große Akzeptanz für die Solarenergie gefährde.

 

Andererseits bestätigte eine Studie des Meinungsforschungsinstituts forsa, dass die Bereitschaft in der Bevölkerung, mehr Geld für den Umbau des Energiesystems auszugeben, nach wie vor sehr hoch ist. Laut der Studie, welche vom Verband der kommunalen Unternehmen (VKU) in Auftrag gegeben wurde, sind 61% der Befragten bereit, mehr für ihren Strom zu bezahlen, wenn sie dadurch den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern. „Die Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben und erfordert deshalb die Unterstützung aller gesellschaftlichen Kräfte. Ohne den Willen der Bevölkerung, den Umbau auch finanziell mitzutragen, wäre dieses wichtige Projekt zum Scheitern verurteilt“, erklärt VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck.

 

Advertisement

Keine Info mehr verpassen!

Hat Ihnen unser Artikel gefallen? Dann melden Sie sich für unseren Newsletter an und verpassen Sie keine Info mehr.

Daten werden vertraulich behandelt.