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Sachverständigenrat und Monopolkommission raten das EEG abzuschaffen

Nachdem in den letzten Monaten vor allem der Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und der Wirtschaftsflügel der CDU gegen die Förderungen der Solarenergie gewettert haben, melden sich nun auch der Sachverständigenrat für Wirtschaft und die Monopolkommission, als wichtigste Beratungs-gremien des Wirtschaftsministeriums zu Wort.

Laut Tagesspiegel empfehlen die beiden Gremien in ihren aktuellen Gutachten die Abschaffung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Vor ein paar Wochen schon von Philipp Rösler aus der Trickkiste gezaubert – soll ein Quotenmodell an die Stelle des EEG zum Ausbau der erneuerbaren Energien treten.

Über ein Quotenmodell würden Stromhändler dazu verpflichtet, einen bestimmten Anteil ihres Stroms aus erneuerbaren Energien bereitzustellen. Neu ist dieses Modell nicht. In Belgien und zum Teil auch in Großbritannien wird der Ausbau der erneuerbaren Energien versucht über die Mengenregel voranzutreiben. Laut Tagesspiegel sind Monopolkommission und Sachverständigenrat der Meinung, dass Modell sei wirtschaftlich effizienter und für die Verbraucher billiger. Nach Angaben des grünen Energieexperten Hans-Josef Fell, sind Grünstrom-Zertifikate erwiesenermaßen erfolglos. Sie tragen weder zur Kosten Senkung bei noch wird durch sie die geplante Ausbaumenge erreicht.

Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, sagte dem Tagesspiegel, er könne nachvollziehen, dass das Quotenmodell für Ökonomen auf den ersten Blick verlockend aussehe. Für ambitionierte Ausbauziele, wie sie Deutschland verfolgt, bräuchte man eine frühzeitige Technologieförderung erklärt er der Tageszeitung. Um die Energiewende nicht zu gefährden rät er daher zu einer „Politik der ruhigen Hand“.

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Solarworld zeigt sich zuversichtlich im US-Streit um chinesische Importzölle

Das endgültige Urteil im Rechtstreit um die Einführung von Importzöllen auf chinesische Solarprodukte wird am 2. März erwartet. Seit Herbst letzten Jahres spitzt sich der Konflikt zwischen den beiden Parteien aus Strafzollbefürwortern, der Coalition for American Manufacturing (CASM), und den Strafzollgegnern, der Coalition for Affordable Solar Energy (CASE), zu. Das US-Handelsministerium (US-Department of Commerce) habe nun bereits vor der Entscheidung über mögliche Zölle bekannt gegeben, dass ein solcher Beschluss drei Monate rückwirkend in Kraft treten würde, meldet die Financial Times Deutschland am Dienstag.

Solch eine vorgreifende Aussage noch vor der eigentlichen Entscheidung zu verkünden, sei einzigartig in der bisherigen Geschichte des US-Handelsministeriums. Das deutsche Solarunternehmen Solarworld, dessen US-amerikanische Tochterfirma Initiator der Importzollklage ist, wertet diese Aussage als klares Signal für die Zölle.

Würde das Urteil des US-Department of Commerce tatsächlich zugunsten der Befürworter der Strafzölle ausgehen, würden chinesische Solarprodukte, die seit dem 2. Dezember in die USA gekommen sind, rückwirkend mit den Einfuhrabgaben belegt werden. Laut der Financial Times Deutschland schätzt Solarworld, dass mit diesem Mechanismus verhindert werden soll, dass kurz vor dem Verhängen eines Zolls noch große Mengen chinesischer Solarmodule auf den US-Markt gebracht werden.

Diese sogenannte Antisubventionsklage wurde mit der Begründung eingereicht, dass chinesische Produkte von staatlicher Seite massive Subventionen erhielten und daher einen Wettbewerbsvorteil gegenüber US-amerikanischen Solarprodukten hätten. Neben diesem Urteil wird am 27. März die Entscheidung um die Einführung eines Antidumpingzolls erwartet. Die Inhalte beider Klagen überschneiden sich an einigen Punkten. Die wesentliche Kritik der Kläger zielt im zweiten Fall darauf ab, dass chinesische Produzenten den US-Markt mit Solarmodulen weit unter Preis überschwemmen, um sich den Markt zu sichern und einheimische Produzenten auszustechen.

Großbritannien plant Anpassung der Einspeisetarife in regelmäßigen Intervallen

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg, will die britische Regierung die Einspeisevergütungen für Solarstrom nun in regelmäßigen Abständen senken. Nächste Woche soll eine entsprechende Erklärung vorgelegt werden, weiß die Nachrichtenagentur von einer mit dem Plan betrauten Person aus dem britischen Ministerium für Energie und Klimawandel.

Demnach sollen die Tarife automatisch ab einer bestimmten Höhe neugebauter Solaranlagen reduziert werden. Diese Regelung zielt darauf ab, den Zubau in angemessener Weise zu kontrollieren und der Solarbranche gleichzeitig Verlässlichkeit und Sicherheit zu geben, da genau abschätzbar ist, wann die nächsten Einschnitte bei den Förderungen zu erwarten sind und wie hoch diese ausfallen werden.

Diese Regelung hat große Nähe zum deutschen Modell des „atmenden Deckels“. Nachdem Rekordzubau in Deutschland im vergangenen Jahr, steht dieses Modell allerdings hierzulande unter heftiger Kritik. Die Gegner des „atmenden Deckels“ kritisieren, dass die Regelung den Zubau der Photovoltaik in unzureichendem Maß beschränkt und durch die großen Zeitabstände der Förderkürzungen von einem halben Jahr zu einem Zubau-Boom zum Ende eines Intervalls führt.

Das derzeitige britische System der Einspeisevergütungen wurde im April 2010 eingeführt. Ende letzten Jahres erklärte die Regierung, dass die Tarife aufgrund des großen Zubaus an Photovoltaik-Anlagen in Großbritannien reduziert werden müssen. Da diese Kürzung bereits Anlagen betreffen sollten, die nach dem 9. Dezember 2011 ans Netz gingen, reichten britische Solarunternehmen und Umweltschutzorganisationen Klage ein. Nachdem das Urteil zugunsten der Solarbranche ausging, sucht das britische Department of Energy and Climate Change nach einer neuen Regelung für die Feed-in Tariffs, erwägt aber auch die Möglichkeit zum zweiten Mal Einspruch gegen das Urteil einzulegen.

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In Spanien wächst der Unmut gegen die Förderkürzungen der erneuerbaren Energien

Etwa vierzig Organisationen haben sich zusammengeschlossen und eine gemeinsame Erklärung gegen das Moratorium der spanischen Regierung über den Förderstopp der erneuerbaren Energien unterzeichnet.

Die spanische Regierung hatte vergangenen Freitag erklärt, dass die erneuerbaren Energien keine weiteren Förderungen erhalten werden, um das Haushaltsdefizit im Energiesektor zu senken.

Die Regierung begehe aber mit diesem Moratorium einen historischen Fehler, heißt es in der Erklärung. Diese Regelung werde nicht helfen die Kosten zu senken, da sie genau an der falschen Stelle ansetzte.

Gerade in Zeiten, in denen die Preise für Gas und Öl stiegen, setze die Regierung in Madrid auf fossile Stromerzeuger zu Lasten der erneuerbaren Energien, heißt es weiter. Statt Zukunftstechnologien auszubauen und zu unterstützen setze Spanien auf Technologien, die zu einer stärkeren Abhängigkeit in der Energieversorgung führen, so der Vorwurf der Organisationen.

Vor allem aber verstoße das Moratorium gegen die EU-Richtlinien zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur Energieeffizienz von Gebäuden. Es wird befürchtet, dass die Ziele der Richtlinien kaum noch durch das Moratorium erfüllt werden können.

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Europa in der Finanzkrise: Spanien stoppt Einspeisevergütungen

Gründer-Wettbewerb in Leipzig: Solar-Online-Plattform Milk the Sun gewinnt gleich zwei Preise

Bei der 12. Leipziger Elevator Pitch Night am 30.01.2012 in Leipzig hat das Start Up Milk the Sun gleich zwei Preise abgeräumt. Das Berliner Unternehmen konnte sich bei dem Wettbewerb für innovative Geschäftsideen in zwei Kategorien gegen seine Mitbewerber durchsetzten.

 

Einmal im Jahr können junge Unternehmen mit innovativen Ideen sich und ihr Konzept bei der Elevator Pitch Night in Leipzig präsentieren. Dafür haben sie genau 3 Minuten Zeit, um eine Jury aus 12 Wirtschaftsexperten von ihrem Geschäftsmodell in englischer Sprache zu überzeugen. Die 12 Wettbewerber treten in drei Kategorien an: „Bester Pitcher“, „Innovativste Geschäftsidee“ und „Publikumsliebling“.

 

Dem Online-Marktplatz Milk the Sun, vertreten durch Christian Christ, ist dieses Unterfangen gelungen. Der Start Up erhielt den Preis für die „Innovativste Geschäftsidee“. „Für mich war das Pitching vor 350 Leuten eine tolle Erfahrung. Umso mehr freue ich mich, dass ich die Jury für unser Konzept begeistern konnte“, sagte Christian Christ im Anschluss an die Preisverleihung.

 

In diesem Jahr wurde erstmals auch der „Malta-Preis“ vergeben. Dieser Preis zeichnet die Geschäftsidee aus, die sich am besten auf den maltesischen Markt übertragen lässt und lädt den Gewinner zu einer weiteren Wettbewerbsrunde nach Malta ein. Auch dieser Preis ging an Milk the Sun.

 

„Die Popularität des Events in Leipzig steigt. Jedes Jahr stellen sich neue fantastische Gründerideen dem Wettbewerb. Die Solarindustrie hat in Deutschland und in Europa immer noch eine gute Zukunft. Das erkennt man daran, dass Milk the Sun gleich zwei Preise auf dem diesjährigen Event gewonnen hat“, sagt James Parson, Gründer der Elevator Pitch Night.

Weitere Informationen auch unter www.karrieretrends.de

 

Europa in der Finanzkrise: Spanien stoppt Einspeisevergütungen

In Deutschland wird diskutiert, wie die Kosten der Photovoltaik in den Griff zu bekommen sind. In Italien werden die Einspeisetarife für große Photovoltaikanlagen vorerst eingestellt. Die britische Regierung liefert sich einen Rechtsstreit mit Solarfirmen um den Zeitpunkt der Tarifkürzungen. Und nun verkündet auch die spanische Regierung, dass die Förderungen – hier betrifft es allerdings alle erneuerbaren Energien, nicht nur die Solarenergie – für unbestimmte Zeit eingestellt werden.

 

Der Förderstopp gilt ab sofort für alle neuen Anlagen. Anlagen, die bereits am Netz sind oder sich im Bau befinden, sind von der Maßnahme nicht betroffen. Notwendig sei dieser Schritt, weil die Kosten im Energiesektor zu explodieren drohten. Das staatliche Defizit im Energiesektor sei im vergangenen Jahr auf 24 Milliarden Euro angewachsen. Aufgrund der europäischen Finanzkrise sei es daher unmöglich die Förderungen im Bereich der erneuerbaren Energien aufrecht zu erhalten, heißt es in einer Erklärung des spanischen Ministerrats.

 

Weder die spanische Energieversorgungssicherheit, noch die Ziele der Europäischen Union für den Ausbau der erneuerbaren Energien seien durch die Maßnahmen bedroht, heißt es weiter. Rund 33% des Energiebedarfs wurden 2011 aus erneuerbaren Energien bereitgestellt.

 

Während die Regierung beschwichtigt, äußert sich der spanische Solarverband ASIF gegenüber europapress besorgt. Sprecher des Verbandes, Tomás Díaz, bezeichnete den Förderstopp als „überraschend, unfair, unnötig und unverständlich“ und brachte seine Sorge zum Ausdruck, dass durch diese Maßnahmen hunderttausende von Arbeitsplätzen in der Industrie gefährdet seien.

 

Förderstopp für Solar-Großanlagen in Italien

Die italienische Energieagentur GSE (Gestore dei Servizi Energetici) gab bekannt, dass große Photovoltaikanlagen in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 keine Förderungen mehr erhalten.

 

Die im Jahr 2011 installierten Großanlagen haben das bereit gestellte Förderbudget bei weitem überschritten. Laut „Conto Energiea IV“ werden die anfallenden Mehrkosten mit dem vorgesehenen Budget für die zweite Jahreshälfte 2012 beglichen. Da der Zubau an großen PV-Anlagen in Italien 2011 dermaßen groß war, bleibt von dieser Fördersumme für neue Anlagen allerdings nichts mehr übrig. Betroffen vom Förderstopp sind Dachanlagen ab 1 Megawattpeak und Freiflächenanlagen, die nicht auf öffentlichen Gebäuden und Grundstücken errichtet werden. Auch die Förderung für Solaranlage auf landwirtschaftlichen Flächen entfällt für alle Anlagen die nach dem März 2012 ans Netz gehen.

 

Mit diesen drastischen Kürzungen, ist davon auszugehen, dass Italien seinen Zubau-Rekord von 9000 Megawatt im vergangenen Jahr, 2012 nicht noch einmal erreichen kann. Durch den Förderstopp für Großanlagen, wurden Anreize für kleinere private PV-Anlagen gesetzt.

 

EPIA Marktstudie 2011: Solarenergie wächst weltweit

Laut des Jahresberichts der European Photovoltaic Industry Association (EPIA), wurden im Jahr 2011 rund 11 Gigawattpeak (GWp) mehr an Photovoltaikleistung installiert, als noch im Vorjahr. Im Jahr 2010 gingen etwa 16,6 GWp ans Netz, 2011 waren es 27,7 GWp. Damit erreicht die Solarenergie, mit einer global installierten Gesamtleistung von 67,4 GWp, Platz drei der erneuerbaren Energien hinter der Wind- und Wasserkraft.

Die führenden Märkte sind auch 2011 immer noch in Europa zu finden. Von den 27,7 GWp entfielen fast 21 GWp auf die europäischen Länder, wobei allein Italien und Deutschland 60% zum weltweiten PV-Wachstum beigetragen haben. Italien gelang es 2011 erstmals Deutschland in seiner Solar-Vorreiterrolle Konkurrenz zu machen. Für den Zubau an neu installierten Anlagen im Jahr 2011 landet Italien mit 9000 Megawattpeak (MWp) vor Deutschland, wo 7500 Megawattpeak installiert wurden. Bei der kumulierten Kapazität liegt Italien mit 12,5 GWp allerdings noch weit hinter Deutschland mit 24,7 GWp zurück. Von der nun global erreichten Leistung von 67,4  GWp entfallen insgesamt 50 GWp auf Europa.

Stellt man eine Rangliste für den weltweiten Zubau auf, folgen auf Platz drei bis sechs, nach Italien und Deutschland, China mit 2000 MWp, die USA mit 1600 MWp, Frankreich mit 1500 MWp und Japan mit 1000 MWp. Platz sieben geht an Australien (700 MWp), gefolgt von fünf europäischen Ländern: Großbritannien (700 MWp), Belgien (550 MWp), Spanien (400 MWp), Griechenland und der Slowakei (350 MWp). Erstaunlich ist, dass Tschechien, im Jahr 2010 noch der drittgrößte europäische PV-Markt, fast gänzlich von der Photovoltaik-Landkarte verschwunden ist. 2011 wurden in Tschechien, nach drastischen Kürzungen der Einspeisetarife und reichlicher Verunsicherung der Investoren, gerade noch 10 Megawattpeak installiert.

Auch die Märkte außerhalb Europas tragen ihren Teil zum Bau neuer Solaranlagen bei, allerdings blieben diese bisher hinter ihrem enormen Potential zurück, betont die EPIA-Studie: „…in particular China, the USA and Japan, but also Australia and India, have addressed only a very small part of their enormous potential; several countries from large sunbelt regions like Africa, the Middle East, Asia and South America are on the brink of starting their development.”

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