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Einigung im Streit um die deutsche Solarförderung

Bundesumweltminister Norbert Röttgen und Bundes-wirtschaftsminister Philipp Rösler haben sich nach Informationen von Handelsblatt online auf eine gemeinsame Regelung für die künftige Solarförderung geeinigt.

Lange Zeit sah es danach aus, als sei eine baldige Einigung zwischen Röttgen und Rösler nicht in Sicht. Auf der einen Seite stand der Umweltminister, der prinzipiell an der Regelung des atmenden Deckels festhalten wollte, lediglich an der Höhe der Einspeisetarife und den Intervallen der Kürzungen feilen wollte. Auf der anderen Seite stand der Bundeswirtschaftsminister, der sich spätestens seit der Bekanntgabe des Rekordzubaus im vergangenen Jahre für einen Photovoltaik-Deckel bei einem Gigawatt aussprach.

Nach Angaben von Handelsblatt online haben sich die Minister nun darauf geeinigt die Tarife zum 1. April, nicht wie zuvor geplant, zum 1. Juli zu kürzen. Je nach Anlagentyp sind außerdem weitere Einschnitte, als die bisher gültigen 15%, vorgesehen. Kleinere Hausdachanlagen müssen demnach mit Kürzungen um etwa 20% rechnen, während die Kürzungen für Freiflächenanlagen mehr als 30% betragen sollen.

Offiziell werden die Vorschläge der Minister am Donnerstag in der Bundespressekonferenz vorgestellt.

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Solarbranche protestiert gegen Kürzungspläne des Wirtschaftsministers

Bis Ende Februar soll das Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Bundes-wirtschaftsministerium einen Gesetzesentwurf zur Neuregelung der Solarförderung vorlegen. Nach den bisherigen Treffen zwischen Norbert Röttgen und Philipp Rösler sind noch keine konkreten Lösungen bekannt geworden. Während Röttgen sich bisher immer für eine Reduzierung der Einspeisetarife ausgesprochen hat und prinzipiell an der geltenden Regelung des „atmenden Deckels“ festhalten will, schlug sein Kollege Philipp Rösler einen Ausstieg aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) vor. Demnach soll der jährlichen Photovoltaik-Zubau bei 1 Gigawattpeak begrenzen werden. Das wären knapp 90% weniger als in den beiden Vorjahren 2010 und 2011.

 

Gegen diese Pläne des Wirtschaftsministers und FDP-Vorsitzenden versammelten sich heute mehr als 40 Branchenvertreter zu einer Protestaktion vor dem Ministerium. Mit einer überdimensionalen Sonnencremetube mit dem Konterfei Philipp Röslers kritisierten sie die Pläne des „Sunblocker“ und erinnerten daran, dass mit diesen drastischen Kürzungen nicht nur die Energiewende, sondern auch etwa 100.000 Arbeitsplätze der Solarbranche gefährdet seien.

 

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) rief zu der Aktion auf, um einen Appell an die Politik zu richten. Diese solle sich schützend vor die Beschäftigten der Solarwirtschaft in Deutschland stellen und die Förderung für Solarstrom weniger stark reduzieren als von Bundeswirtschaftsminister Rösler geplant, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands.

 

Die vorgesehenen Kürzungspläne des Ministers hätten unweigerlich einen Markteinbruch und die Zerstörung eines Großteils der Solarbranche in Deutschland zur Folge. Dabei konnten in den letzten Jahren die Kosten und damit auch die Förderungen für Solarstromanlagen deutlich reduziert werden.

 

 „Wenn Rösler sich mit weiteren Einschnitten durchsetzt, sind die Energiewende und 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Derzeit liegt der Sonnenstrom-Anteil bei rund vier Prozent und das EEG sieht einen Ausbau von Photovoltaik-Leistung von rund 52 Gigawatt vor. Mit Röslers Plänen würden bis 2020 aber gerade einmal 33,3 Gigawatt in Deutschland erreicht.

 

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Der Druck auf die Photovoltaik wächst

 

Spanisches Parlament stimmt dem Förderstopp für erneuerbare Energien zu

Das spanische Parlament hat gestern das Gesetz zur Aussetzung der Förderungen für erneuerbare Energien bestätigt. Die konservative Regierungspartei setzte mit ihrer absoluten Mehrheit das Gesetz im Parlament durch.

Industrieminister José Manuel Soria betonte nochmals, dass die Maßnahmen notwendig seien, um das Defizit im Staatshaushalt und die Kosten für den Energiebereich zu reduzieren. Ursache der hohen Kosten sind laut Soria allein die Förderungen für die Erneuerbaren Energien. Diese betragen derzeit 7,2 Milliarden Euro und haben dazu beigetragen, dass die Kosten im Energiebereich in den letzten sieben Jahren um 400 Prozent gestiegen sind, heißt es aus dem Ministerium.

Jose Segura, Mitglied der Sozialistischen Partei (PSOE), sagt hingegen, dass das Gesetz absolut „nutzlos“ sei  und in keiner Weise dazu beiträgt das Ziel der Kostenreduzierung zu erreichen. Die erneuerbaren Energien würden durch dieses Gesetz kriminalisiert, da sie als Alleinverantwortliche des Kostenanstiegs genannt werden. Durch dieses Gesetz würde ein Zukunftssektor gelähmt und ein vernünftiger Energie-Mix Spaniens gefährdet.

Verschiedene Organisationen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien haben sich bereits zusammengeschlossen. Der Fundación Renovables gehören inzwischen mehr als 50 Organisationen aus Unternehmen, Gewerkschaften und Umweltvereinen an. Diese hatten bereits Ende Januar eine gemeinsame Erklärung gegen das Moratorium unterzeichnet.

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PV-Legal Abschlussbericht: bürokratische Hürden verhindern zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien

Zweieinhalb Jahre identifizierte das Projekt der Europäischen Union PV Legal  die bürokratischen Hemmnisse in zwölf wichtigen europäischen Solarstromländern. Am Mittwoch überreichte die Projektgruppe ihre Ergebnisse der Europäischen Kommission in Brüssel.

Nach Angaben des Anti-Bürokratie-Projekts PV-Legal konnte der Ausbau der Photovoltaik in einigen Ländern Europas deutlich vereinfacht werden. Behördenprozesse für den Bau kleinerer Photovoltaik-Aufdachanlagen in Frankreich, Griechenland, Portugal, den Niederlanden und Deutschland konnten erleichtert werden. Möglich wurde das durch die Einführung von Online-Registrierungsverfahren, gelockerten Auflagen oder zentralen Anlaufstellen.

Neben den Erfolgen wurden allerdings auch bürokratische Missstände beim Bau von Photovoltaik-Anlagen deutlich. Demnach dauert es in Spanien beispielsweise 89 Wochen, bis eine gewerbliche Dachanlage genehmigt wird und etwa die Hälfte der Entwicklungskosten eines Solarprojektes entfallen an die Erfüllung von Auflagen und Netzanschlussverfahren. In Bulgarien und dem Vereinigten Königreich herrschen ähnliche Zustände.

„In einigen Ländern Europas verdient das staatliche Verfahren für den Bau von Photovoltaik-Anlagen leider nur sehr schlechte Noten“, sagte Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. „Mit schlankeren Genehmigungsverfahren, klareren Fristen sowie angemessenen und transparenten Netzanschlussgebühren könnte der erwünschte und notwendige Bau von Solarstromanlagen deutlich einfacher, schneller und kostengünstiger laufen“, sagt Mayer und verdeutlicht damit, dass die Energiewende mit einer administrativen Wende einhergehen muss.

Ausbau der Erneuerbaren ersetzt millionenschwere Brennstoffimporte

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) hat die Jahreszahlen für 2011 bekannt gegeben. Nach Berechnungen des Verbandes konnten im letzten Jahr durch den Ausbau der regenerativen Energien rund 11 Millionen Euro für Brennstoffimporte eingespart und etwa 9 Millionen Euro für externe Kosten vermieden werden.

Möglich war das, weil der Anteil der Erneuerbaren am Energieverbrauch im Jahr 2011 inzwischen auf 11,9 % angewachsen ist. Dadurch konnten der Ausstoß von 127 Millionen Tonnen Kohlendioxid verhindert werden.  „Diese beeindruckenden Zahlen belegen einmal mehr die Bedeutung Erneuerbarer Energien für den Klimaschutz und die zunehmende Unabhängigkeit von Energieimporten“, stellt BEE-Präsident Dietmar Schütz in der Pressemitteilung des Verbandes zusammenfassend fest.

Im Bereich der Stromerzeugung konnte der Anteil der erneuerbaren Energien um 4 % gesteigert werden, sodass Strom aus regenerativen Quellen nun einen Anteil von 20,1 % im Gesamtmix einnimmt.

Führend unter den erneuerbaren Energien in der Stromproduktion ist erneut die Windenergie mit 48,1 Terawattstunden (TWh), gefolgt von der Wasserkraft (19,0 TWh), der Photovoltaik (18,5 TWh) und der Stromerzeugung aus heimischen Biogasanlagen (17,5 TWh). Insgesamt lag die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2011 bei 122,3 TWh, das stellt einen deutlichen Sprung zum Vorjahr 104,4 TWh dar.

Wartung von Photovoltaik-Anlagen

Da Solaranlagen sehr wartungsarm sind, ist das Betreiben einer Solaranlage mit wenig Aufwand verbunden. Lose Kabel, nicht richtig funktionierende Wechselrichter oder verschmutzte Module mindern allerdings die Erträge von PV-Anlagen.

Verschmutzungen wie beispielsweise Laub, Pollen, Vogelmist oder Moos können auf Dauer die Erträge Ihrer Anlage minimieren und im schlechtesten Fall zum Ausfall einzelner Module führen. Dafür verantwortlich sind sogenannten Hot-Spot-Effekte. Die durch Schmutz bedeckten Solarzellen können dann keine elektrische Spannung mehr erzeugen und wirken stattdessen in dem in Reihe geschalteten Solarmodul wie ein Widerstand. Dadurch kann sich die Zelle bis zur Zerstörung überhitzen.

Um langfristig die Erträge Ihrer Solaranlage zu sichern, optimale Wirkungsgrade zu erreichen und Garantieansprüche zu erhalten, sollten Photovoltaikanlagen in der Regel einmal im Jahr von einem professionellen Unternehmen gewartet werden. Aber auch eine professionelle Reinigung der Anlage empfiehlt sich.

Bis zu einem gewissen Grad können auch Laien, bestimmte Wartungsmaßnahmen selbst durchführen. Beispielsweise kann man regelmäßig überprüfen, ob sich die Erträge der Anlage zum Vorjahr wesentlich verändert haben. Und kleinere Verschmutzungen der Module werden von Wind und Regen weggetragen. Für PV-Anlagen in landwirtschaftlichen Regionen, die nahe an Wiesen, Futtermittelladeeinrichtungen, Biogasanlagen und Feldwegen liegen und einer höheren Verschmutzung ausgesetzt sind, empfehlen einige Fachbetriebe sogar eine halbjährige Reinigung. Spezielle Roboter oder automatische Panelwassersprinkler wurden inzwischen für solche Härtefälle entwickelt.

Viele Solarteure legen in den Betriebsunterlagen ganz genau fest, wie oft gewartet und gereinigt werden muss. Als Serviceleistung und aufgrund von Garantieansprüchen übernehmen viele Hersteller diese Aufgaben daher selbst. Es gibt aber ebenso viele freie Betriebe, die sich auf Maintenance-Services von PV-Anlagen spezialisiert haben.
Zu den allgemeinen Konditionen eines Wartungsvertrags sollten folgende Leistungen gehören:

  • Kontinuierliches Fernmonitoring der Anlage
  • Sichtkontrolle: Sind Module beschädigt oder verschmutzt?
  • Kontrolle der Unterkonstruktionen: Sitzen alle Schrauben, Befestigungen und Klemmvorrichtungen oder ist die Dachhaut unbeschädigt?
  • Kontrolle der Zähleranlagen: Funktionieren Einspeisezähler und Eigenverbrauchszähler?
  • Kontrolle der Wechselrichter

Über alle Ergebnisse sollten Sie im Anschluss ein Ergebnisprotokoll erhalten.

Abgesehen von diesen handelsüblichen Bestandteilen eines Wartungsvertrags sind die Konditionen variabel und verhandelbar. So kann beispielsweise die Sichtkontrolle alle drei Monate erfolgen, während eine ausführliche Inspektion der Anlage einmal im Jahr durchgeführt wird. Ebenso sind die Laufzeiten von Wartungsverträgen vielfältig ausgestaltet und reichen von einer Zeitspanne von einem Jahr bis zur Gesamtlaufzeit der Anlage.

Vergleichsrechner für die Preise bzw. die Kosten für die Wartung und Reinigung von Photovoltaikanlagen gibt es nicht. Für die Wartung von Solaranlagen legen einige Firmen eine Pauschale fest oder berechnen diese mit einem bestimmten Satz je Kilowattpeak (kWp). Die Reinigung der Solaranlage wird meist in Abhängigkeit zur Flächengröße berechnet. Nach aktueller Recherche liegt die Pauschale für die Wartung bei 100 € bzw. es wird ein Preis von 7 – 12 € je kWp veranschlagt. Eine Reinigung kostet etwa 1,50 – 3,50 € pro Quadratmeter.

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Die Grünen verlangen Aktuelle Stunde zur künftigen Förderung der erneuerbaren Energien

Laut dem Magazin Photon hat die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag eine Aktuelle Stunde beantragt. Thema der Aktuellen Stunde soll die Haltung der Bundesregierung über die künftige Solarförderung und die Ausgestaltung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes angesichts der Uneinigkeit der beteiligten Ministerien sein.

Das Hü und Hott zwischen Bundesumweltministerium und Bundeswirtschaftsministerium müsse beendet werden, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck, der Photon. Eine klare Linie innerhalb der Regierungsfraktionen bezüglich der Förderung der Solarenergie ist seit Längerem nicht erkennbar.

Während sich Umweltminister Norbert Röttgen bisher immer gegen einen festen Deckel des Photovoltaikzubaus ausgesprochen hat und sich stattdessen an Korrekturen des sogenannten „atmenden Deckels“ orientiert, hat Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler bisher für eine jährliche Deckelung der Photovoltaik bei maximal 1000 Megawattpeak plädiert oder sich gar für die Verabschiedung vom bisherigen EEG ausgesprochen und für eine Quotenregelung votiert.

Bis April hatte Röttgen abgekündigt, in Absprache mit dem Wirtschaftsministerium eine Reform des EEG umzusetzen, um die EEG-Umlage stabil bei etwa 3,5 Cent je Kilowattstunde zu halten. Beide Minister trafen sich zwar letzte Woche zu einem ersten Gespräch, Ergebnisse dieses Treffens wurden allerdings noch nicht bekannt.

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China reduziert Solarförderungen

China reagiert erstaunlich schnell auf den Solarboom. Im Jahr 2009 wurde hier ein Programm zur Förderung der Solarenergie eingeführt, mit welchem die Regierung etwa die Hälfte aller Investitionen in Solaranlagen finanzierte. Im vergangenen Jahr erlebte China einen PV-Zubau von 2000 Megawattpeak (MWp) und erreichte damit eine installierte Gesamtleistung von 2900 MWp. Im Vergleich zum deutschen Zubau von 7500 MWp im vergangenen Jahr, fällt der chinesische wesentlich kleiner aus.

Dennoch kündigte das chinesische Finanzministerium laut der Financial Times Deutschland an, die Förderungen für die Solarenergie in diesem Jahr auf 7 Yuan (0,84 Euro) pro installierten Kilowattpeak zu reduzieren. Im Jahr 2011 erhielten die Investoren noch 9 Yuan für Module auf Siliziumbasis und 8 Yuan für Dünnschichtmodule.

Neben den Investitionsförderungen wurden im August 2011 Einspeisevergütungen in China eingeführt, aber auch diese wurden bereits zum Ende des Jahres um 13% reduziert. Der Boom der chinesischen Solartechnik und die damit verbunde Preisreduzierung der Solarmodule führte dazu, dass Investoren satte Renditen aus der Solarenergie ziehen konnten. Die Förderkürzungen seien notwendig, um eine Überförderung der Branche zu vermeiden, lautet die Begründung des Finanzministeriums.

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