Neues Jahr, neues Photovoltaik Zubau-Tief

Neues Jahr, neues Photovoltaik Zubau-Tief

Der deutsche Photovoltaik-Markt schafft es nicht, sich zu erholen. Nach einem schwachen Jahr 2014 in Sachen Neubau von Photovoltaik-Kapazitäten startet auch das neue Jahr schwach. Lediglich 123 Megawatt (MW) Leistung wurden im Januar 2015 installiert. Ein neuer Tiefpunkt ist erreicht.

 

Man hätte es erwarten können, dennoch war die Enttäuschung groß. Im Januar 2015 wurden in Deutschland lediglich 123 MW Photovoltaik-Leistung installiert. Ein Rückgang von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, in dem noch 193 MW an Photovoltaik-Kapazitäten zugebaut wurden. Dieses Ergebnis hat die Bundesnetzagentur mit ihrer Veröffentlichung der neuesten Zubauzahlen präsentiert.

 

Photovoltaik-Zubau weitaus niedriger als geplant

Mit der schrittweisen Umstellung der Erneuerbaren Energie Gesetze (EEG) wurde der Rückgang des Photovoltaik-Zubaus zwar aktiv forciert. Eine rapide Abnahme der Neuinstallationen von Solaranlagen in dieser Form war allerdings weder geplant noch wirklich vorhersehbar. Der ohnehin niedrig angesetzte Zubaukorridor der Bundesregierung von 2.400 bis 2.600 MW wurde vergangenes Jahr mit rund 1.900 MW Photovoltaik-Zubau stark verfehlt. Das könnte auch in diesem Jahr passieren, wenn die Zubauzahlen nicht ansteigen oder sogar weiter sinken.

 

Im Extremfall würde die Einspeisevergütung wieder steigen

Der sinkende Zubau von Photovoltaik-Anlagen korreliert mit der sinkenden Vergütung für erzeugten und in das Stromnetz eingespeisten Solarstrom. Trotzdem sinken die staatlich garantierten Fördersätze gemäß der Regelungen im EEG monatlich weiter. Dieser Abwärtstrend kennt jedoch Grenzen. Wird in einem Zeitraum von 12 Monaten ein Zubau unter 1.500 MW registriert, stoppt die monatliche Degression der Einspeisevergütung. Sinken die Zubauzahlen in einem Zeitraum von 12 Monaten unter 1.000 MW, steigt die Einspeisevergütung sogar wieder an.

Dies ist jedoch keinesfalls als Licht am Ende des Tunnels zu betrachten, sondern eher als Notoption, die einen Abfall der Photovoltaik-Zubauzahlen in ungewollte Tiefen verhindert und im besten Fall wieder minimal ankurbelt. Hoffen wir, dass es gar nicht erst so weit kommen muss.

Quelle: IWR

Manuel Gonzalez Fernandez

Manuel Gonzalez Fernandez, 28, Journalist, PR-Manager und Blogredakteur bei Milk the Sun. >>I’d put my money on the sun and solar energy. What a source of power! I hope we don’t have to wait until oil and coal run out before we tackle that.<< - Thomas Edison

1 Kommentar

Wolfgang Pauer

vor 3 Jahren

Am 29.4.2015 ist der Richterspruch bei unserer PV - Wasser Solaranlage gefallen. Die Solarmodule müssen abgebaut werden . Wenn wir nunStrom brauchen sollen wir den aus der Steckdose nehmen , und für eine Heizung sollen wieder eine Öl oder Gasheizung kaufen und einbauen . Da unsere Solaranlage nicht ins Landschaftsbild passen. - So sieht der Beschluss der von drei Richtern bei uns auf dem Grundstück gefällt wurde aus . Die Energiewende und der Ausbau von regenerativen Energiequellen ist und bleibt , in Deutschland nicht erwünscht .

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