Nächste Ausschreibung in Spanien: Nur geringe Chancen für PV?

Nächste Ausschreibung in Spanien: Nur geringe Chancen für PV?

Am 18. Juli wird die spanische Regierung voraussichtlich die nächste Ausschreibung für große PV- und Windprojekte abhalten. Zu erwarten ist, dass wie auch bei der ersten Ausschreibung hauptsächlich Windkraft die Zuschläge erhalten wird – auch weil die Gebotsregeln weitestgehend unverändert bleiben.

 

In der ersten Ausschreibung am 17. Mai gingen insgesamt 2999 der 3000 Megawatt an Wind-Projekte, für die Photovoltaik blieben lediglich Zuschläge über ein Megawatt. Das liegt primär an den Gebotsregeln, die eine Untergrenze der Gebote vorsehen. Aus Sicht der Photovoltaik-Vereinigung UNEF geht das zu Last von PV, zumal diese Untergrenze im Vergleich zur Mai-Ausschreibung angehoben werden soll. Das pv magazine fast die Gebots-Situation folgendermaßen zusammen:

 

„Wenn die Rabatte nicht den maximal möglichen Wert erreichen, hat Photovoltaik gegenüber der Windkraft einen Vorteil. Wenn es aber einen Gleichstand gibt, dann ist die Windkraft im Vorteil, da diese Projekte mehr prognostizierbare Betriebsstunden anbieten können, was dann schließlich über die Zuschläge entscheidet. Genau dies besorgt die Entwickler von Photovoltaik-Projekten.

 

Nach UNEF wird die Photovoltaik damit ihrer Chance beraubt, ihre Wirtschaftlichkeit unter Beweis zu stellen. Es ist damit zu rechnen, dass auch im Juli die Windkraft wieder der große Ausschreibungsgewinner in Spanien sein wird. Projekte, die einen Zuschlag erhalten, müssen bis spätestens 2020 am Netz sein.

 

Simon

Journalist, PR- und Marketingmanager, Blogger bei Milk the Sun.

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