Nach schwachem März: PV-Zubau im April angezogen

Nach schwachem März: PV-Zubau im April angezogen

Nach 156,5 Megawatt im März sind die Zubau-Zahlen für den April wieder deutlich über 200 Megawatt gestiegen: Vor allem dank der hohen Nachfrage nach Dachanlagen wurden im April laut Bundesnetzagentur Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 225,3 Megawatt Leistung installiert.

Der April ist damit der bislang stärkste Monat des Jahres – bereits zum dritten Mal in diesem Jahr wurde die 200 Megawatt-Marke übertroffen.

 

Photovoltaik-Dachanlagen sehr gefragt

Nur etwa 26,5 Megawatt der zugebauten Leistung entfallen auf Freiflächenanlagen. Im Umkehrschluss bedeutet das: Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von rund 199 Megawatt wurden auf Dächern der Republik installiert. 6411 Datenmeldungen gab es.

Freiflächen-Anlagen standen im April hingegen kaum im Fokus. Nur zwei der Anlagen erreichen eine Leistung von mehr als 750 Kilowatt und waren somit ausschreibungspflichtig. Die meisten der 25 weiteren Anlagen erreichen eine Leistung knapp unter der 750 kWp-Grenze.

 

Jahresgesamtvergleich: Tendenz steigend

Mit gut 800 Megawatt Gesamtzubau in diesem Jahr nährt sich die Hoffnung, dass in diesem Jahr der politisch definierte Zielkorridor von 2500 Megawatt erreicht werden könnte. Letztmals war dies 2013 der Fall. Zum Vergleich: Im Vergleich zum Vorjahr ist der Zubau von Januar bis April um mehr als 60 Prozent gestiegen – 2017 waren bis Ende April nur gut 482 Megawatt zugebaut worden.

 

Einspeisevergütung weiterhin unverändert

Seit 2017 haben sich die Einspeisevergütungen nicht mehr verändert. Bis Ende Juli dieses Jahrs wird dies mindestens auch so bleiben. Derzeit sind für PV-Dachanlagen je nach Größe zwischen 10,61 und 12,2 Cent pro Kilowattstunde zu festgesetzt, bei allen weiteren Anlagen 8,44 Cent pro Kilowattstunde. Bei der verpflichtenden Direktvermarktung (ab Anlagengröße 100 Kilowatt) bewegt sich der anzulegende Wert zwischen 8,84 und 12,60 Cent pro Kilowattstunde.

 

Simon

Journalist, PR- und Marketingmanager, Blogger bei Milk the Sun.

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