Gehrlicher-Insolvenz: Chancen für einen zukünftigen Investor stehen gut

Der Insolvenzverwalter der Gehrlicher Solar AG sieht  für das Unternehmen gute Chancen am Markt. Insbesondere die Investorengespräche bezüglich der US-amerikanischen Tochterfirma gingen gut voran. Der Lohn der Mitarbeiter ist bis Ende September gesichert. Die derzeitig im Bau befindlichen Photovoltaik-Projekte können rechtzeitig fertiggestellt werden.

Laut dem Insolvenzverwalter Oliver Schartl sehen die Chancen einen Investor für die Gehrlicher Solar AG sehr gut. iStockphoto.com©fotolinchen (2)

Die Investorengespräche um die Insolvente Gehrlicher Solar AG stehen nach Berichten von SolarServer kurz vor dem Abschluss. Demnach äußerte sich der derzeitige Insolvenzverwalter bezüglich der Zukunft des Traditionsunternehmen sehr positiv. Er gehe davon aus, dass die Gehrlicher Solar AG in großen Teilen erhalten werden kann, so Insolvenzverwalter Oliver Schartl. Den Mitarbeitern könne bis Ende September ihr Gehalt zugesichert werden und die derzeitigen im Bau befindlichen Photovoltaikprojekte würden rechtzeitig fertig gestellt.

Die US-amerikanische Tochterfirma der Gehrlicher Solar AG hat derzeit laut Schartl besonders gute Aussichten auf einen Investor. Der Verkauf der US-Geschäfte sei bereits absehbar. Die anderen Auslandsgesellschaften der Gehrlicher Solar AG liefen stabil und seien von dem Insolvenzantrag nicht direkt betroffen, so SolarServer. Um das Mutterunternehmen besser am Markt aufstellen zu können, wird der Restrukturierungsprozess, der bereits vor dem Insolvenzantrag begonnen wurde, weiterverfolgt.

Während jedoch Insolvenzverwalter Schartl eine positive Zukunft der Solarbranche sieht, erwartet das Gehrlicher Solar AG Vorstandsmitglied Richard von Hehn weiterhin schwere und unsichere Zeiten, insbesondere durch den Kompromiss im Handelsstreit zwischen China und der EU: „Grundsätzlich nützt der Deal niemandem, da er weiterhin Arbeitsplätze auf allen Ebenen der PV-Wertschöpfungskette gefährdet.“ Allerdings räumt von Hehn ein, dass das Abkommen zu einer Beruhigung des seit Monaten aufgebrachten PV-Marktes führt.

 

Quelle: SolarServer