Frankreich: 2020 soll ein Viertel des Energiebedarfs durch Erneuerbare gedeckt sein

Frankreichs Pläne zum Ausbau der eigenen Erneuerbaren Energien gestalten sich recht ambitioniert. Bis 2020 sollen fast ein Viertel des Primärenergiebedarfs durch die Erneuerbaren Gedeckt werden. Um die nötigen Reformen umzusetzen, startet Frankreichs zuständiger Minister für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie eine Umfrage unter allen französischen Marktteilnehmern.

Frankreich plant bis 2020 ein Viertel seines Energiebedarfs durch Erneuerbare Energien zu decken iStockphoto.com©gmalandra

Frankreichs Ausbau der Erneuerbaren Energien soll weiter voran gehen. Bis 2020 sollen fast ein Viertel des Primärenergiebedarfs durch Erneuerbare gedeckt werden, jedenfalls wenn es nach dem Willen der französischen Regierung geht. Ziel ist es, 23 Prozent erneuerbare Energieanteil zu erreichen. Ein ambitioniertes Projekt, gerade auch unter dem Gesichtspunkt, dass die Zeichen für die Erneuerbaren Energien derzeit nicht allzu rosig aussehen.

Der zuständige französische Minister für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Philippe Martin hat zum erreichen der geplanten Ziele einen Beratungsprozess in Gang gesetzt, dessen Grundlage ein Fragebogen bildet, den alle Beteiligten am französischen Markt bis zum 28.Februar 2014 beantworten können. Aus diesem Fragebogen soll hervorgehen, welche Schritte für einen Ausbau der erneuerbaren Energien erforderlich sind. Dabei stehen die Integration des regenerativen Stroms in den Markt aber auch seine technische Integration ins Netz im Mittelpunkt des Ministeriumsinteresses und weniger die verschiedenen Möglichkeiten einer Förderung. Dies ist gerade im Hinblick auf das EU-Beihilfeverfahren gegen Deutschland eine weise Überlegung.

Ob die Pläne von Minister Martin Früchte tragen werden, bleibt dennoch abzuwarten. Denn für Betreiber von großen Solarparks stehen die Chancen am Strommarkt auch in Frankreich schlecht. Es ist bereits jetzt äußerst schwierig, den von ihnen produzierten Strom direkt zu verkaufen. Wenn die Förderungen nun weiter eingeschränkt werden, verbessert sich die Lage kaum. Einer der Hauptgründe für die angespannte Situation sind die Preise für Strom aus Solarparks. Aufgrund des in Frankreich wirkenden Merit-Order-Effekts sinken die Preise an der Börse auch weiterhin. Die von der französischen Regierung geplante Reform, kommt also wenn dann allerhöchstens kleineren Betreibern zu Gute.

 

Quelle: photovoltaik

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