Förderungen der Solarenergie in der Tschechischen Republik

In Tschechien wurde 2005 das „Gesetzt zur Förderung der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien“ (Tschechisch: zakon o podpore vyuzivani obnovitelnych zdroju) verabschiedet. Es garantiert eine Vergütung für Strom aus erneueraren Energien für eine Laufzeit von 20 Jahren. Eine Ausnahme bilden Wasserkraftanlagen, deren Strom 30 Jahren vergütet wird.

Als Anlagenbesitzer hat man in Tschechien jedes Jahr die Wahl, ob die Stromvergütung in Form von Einspeisvergütungen oder in Form von sogenannten grünen Boni erfolgen soll. Der Premium Tarif (grüner Bonus) wird dem Betreiber zusätzlich zum normalen Marktpreis für Strom gewährt. Aber auch Anlagenbetreiber, die ihren Strom ausschließlich zum Eigenverbrauch produzieren erhalten diese Boni (vgl. zakon 180/2005; englische Version).

Die Einnahmen aus der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien fallen in Tschechien nicht unter die Einkommenssteuer, dadurch wurde zusätzlich ein steuerlicher Anreiz geschaffen.

Der Bereich der Photovoltaik wurde in Tschechien, mit dem Inkrafttreten des Gesetzes, großzügig gefördert. Je nach Größe, erhielten Anlagen mit einer Leistung bis zu 30 kWp 12,89 Kronen und Anlagen über 30 kWp 12,79 Kronen für jede eingespeiste Kilowattstunde (vgl. foerderung-photovoltaik.de). Das entspricht etwa 0,50 Euro. Dadurch erlebte Tschechien in den Jahren 2009 und 2010 einen Boom im Bereich der Photovoltaik. Die Anzahl der Anlagen stieg innerhalb von 2 Jahren von 1.457 (2008) auf 12.861 (2010) an (vgl. gtai.de). Die Tschechische Republik war dadurch im Jahr 2010, nach Deutschland und Italien, der drittgrößte Solarstromproduzent in Europa.

Heute ist von dem Wachstum des tschechischen Photovoltaikmarktes nichts mehr zu spüren. Ende 2010 wurden die Förderungen für die Solarenergie drastisch gekürzt. Rückwirkend führte die tschechische Regierung eine Solarsteuer für alle Anlagen ein, (Ausnahmen sind Anlagen auf Dach- und Hauswänden mit einer Leistung von bis zu 30 kWp) die in den Jahren 2009 und 2010 installiert wurden. Mit 26% auf die Einkünfte aus Einspeisevergütungen und 28% auf die der grünen Boni, wurden die Renditen der Investoren deutlich reduziert. Gleichzeitig wurden die Einspeisevergütungen für 2011 gekürzt. Gleichzeitig wurden die Einspeisevergütungen für 2011 gekürzt und beschlossen, ab dem 01. März 2011 nur noch kleine Solaranlagen auf Dächern und Hauswänden bis maximal 30 kWp mit etwa 0,31 Euro je Kilowattstunde zu fördern (vgl. exposolar). Alle anderen neu installierten Anlagen haben kein Anrecht auf die staatliche Förderung.

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