Flache Dachfläche: Die Vor- und Nachteile einer PV-Installation

Flache Dachfläche: Die Vor- und Nachteile einer PV-Installation

Sporthallen, Multifunktionsarenen, Industriebauten, Ställe: Sie alle bieten reichlich Dachfläche für die Installation moderner Photovoltaik-Anlagen. Im Gegensatz zu den meisten Wohnhäusern sind diese Flächen jedoch zumeist flach. Daraus entstehen Vor- aber auch Nachteile für die Installation von PV-Systemen im Vergleich zu Schrägdächern.

Ein wichtiger Punkt vorweg: Überprüfen Sie vor der Errichtung einer PV-Anlage die Statik Ihres Daches. Nicht nur das Eigengewicht der Solaranlage wirkt zusätzliche Kräfte auf die Dachkonstruktion aus, auch die erhöhte Windanfälligkeit und zusätzliche Zwischenräume, in denen sich Schnee sammeln kann, verursachen zusätzlichen Druck.

 

Vorteil flache Dachfläche: Hier punktet das Flachdach

Neigungswinkel: Während bei Schrägdächern der Neigungswinkel stark von der Neigung des Daches selbst abhängt, steht Ihnen bei flachen Dächern die Wahl des Winkels frei. In Deutschland liegt der optimale Winkel in der Regel zwischen 34° und 36°.

Modul-Ausrichtung: Im Normalfall ist es möglich, auf einer flachen Dachfläche die Ausrichtung der Module frei zu wählen. Nur im Einzelfall sprechen bauliche Eigenschaften dagegen. Maximale Erträge erwirtschaftet die Solaranlage in der Theorie bei der Ausrichtung gen Süden.

Montage: Für Montagearbeiten ist eine ebene Fläche optimal, sie ist leichter zu begehen. Dadurch entfallen besondere Sicherungsvorkehrungen wie bei vielen schrägen Dächern – die Installation auf dem Flachdach gestaltet sich daher einfacherer.

Kühlung: Um die Module auf den gewünschten Neigungswinkel aufzubringen werden die Solarmodule einer PV-Anlage auf einer Dachfläche aufgeständert. Dadurch wird die Luftzirkulation unter den Modulen erhöht und ein Kühlungseffekt entsteht, der sich positiv auf den Wirkungsgrad der Module auswirkt.

Wartung: Durch die Abstände zwischen den Modulgestellen, die zur Vermeidung von Verschattungen eingehalten werden, ist die PV-Anlage auf dem flachen Dach leichter zugänglich. So gehen Wartungsarbeiten wie Reinigungen, Prüfungen oder Störungsbehebungen leichter und schneller von der Hand.

 

Nachteile flache Dachfläche: Das gilt es zu bedenken

Flächennutzung: Im Wartungsfall ein Vorteil, sind die Abstände zwischen den Modulreihen für die Gesamtflächennutzung ein kleiner Nachteil. Die Fläche kann so insgesamt weniger effizient im Vergleich zu Schrägdächern genutzt werden.

Windanfälligkeit: Durch die Aufständerung der Solarmodule wird zwar die Luftzirkulation hinter den Modulen erhöht, für starke Winde wird die PV-Anlage dadurch aber auch anfälliger. Eine stabile und sichere Befestigung der PV-Komponenten ist daher zwingend erforderlich.

Verschattung: Bei stärkerem Schneefall besteht die Gefahr, dass sich von den Modulen abrutschender Schnee türmt und so zu einer Teil-Verschattung der Module führt. Das senkt den Ertrag und damit auch die Einnahmen.

Kosten: Die Aufständerung auf wagerechter Dachfläche erfordert besondere Unterkonstruktionen zur Anbringung der Solarmodule. Im Vergleich zu schrägen Dächern ist dadurch mit höheren Kosten in diesem Bereich zu kalkulieren.

 

 

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Simon

Journalist, PR- und Marketingmanager, Blogger bei Milk the Sun.

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