Förderung der Solarenergie in Österreich

Im Jahr 2002 wurde in Österreich das Ökostromgesetz zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien verabschiedet. Zwischenzeitlich wurde es mehrfach novelliert. Die letzte und aktuellste Änderung, das Ökostromgesetz 2012, wurde am 7. Juli 2011 angenommen.

Für den Bereich der Photovoltaik garantiert das Gesetz die Vergütung von Sonnenstrom zu einem festgesetzten Tarif über 13 Jahre. Die Vergütungssätze variieren dabei je nach Anlagengröße und Art der Installation. Unterschieden werden zwei Gruppen, Anlagen auf Dächern und Lärmschutzwänden sowie Freilandanlagen. Prinzipiell haben alle Anlagenbesitzer deren Anlage eine Leistung von 5 kWp bis maximal 500 kWp besitzt, ein Anrecht darauf einen Vertrag mit der Ökostromabwicklungsstelle (OeMAG), dem staatlichen Ökostromeinkäufer, abzuschließen. Dieser verteilt den Strom anteilig an die Stromhändler, welche den Strom zu einem gesetzlich festgelegten Preis, der über dem Marktpreis liegt, kaufen müssen.

Allerdings besteht in Österreich eine Förderhöchstgrenze. Für 2011 lag diese noch bei 2,1 Millionen Euro. Mit der Novellierung wurde sie auf 8 Millionen Euro festgesetzt. Bei der Vergabe der Förderungen gilt dabei das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Das heißt, je früher eine Förderung beantragt wird, umso eher ist eine positive Förderzusage zu erwarten.

Aufgrund dieser Deckelung ist bei der Ökostromabwicklungsstelle eine Warteliste entstanden, die bis 2025 reicht. Um diese Warteliste abzubauen, sieht das Ökostromgesetz 2012 für die folgenden Jahre eine Abstufung des Fördertarifs vor. Die Höhe des zu erwartenden Tarifs ist dabei abhängig von dem Jahr, in welchem der Förderbewerber bei der OeMAG gereiht ist.

Die folgende Tabelle zeigt die Höhe der Tarife für den Abbau der Warteliste:

Quelle: Photovoltaic Austria Federal Association

Der maximale Tarifabschlag für Anlagen die nach 2015 gereiht sind liegt zwischen 22,5% und 17,5%. Für den Abbau der Warteliste ist insgesamt ein Budget von 28 Millionen Euro vorgesehen.

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